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Identitäres Europa

Seit mindestens einem Jahr schreiben wir für eine positive Europa-Idee der Konservativen. Es reicht nicht, die Europäische Union einfach abzulehnen. Gerade in Zeiten, in denen in Europa alle Völker ähnliche Probleme haben, braucht es eine solche Idee. Wir sind sehr froh, daß wir uns in diesem Punkt sehr einig mit der identitären Bewegung sind:

Unser Weg führt nach Europa!

Die identitäre Idee ist eine Suche nach unserer eigenen Identität, die heute von der Zugluft der Globalisierung fast schon verweht ist. Ihre Entstehung ist ein Zeichen der Zeit und ein Symptom des Zerfalls aller organischen Gemeinschaften, aller Bedeutungszusammenhänge und Werte. Die identitäre Frage ist das Zeichen der Zeit und das Symptom eines krankenden Europas, das sich selbst verloren hat. Die identititäre Bewegung soll die Antwort auf diesen allgegenwärtigen Identitätsverlust und diese Entfremdung sein.

Nicht nur Deutschland schafft sich ab. Fast alle Völker Europas haben heute die gleichen Probleme des demographischen und kulturellen Verfalls. So wie es in den „europäischen Bürgerkriegen“ des 20. Jahrhunderts keine echten Sieger gab, so gibt es auch heute keine europäische Nation, die vom Niedergang der anderen profitiert. Wir sind alle in das gleiche Schicksal und das gleiche Verwehen gestellt. Für uns Junge ist das ein Signal dazu, alte Erbfeindschaften ruhen zu lassen und an einer gemeinsamen, europäischen Lösung zu arbeiten.

Wir wollen das geeinte Europa! Allerdings nicht an den Völkern vorbei, als zentralistischer Superstaat. Nicht als bürokratische, kosmopolitische Wirtschaftsgemeinschaft, die endlos und ohne Rücksicht auf Kultur expandieren will. Wir wollen ein Europa der Vaterländer, der Regionen und Nationen, indem diese sich, unter Bewahrung aller Verschiedenheiten, zu einer höheren Einheit zusammenfinden. Unsere gemeinsamen kulturellen Traditionen, unser gemeinsames Schicksal und unsere ethnokulturelle Verwandtschaft machen Europa aus. Nicht Wirtschaftsabkommen, Währungs- und Handelszonen!

Die identitäre Idee stellt sich gegen jenen chauvinistischen Nationalismus und Auserwähltheitswahn, der die Völker Europas im 19. und 20. Jahrhundert packte und gegeneinander ins Feld führte. Sie stellt sich gegen multikulturelle staatliche Konstrukte, die zusammenzwingen wollen, was verschieden ist. Sie will subsidiarisch die größtmögliche Freiheit und Entfaltung aller ethnokulturellen Gemeinschaften ermöglichen. Wir wollen ein Europa, in dem jedes Volk seine Freiheit und seine Identität behält, in dem sich aber Katastrophen wie die beiden Weltkriege nicht mehr ereignen können.

Aus all diesen Gründen wollen wir uns nicht als „Nationalisten“ bezeichnen. Wir erkennen und bejahen das Nationale, von rassistischer Perversion und chauvinistischem Nationalismus befreit, als unanfechtbaren und ewigen politischen Faktor an. Mit dem Wort identitär umfassen wir unsere lokale Zugehörigkeit zu einer regionalen Kultur, unsere Zugehörigkeit zu unserem Volk, sowie unser Selbstverständnis als Europäer. Diese Identitäten ergänzen und bestärken einander. Gerade heute sehen wir nämlich, dass die Welt nicht an Deutschlands Grenzen aufhört und wir ein starkes, geeintes Europa von Spanien bis Russland, von Griechenland bis Island brauchen, um unsere ehtnokulturelle Identität zu verteidigen.

Es geht uns dabei gerade nicht um irgendeine fixe internationalistische Idee, sondern um die Frage, wie wir heute unser ethnokulturelles Erbe am besten verteidigen können. Es ist kein Widerspruch, sich gleichzeitig als Bretone, Franzose und Europäer , als Dalmatier, Kroate und Europäer oder als Bayer, Deutscher und Europäer zu fühlen. Identitär umfasst, ohne mit Separatismus, Nationalismus oder pan-europäischen Ideen einen Aspekt überzubewerten, all diese Ebenen und verbindet sie zu einem organischen Geflecht. Wir wollen, als indigene Jugend Europas, einen gemeinsamen Weg gehen und unser gemeinsames Erbe verteidigen. Dieser Weg führt uns in die identitären Bewegung. Er bedeutet für uns den Einsatz gegen die seelenlose, anti-identitäre EU, im Namen des echten Europas.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “Identitäres Europa

  1. Es mag spitzfindig sein, aber geht es darum Deutschland »nach Europa« zu führen, oder darum, daß Deutschland »mit Europa« gemeinsamen Bedrohungen für die europäische Völkerfamilie begegnet? »Nach Europa«, also Auflösung Deutschlands in Europa, ist ja bereits das Ziel diverser Bundesregierungen gewesen.

  2. Die Frage ist, was daraus wird, aber die Tendenzen und Akzente gefallen mir, besonders die Betonung des Eigenen, organisch Gewachsenen. Anders als etwa die GDL, deren Demo vor der Botschaft des Sudans zwar nur positiv zu sehen ist, die allerdings eher „PI-liberal“ zu sein scheint.

    Außerdem auch die Nennung der Region als Teil der Identität! Auch wenn’s banal erscheint, aber hier gibt es vermutlich noch ein gewisses Potential für identitäre Rechte. Mir scheinen die regionalen Identitäten in Deutschland in gewisser Weise nicht mehr das zu sein, was sie mal waren, bei mir im Rheinland zumindest sprechen kaum noch Leute richtig Dialekt. Unseren zwei kleinen Minderheitsvölkchen täte sowas womöglich auch ganz gut.
    Naja, schauen wir mal.

  3. Linksidentitär

    Zumindest bei uns in Bayern ist die regionale Identität noch sehr stark. Bei den meisten, so scheint mir, sogar stärker als das Gefühl einer deutschen Nation anzugehören. Dies geht bis hin zu sezessionistischen Gedanken. Ca. 50% der Bayern finden den Gedanken einer Abspaltung Bayerns von der BRD bedenkenswert, ca. 25% würden sofort dafür stimmen. Die Bayernpartei hat zunehmend Aufwind, und auch in der CSU gibt es neuerdings eine vom Ministerpräsidenten ins Leben gerufene Arbeitsgruppe »Bayern zuerst!«, die sich mit einer möglichen Sezession auseinandersetzt.

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