Anstoß

Meinungsfreiheit an Schulen – eine Farce?

Die Schule – sie ist der Ort, an dem Kinder, Jugendliche und auch junge Erwachsene Wissen und Kenntnisse erlangen, die sie ein Leben lang prägen. Sie ist ausschlaggebend dafür, welches Wissensgut der Mensch besitzt.

Rechtlich gesehen sind Eingriffe in den Meinungs-Pluralismus durch Lehr- und Erziehungskräfte strengstens untersagt. Wie es an deutschen Schulen mit der Meinungsfreiheit aber wirklich aussieht, habe ich zwei Jahre lang selbst miterleben müssen.

Meinungsfreiheit – ein Überblick

Unter der Meinungsfreiheit versteht man die freie Äußerungsmöglichkeit von Meinungen und Positionen. In Deutschland wird die Meinungsfreiheit durch den Artikel 5 des Grundgesetzes gewährleistet. Dort wird klar definiert, mit welchen Mitteln die eigene Meinung geäußert und verbreitet werden darf, nämlich in Wort, Schrift und Bild.

Eine Zensur der Meinung darf nicht stattfinden. Jedoch sind gewisse Äußerungen strafbar, wenn sie die allgemeinen Gesetze, die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und das Recht der persönlichen Ehre brechen. Hört sich im ersten Moment sehr gut an. Doch wie wird es an den Schulen in Deutschland praktiziert?

Du darfst deine Meinung frei äußern …

… bis deine Lehrer merken, welche Meinung du überhaupt vertrittst. Ja, das hört sich sehr merkwürdig an, ist aber Realität. In den deutschen Schulen ist eine einheitliche Definition von einer Meinungsfreiheit gar nicht mehr gegeben. Die gesetzlichen Vorgaben werden regelrecht missachtet. In den meisten Fällen, wie auch in meiner Schule, gibt es somit Eigenauslegungen von meinungsfreiheitlichen Prinzipien, die von Lehrkraft zu Lehrkraft variieren.

Ich selbst habe dies zwei Jahre lang miterleben müssen. Als mein ungewolltes Outing als AfD-Sympathisant das komplette Lehrerkollegium in Schock versetzte, wurde rasch beschlossen, wie man mich über meine „unmenschliche“ Haltung zu „Flüchtlingen“ und kritische Haltung zum Euro denn aufklären könne.

Dabei fallen mir etliche Lehrkräfte ein, die in meinen Meinungsbildern immer wieder einen angeblichen Bezug zum Nationalsozialismus fanden. Was ich sagte? Ich habe mich stets für die Einhaltung des Rechtsstaats eingesetzt, bin ein Befürworter der direkten Demokratie gewesen und kritisierte die voranschreitende Zerstörung unserer nationalen Identität.

Es war oftmals so, dass nicht nur ich durch meine Meinung in den Fokus von linksindoktrinierten Lehrern kam, sondern auch meine Freunde. Jeder, der mit mir etwas zu tun hatte, wurde als potentieller Rechtsextremist gesehen. Die Mutter meines besten Freundes, der unpolitisch ist, musste sich sogar von einem Lehrer anhören lassen, dass er durch mich „rechtsradikal“ geworden sei. Es ging teilweise sogar so weit, dass meine Noten sich verschlechterten und man mich mied.

Selbstzersetzung und schlaraffenlandmäßige Willkommenskultur

Die Absicht, die hinter der eindeutigen Zensur von Meinungen steckt, ist meiner Meinung nach die geistige Umerziehung, die auf einer geschichtlichen Basis beruht. Man möchte den Leuten zeigen, dass „Intoleranz“ zu all dem führt, was uns geschichtlich in den Ruin gezogen hat und bezieht dabei die Freiheit des Denkens und die der Äußerung der eigenen Meinung ein. Dabei vergessen die Menschen, dass sie durch eine falsche Toleranz, eine grenzenlose Weltoffenheit und einen Schulddrang eine Selbstzersetzung durchführen.

Das beste Beispiel ist die Flüchtlingskrise. Den Menschen in Deutschland ist die Schuldlast durch den Nationalsozialismus so groß, dass sie fernab von kulturellen und religiösen Unterschieden einen menschlichen Solidarismus fordern, der nahezu grenzenlos ist. Sie geben sich selbst und ihre Moral auf, um eine neue, schlaraffenlandmäßige Willkommenskultur zu schaffen, in der alle Menschen gut zusammenleben und man sich gegenseitig respektiert.

Dass sie sich damit in die Rolle eines Schafs begeben, fällt ihnen nicht auf. Sie setzen sich für Menschen ein, denen unsere offene Welt ein fragwürdiges und lächerliches Konstrukt aus verblendeten Menschen ist. Diese Menschen kommen immer häufiger aus islamischen Kulturkreisen – also aus Kreisen, in denen Frauen gar nicht gleichgestellt werden können und niemals gleichgestellt werden, in denen andersgläubige Menschen verfolgt und umgebracht werden und die gesetzlichen Vorgaben ihrer Religion staatliche Gesetze übertreffen.

(Bild: Bildforyou7CC BY-SA 3.0)

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4 Kommentare zu “Meinungsfreiheit an Schulen – eine Farce?

  1. Präziser Artikel. Dass selbst unsere Kinder indoktriniert werden, ist eine Schande!

  2. Hast du gut gemacht Can!

  3. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit. Da war nicht viel mit Meinungsfreiheit. Entweder man tat was der (zumeist linke) Lehrer sagte oder man wurde schikaniert!
    Ich tat und sagte, was ich für richtig hielt und entsprechend bekam ich Ärger mit den Machthabern (den Lehrern).
    Und auf dem Schulhof hatten schon damals an einigen Schulen Merkels »Goldstücke« das Sagen. Auch mit denen war es selten einfach, aber ich bestand trotzdem auf meinen Prinzipien. Leicht war es nicht.
    Aber Meinungsfreiheit an Schulen war und ist eine Lüge der Scheindemokratie.

  4. Erschreckend das Ganze. Schulen waren aber schon immer Anstalten, wo Schüler im Sinne der herrschenden Ideologien umerzogen wurden. Das war im Dritten Reich so, und in der DDR natürlich auch.

    Aber auch in demokratischen Staaten waren und sind Schulen Anpassungsanstalten. Beispiel Religionsunterricht: Der war und ist in Deutschland nicht als Unterricht ÜBER Religionen gedacht, sondern als Religionserziehung. Deshalb kann z.B. die Katholische Kirche einem Religionslehrer die Lehrerlaubnis entziehen. Deshalb trennen die dort ja auch immer Katholiken von Protestanten, und Muslime haben wieder einen anderen Unterricht. Deshalb läuft es ja auch darauf hinaus, dass immer der Religionslehrer die Kirche gegen seine Schüler verteidigt. Die wehren sich zurecht gegen die Beeinflussung. Die wollen lieber informiert als erzogen werden.

    Ein weiteres Beispiel ist die Genderideologie: Es gibt ja heute diese »Bildungspläne«. Da wird die Ehe zwischen Mann und Frau mit Kindern als eine Lebensform unter vielen dargestellt. Da wird offen die Zweigeschlechtlichkeit in Frage gestellt, und das im Biologieunterricht! Auf den Hochschulen haben die Vertreter dieser Ideologie ihre Gesinnungswächter installiert. Im öffentlich-rechtlichen TV kommt Genderpropaganda, teils geschickt in Wissenschaftssendungen untergebracht, und auf Facebook wird selbst die sachlichste Kritik hieran zensiert.

    Wer über die Genderideologie mehr wissen möchte, klicke bitte auf meinen Namen!

    Jedenfalls sind das nur noch kranke Verhältnisse, natürlich auch an Schulen. Gerade dort müsste eigentlich selbstständig denken und eigene Meinungen äußern hoch willkommen sein – ist doch wie eine Hochschule genau der richtige Ort dafür!

    Bildung ist doch dafür da, um selbstständig und unvoreingenommen denken und argumentieren zu können, und nicht dafür, sich einer Gehirnwäsche unterziehen zu lassen.

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