Gesichtet

#metwo: Die Fälle Alexander Tassis und Laleh Hadjimohamadvali

Ein Hashtag, viele Schilderungen. Unter dem viralen Hashtag #MeTwo, der von Ali Can ins Leben gerufen wurde, schildern Migranten auf Twitter „diskriminierende“ und „rassistische“ Erfahrungen und Erlebnisse in Deutschland und solidarisieren sich mit dem ehemaligen Fußballnationalspieler Mesut Özil, der bei seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft „Rassismus“ beklagte.

Dabei fällt alleine durch die falsche Solidarisierung direkt auf: Über einen herkömmlich definierten Rassismus kann man hier nicht sprechen. Es geht vielmehr um Aufmerksamkeitsgewinnung und Überspitzung alltäglicher Situationen. Tatsächlich habe ich mir selbst ein Bild gemacht und gab dieses Hashtag auf Twitter ein. Ja, ich wurde nicht enttäuscht.

Dennoch kann man fernab der absurden MeTwo-Debatte eine unleugbare Problematik nennen: Der Alltagsrassismus gegenüber AfD-Mitgliedern mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen werden tagtäglich beschimpft und sogar körperlich angegangen – nicht von Rechtsextremisten, sondern von Linksideologen. In diesem Artikel schildern zwei AfD-Mitglieder mit Migrationshintergrund ihre Erfahrungen und reden über einen wirklichen Rassismus.

Alexander Tassis

Mein Name ist Alexander Tassis, ich bin in Athen geboren, Historiker und bin jetzt Landtagsabgeordneter der Alternative für Deutschland in Bremen. Seit 2014 wird vor mir auf Flugblättern gewarnt, ich sei das „Tronjanische Pferd“, dass der AfD die Wähler zuführt und ich würde „die Welt in Brand setzen“. Derlei liegt gedruckt vor.

Die panische Angst, das Kernland der europäischen Überfremdungsländer zu verlieren, treibt das linke Gutmenschentum Deutschlands und seine unerzogenen Terrorbanden zu Gewalt und Irrsinn gegen patriotische Migranten und ebensolche Homosexuelle.

Zum Irrsinn gehört die MeTwo-Aktion, in der verrückt gewordene, meist junge Globalisten sich durch Überanpassung dem Establishment empfehlen. Wir patriotischen Migranten aber sind nicht zwei, sondern Deutsche.

Im Deutschland des Jahres 2018 ein Rassismusproblem auszumachen, kommt einer bodenlosen Dreistigkeit gleich, da neben die ganz Europa destabilisierende Überfremdungspolitik Merkels auch noch die Verhöhnung des Souveräns tritt.

Durch ihre Unbildung leicht verhetzbar, wird man als bekennender glühender deutscher Patriot mit „Migrationshintergrund“ und schwuler Liebesweise als Todfeind ausgemacht. Beklaut, bespuckt, bedrängt, auf Fahrbahnen geschubst, überfallen, man bekommt die Scheiben eingeworfen, alles von den toleranten, antirassistischen, antihomophoben Oberschichtskindern, aus dem Milieu der Elternhäuser, die sich aus Steuergeldern in der Flüchtlingsmafia mästen. Zu allem Überfluss ist meine Mutter wegen mir aus einer „demokratischen Partei“ geworfen worden, wir haben Sippenhaft!

Ich werde mich in der Tat bemühen, als Vorsitzender der „Neudeutschen Hoffnungsträger“ (Migranten in der AfD) und der „Alternativen Homosexuellen“ die Stimmung auch in Westdeutschland endlich zum Kippen zu bringen und die Grenzen dicht machen zu lassen. Das Staatsverbrechen Merkelscher Ausländerpolitik muss als solches benannt und bekämpft werden und ein neues Volksbewusstsein und Nationalgefühl die Mitte Europas im Kreise seiner Brudervölker erfüllen.

Laleh Hadjimohamadvali (48), AfD-Mitglied

Ja, es gibt Alltagsrassismus. Ja, Rassismus ist auf dem Vormarsch. Ja, wir erleben die Entstehung einer faschistischen Gesellschaft. Rassismus ist, zu behaupten, dass ich als gebürtige Iranerin gezwungen worden bin, ein Mitglied der AfD zu werden. Rassismus ist, Deutschland und jenen Deutschen zu wünschen, sie mögen verrecken, jenen Deutschen, die Millionen von Ausländern ein neues Zuhause geboten, und es trotz allen Widrigkeiten auch noch am Laufen gehalten haben. Rassismus ist, es als selbstverständlich anzusehen, dass meine Tochter, die Tochter einer Iranerin, den Islamunterricht besuchen sollte, obwohl ICH doch genau vor diesem Islam geflohen bin. Rassismus ist, meine Mutter auf der Straße wegen ihrer AfD-Tochter so zu beschimpfen, dass sie in aller Öffentlichkeit umgekippt ist.

Rassismus ist, MICH zu fragen, welche Moschee ich freitags besuche, ohne einen Gedanken daran zu verlieren, dass ich trotz meines Geburtsortes eventuell eine andere oder gar keine Religion ausübe. Rassismus ist, mich bei einer Essensbestellung aufgeregt darüber aufzuklären, dass Bacon aus Schweinefleisch gemacht wird. Rassismus ist, meine Bestellung erst dann zuzubereiten, wenn die der Araber, die nach mir kamen, erledigt worden ist.

Rassismus ist, mich als ein Alibi-Kanaxxx zu beschimpfen, die sich für die AfD hergibt. Rassismus ist, mich wegen meines tiefen Ausschnitts zu beschimpfen und zu fragen, ob ich mich nicht schäme, und warum ich das meiner iranischen Familie antue! Rassismus ist, mich verwundert anzuschauen, wenn ich mit meiner Tochter eine Unterhaltung in deutscher Sprache führe. „Sie sprechen Deutsch?“

Rassismus ist, mich auszulachen, da ich selbst meinen Lebensunterhalt verdiene, anstatt es den deutschen Schweinen aus der Tasche zu ziehen. Rassismus ist, mir vorzuwerfen, ich hätte meine Wurzeln vergessen, würde sie gar verleugnen, da ich mich für Deutschland einsetze! Rassismus ist, mir meine Meinungsfreiheit nehmen zu wollen, damit ich ja nicht über den Islam und seine Scharia berichte. Rassismus ist, Kinderehen im TV als Frühverheiratung zu deklarieren. Rassismus ist, Kinderbräute aus dem Orient selbst hier ihrem Schicksal zu überlassen, da es bei DENEN halt so ist!

Rassismus ist, wenn ein Schulleiter Burkinis kauft, statt den Mädchen die Möglichkeit eines freien Lebens einzuräumen. Rassismus ist, überall arabische Schilder aufzuhängen und die Menschen in eine Parallelwelt zu zwängen, statt sie hier ankommen zu lassen. Rassismus ist, Menschenrechte mit den Füßen zu treten und dies als bunt zu deklarieren! Gutmenschen sind Rassisten!

(Titelbild: Pixabay, Tassis und Hadjimohamadvali: privat)

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10 Kommentare zu “#metwo: Die Fälle Alexander Tassis und Laleh Hadjimohamadvali

  1. Jawohl, als eine Bulgarin und AfD-lerin ernte ich oft Unverständnis und ab und zu offene Ablehnung. In Deutschland 🙂 Drohungen – z.Z.- nur online, jedoch bin ich auch nicht wie Alexander Tassis exponiert.
    Bitte besucht die Umfrage und ueberzeugt Euch elbst, dass die AfD viele Anhaenger mit Migrationshintergrund hat.
    https://stammtisch.rumiana.de/auslaenderfeindlich.html
    Dr. R. Nedkova-Baetz, AfD-Bayern

  2. Robert Wagner

    Der vierte Artikel in nicht ganz einem Monat. Da will wohl jemand seinem völkischen Umfeld unbedingt beweisen, wie sehr er dazu gehört, trotz der nicht deutschen Abstammung und eines für die allermeisten DB-Burschenschaftler, IB-Aktivisten, Antaios/IfS-Fans, Compact-Leser und Höcke-Anhänger mindestens verdächtigen Namens. Das erinnert mich ein bisschen an die antijudaistischen Diskurse im Spanien des 14. und 15. Jahrhunderts. Da waren diejenigen, die sich am eifrigsten von den Juden abgrenzten, selbst konvertierte Juden (oder deren Nachfahren). In gewisser Weise wiederholt sich Geschichte also doch.

    Zum Inhalt: Can, bitte informier dich darüber, was Rassismus eigentlich ist. Wenn ein schwuler griechischstämmiger AfD-Vertreter von politischen Gegnern seiner Partei angegangen, beschimpft oder gar körperlich angegriffen wird, ist das natürlich bedauerlich und zu verurteilen – aber mit Rassismus hat das nicht wirklich etwas zu tun. Es geht dabei um politische Anschauungen, nicht um vermeintlich »rassisch«, d. h. biologisch bedingte Unterschiede. Genau darum allerdings geht es der AfD, deren Vertreter regelmäßig von Deutschtürken als »Kümmelhändlern und Kameltreibern« (A. Poggenburg) und von dunkelhäutigen Deutschen als »Halbnegern« (J. Maier) sprechen, die im rassistischen Weltbild dieser Leute Bestandteile »molekularer Bürgerkriege […] durch Überfremdung« (A. Weidel) sind. Und ja, diese Rhetorikperlen kommen nicht von den völlig unbedeutenden Grüppchen der „Neudeutschen Hoffnungsträger“ oder »Alternativen Homosexuellen« – nimmt die eigentlich irgendjemand ernst? –, sondern vom völkischen Flügel um Höcke und Gauland, der die Partei dominiert.

    Wie man ausgerechnet als jemand mit türkischem Migrationshintergrund einerseits diesen offenen Rassismus der AfD verleugnen und andererseits anderen Deutschen mit einem vergleichbaren Hintergrund jegliche Urteilskraft über gesellschaftliche Missstände absprechen und ihre Klagen über alltäglichen Rassismus als »Aufmerksamkeitsgewinnung und Überspitzung alltäglicher Situationen« abtun kann, ist mir ein Rätsel. Spätestens wenn du in ein paar Jahren auf Wohnungssuche gehst, wirst du diese Leute verstehen, Can; denn dann wird sich dein Name als ein Stigma erweisen.

    PS: »glühender deutscher Patriot mit ›Migrationshintergrund‹ und schwuler Liebesweise.« Ganz ehrlich, das hört sich an wie eine satirische Verdrehung aus »der Anstalt.« Du kannst ja mal eine Umfrage starten, wer von den Lesern der Blauen Narzisse diese Selbstbeschreibung ernst nehmen und die entsprechende Person tatsächlich dem »patriotischen Lager« oder gar dem »deutschen Volk« zurechnen würde. Glaub mir, du wirst enttäuscht sein.

  3. Erzreaktionär

    Da hat der Wagner schon recht, sein Name dürfte Herrn Ilgar im buntesten Deutschland aller Zeiten durchaus noch Probleme bereiten – nicht nur bei der Wohnungssuche. Ob es am türkischen »Migrationshintergrund« oder an der leicht zu ergooglenden AfD-Mitgliedschaft liegt, ist dann Interpretationssache.

  4. Der sibirische Tschuktsche darf mit Recht stolz auf das Erbe seiner Vorfahren sein, das es ihm ermöglicht die eisige Tundra zu bewohnen und zu bewirtschaften, genauso wie der afrikanische Buschmann, dessen Erbe ihn befähigt, seit Jahrtausenden in der glühenden Savanne zu überleben. Weshalb also meint ein – zwar verschwindend geringer, aber umso lauterer und radikalerer – Teil der weißen Bevölkerung, ihr eigenes Erbe sei es nicht wert, geschützt und in die nächste Generation weitergetragen zu werden?

    Die Antwort mag befremdlich erscheinen, doch es handelt sich hierbei um blanken Rassismus. Genauer gesagt um Auto-Rassismus, dem das interessante psychologische Phänomen der „Projektion“ zugrunde liegt. Da es nämlich aufgrund jahrzehntelanger Indoktrination durch ein offenbar von grassierendem Wahnsinn befallenes Schulsystem als „en vogue“ gilt, die Besonderheiten anderer Völker zu glorifizieren, während man gleichzeitig den Errungenschaften und Traditionen seines eigenen Volkes mit irrational übersteigertem Skeptizismus begegnet, macht sich ein widernatürlicher Schuldkomplex breit, der jeden Stolz auf eigene Herkunft und Heimat als „rassistisch“ ablehnt.

    Indem sich die Jünger dieses Selbstzerfleischungs-Kultes diese natürlichen Gefühle von Stammeszugehörigkeit und damit verbundener Loyalität untereinander selbst versagen, entsteht mit der Zeit ein psychologischer Alpdruck; anstatt die vielen Vorteile der eigenen Herkunft freudig anzunehmen und darauf aufzubauen, werden genau diese schlechtgeredet und zugleich jede noch so exotische, unbekannte Sitte als „Kulturbereicherung“ überschwänglich willkommen geheißen. Sogenannter „Rassismus“, also die eigentlich gesunde Vorsicht Fremden gegenüber, die dem Herdentier Mensch von der Natur nicht ohne Grund mitgegeben wurde, verwandelt sich durch den permanenten Alpdruck der angeblich politisch korrekten Selbstverleugnung mit der Zeit in – Auto-Rassismus.

    Durch die Unterdrückung des genetisch bedingten, unterbewussten „Vorsichtsprogramms“ wird dieses mit der Zeit auf die eigene Rasse, Ethnie und Kultur »projiziert«, was in letzter Konsequenz zu absurden Auswüchsen wie „Deutschland verrecke“, „I love Volkstod“ oder eben zu Aussagen wie »Deutschland, du mieses Stück Scheiße«. Ob es sich hierbei um eine Geisteskrankheit handelt, darüber müssen Fachleute entscheiden; sicher ist jedoch, dass diese widernatürliche Geisteshaltung anerzogen (indoktriniert) wird und deren Akzeptanz ausschließlich auf bestimmte, sich selbst als „liberal“ und „demokratisch“ bezeichnende Gruppierungen innerhalb der weißen Bevölkerung beschränkt bleibt.

    „In jeder Rasse gibt es Ausnahmemenschen, aber es gibt Rassen. Wer die erste Tatsache verkennt, ist ein plumper Rassist. Wer die zweite Tatsache verneint, ist ein primitiver Antirassist. Der plumpe Rassismus ist gefährlich für die Individuen, der primitive Antirassismus verhängnisvoll für die Völker.“ — Carlos Dufour

  5. Carlos Wefers Verástegui

    @ Lieber Can,

    ich bin sehr froh, dass du den Mut hast, dich gerade hier und so zu äussern, wie du dich äusserst. Lass dir da vom verbildeten und neunmalklugen Robert Wagner nichts einreden. Du hast zu genüge bewiesen, dass du ein eigenes Kriterium hast und auch eigene Wege gehen kannst, ohne anderen etwas beweisen zu müssen. Leute wie Robert Wagner hingegen müssen sich selbst und anderen dauernd etwas beweisen und, wenn das nicht geht, ihre sophistischen Verdrehungen bemühen.

    Beste Grüsse u. weiter so

    Carlos

  6. Can, super Artikel!

    Weiter so!

  7. Vera Lengsfeld stellt die naheliegende Frage, warum so viele Migranten nach Deutschland wollen, wenn es hier so rassistisch zugehe. Die Antwort ist simpel: Weil sich der eigentliche harte, boshafte und interessengeleitete Rassismus gegen die indigenen Deutschen richtet, damit die sich weiter ohne Murren ausnehmen und aus ihren Stadtteilen verdrängen lassen. In Lengsfelds Worten: »Weil nicht so ohne weiteres einzusehen ist, warum die einheimische Bevölkerung ihre erarbeiteten Werte ohne Gegenleistung mit Einwanderern teilen soll, muss sie eingeschüchtert werden, damit sie keinen Widerspruch wagt. Genau das passiert in der so genannten Rassismus-Debatte.«

    Lassen Sie sich nicht von seitenverkehrten Rassisten wie Diez, Augstein, Lobo, Stokowski etc. ad nauseam pp. für dumm verkaufen. Fremdenfeindlichkeit entsteht hierzulande vor allem durch die Einwanderung von Fremdenfeinden bzw. feindseligen Fremden. Sich dagegen nicht zu wehren, fiele abwechslungshalber wirklich unter Förderung von Rassismus.
    M. Klonovsky

  8. Robert Wagner

    @ Erzreaktionär:

    Ich stelle einfach mal die waghalsige Behauptung auf, dass die zahlreichen Deutschen mit erkennbar ausländischem Namen, die bei der Wohnungssuche auf große Schwierigkeiten stoßen, in den allermeisten Fällen keine AfD-Mitglieder waren. Abgesehen davon, ist eine bloße Parteimitgliedschaft – also ohne dass man durch irgendwelche Ämter exponiert ist – überhaupt so leicht zu ergoogeln?

    @ Carlos Wefers Verástegui:

    Kann es sein, dass du mittlerweile ein kleines bisschen davon besessen bist, mich möglichst oft schlecht zu reden? Im Zweifel betrachte ich das ohnehin als Kompliment. 😉

  9. Carlos Wefers Verástegui

    @ Robert Wagner

    Das hat nur so den Anschein. Liebend gern würde ich Dich persönlich kennenlernen.

  10. Carl Sand

    Meine Güte, da ist man mal eine halbe Woche im Urlaub und der Robbi lässt die harte Rassistensau raushängen! Robbi, du kriegt trotzdem keinen Job von uns, wenn wir dran sind. Also spar dir das Anschleimen.

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