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»Mit rotem Gruß«: Leserbrief von der DKP

Folgenden Leserbrief (unkorrigiert) erhielten wir gestern. Das bietet mir die Gelegenheit, noch einmal zu betonen, daß selbstverständlich auch linke Autoren für die Blaue Narzisse schreiben dürfen. Nur Mut!

Hallo Herr Menzel,

dass Sie ein politisch unkorrektes Magazin leiten, finde ich äußerst lobenswert. Dass Sie dazu jeden Menschen, gleich welcher politischen Herkunft einladen, ist eine besondere Klasse für sich.

Es ist sicherlich eher ungewöhnlich, dass Sie ein Lob erhalten, von einem äußerst linkspolitisch orientiertem Menschen, aber wenn man die Missstände betrachtet, rechtfertigt dies mein Interesse an Ihren Magazin.

Egal welche Ziele man letztendlich verfolgt und auf welchem Wege man dies tut . . . es muss aufgedeckt werden, was in der »Mitte« schief läuft.

In diesem Sinne, bitte weiter so!

Mit rotem Gruß

(Absender ist uns bekannt)
DKP Rheinland


Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

25 Kommentare zu “»Mit rotem Gruß«: Leserbrief von der DKP

  1. Der unbekannte Germanistikstudent

    DKP??
    Na, wahrscheinlich ist im Moment alles erträglicher als diese zahnlose, sabbernde, taube, blinde, stinkende, fußpilzige, blöde grinsende, gichtstarre deutsche Greisin, die in ihrer mit schweren Vorhängen verdunkelten Kammer buchstäblich in ihrer eigenen Scheiße sitzt, mit den letzten fauligen Stümpfen an den Fußnägeln knabbert (das fehlende Rückrat erlaubt die unnatürlich verrenkte Stellung) und monoton wispernd ein: »Ich bin die Mitte, die Mitte, die Mitte.« durch die vom Speichel schmierigen Zehenzwischenräume haucht.

  2. Der unbekannte Germanistikstudent

    Occupy Frankfurt? Occupy Rilke! oder
    Ergebnis einer brottrockenen Vorlesung im Bereich der Sprachwissenschaften

    Herr, es ist Zeit: die Krise war sehr groß.
    Leg´ deinen Schatten auf die Deutsche Bank,
    auf ihren Fluren laß die Hunde los!

    Befiehl den letzten Bankstern aufzuhörn,
    dränge sie zur Veränderung hin und jage
    Gewissenhaftigkeit in´s Managergehirn.

    Wer jetzt noch spekuliert, den kennt bald keiner mehr.
    Wer jetzt noch zocken will, muß bald alleine bleiben;
    wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
    und wird im Ausgangshof von Haftanstalten hin und her
    unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    Wer Kritik üben möchte, dem sei der Begriff »Autonomieästhetik« um die Ohren gehauen, womit sich heutzutage bekanntlich ALLES entschuldigen läßt!

  3. »…noch einmal zu betonen, daß selbstverständlich auch linke Autoren für die Blaue Narzisse schreiben dürfen.«

    Wie nett. Warum?

  4. Wahrscheinlich geht es gegen eure Vorstellung, dass auch Menschen aus linkspolitischen Kreisen gegen die Zustände in diesem Land hier sind?
    Gegen das Bankensystem und diese Art Demokratie?
    Ihr seid auf uns genau so angewiesen, wie wir auf euch.
    Die Zustände müssen überall geändert werden.
    Letztendlich geht es um den Menschen, der leben muss. Ihr nennt es Volk, wir nennen es Mensch.
    Uns ist es völlig egal, in welchem Land, aber es muss geändert werden.
    Haben wir nicht genug Gemeinsamkeiten? Was ihr nationaler wollt, wollen wir halt internationaler.
    Aber um irgendeinen dieser Wege zu verwirklichen, müssen wir Menschen alle zusammen halten.
    Die europäischen Parteien müssen in dem Sinne nicht bekämpft werden, sondern die Menschen unterstützt. Wenn wir damit endlich anfangen, dann können die anderen nicht anders.

    Es ist uns klar, dass die Banken zu viel Macht haben und dass das Kapital schuld ist, an vielem Übel.
    Wieso streiten wir um Dinge, ob wir Atomstrom haben wollen oder nicht? Wo eine oder keine Autobahn gebaut werden soll?
    Wieso streiten wir darum, ob wir Demokratie, Nationalismus oder Kommunismus haben wollen? Haben wir nicht erst einmal die selben Probleme und »Feinde«?

    Ist es nicht so, dass wir in den Augen der Banken und EU gleich behandelt werden? Dass wir auch in den Augen extremer Muslime gleich behandelt werden müssen?

    Daraus muss ein Zusammenhalt resultieren.
    Wir sind EIN VOLK, was etwas bewegen muss. Es gibt nur eine Menschheit und unser Volk ist stark genug, was Positives für die gesamte Menschheit zu erreichen.
    Welche Ziele wir haben als Gruppe, darum kann man sich kümmern, wenn wir die großen Probleme nicht mehr haben.

    Die rote Fahne, als Zeichen für Revolution, als Zeichen für Bewegung.

    Es gibt in der Szene nicht nur Anarchisten.

    »Die Menschheit vereint gegen einen Feind!« sollte unser Motto sein.

    Ein dunkelroter Gruß aus Kiel
    von einem MLPD-Mitglied

  5. Mal ehrlich »Rotfront«, dein kleiner netter Artikel ist einmal mehr der Beweis, wieso »wir« eben nicht mit »euch« zusammen arbeiten, geschweige denken und diskutieren wollen. Du tust dir und deiner Bewegung mit solchem Nonsens keinen Gefallen, im Gegenteil: es zementiert mein Bild vom »Linken« und lässt mich kühn von der Zukunft träumen. Schau, du schreibst von Gemeinsamkeiten, die es nicht gibt, von Feinden wo keine existieren. Du schreibst mit deinen konfusen Gewäsch dem Menschen das »Menschliche« ab und wiedersprichst dir innerhalb von drei Sätzen. Für solche »Menschen« wurde meines Wissens der Imperativ erfunden. Aber immerhin hast du es geschafft, mir für zwei Minuten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Dafür herzlichen Dank!

  6. Was spricht deiner Meinung nach denn gegen einen Zusammenhalt? Haben wir Menschen nicht alle das selbe Problem? Also eine Gemeinsamkeit?
    Und sollten wir alle nicht daran in Einigkeit arbeiten, statt in Zwietracht gegeneinander zu agieren?
    Hier ruft niemand zum Kampf gegen Menschen auf, sondern zum Kampf für Menschlichkeit. Es geht darum, ein System zu ändern.

    Ich sehe darin keinen Beweis für DICH, dein Bild von Linken zu »zementieren«. Es gibt Menschen verschiedener Meinungen und man kann nicht gleich jeden Menschen in eine Schublade stecken. Die Bereitschaft dazu mit Patrioten oder anderen Gesinnungen zu sprechen, die haben viele von uns.
    Es hat keinen Sinn, dass wir alle nur gegeneinander arbeiten. Es geht um unsere Zukunft. Um die Zukunft aller in Europa lebenden Menschen.
    Der Kapitalismus ist dabei genau so das Problem, wie das antideutsche Verhalten, das gesteuerte Schüren von Hass gegen Minderheiten und das völlig fehlgeleitete Verhalten unserer Mitbürger, die wie Schafe ihrem Ferkel hinterher laufen.

  7. Marco Reese

    Wenn wirklich die ernste Sorge um die Zukunft dem ideologischen Beharren auf »sozialistischen« et c. Gedankengängen voransteht und echte Diskursbereitschaft besteht, die dann nicht nach kurzer Zeit doch durch »antifaschistische« Vorbehalte vereitelt wird, dann sehe ich in ungwzeungenen Gesprächen in der Tat kein Problem. Wie gesagt, WENN es so ist. Schubladendenken hilft in der Tat nicht weiter, weder in bezug auf sich noch auf andere.

  8. Hallo Rotfront,

    Es weniger die Inhalte, die Rechte von den Linken trennen, sondern vor allem die Denkstrukturen, die unterschiedlich sind. Das Weltbild vieler Linker besteht darin, solidaritäts- und ordnungsstiftende Strukturen (Nation, Staat, Marktwirtschaft, Religion, Familie) von vornherein als schlecht anzusehen und zu bekämpfen. Das Weltbild vieler Rechter oder Konservativer besteht darin, gerade solche Strukturen als wertvoll und erhaltenswert zu sehen und zu schützen.

    Ich habe mir aber immer die Frage gestellt, warum Menschen, die sich selbst als links bezeichnen, dazu zähle ich nicht nur saturierte Kulturmarxisten, ausgebrannte Endstufen der Alt 68´er, die Linkspartei und deren Umfeld wie auch die gesamte dreckige, gewalttätige Strassenlinke (Antifa und Anarchos)so vehement ausgerechnet eine reaktionäre, feudalistische, patriachalische und gewalttätige Ideologie wie den Islam befürworten und unterstützen und alle Kritiker des Islam als Faschisten bezeichnen. Hätten sie ihren Marx gelesen, der Religion als das Opium des Volkes bezeichnet hat und die Befreiung des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit (von Kapital, Staat, Kirche und Religion) gefordert hat, müssten sie eigentlich selbst gegen den Islam kämpfen und vor jeder Moschee eine Mahnwache aufstellen. Das sie dies nicht tun, sondern das Gegenteil, muss tiefere ideologische Gründe haben.

    Es ist wohl die Unfähigkeit vieler Linker, die eigene Ideologie, die eigenen Denkstrukturen zu reflektieren und sie mit der Wirklichkeit abzugleichen, den Anspruch mit den Ergebnissen zu vergleichen und vor allem eure eigene Geschichte kritisch zu sehen. Fangt endlich mal an, die Fehler in eurer eigenen Ideologie zu suchen, als immer nur die Gegner und vermeintlichen Feinde eures Welt- und Menschenbildes zu attackieren.

    Solange ihr dies nicht tut werdet ihr niemals die wahren Ursachen der Globalisierung, der Finanz- und Bankenkrise, die zunehmende Spaltung der Gesellschaft und die Unfreiheit und Entdemokratisierung durch den Aufstieg einer totalitären, faschistoiden Religion wie dem Islam erkennen.

  9. Gegen eine (wenn auch nur punktuelle oder dem Gedankenaustausch dienende) Zusammenarbeit zwischen Rechten und Linken spricht m.E. nichts.

    Eine solche Zusammenarbeit scheitert erfahrungsgemäß meistens aber an zwei Aspekten:

    1. Linke wollen in der Regel nicht mit Rechten – nicht einmal mit „Ex-Rechten“ – sprechen.

    2. Wenn tatsächlich eine Zusammenarbeit zwischen Linken und „Rechten“ (wohlgemerkt diesmal nur in Anführungsstrichen) angestrebt wird, dann nur innerhalb eines Konsens, den die Linken bestimmen – frei nach Jürgen Elsässer, der von einer „Querfront“ von der Linkspartei bis zur CSU spricht. – Wieso eigentlich bis zur CSU? Wer in der CSU ist schon rechts? Wenn schon die Nähe zur globalisierungskritischen Rechten gesucht wird, wieso werden dann nicht mal Jürgen Schwab, Kersten Radzimanowski, zumindest aber Alain de Benoist zur Mitarbeit eingeladen?

  10. Marco Reese

    d. n.:

    Damit dürfte Elsässer wohl gerade auch Gauweiler meinen.

  11. @ Marco Reese

    Gauweiler ist ja inzwischen selbst innerhalb der CSU ein Exot – und als „rechts“ bezeichnet er sich selbst schon lange nicht mehr. Worauf ich aber hinaus wollte: Elsässers Diskurs zwischen Rechten und Linken – so reizvoll dieser auch sein mag – wirkt arg gekünstelt, verkrampft. Eine „Volksfront“ von der Linkspartei bis zur CSU ist genau so willkürlich wie eine „Volksfront“ von der NPD bis zur SPD.

  12. Marco Reese

    Das stimmt freilich. Da ist immer noch die Angst vorhanden, der linke Schwerpunkt werde verloren gehen.

  13. Ich glaube, daß die Sorge weniger dem linken Profil gilt. Vielmehr dürfte der Linksaußen Elsässer kein Interesse oder keinen Mumm an einer Diskussion mit rechtsaußen haben.

  14. Der Elsässer macht sich. Abwarten, mir scheint es, als würde er von Jahr zu Jahr ein Stück weit nationaler.

    Ich als nicht-bürgerlicher Nationalist kann einen Diskurs zwischen »links« und »rechts« vorbehaltlos zustimmen. Bevor das allerdings funktionieren kann, müssten die »Rechten« erstmal untereinander in den Diskurs treten.

  15. Ich vermute, daß den Roten einfach das Verständnis um die schlimme Fragmentierung im rechten Bereich fehlt. Da hat es von nationalen Sozialisten, für die Leser wie Autoren hier offenbar gehalten werden, bis hin zum Monarchisten so ziemlich alles.

    Würde man einsehen, daß eben nicht alle Rechten Nazis sind, bzw. vielleicht sogar verstehen, daß diese kaum einen einstelligen Prozentbereich im rechten Lager ausmachen, wäre das die Voraussetzung für Erkenntnis.

  16. Würde ein Diskurs zwischen Rechten und Linken nicht letztlich dazu führen, das Linke ihre gesamte Denkstruktur aufgeben müssten? Außerdem sollte man schon Nationale Sozialisten ausschließen – als einen der dritten Wege, welcher sich eher an den Staatssozialismus schmiegt.
    Ein Diskurs ist üprigens mehr als ein reine Gedankenaustausch. Ich glaube er ist im Wesen ergebnisorientiert und erfordert dynamische Gesprächspartner. Bei Linken sind wie oben beschrieben, sowohl die Denkstrukturen völlig anders geprägt, als auch das Basisvokabular ander formuliert bzw. überhaupt nicht existent. Dergleichen wie Staat, Volk, Identität werden völlig unsinnig ausgelegt, meist sogar geleugnet, obwohl sie existieren und in unserer heutigen Zeit einen höher Stellenwert einnehmen (sollten) als je zuvor.
    Ein neuerlicher Versuch, einen Diskurs ergebnisoffen zu führen, hätte doch keinen Sinn. Es wäre eine reine Materialschlacht, im besten Falle medienwirksam, in welche Richtung auch immer.
    Allein die Diskussionskultur ist für viele Linke derart verschieden besetzt, dass man dort kaum Land gewinnen könnte – man beachte die Komplexität der Wörter, Phrasen und Denkstrukturen, wie sie mittlerweile im Volk verankert sind. Und das Volk ist bekanntlich Mittelmaß.

  17. Viele von uns sind bereit, sich mit anderen Meinungen mehr zu befassen. Es ist nunmal so, dass wir überwiegend noch zusammen halten, freiheitlicher denken, als der Begriff »rot« bei Ihnen vielleicht vermuten lässt und dass wir unseren Fokus immer mehr auf Veränderung legen.
    Es gibt genug Missstände, die uns sicherlich alle stören.
    Uns geht es nicht um die Auflösung von Grenzen und Nationen. Einigen schon, aber mehrheitlich ist es eher so, dass wir das System des Kommunismus ursprünglich innerhalb der BRD gewollt haben.
    Im Sinne der hier lebenden Menschen, gleich welcher Herkunft, geht es uns darum, reaktionär etwas zu verändern und die Dinge anzugehen, die einem gemeinsamen Frieden im Weg stehen.
    Dazu gehört Rassismus gegen Deutsche und andere Mitbürger, dazu gehören Anarchisten (das sind die mit der eigentlich SCHWARZEN Fahne und dem SCHWARZEN Stern)und dazu gehören auch Ideologien, wie der Nationalismus und der Islam.
    So wie »links« nicht gleich »links« ist, wissen wir auch, dass »rechts« nicht gleich »rechts« ist.

    Eine Nation hat Grenzen. Das ist völlig in Ordnung, so lang diese Nation anderen Nationen gegenüber keine übergeordnete Rolle spielt und solange diese Nation innerhalb der eigenen Grenzen keine Mitmenschen diffamiert und verfolgt.
    In dieser Nation lebt ein Volk. Das Volk definiert sich nicht unbedingt durch die Herkunft, sondern durch den Einsatz innerhalb dieser Grenzen.
    Ein Türke kann genau so viel Einsatz zeigen, wie ein Deutscher. Das ist dann auch gut so.
    Wir wissen auch, dass es gerade bei islamisch-gläubigen Menschen seltener der Fall.

    Neben dem Frieden, dem humanen Umgang mit Menschen, einem Umweltbewusstsein und Freiheit, geht es uns vor allem um Weltoffenheit, was uns nicht gleichbedeutend ist mit »Grenzoffenheit«. Wenn es so wäre, dass wir für viele dieser Missstände hierzulande mitverantwortlich wären, dann fragen wir uns wirklich, wieso wir nicht im Parlament sitzen.

    Ich denke, »links« und »rechts« sitzen beide aus ähnlichen Gründen nicht im Parlament.
    Uns ist Globalisierung, Kapitalismus (nicht Kapital!) und dieses Eine-Welt-Getue ein Dorn im Auge.
    Hier werden nicht rote, sondern grüne Linien gezogen.
    Es geht hier mehr um das Auflösen aller Grenzen, auch der moralischen. Und das ist ganz sicher nicht das, was wir wollen.

    Es wird auf unserer Seite viel darüber debattiert, ob die Nation nicht die Wurzel des Faschismus sei. Es muss aber nicht so sein, wenn der Mensch klar denkt und Mitbestimmung hat. Das bedeutet »Alle Macht geht vom Volke aus.«

    Niemals wird jeder Mensch die selbe Meinung haben. Solange es aber so viele Menschen gibt, die etwas stört, sollte man zusammen finden und gemeinsam etwas daran ändern. WIR sind zusammen die Mehrheit.

  18. nonlibertarian

    Sobald die rechte und die linke Seite ihren jeweiligen liberalistischen Ballast abgeworfen haben (die rechte ihren wirtschafts-, die linke ihren gesellschaftspolitischen), können sie einander den Bruderkuß geben.
    Da das nie geschehen wird, freut sich die dritte Seite.

  19. Hallo Rotfront,

    Ich halte einen Dialog zwischen Linken und Rechten (oder Konservativen) für notwendig, aber schwierig. Das liegt aber auch an der linken Hegemonie in Deutschland, die verhindert, dass Rechte (und echte Konservative, nicht die Pseudos von der CDU/CSU) nicht nur in der Meinungsbildung unterrepräsentiert sind , sondern in Deutschland sogar wie Aussätzige behandelt werden. Mit denen »spricht man nicht« und deren Ideen werden nicht nur als falsch dargestellt, sondern prinzipiell als »böse« und indiskutabel markiert. Rechte und Konservative können daher froh sein, wenn sie überhaupt angehört werden, ohne gleich verteufelt zu werden.

    Auf den Seiten der Rechten (oder Konservativen) kommt es daher zu immer mehr zu pauschaler und offener Verachtung des linken Spektrums, dem inzwischen fast jede Fähigkeit zum eigenständigen Denken abgesprochen wird. Es wird hämisch beobachtet und kommentiert, wie sich Linke immer tiefer in ihre eigenen Widersprüche verstricken und selbstgestellten Sackgassen verirren, wie sie immer größere Mühen aufwenden und immer absurdere Propagandalügen erfinden müssen, um ihre Ideologie mit der Realität in Ausgleich zu bringen und es wird selbstbewusst konstatiert, dass Rechte und Konservative alle Entwicklungen ja schon lange vorausgesehen und vorhergesagt haben.

    Die Vehemenz, mit der die linken und grünen Hohepriester in den Institutionen und Medien ihre Deutungshoheit noch verbissen verteidigen, verheisst für die Zukunft nichts Gutes. Sie ahnen offenbar, dass sie nur noch Phrasen, aber keine echten Argumente mehr haben und müssen deshalb die Diskussionen von der sachlichen Ebene auf eine moralisch- emotionale bringen. Islamkritiker werden dann zu »Islamfeinden« und »Rassisten«, gemacht, Euro-Kritiker zu Populisten, die »mit Ängsten spielen«, Globalisierungskritiker werden zu »reaktionären, nationalistischen und dummen Chauvinisten« gestempelt und Menschen, die Quotenregelungen für Frauen ablehnen, werden gar zu »Frauenfeinden« erklärt und ihnen wird unterstellt, sie wollten alle Frauen wieder hinter den Herd stellen.

    Ich glaube, es gibt einiges was Rechte und Konservative den Linken an Ideen und Bewusstsein voraushaben. Wir würden euch auch gerne einen Teil davon abgeben, aber zuerst müsst ihr eure eigenen Dämonen loswerden, von denen ihr besessen seid und die verhindern, dass ihr das versteht, was wir zu sagen haben.

  20. E Madrigan

    @ Stefan

    Warum sollte »die Linke« bei einem Diskurs mit »der Rechten« Ihre »Denkstruktur« aufgeben müssen? Um den Gegenpart zu verstehen, gut. Aber das meinen Sie nicht, nicht wahr? Verstehe ich Sie richtig, dass Sie eigentlich nur Personen von Ihrer Sache überzeugen wollen? Dann kann man sich einen »Diskurs« doch schenken.

    Übrigens, Sie wissen schon, dass Volk und Nation von der Linken entwickelte Ideen sind? Nicht von der kommunistischen Linken natürlich, aber da gab es ja auch vorher noch einiges…

    @ Rotfront

    Pardon, aber eine ertragreiche Diskussion wird es nicht geben, weil der von Ihnen erhoffte Gesprächspartner in Gesamtheit nicht mit Ihnen diskutieren will (siehe Stefans Äußerungen oben, sehr schön auch hier http://www.sezession.de/24921/ende-der-diskussion.html), weil die von Ihnen angesprochene Rechte sich für das deutschen Volk und für die deutschen Nation interessiert (und nicht für Umgestaltung der ökonomischen Verhältnisse wie Sie, siehe auch hier http://www.sezession.de/28566/um-es-einmal-ganz-offen-zu-sagen.html), eigentlich gar keine Lust zur Kooperation mit z.B. türkischen Proletariern hat, Euch ein historischer Graben trennt und insgesamt auch andere Ziele und einen anderen Habitus als die kommunistische Linke hat. Miteinander sprechen kann man natürlich trotzdem 😉

    @ Gast

    Öh, Ihnen ist schon aufgefallen, dass die DKP bestimmt nicht Teil des von Ihnen kritisierten linken Establishments ist, sondern selbst isoliert? Deswegen sucht Rotfront doch Gesprächspartner auf Augenhöhe.

    (Haben Sie eigentlich den Diskursversuch des Libertären auf sezession.de gelesen? Bemerkenswert, dass ein Libertärer und ein Kommunist den altrechten Kern der Neuen Rechten nicht bemerken und glauben, mit der NR ins Gespräch kommen zu können! Zweimal: Nö 8)

    Ich darf beispielhaft noch auf Horst Stowassers »Freiheit Pur« zur Geschichte des Anarchismus hinweisen (gibt es im www kostenlos als pdf), auf die Anti-Islam-Haltung der Antideutschen, auf die Ablehnung des Euro-Rettungsschirms durch die Partei Die Linke und auf Diskussionen in einschlägigen Medien und in öffentlich zugänglichen Foren der diversen linken Strömungen verweisen. Sie werden feststellen, dass die Linke nicht der von Ihnen verdroschene Pappkamerad ist.

    @ Felix Menzel

    Linke Autoren hier? Bitte, ich bin gespannt!

  21. Marco Reese

    Altrechts, neurechts, was soll das denn eigentlich bedeuten? Ich bin weder das Eine noch das Andere, ich bin in erster Linie kirchlich . .

    Und freilich gehören DKP usf. nicht zum Establishment. Versteht sich doch. Und bevor Urteile über den Nutzen von Gesprächen geführt werden, sollte man in sie erst einmal ganz ungezwungen eintreten. Durchaus ohne zu viel Metakommunikation zu betreiben. Dann kann man immer noch weiter sehen. Es geht wohl in erster Linie darum, Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Gegenwehr wider eine immer weitergehende Zerstörung sämtlicher zwischenmenschlicher Bindungen durch Technizismus, Monetarismus und dergleichen zu sondieren. Ob sich da etwas Tragfähiges ergeben kann, ist zu sehen. Zu hoch sollte man die Erwartungen nicht setzen, aber wie gesagt, ungezwungene Kontakte sind doch kein Problem.

  22. Schön wäre es, wenn die BN künftig auch Vertretern der Juche-Ideologie eine Plattform bietet. Erste Infos gibt es hier: http://www.nordkorea-info.de/

  23. E Madrigan

    @ E.

    Nein, das bringt leider nichts. Die Juche-Ideologie wird doch bei SiN und tlw. auch bei BN bereits vertreten! Man muss in den Texten nur Nordkorea durch Deutschland, Kim Il-sung durch Armin Mohler und Kim Jong-il durch Martin Lichtmesz ersetzten, dann könnte jeder Juche-Jubel-Artikel auch bei der NR stehen, haha

  24. Ich glaube Madrigan muss mir nicht erklären, aus welchem Feld Nation und Volk kommt. Versuchen sie etwa Personen der Aufklärung und des Humanismus mit jenen Machtbesessenen heutiger Tage zu vergleichen – wie stumpf!
    Zudem sind ökonomische Fragen eigentlich zweirangig: wer für mehr oder weniger Geld einer jeweiligen Schicht oder dergleichen eintritt, ist genau zu dem geworden, was er selbst kritisiert.
    Die Metaebene sollte erst in den Fokus genommen werden: ist Wohlstand und Glück an Geld gekoppelt?

  25. E Madrigan

    Doch, muss er. Und leider noch mehr: Die Linke ist nicht die Aufklärung und schon gar nicht der Humanismus. Nie gewesen.

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