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»Nazischwein« geoutet

nazischwein2Heute ist unser Büchlein Nazi-Vorwurf. Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein in Druck gegangen. Wie wichtig das Thema ist, hat unser Autor Philip Stein gerade in Marburg erlebt. Dort wurde eine Glasfassade mit dem Spruch »Philip Stein – Nazischwein« vollgeschmiert und Plakate an der Universität angebracht, auf denen gegen ihn gehetzt wird.

nazischweinStein ist Mitautor des zweiten Bandes der Reihe BN-Anstoß mit dem Titel Junges Europa. Szenarien des Umbruchs. Für das Büchlein über den Nazi-Vorwurf hat er einen Essay über den bundesdeutschen Distanzierungswahn beigesteuert. Er vertritt dabei die Meinung, daß eine Distanzierung immer das falsche Mittel ist, um gegen einen Nazivorwurf vorzugehen. Stein betont: »Denn wer sich distanziert, der verortet sich nicht selbst, sondern wird zum Opfer in einem berechenbaren Kreislauf.«

In Marburg kommt es regelmäßig zu vergleichbaren Aktionen der Antifa. So wurde 2010 ein Redaktionstreffen der Blauen Narzisse in Marburg angegriffen. Jährlich kommt es zudem zu heftigen Auseinandersetzungen rund um das Marburger Marktfrühschoppen. Die Stadt Marburg tritt den Linksradikalen nicht entgegen, sondern unterstützt diese sogar noch. Inhaltlich scheint der Marburger Bürgermeister Egon Vaupel (SPD) nicht weit von der Antifa mit ihrem linksradikalen Gedankengut entfernt zu sein. Lest einfach mal diese Geschichte hier.


Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

5 Kommentare zu “»Nazischwein« geoutet

  1. Gunnar

    Zusatzzettel: Und Single

    Abreißbare Handynummer hinzu!

  2. Immer dieses Gejammer. Stets das gleiche bei den Hemden tragenden Jungkonservativen. Peinlich!

  3. Was genau qualifiziert mich jetzt genau zum »linke[n] Scheisserkerl!«? Das ich die Massen an Jammerlappen und Muttersöhnchen, die sich »konservativ« nennen, zum Kotzen finde? Kein Wunder, dass sämtliche Geistesströmungen, die sich rechts der Mitte verorten, in der Gesellschaft nicht satisfaktionsfähig sind, wer will schon mit den »Uncoolen« und »Spießern« spielen.

    Dazu kommt, wie du dankenswerterweise demonstrierst, die absolute Unfähigkeit zur Selbstreflexion. Meine Kritik – um es zu verraten: ich bin alles andere als ein Linker – löst bei dir Aggressionen aus, du beschimpfst mich, drohst mir – im Internet so ziemlich das lächerlichste, was man tun kann, übrigens.

    Peinlich für mich, dass ich das gleiche politische Lager beziehe wie du.

  4. Das ist schon ziemlich grotesk. Woanders organisieren Autoren solche Schmierereien für die eigene PR-Kampagne, hier erledigt das die »Antifa«. Das sollten sich Verlag und Autor unbedingt zu Nutze (bzw. zu klingender Münze) machen.

    Zusatzzettel unter die Plakate: »Das Buch kann hier bestellt werden …«

  5. Völlig korrekte Aussage von Herrn Stein. Mit der Distanzierung von dämlichen Vorwürfen lässt man sich auf das Spiel des Gegners ein. Meist ist der Gegner gefangen in irgendwelchen binären Ideologieschemata (links-rechts, xenophob-xenophil, …) und allen »gegnerischen« Inhalten zum Trotz wird er dort nicht heraus kommen.

    „Mir ist egal, ob man mich einen Nazi nennt oder eine Klobürste« (Akif Pirinçci)

    Aye.

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