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Peinlicher Auftakt mit islamkritischen Mahnwachen

Heute haben die Auftaktkundgebungen zum großen »islamkritischen Aktionswochenende« von Pro NRW stattgefunden und ich frage mich sofort wieder, warum Beisicht und Co. den Mund immer so voll nehmen müssen. DerWesten berichtet von 32 rechten Demonstranten in Mühlheim gegenüber 1000 auf der Gegenseite.  Die Polizei spricht von ca. 30 Teilnehmern in Oberhausen bei 400 Gegendemonstranten.

Und was macht Pro NRW nun? Richtig, sie setzen eine Pressemitteilung auf und erklären den Auftakt zu einem »vollen Erfolg«. Angelehnt an Fußballersprache fühlen sie sich nach den ersten paar Spielminuten bereits mit »6:0″ in Führung.

Peinlich verhalten sich aus meiner Sicht beide Seiten: Pro NRW, weil sie so maßlos übertreiben, und die »zivilcouragierten« Gegendemonstranten, weil sie wegen 30 Leuten so einen Aufstand machen.

BlaueNarzisse.de wird am Sonntag übrigens einen Reporter nach Duisburg schicken und so zeitnah wie möglich über alles Wesentliche berichten.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

6 Kommentare zu “Peinlicher Auftakt mit islamkritischen Mahnwachen

  1. Wenn das alles ist, was Herr Menzel den Islamophoben vorzuwerfen hat, dann ist Pro NRW für mich eine echte Wahlalternative. 🙂

    Grüße

  2. Traurige Sache, vorallem da ich etwas von 1000 Leuten gelesen habe die erwartet werden…

    Aber wie der Autor bereits sagte, genauso schlimm wie die grade mal 30 Demonstranten ist die vollkommen übertriebene »Zivilcourage« auf der Gegenseite.

  3. Alexander

    @Benjamin:
    Was soll man da denn auch sonst wählen, wenn man wählen geht?

    @Max:
    Die 1000 werden für die große Demonstration am Sonntag erwartet. Heute waren ja nur diese kleinen Mahnwachen vor den Moscheen.
    Allerdings glaube ich auch kaum, dass am Sonntag 1000 Leute dort auftauchen.

    Das Gute an dieser »Zivilcourage« ist aber der enorme Medienrummel.

  4. @ Max
    Musst nicht traurig sein. Das waren doch nur die Auftaktveranstaltungen. Die Pro`s können nur in Kleinbussen mit Polizeischutz »anreisen«, das war eine kleine feste Truppe, die überall hinfuhr.
    Traurig ist allerdings, dass nach den Nationalsozialisten sogenannte Sozialdemokraten wie Gabriel nun auch mit den Muftis kuscheln – sogar zum Freitagsgebet gehen.

    Die 1000 Leute kommen erst Sonntag z.B. per Nachtzug von weit her.
    Falls Du mich suchst, ich trage zeitweilig(lange hält man das nicht aus)einen braunen Niqab. Wie heißt das noch in Köln: »Bunt statt braun«

  5. Benjamin Marx

    Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nicht der Poster »Benjamin« bin…

  6. @Felix Menzel

    Die Mahnwachen waren aber jeweils nur für 50 Leute angemeldet, insofern fragt sich der Leser was daran peinlich oder im Vorfeld übertrieben sein soll, wenn zwischen 30 und 50 Leute dort waren?

    Insofern ein sehr effizentes Mittel eine mediale Botschaft zu vermitteln.

    Zudem ist es durchaus eine logistische Leistung mit gleich zwei solcher Trupp an einem Tag gleich jeweils 3 Städte zu beehren und dabei auch noch die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten.

    Im Übrigen waren doch auch die Gegendemos, insbesondere aus dem roten Krawallmileu, vergleichsweise überschaubar und zu keinem Zeitpunkt geeignet die Pro NRW-Aktionen gross zu behindern.

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