Alter Blog

Popkultur und Nischenkunst

PopkulturGestern war der neue Cicero im Briefkasten. Die Mai-Ausgabe des sozialdemokratisierten Magazins beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit „65 Jahre Befreiung“. Wir hätten nun die Gelegenheit, ausführlich darauf zu antworten: wieder einmal „Schuldkult“ in Perfektion und wieder einmal kommt das Andenken an die deutschen Vertriebenen und Opfer des Bombenkrieges zu kurz. Und warum müssen wir eigentlich immer noch die Suppe von damals auslöffeln? Und ist es nicht schrecklich, daß Deutschland selbst 65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch kein komplett souveräner Staat ist und vollkommene Souveränität nicht einmal einfordert? Ach ja, wir leben schon in einer schlimmen Zeit und es gibt genug Gründe, den ganzen Tag Trübsal zu blasen.

Andere Magazine werden genügend rund um den 8. Mai berichten. Wir gehen deshalb einen gänzlich anderen Weg und beschäftigen uns ca. einen Monat lang schwerpunktmäßig mit „Popkultur und Nischenkunst“. Dabei steht für uns immer die Frage im Raum, was Popkultur zur Sinn- und Identitätsstiftung für junge Leute beitragen kann. Andererseits gilt es auch, verschiedene subkulturelle Nischen auszuleuchten und die dort kursierenden Ideen und Ästhetiken zu verstehen. Einige Artikel zu dem neuen Themenschwerpunkt sind bereits erschienen:

Über Popkultur …

… und über Nischen:

Neben vielen Kurzeinschätzungen über Popstars aus Musik, Fernsehen und Sport sowie allerlei Rezensionen bereiten wir gerade fünf Leitartikel vor:

  • Benjamin Jahn Zschocke schreibt über Pop Art.
  • Nils Wegner blickt in einige Nischen der Musikszene.
  • Johannes Schüller beschäftigt sich mit Popliteratur (Hubert Fichte, Rolf Dieter Brinkmann, Charles Bukowski, …).
  • Dirk Hack fragt, welchen Platz  die Lyrik heute noch hat und welchen sie haben sollte.
  • Carlo Clemens schließlich ergründet die Bedürfnisse der Massen („Brot und Spiele“).

Darüber hinaus suche ich noch einen Autor, der sich mit „Sport und Popkultur“ auseinandersetzt. Wer Interesse hat, wendet sich bitte an die Redaktion. Andere Spontaneinsendungen sind natürlich auch immer herzlich willkommen.

Verwandte Themen

Kollegah und Farid Bang: Weder Opfer noch Täter Seit der Echo-Verleihung sind sie in aller Munde: Die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang. Doch wieso eigentlich? Ihnen wurde der Echo in der K...
Die Enteignung auf dem Bildschirm Warum Videospielkultur wichtig ist. Und warum sie bedroht ist. Als 2014 in Amerika „Gamergate“ ins Rollen kam, hagelte es von Seiten altgedienter...
Warhammer 40.000 Das 41. Jahrtausend ist hart, grausam, völlig überdreht und gegen alles, was man euch in der Schule beigebracht hat. Was fasziniert immer mehr Kinder ...

Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

2 Kommentare zu “Popkultur und Nischenkunst

  1. OT:

    Umfrage: Groß- und Kleinschreibung in der persönlichen Anrede
    http://wp.me/pzNay-90

  2. »Und warum müssen wir eigentlich immer noch die Suppe von damals auslöffeln? Und ist es nicht schrecklich, daß Deutschland selbst 65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg immer noch kein komplett souveräner Staat ist und vollkommene Souveränität nicht einmal einfordert?«

    Weil man die Absicht verfolgt Auschwitz zu theologisieren. Die Geschichte von der »Erbsünde« des Menschen zieht nicht mehr; deswegen ist man eifrig dabei, ein entsprechendes Surrogat zu finden bzw. aufzubauen.

    Es geht hier schlicht darum, Menschen (seelisch-psychisch)abhängig zu machen, in dem man ihnen eine höchstpersönliche »Schuld« einredet. Der ganze Schuldkult ist nicht bloß Ausdruck einer sadistischen Neigung linker Menschenbestien, sondern eiskalt betriebene psychologische Kriegsführung anderer Kräfte.

    Eingestandene Schuld bedeutet ja nichts anderes als Anerkenntnis eines begangenen Unrechtes, die mit der Pflicht verbunden ist, das begangene Unrecht in der Zukunft wieder gut machen zu müssen. Schuld also als Anerkennung einer Pflicht zur Tilgung bestehender Leistungsverbindlichkeiten durch zukünftige Leistungspflichten.

    So wie einst Gott »Gläubiger« der Erbsünde des Menschen war, so spielen sich Vorderasien, Südeuropa und Afrika heute als Gläubiger einer immmer fort währenden Schuld der weißen Rasse für begangenes, nicht-begangenes und längst wiedergutgemachtes Unrecht auf. Die weiße Rasse soll auf alle Ewigkeit zu Knechtsdiensten verpflichtet werden, und dafür braucht man »Schuld«.

    Man will die »ewige« Rente; deshalb die Schuldkultgewitter und Anklageorgien im geistigen Äther der westlichen Hemisphäre.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Datenschutzinfo