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Prozeßauftakt im Fall Pfarrer Lothar König

Lothar_KoenigDer Jenaer Jugendpfarrer Lothar König muß sich seit heute vor dem Amtsgericht Dresden wegen Landfriedensbruch verantworten. Er soll 2011 bei den Protesten gegen den Trauermarsch »Deckt die Bullen mit Steinen ein« gerufen haben. Der Pfarrer bestreitet diese Wortwahl.

Mitgebracht nach Dresden hatte König seinen Fanclub aus Jena. Unter den gut 50 Mitgereisten befand sich auch Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD), der seit Jahren dafür bekannt ist, illegale Antifa-Aktionen gegen die Polizei argumentativ zu decken. Darüber hinaus stellte sich der Linken-Fraktionsvorsitzende aus Thüringen, Bodo Ramelow, als twitternder Prozeßbeobachter zur Verfügung.

Großer Trubel herrschte auch vor dem Gericht, wo Unterstützer von König eine Kundgebung organisierten. Es gibt damit ein breites Bündnis von Linksaußen bis hinein in die bürgerliche Mitte, das an Königs Unschuld glaubt und die »sächsische Demokratie« (Wolfgang Thierse) anklagt. Selbst die von Linken als konservativ wahrgenommene FAZ verschweigt in ihrer Berichterstattung, was König gerufen haben soll und berichtet lieber über das »Scheitern einer Justiz, die antifaschistisches und demokratisches Engagement kriminalisiert«.

Mit einem Live-Ticker beobachteten heute das Neue Deutschland und Königs Solidaritätsgruppe aus Jena den ersten Prozeßtag. Sie werten das ganze Geschehen als einen politischen Prozeß, der dazu dienen soll, die Versammlungsfreiheit einzuschränken und an König ein Exempel zu statuieren.

An sieben Verhandlungstagen bis zum 20. Juni soll nun geklärt werden, was Lothar König  bei den Protesten wirklich gemacht hat. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, das ominöse »Deckt die Bullen mit Steinen ein« gerufen zu haben. Danach seien dann auch tatsächlich Steine auf die Polizisten geflogen. Zudem soll König Gewalttäter in seinem Kleinbus versteckt haben.

Der Pfarrer bestreitet alles bis auf die Tatsache, daß er den Bus die meiste Zeit während der Demo steuerte. Er behauptet dabei sogar, auf die jugendlichen Demonstranten deeskalierend eingewirkt zu haben. Wenn dem so sein sollte, so ist es zumindest ziemlich mißlungen angesichts von über 100 verletzten Polizisten an jenem Tag.

Ob Pfarrer Lothar König mit seiner Version vor Gericht durchkommt, wird sich zeigen. In der Öffentlichkeit hat er schon gewonnen. Die Frontlinie der Skandalisierung verläuft so, daß er das unschuldige Opfer einer angeblich rechtslastigen Justiz in Sachsen sein muß. Die ZEIT hat das in wenigen Worten treffend zusammengefaßt:

Wer »Lothar König« hört, der denkt: böses Sachsen.

Hier geht es zu unserer Broschüre Politische Prozesse!

(Bild: Lothar König / von: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung / Fotograf: Ingo Jürgensmann / Wikipedia / CC)

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7 Kommentare zu “Prozeßauftakt im Fall Pfarrer Lothar König

  1. eddy edmund

    Was fuer ein asozialer »verlauster Schmok«; drei Minuten »gesammelte Werke« & man muss nicht eimmal »rechts« sein-zivilisiert reicht um sich zu fragen wie die Einstellung dieses
    »Ausschussprodukt Gottes« zur Dogmatik der christlichen Naechstenliebe passt. Absoluter Abschaum wie diese linke Bazille lassen in mir die Frage nach der Berechtigung religioeser
    Privelegien »im Rechtsgrundsatz« aufkommen. Die Trennung
    von Kirche & Staat bekommt »Geschmaeckle« wenn die Kirche zulaesst das de facto von der Kanzel linksradikale,menschenverachtende Politik verkuendet wird.Und da es zum klerikalen Credo gehoert das der Pfaffe rund um die Uhr ebend dieses ist wird in puncto »Pfaffenworte«
    selten bis nie zwischen »privat & dienstlich« unterschieden…Dieser Koenig der nicht der nicht nur optisch eher einem verabscheuungswuerdigem unwerten Penner entspricht tritt schlussendlich selbst bei einer Demo als Pfarrer auf- kein einziger Bericht (selbst dieser auf den ich mich hier
    beziehe) wo »Pfarrer« vor dem Namen fehlt…Einerseits…Andererseits…Stichwort Humor: hat nicht schon die erbaermliche »Ratze« vom Konkurrenzverein die Truppe der der Assiantifakoenig angehoert als »nicht christliche
    Satanssekte« bezeichnet…! Vielleicht sollte die NPD km Rahmen einer naechsten Konfrontation einmal ein paar Piusbrueder im Namen der »goettlichen Ausgewogenheit« auf die Piste schicken…ich fuer mein Teil wuerde mich freuen bei so einer
    Gelegenheit mal wieder »Gottes Wort zum Holowitz« zu hoeren;
    vielleicht schickt wenigstens »der Herr« eine neue Erkenntnis…?!
    Mit einer Extraportion »goettlichem Beistand« vielleicht sogar
    Imunitaet als Schutz vor kommunistisch sozialistischen vom
    rechten Wege abgekommenen Suendern…!
    Wobei ich hier wenig Hoffnung hege…da ist »Gottvater« wohl eher auf seiten des Koenigs der parasitaeren Antifaschmarotzer…im ganzen »Bullshitgesure der Bibelrollen«
    findet sich nicht ein Gebot der Freiheit,des Schutzes des offenen Wortes oder vergleichbare zivilisatorische Werte…Nuechtern & sachlich betrachtet hat sich der vermutlich eher tibetanische als narzarethanische S/M Kreuzigungsfreak wohl zu sehr zum Affen gemacht und auf die Maer einer guten Wiedergeburt verlassen…der ganze Schaechter, Blaeser, Paederistenhaufen der heute mit seinem Namen arbeitet ist weniger Heiland denn Koeniglich verlaust…!
    Staat & Kirche getrennt heisst ja nun mitnichten Akzept auf Augenhoehe…es heisst viel eher Waffenstillstand – der Klerus mischt sich politisch nicht ein,im Gegenzug wird auf eine Ueberpruefung der kruden Klerikalthesen die fuer die Dummglaeubigen unweigerlich zur »Stempelung Geisteskrank«
    gefuehrt haette verzichtet…Das Recht auf Dummheit…!
    Sollte klerikal allerdings politisch sichtbare Relevanz anstreben
    liegt natuerlich sofort wieder der seit gut 3.000 Jahren verweigerte Gottbeweis auf dem »Banco Tisch« – wo ist die unstrittig eidesstattlich verfasste Vollmacht des »Herren« in dem ihr nicht nur vorgibt zu sprechen sondern auch Privelegien einhamstert? !Ist die systemstaatliche Einsammlung der Klerussteuer nicht viel eher vergleichbar mit Parteienfinanzierung…wenn ihr schon Partei einnehmt? ! Und die Tuecken der Parteienfinanzierung dato exemplarisch am Beispiel der NPD…die Schuld einzelner fuehrt zum Pekundaerentzug..! Und ist der verlauste linksradikalklerikale nicht auch ein einzelner…
    Awaiting…auf was auch immer..

  2. Marco Reese

    Eddy Edmund: Sind Sie mit Ihrem psychopathischen Geschreibe eigentlich bei Trost?

  3. eddy edmund

    Ja Herr Reese … politisch wie immer korrekt … genau an der Schnittstelle Blickrichtung Wahrheit…

  4. egon sunsamu

    Welche Kirche duldet so einen ekelerregend ungepflegten linksextremen Möchtegern-Revoluzzer in ihren Reihen?
    Womöglich bekommt er auch noch ein Gehalt für die Aufstachelung und Verdummung ahnungsloser Jugendlicher?
    Einfach ohne Worte…

  5. Mal ganz ehrlich, der Kerl sieht doch aus wie ein verlauster Mantelpavian ! Wenn mein Mann so rumlaufen würde, also ich weiß ja nicht. Und sowas ist Pfaffe ? Das einzige, was ich an Kirchen mag ist die schöne Architektur und vielleicht mal ein entspannendes Konzert, aber das war es dann auch schon.

  6. Klaus Schreber

    Das ist auch kein richtiger Pfaffe, der hat einen direkten Draht und Finanzkanal nach bzw. von Mekka.

    Macht euch mal schlau über diese Type!

    Ich glaube, wenn die Linkspartei wüßte, was genau sie da in ihren Reihen aufblühen duldet, würde selbst die anfangen sich zu übergeben.

  7. Hallo Verschwörungstheoretiker und Rechtsausleger!

    @ Klaus Schreber: Jugendpfarrer König ist außer über die regulären Kommunikationskanäle (Post, Telekom, Internet) nicht weiter als Sie auch mit Mekka verbunden. Dass er von dort – aber sie meinten ja wohl eher aus muslimischen Initiativen, nicht wahr? – Honorare bezieht, halte ich für ausgeschlossen. Denn …

    @ egon sunsamo: Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) duldet »so einen« in ihren Reihen. Gut so.

    @ alle: Es ist ihnen nicht möglich, über eine Person zu schreiben oder einen Artikel zu kommentieren, ohne die jeweilige Perrson mit Tiervergleichen und Abschätziger Bewertung seines modischen Auftretens zu denunzieren. Herzlichen Glückwunsch!

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