Anstoß

Reichlich Lumpen

Gerade kann man sich bei den Ösis abschauen, wie Umfrageergebnisse von mit Sexarbeiter*innen-Ethos ausgestatteten Meinungsforschern fabriziert und von ungeistesverwandten Medienmachern ins Volk gekübelt werden.

Und ausgerechnet das soll bei uns anders sein? Bei den Wahlen, vor allem im Westen, scheint sich noch immer Schillers Satz „Verstand ist stets bei wen’gen nur gewesen“ zu bestätigen. Gewählt wird, was die Meinungsmaschinerie vorkaut. Ja, das Leben ist kein Wunschkonzert. Sechzehn Jahre lang haben wir vergeblich unser Mantra „Merkel muß weg“ beschworen.

Nun ist sie zwar so gut wie weg – „wie gut ist das denn?!“ möchte man rufen – aber dafür hat das Land nun O-laff. Das geht zwar auch vorbei, aber wohl mit bleibenden Kollateralschäden. Jetzt erst verstehen wir das SPD-Wahlplakat richtig: „Respekt für dich“ war als Liebeserklärung an den Genossen Scholz gerichtet. Respekt für den? Dann doch lieber für Otto Waalkes und Käptn Blaubär.

In Verbindung mit Merkels fatalem Erbe führten fröhlich gefälschte Statistiken, Dauergekrittel an dämlichen, aber nun einmal menschlichen Laschet-Lachern, Ausblenden der Scholzschen Glanztaten an der Finanzierungs- und Stadtabbrennerfront, Bejubeln jugendbewegter Ignoranz usw. zur gegebenen Situation. Durch das Entkernen, Aushöhlen und Pervertieren der Politik und der Parteien wird unser Land in der nächsten großen Krise sich als so unbedingt abwehrunfähig erweisen wie jetzt schon die Bundeswehr.

Nehmen wir aber einmal an, die Umfragen stimmten, zwei Drittel der Wähler wollten verampelt werden und drei Viertel sehnten sich nach O-laff als Kanzler m/w/d. Was folgt daraus für alle, die sich zur Minderheit der unangepaßt, nicht ferngesteuert, unabhängig Denkenden zählen? Jedenfalls keine Verzweiflung und kein Zurückweichen, sondern sich besser und stärker zu verteidigen und als geistige Guerilla punktuell gezielt anzugreifen.

Im besten aller je gewesenen Deutschländer herrscht jedenfalls kein Mangel an zu bekämpfenden Lumpen und Lumpereien. Hier nur einige Beispiele:

  • Da ist etwa das jahrelange bewußte Wegschauen beim islamischen Hawala-Wäschesystem für Drogengeld – jetzt hat man immerhin mit einem „Schlag gegen ein Terror-Netzwerk“ 67 Bereicherer aufgescheucht, von denen „viele Beschuldigte 2015 als Flüchtlinge zu uns kamen“ (Bild).
  • Die evangelische Kirche Sachsen veranstaltet ein Seminar, in dem die ultralinke Terrorverdächtige Lina E., Kopf der Hammerbande, von Juliane Nagel (MdL, Die Linke) gefeiert und die angebliche „Kriminalisierung“ der Kriminellen angeprangert wird. Politischer Terror ist und bleibt völlig unvereinbar mit dem christlichen Menschenbild.
  • Unser aller Steinmeier zieht in letzter Minute die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an den Brandenburger Künstler Tobias Morgenstern zurück, weil der sich vor anderthalb Jahren mit den Querdenkern solidarisiert habe und die seien verfassungsschützend beobachtet und antisemitisch. Man muß eben die Volksfeinde brandmarken und ausgrenzen – ein altes deutsches Rezept! Die im Netz verbreitete „Liste der 250 Menschenfeinde“ hilft dabei den Freizeit-Kammerjägern.
  • In der Stadt, in der demnächst der Internationale Wahlfälscherkongreß stattfinden soll unter dem Motto „Learning from tricky Berlin“, zahlt das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg linksextremen Straßenkämpfern jetzt jeden Monat 7.756,20 Euro Monatsmiete für ihre Clubräume.
  • Versammlungen kann man schützen, Tiere auch. Das Klima zu schützen ist eine Chimäre, eine größenwahnsinnige Illusion, die mit 500 Milliarden Euro für die „Energiewende“ nicht gerade billig ist, in den wirtschaftlichen Absturz führt und den „Blackout“, also den tage- bis wochenweisen Zusammenbruch der Energieversorgung, zur Folge haben kann.

Völlig zu Recht sagt Hans-Jürgen Papier, der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts: „Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates und die Rationalität seiner Entscheidungen ist im Laufe der Zeit erschüttert worden.“ Rational wäre, über Asylbewerber in vierzehn Tagen zu entscheiden und ihnen das Elend zu ersparen, in Wahnzuständen, Obdachlosigkeit oder als Drogendealer zu enden.

Rational wäre, daß wie im sozialdemokratischen Dänemark die Asyl Begehrenden mit ihrer Hände Arbeit zu ihrem Unterhalt beitragen. Rational wäre, wie der österreichische Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) es fordert, die Aufnahme weiterer Afghanen abzulehnen, Abschiebezentren in den Nachbarländern Afghanistans einzurichten und die EU-Außengrenzen wirksam zu schützen.

Voraussetzung dafür, daß dieses Land eine Zukunft hat, ist der Rückbau der EU zu einem Staatenbund souveräner Vaterländer in einem friedlich verbundenen Gesamteuropa. Deshalb ist der Kampf der polnischen Regierung gegen das Diktat Brüssels und des Europäischen Gerichtshofs von größter Bedeutung auch für uns. Daran ändert nichts, daß Polen reich ist an Fragwürdigem: blinde Deutschen- und Russenfeindlichkeit bei vielen, die Weigerung, die Verbrechen von Polen als Hilfkräfte der Nazis und als antisemitische Unterstützer des stalinistischen Terrors ebenso anzuerkennen und zu sühnen wie die Massenmorde während der Vertreibungen bzw. in den polnischen Nachkriegs-KZs, etwa in der „Hölle von Lamsdorf“, die der Lagerarzt Heinz Esser schon 1949 im gleichnamigen Buch beschrieb.

Merkwürdig bleibt übrigens, daß derzeit fast gleichzeitig die antipolnische Hysterie in Brüssel hochkocht, in Ungarn eine Anti-Orban-Front von ultrarechts bis uraltlinks geschmiedet wird, der tschechische Präsident mit den monatelang schon insgeheim vorbereiteten Pandora-Papieren an- oder vielleicht auch abgeschossen wird, die immerhin zuwanderungskritische Kurz-Regierung unterminiert wird und man in Berlin einer Regierung in den Sattel hilft, die nicht die beste ist, aber das Beste für alle, die Deutschland als lästige Erblast loswerden wollen.

Bild: Sebastian Kurz (European People’s PartyCC BY 2.0)


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