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Reinhard Mohr über die eurokratisch-globalistische Ideologie

Heute ist einer der Tage, an denen man auch einmal die etablierte Presse zur Hand nehmen kann. In der WELT findet sich ein sehr guter Essay von Reinhard Mohr zur »Euro-Utopie«:

Ja, »Europa« ist zur Ideologie geworden, und wehe dem, der Zweifel hat: Im Handumdrehen ist er ein gefährlicher »Euroskeptiker«, böser Populist, reaktionärer Verräter an der Zukunft des Kontinents, ach was: der Welt! Aber stand nicht der Zweifel am Beginn der europäischen Aufklärung?

(…)

Doch wenn der auf »Autopilot« eingestellte europäische Geschichtsoptimismus geradezu gewaltsam versuchte, gleiche Verhältnisse in allen EU-Staaten anzustreben, wäre die totalitäre Logik von Robespierres »Wohlfahrtsausschuss« nicht mehr weit. Die aktuelle griechische Tragödie zeigt, wie fatal es ist, geradezu zwanghaft an einer Idee festzuhalten, deren Realisierung an der komplexen Wirklichkeit scheitern muss.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

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