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Rheinische Post deckt Zustände an Grundschule mit 90 Prozent Migranten auf

Die Rheinische Post hat mit einer Grundschullehrerin aus Nordrhein-Westfalen über ihre alltäglichen Probleme auf Arbeit gesprochen. Sie unterrichtet in einer 60.000 Einwohner starken Stadt am Rhein und hat 90 Prozent Migranten vor sich sitzen. In der dritten Klasse seien es sogar 98 Prozent.

Rund 28 Millionen Euro pro Jahr gibt das Land allein dafür aus, Kinder mit Sprachproblemen zwei Jahre vor der Einschulung zu fördern. Kommen sie in die Grundschule, sind dort laut Schulministerium unter den 45 000 Lehrern auch 1139 Integrationsbeauftragte, die sich weiter um Sprachförderung kümmern sollen. 508 Kräfte bieten zudem muttersprachlichen Unterricht an, um die Sprachkompetenz weiter zu erhöhen.

Aber Kinder, die in der vierten Klasse immer noch »der Frau« und »die Mann« sagen, sind das geringste der Probleme, mit denen Claudia Schneider (Name geändert) und ihre Kollegen kämpfen. Die eigentliche Schwierigkeit zeige sich gerade jetzt wieder, zum Schuljahresanfang: »Viele Kinder wissen schlicht nicht, was Schule ist, was hier passiert, warum sie hier sind.« Ein türkisches Ehepaar habe seinen Sohn zum Beispiel allein zur Einschulung geschickt – und am Tag darauf mit einem leeren Tornister zur Schule. Kein Heft, keine Stifte, nichts. »Beide Eltern sind Analphabeten«, sagt Claudia Schneider nüchtern.

Unterstützung, das erfahre sie immer wieder, bedeute für viele Eltern vor allem Versorgung. »Neulich morgens packte ein Schüler einen Cheeseburger aus. Auch Pizza Tonno in der Brotdose kommt vor. Wir hatten hier schon einen Zweitklässler, der 62 Kilo auf die Waage brachte.«

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

1 Kommentar zu “Rheinische Post deckt Zustände an Grundschule mit 90 Prozent Migranten auf

  1. 98%? Das ist eine interessante Zahl.
    Wenn die 3. Klasse 50 Schüler hat, wovon man wohl nicht ausgehen kann, kämen 49 der besagten »Migranten« auf ein
    deutsches Kind. Sobald aber mehr als ein solches vorhanden
    ist, ist man automatisch unter 98%.
    Bei über 50 Schülern sind übrigens nur noch Teile vom
    »Deutschen« Kind übrig.
    Na, vielleicht ist es ja ein Mischling…
    Vielleicht sind ja aber auch alle Drittklässler gemeint.
    Wären aber dann auch nur 2-3 »Deutsche Kinder«.
    Wäre es da nicht eindrucksvoller zu sagen, nur noch 1-3 …
    in der Dritten Klasse?
    So oder so zeugen die Zahlen nicht gerade von einer seriösen
    Quelle. Und das so unreflektiert wiederzugeben macht es auch
    keinesfalls besser.
    Ich finde, solche Details sind bei den meisten der Artikel hier ein Beweis für ihre »Qualität«.

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