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Richard Wagner über den grünen Betrug

Der Schriftsteller Richard Wagner, der uns schon mehrfach positiv aufgefallen ist (nämlich hier und hier), erklärt heute auf der »Achse des Guten« alles Notwendige zur Morgenthau-Partei, den Grünen:

Jeder grüne Prediger kann Ihnen innerhalb von Minuten glaubhaft machen, dass Wind, Wasser und Scheiße unsere Bildschirme ausreichend mit Strom versorgen können, so dass man den hässlichen Atomstrom gar nicht mehr brauche, es ginge auch so, und würde auch noch für unsere Videospiele ausreichen.

Das ist ja überhaupt das Widerliche an den AKW-Protesten: Da ist die Naturkatastrophe in Japan erst ein paar Stunden alt und schon wissen Zehntausende in Deutschland, daß jetzt Schluß sein muß mit Atomkraft. Von Demut, Trauer oder Reflexion keine Spur. Auch kommt niemand auf die Idee, jetzt zu fordern, daß die ganzen fetten Chipsfresser zwar gern weiter futtern dürfen, aber der Fernseher abends jetzt bitte aus bleibt, damit der Stromverbrauch reduziert wird. Leute, ihr könntet euren Kindern echt etwas Gutes tun, wenn ihr ihnen das Playstation-Spielen verbietet, damit die Welt nicht untergeht.

Zurück zum Ernst der Lage:

Nach dem großen Ausstieg aus dem Selbstvertrauen in der Nachkriegszeit haben die Deutschen es doch noch zu einem Markenzeichen gebracht. Ich meine das Markenzeichen Öko, es ist Teil eines von Deutschland ausgehenden Trends, der Trend zur moralisierenden Wirtschaft. Moralisierende Wirtschaft ist nicht, wie Sie jetzt vielleicht denken, eine Wirtschaft unter moralischen Gesichtspunkten, es ist vielmehr eine Wirtschaft der Belehrung, ja, mehr noch, eine Wirtschaft, die ihre Dynamik aus der Belehrung bezieht. Das Ergebnis ist eine Ware wie Ökostrom.

Man kann natürlich sein Geld auch mit Worten verdienen, sogar mit Worthülsen, aber damit man Geld mit Predigen verdienen kann, muss dieses zuerst erarbeitet werden, und zwar in der realen Wirtschaft. Grundlage der moralisierenden Wirtschaft ist, so gesehen, weder die Kapitaldecke noch der Umsatz. Grundlage der moralisierenden Wirtschaft ist die Subvention. Diese verhält sich zum Gewinn wie die Achterbahn zum Seeweg nach Indien.

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1 Kommentar zu “Richard Wagner über den grünen Betrug

  1. Natürlich richtig, was der Mann schreibt.
    Die ersten 200 Mill. werden gerade verbraten, für Energiespeicher.
    Natürlich ist es richtig, andere Wege zu gehen, keine Frage. Wer hat schon gern ein AKW vor seiner Haustür. Nur es müsste mit Sinn und Verstand gemacht werden und da hapert es.

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