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Richard Wagner über linke Dummheiten

Der Schriftsteller Richard Wagner hat sich auf der Achse des Guten zu einem Nebenkriegsschauplatz der Bundespräsidentenwahl geäußert:

Es ist bekannt, dass der Sport in Deutschland sich nicht auf den Fußball beschränkt. Zum Sport gehört hier auch der Wettbewerb um den besten Hitler-Vergleich. Der Neueste stammt von einem Westmitglied der Zonen-Senioren- und- Kids- On- The- Bloc-Partei, die seit einer Weile unter dem Label Die Linke auftritt. Dieter Dehm, ehemals Revoluzzer-Barde und Ego-Impresario in Frankfurt am Main, hat wohl das non plus ultra des Themas erreicht. Er sagte anlässlich der Bundespräsidentenwahl, man könne sich schwer zwischen Hitler und Stalin entscheiden. Er meinte Wulff und Gauck.

Das ist so dumm, dass man gar nichts darauf zu erwidern vermag, aber gerade darin besteht die Schlagkraft dieses eingetragenen Vereins: Sich dumm zu stellen, wo er nicht weiter weiß, und sich gescheit zu geben, wo alles Gescheite bereits gesagt und so weit auch erledigt ist. Und zwar ganz und gar ohne den Einsatz seiner Spieler. (…)

Man kann nicht oft genug anmerken, dass diese Partei nicht die Stimme des Ostens ist, sondern die Stimme der vom Volk abgewählten Nomenklatura. Nicht Deutschland ist gespalten, sondern der deutsche Osten. Das eine Lager wird angeführt von Der Linken, das andere ist das der Bürgerrechtler, jenes von Gauck. Gespalten ist die ostdeutsche Gesellschaft, und von dieser Spaltung profitiert weiterhin Die Linke. Sie gibt sich die Rolle des Pflichtanwalts, ohne dass ein Gericht sie dazu bestellt hätte.

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3 Kommentare zu “Richard Wagner über linke Dummheiten

  1. L'ancien régime

    Nun, ein eigentlicher Vergleich mit Hitler und Stalin war wohl nicht impliziert, sondern es ging ihm um die in seinen Augen gegebene Unwählbarkeit beider Kandidaten, er sprach ja auch von Pest und Cholera.

    Gleichwohl ist die Nennung dieser Namen hier unangemessen und beleidigend.

    Dazu kommt aber, daß einige seiner GenossInnen, vielleicht auch er selbst, Stalin sicher nicht nur Hitler, sondern auch vielen Anderen vorgezogen hätten.

    Und merkwürdig, daß aus den eigenen Reihen noch kein Protest aufgrund dieser Verharmlosung des »Hitler-Faschismus« qua Gleichsetzung kam.

  2. Ampelmann

    »…man könne sich schwer zwischen Hitler und Stalin entscheiden. Er meinte Wulff und Gauck.«

    Das eben ist die Frage. Wulff ist bei Dehms Gleichung Hitler und Gauck Stalin? Oder nicht vielleicht eher umgekehrt?

  3. Hahahaha,
    ich find den gut. Die Frage, die sich mir da ganz spontan stellt: Wenn Wulff und Gauck Hitler und Stalin darstellen, was verdammt nochmal ist dann Lucretia?

    bestimmt mehr als das: http://www.geo-reisecommunity.de/bild/regular/225191/Aufgeplustert.jpg

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