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Schmidt, Steinbrück, Jauch: Die Gleichschaltung der Medien?

In wenigen Tagen erscheint ein Gesprächsbuch von Helmut Schmidt und Peer Steinbrück. Gestern saßen die beiden zudem gemeinsam bei Günther Jauch und auf den aktuellen Titel des Spiegel haben sie es auch geschafft. Was ist hier im Gange? Hat der Verlag Hoffmann und Campe eine geniale PR-Abteilung, die es schafft, ihre Autoren gleichzeitig in allen Leitmedien ganz vorn zu platzieren? Oder zeigt sich hier die freiwillige Gleichschaltung der Medien?

Schmidt will Steinbrück als nächsten SPD-Kanzlerkandidaten 2013 aufbauen. Das ist sein gutes Recht, doch es ist erschreckend, wie die Medien – wie auf Knopfdruck – dieses Vorhaben unterstützen. Wir finden keinen Dialog – weder der Spiegel noch Günther Jauch haben Steinbrück einen Kontrahenten an die Seite gesetzt. Das Nachrichtenmagazin titelt im Inhaltsverzeichnis sogar mit »Kanzlermacher Altkanzler« (ohne Fragezeichen!). Die Redakteure der Leitmedien scheinen sich also sehr sicher zu sein, daß sie bestimmen können, wer die Republik regiert.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “Schmidt, Steinbrück, Jauch: Die Gleichschaltung der Medien?

  1. Nils Wegner

    Ich denke nicht, daß sie bestimmen wollen, wer »kommender Mann« ist. Die haben bloß auch die Videos und Gästelisten der letzten Bilderberger-Konferenz gesehen und wollen zukünftig nicht ins Schwimmen kommen. 😉

  2. Bereits am 13. Juni hatte Manfred auf die diesjährige Teilnahme Steinbrücks am Bilderberger-Treffen hingewiesen. Es verwundert überhaupt nicht, dass Kissinger-Duzfreund Helmut Schmidt seine »Beliebtheit« einsetzt, um den Elite-Kandidaten zu forcieren. Die geheimbündlerischen Strukturen im Hintergrund sind mittlerweile gar nicht mehr so geheim. Führende Medienvertreter sind schon längst in diese Demokratieinszenierungen eingebunden.

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