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Schuldenmisere wird Krieg mitten in Europa auslösen

Udo Ulfkotte will von einem Treffen der führenden Geheimdienste Europas im April 2010 wissen, daß dort über mögliche Kriegsszenarien mitten in Europa debattiert wurde.

Die Wahrscheinlichkeit von Kriegsszenarien inmitten Europas ist inzwischen realistischer geworden. Die Hintergründe dafür sind offen einsehbar: Fast alle ehemaligen europäischen Ostblockstaaten haben ebenso wie deren Staatsbürger kaum vorstellbare Schulden, die sie nicht in ihrer Landeswährung, sondern in Euro aufgenommen haben und zurückbezahlen müssen. So müssen etwa die Letten 87 Prozent ihrer Schulden in Euro zurückzahlen. Während der Hauptkreditgeber der Letten schwedische Banken sind, schulden Rumänien und Ungarn österreichischen Banken Milliardensummen, deren Zinsen sie vor dem Hintergrund ihrer Defizite und des schwachen Wechselkurses – auch bei bestem Willen – schlicht nicht mehr werden bezahlen können. Deutsche, britische, französische, österreichische und schwedische Großbanken werden in den kommenden Monaten die absehbare Erfahrung machen, dass sie die in ehemaligen Ostblockstaaten großzügig verteilten Kredite schlicht werden abschreiben müssen. Weil ausländische Banken in diesen Ländern kein Stimmrecht haben und die Regierungen die Wut der Wähler fürchten, wird das passieren, was zwischen Island und seinen Gläubigern geschehen ist: So wie die bankrotten Isländer die Schuldentilgung gegenüber den britischen und niederländischen Gläubigern in einer Volksabstimmung mit an kommunistische Glanzzeiten erinnernden 97 Prozent »Nein«-Stimmen abgelehnt haben, werden auch die Osteuropäer die Gläubiger ihrer Forderungen leer ausgehen lassen. Private Anleihegläubiger werden leer ausgehen – so wie die Niederländer und Briten bei den Isländern.

Aufgrund der Schuldenmisere, insbesondere in Hinblick auf Osteuropa, werde die EU »in ihren Grundfesten erzittern« und könne nur durch die Präsentation eines äußeren Feindes von den inneren Konflikten ablenken. Es werde dann Krieg geben, wenn die europäischen Regierungen die materiellen Bedürfnisse ihrer Bürger nicht mehr befriedigen können. Krieg …

… wurde immer dann ausgerufen, wenn die Regierungen sich nicht mehr in der Lage sahen, die Grundbedürfnisse der Bevölkerung zu finanzieren. Wenn für medizinische Versorgung, für soziale Leistungen, für die Alten und Schwachen, für die Bildung der Jugend, für Straßenbau und Energiesicherung kein Geld mehr vorhanden ist, dann zerstört man den letzten Rest mit Krieg. Danach ist ein Neubeginn und ein neues Wachstum für die Finanzmaschine gesichert. Die Menschen müssen alles wieder aufbauen. Sie haben dann auch wieder Arbeit.

Das war die mögliche Prognose, über die bei dem Geheimtreffen in Brüssel Einigkeit herrschte. Sie wird nie in Form einer Presseerklärung veröffentlicht werden. Einer der Beteiligten hat uns darüber berichtet. Er sagte zum Schluss: »Die Menschen werden derzeit noch mit Brot und Spielen bei Laune gehalten. Wahrscheinlich wollen sie die Wahrheit nicht einmal hören.«

Letztes Jahr hatte Udo Ulfkotte noch ein anderes Kriegsszenario an die Wand gemalt. Damals fürchtete er einen Bürgerkrieg und wollte wissen, daß »von Internierungslagern bis zu Zwangsdurchsagen im Radio (…) derzeit alles vorbereitet« wird.

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3 Kommentare zu “Schuldenmisere wird Krieg mitten in Europa auslösen

  1. L'ancien régime

    Klingt aber sehr materialistisch. Krieg ist doch nicht einfach auf Ökonomie zu reduzieren und die Leute wird man auch noch eine Weile mit Brot und Spielen bei Laune halten können, so stumpf wie unsere Völker heuer gutenteils sind, was die Offenheit für höhere Fragen angeht, und so vielbeschäftigt Viele sind. Selbst aber wohl die Arbeitslosen, wenn sie den Tag auf dem Amt verbringen.

    Die Krise ist doch wie immer eine zuerst geistlich-geistige, wobei die theoretisch- und praktisch-materialistische Stumpfheit in ihren unterschiedlichen Facetten ja einen wesentlichen Aspekt derselben darstellt.

    Insofern ist wohl aber eher vorstellbar, was Botho Strauß 1993 anmerkte, daß nämlich die Moderne mit dem Kulturschock enden werde. Freilich gehören die materiellen Aspekte dazu – die Leute werden unruhig, wenn ihre Hauptinteressen nicht mehr bedient werden.

    Aber ob ein Kriegsszenario überhaupt propagandistisch erfolgreich untermauert werden könnte, bezweifle ich doch. Das dürften Veranrwortliche wissen und darum auch nicht unbedingt diese Option wählen.

    Daß es Kriege geben könnte, steht außer Zweifel, und daß das Materielle zunächst eine Rolle spielen würde, auch, aber eben nur oberflächlich. Es wird dann wieder um mehr gehen.

    Insofern, falls sich also entsprechende Kreise entscheiden, derartiges loszutreten, um die Massen ruhigzuhalten oder ihre Kräfte einzusetzen, wird das Ganze sich jedenfalls anders entwickeln, als die Verantwortlichen es sich vorgestellt haben. Sie sind dann auch zur Mittel zum Zweck der Vorsehung. Das kann man ja auch von den diversen Umbrüchen der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte behaupten.

    Eine andere Frage ist, ob Ulfkotte da nicht überhaupt irgendeinen Unfug erzählt. Schwer zu sagen.

  2. Erst gibst mal eine ordentliche Inflation über die sich Europa entschuldet. Da kann´s dann schon mal richtig rappeln im Karton.
    Aber Krieg ? Wir haben in Europa einfach nicht genug junge Männer um mal eben Krieg zu führen.
    Wie soll das denn nach so einem Krieg ablaufen, gibt’s dann einen neuen Marshallplan oder was ? Kann ich mir einfach nicht vorstellen.

  3. An einen Krieg gegen einen äußeren Feind glaube ich nicht, weil das die Bevölkerungen nicht mittragen würden. Wahrscheinlicher scheint mir, daß sich die Auseinadersetzungen im Inneren verschärfen werden. Nachdem der Liberalismus im Zuge der Finanzkrise doch sehr ins Hintertreffen geraten ist, steht nun in allen Parteien der finale Durchmarsch der Kräfte des EU-Sozialismus an.

    Die einzige Partei, die da nicht mitspielt, ist die FDP. Genau auf die wird nun munter eingedroschen: man wirft ihr »Neoliberalismus« vor, malt das Schreckgespenst einer »unsolidarischen Gesellschaft« an die Wand und geht sogar so weit, sie als »extremistische Partei« zu diffamieren: so sagte bezeichnete am vergangenen NRW-Wahlsonntag der Bundesvorsitzende der Grünen Cem Özdemir im Fernsehen die Linkspartei auf der einen Seite und die FDP auf der anderen Seite als die „Extreme des politischen Spektrums“. In genau die gleiche Richtung zielte eine Sprecherin der Linkspartei, die von der FDP als der „einzig extremistischen Partei“ sprach.

    Der argumentative Hintergrund für diesen Extremismus-Vorwurf ist der Vorhalt die FDP betreibe „neoliberale“ Politik. In der Zeit vor der Finanzmarktkrise mag dieser Kampfbegriff berechtigt gewesen sein. Wer ihn heute aber immer noch verwendet, der signalisiert damit, daß er überhaupt nicht bereit ist, sich auf eine Sachauseinandersetzung einzulassen, bei der Positionen vorgebracht werden, die nicht irgendwie sozialistisch sind.

    In derartigen Entgleisungen nur Rhetorik zu sehen, wäre meines Erachtens ein sehr großer Fehler: die meinen das nämlich bitterernst!

    Nun habe ich als Konservativer eigentlich nicht übermüßig für liberale Positionen übrig. Das Problem ist aber, daß dieser Antiliberalismus nicht dem Konservativmismus zugeneigt ist, sondern einem bald schon fanatischen Kultursozialismus. Von der politischen Großwetterlage ist die heutige Zeit vergleichbar mit der Zeit in der Wirtschaftskrise nach 1929. In ihrer Enttäuschung vom Marktliberalismus öffnen sich viele Bürger einem ins Totalitäre gehenden Populismus, ohne sich dessen bewußt zu sein …

    Hier noch ein Beispiel:

    Nach der Wahl in NRW holt FDP-Chef Westerwelle die ideologische Keule heraus: Wenn SPD und Grüne mit der Linkspartei reden, gibt es keine Ampel. Damit bleibt der FDP auf absehbare Zeit nur die CDU als Partner. Westerwelle scheint sozialliberale Perspektiven nicht zu suchen.

    Hier wird der FDP ein ideologischer Politikstil vorgeworfen, weil Westerwelle gesagt hatte: „Wir sind doch nicht die Steigbügelhalter für Sozialisten und Kommunisten“. Nach meinem politischen Koordinatensystem ist nicht die FDP ideologisch, sondern immer noch die Kommunisten. Daß man so einen entsetzlichen Unsinn in einem Kommentar bei n-tv.de vorgesetzt bekommt, ist ein Zeichen dafür, wohin die Reise in diesem Land geht.

    Sehr aufschlußreich fand ich auch die Debatte über den 1. Mail im Berliner Abgeordnetenhaus.

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