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So sprachen Unionspolitiker vor 20 Jahren

Der neue Streit um Erika Steinbach ist symptomatisch für den Linkstrend der Union. Gegenüber WELT ONLINE gab die in die Kritik geratene Präsidentin des Bundes der Vertriebenen nun bekannt, sich aus dem Parteivorstand zurückziehen zu wollen.

„Ich werde nicht mehr erneut für den Parteivorstand kandidieren“, kündigte Steinbach gegenüber WELT ONLINE an. „Ich habe dort nur noch eine Alibifunktion, die ich nicht mehr wahrnehmen möchte. Ich stehe dort für das Konservative, aber ich stehe immer mehr allein.“

Steinbach steht aktuell in der Kritik, weil sie in einer internen CDU-Fraktionsvorstandssitzung betonte, auch sie könne es nicht ändern, daß der Krieg viele Väter hatte.

Interessant dazu ist ein Video, auf das ich heute aufmerksam gemacht wurde. Darauf zu sehen ist der damalige CSU-Chef Theo Waigel auf dem Schlesier-Treffen 1989. Er äußerte damals:

Mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht, am 8. Mai 1945, ist das Deutsche Reich nicht untergegangen. Es gibt keinen völkerrechtlich wirksamen Akt, durch den die östlichen Teile des Detschen Reiches von diesem abgetrennt worden sind. Unser politisches Ziel bleibt die Herstellung der staatlichen Einheit des deutschen Volkes in freier Selbstbestimmung.

Was würde wohl heute mit einem Politiker passieren, der den gleichen Sachverhalt erläutert? Vermutlich wäre er danach nicht noch weitere neun Jahre Finanzminister und zehn Jahre Parteivorsitzender geblieben.

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3 Kommentare zu “So sprachen Unionspolitiker vor 20 Jahren

  1. Kannte ich ja noch gar nicht. Aber das Internet ist einfach spitze, es kehrt alles wieder aus dem Dämmer zurück!

  2. Nils Wegner

    Vielleicht wird Waigel ja jetzt noch nachträglich aus der CSU exkommuniziert? 😀

  3. Man merkt ihm an, das muss man zu seiner Verteidigung sagen, dass ihm die Worte schon damals unangenehm waren und die Schlesier doch eh nur dazu gebracht werden sollten das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen.

    Aber da das »C« ja jetzt für den Halbmond steht, geht Exkommunikation nicht mehr. Horst Seehofer sollte ihn für seinen Abfall vom wahren politischen Glauben öffentlich steinigen lassen, oder aber dem Volk seine Güte dadurch beweisen, dass er die Todesstrafe aussetzt und Waigel zu 99 Peitschenhieben auf dessen Augenbrauen begnadigt.

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