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»Sozialstaat gleicht immer mehr einem totalitären Regime«

Was heute auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) sowie auf der ersten Wirtschaftsseite steht, ist in seiner Deutlichkeit kaum zu überbieten. Die FAS hat anhand einer noch unveröffentlichten Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft die Situation alleinerziehender Mütter analysiert und kommt zu dem Ergebnis, daß es sich für sie in den meisten Fällen nicht lohnt, arbeiten zu gehen, weil sie die »Hätschelkinder des Wohlfahrtsstaates« seien.

Neben den statistischen Beweisen für diese These zitiert die FAS Hans-Werner Sinn: »Die staatliche Unterstützung nimmt den Charakter einer Trennungsprämie an«. Außerdem kommt der Kieler Sozialphilosoph Wolfgang Kersting zu Wort:

»Der Sozialstaat gleicht immer mehr einem totalitären Regime, das die Familien zerschlägt«, sagt der Kieler Sozialphilosoph Wolfgang Kersting. Kersting ist kein Konservativer von gestern, der bestreitet, dass der soziale Wandel die Familienwelt individualisiert hat. »Aber warum muss der Staat dies auch noch mit finanziellen Anreizen unterstützen?«, fragt er: »Damit beschleunigt der Wohlfahrtsstaat die Zerstörung der Familien.« Und lässt sich das auch noch von den Steuerzahlern teuer bezahlen.

Eines ist für den Philosophen klar. Der Staat macht das nicht aus moralischen Motiven der Gerechtigkeit, sondern aus eiskaltem Kalkül. Er macht sich seine Bürger zu abhängigen Untertanen und erwartet dafür Dankbarkeit in Form von Wählerstimmen.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

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