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„Staatsbürger in Uniform“ als inhaltslose Hülle?

Mit dem Wandel von der Verteidigungs- zur Einsatzarmee stellen studierende Offiziere der Bundeswehr-Universität München die Frage nach ihrer Identität als Soldat.

„Wofür töten und sterben deutsche Soldaten eigentlich?“, heißt es in der am 22. Juni erschienenen Ausgabe der CAMPUS, die Zeitschrift des Studentischen Konvents der Universität der Bundeswehr München. Die Zeitschrift wird von studierenden Offizieren herausgegeben und ist kein offizielles Organ der Bundeswehr. Der studierende Offizier Oberleutnant Martin Böcker ist seit dieser Ausgabe Chefredakteur der CAMPUS. Böcker (Jahrgang 1981, verheiratet) ist regelmäßiger Autor der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT und der Zeitschrift SEZESSION.

Oberstleutnant der Reserve Dr. Jochen Bohn erläutert, warum die Wendung „Staatsbürger in Uniform“ seinen ersten Inhalt verloren hat. Die Bundeswehr stehe ideologisch vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: Wenn den Soldaten keine „Idee des Guten“ vermittelt werden könne, dann blieben als Alternativen nur der Rückzug aus allen internationalen Einsätzen oder die Söldnertruppe.

Professor Gottfried Küenzlen weist in einem Essay darauf hin, dass Identität und Loyalität nicht zu trennen seien. Daher müsse eine Neuformulierung des „Staatsbürgers in Uniform“ wieder einen Bezug zur Nation als historische und gemeinschaftsstiftende Größe aufweisen. Dieser Bezug schaffe Loyalität. Eine europäische Identität sei dazu nicht in der Lage.

In einem Interview erläutert Professor Michael Wolffsohn seine Thesen zur „Ossifizierung“ der Bundeswehr. Wolffsohn formuliert seine Sorge über das Entstehen einer Prekariatsarmee und stellt fest, dass das verbreitete Desinteresse an Sicherheitspolitik und Militär ein Luxus sei, den wir uns in diesen Zeiten nicht leisten könnten.

In zwei Kommentaren wird der Einsatz von Frauen in den Streitkräften kontrovers diskutiert. Weiterhin stellt die CAMPUS in einer Reportage die ehrenamtliche militärische Ausbildung an der Bundeswehr-Universität vor und berichtet in mehreren Artikeln nachrichtlich über das Campusleben.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

9 Kommentare zu “„Staatsbürger in Uniform“ als inhaltslose Hülle?

  1. Alexander

    Hier gibt es die »erste, neue Ausgabe« übrigens kostenlos als PDF: http://campus-unibw.de/ausgaben-online/

  2. Die Abschaffung der Wehrpflicht war – nachdem sie über Jahre hinweg nicht mehr Generationengerecht durchgeführt wurde – der endgültige Todesstoß für unsere Armee. Die »klammheimliche« Freude fast aller jungen Männer darüber, nicht gezogen worden zu sein und jetzt auch nie mehr den Wehrdienst ableisten zu müssen, die mit einen riesigen Geschwurbel an Pseudo-Argumenten verbrämt wurde (Gerade auf vermeintlich »rechter« Seite!), gereicht zur Schande dieser Generationen.

  3. Ich bin ganz böse empört darüber, daß nicht jeder Idiot durch die Scheiße robben will wie ich – für eine Armee, die den Staat notfalls gegen das eigene Volk verteidigen muß. Ich bin voll rechts, weil ich ein Faible für irgendein Militär habe oder so.

  4. Schanzwurst

    @Maddin: Dreifacher Unsinn:
    1. Scheiße ertragen will gelernt sein, dazu ist das Militär die richtige Institution. »Ich will nicht« ist ja nicht mal eine Ausrede.
    2. »Eine Armee, die den Staat gegen das eigene Volk verteidigen muss.« – Von welcher Armee sprichst du? So sprechen jedenfalls regelmäßig nur die, die die Bundeswehr nicht kennen.
    3. Man braucht als Rechter sicher gar kein Faible für’s Militär. Aber wenn man für Form, Richtung, Pflicht, Staat nichts übrig hat, sollte man sich nach anderen Etiketten umsehen (macht ja nichts).

  5. Schwanzurst

    Ich merke nicht mal, daß auch der bescheidene Bundesbürger wie sein Establishment nicht unbedingt wenig für Form, Richtung, Pflicht und Staat übrig hat. Mir ist nur wichtig, nach irgendwelchen Etiketten zu suchen und sie bei erstbester Gelegenheit zu verteilen. Scheiße zu ertragen, will gelernt sein und muß auch jeder gelernt bekommen, denn ich bin sadomasochistisch veranlagt und total hart dabei. Jedes Militär ist großartig dafür geeignet, auch eine Armee voller BRD-Staatsbürger in Uniform, die auf ein Staatssystem, aber nicht auf ihr Vaterland oder die deutsche Nation vereidigt werden. Aber egal, hauptsache, ich habe einen Ordnungsfimmel, denn sonst würde ich als links etikettiert.

  6. Schanzwurst

    Die Bundeswehr ist auf »das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes« vereidigt. Ich verstehe nicht, warum man sich darüber belustigen sollte.
    Und wer die Stärke nicht hat, für das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes Scheiße ertragen lernen zu wollen, der schiebt es eben auf »das System«. Ich behaupte: Egal wie »das System« aussähe, sie fänden immer eine Rechtfertigung für ihre Bequemlichkeit.

  7. Schwanzurst

    Ich frage mich gar nicht erst, was damit gemeint sein könnte: »das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes«. Ich gehe einfach davon aus, daß die Formel schön klingt und daß die Verfassungswirklichkeit sie genauso auslegt, wie ich es gerne hätte. Dann kann ich gut jeden, der zweimal darüber nachdenkt, als bequemlichen Schwächling bezeichnen. Mir ist egal, daß ich seine wirklichen Antriebe (das Gefühl, mit der Bundeswehr einer staatstragenden, d. h. volksfeindlichen Armee zu dienen) nicht nachvollziehen kann; ich zeige erst mal mit dem Finger auf ihn. Ich setze auch »›das System‹« in Anführungszeichen, weil das für mich ja so abstrakt=links klingt; ich will ja voll konkret=rechts sein. Hier habe ich wieder meine Lieblingsetikette, mit deren Hilfe ich mich prima von Leuten abgrenzen kann, die etwas zu Ende zu denken wagen. Es ist mir schlicht und ergreifend entgangen, daß die Staatsträger in ihrem Geiste den Begriff Deutsches Volk schon längst in Anführungsstriche gesetzt haben; in ihrem Sinne ist die Bundeswehr objektiv einem Menschenmaskenball voller BRD-Paßbesitzer verpflichtet – und das nur insofern, als es um »das Recht und die Freiheit« desselben geht. Da die BRD der Hort von »Recht und Freiheit« schlechthin ist, kann das bundesdeutsche Bevölkerungsgemisch nur mit ihr zusammen verteidigt werden. In letzter Konsequenz ist also die BRD das Nonplusultra. Für die Bundeswehr gilt: BRD muß leben, und wenn das deutsche Volk (das sowieso schon widerlegt wurde) sterben könnte, denn ohne die BRD hätte es ja ohnehin kein »Recht und Freiheit« mehr und wäre quasi lebensunwürdig.

  8. Herr Oberleutnant Martin Böcker ? PRESSE ? 07.01.2012
    Sehr geehrter Herr Martin Böcker; Das hört sich alles sehr gut an; aber ist es auch realistisch? Blut, Schweiß und Tränen versprach Sir. Winston Churchill. Wem; vielleicht Polen? Wissen oder Nichtwissen; es macht wirklich keinen Spaß, immer wieder den gleichen Schnack zu hören. Ehrlichkeit! Es tut schon weh, wenn man an all das Unrecht denkt, daß tagtäglich und vor allen Dingen in der Vergangenheit; und da wieder in der jüngsten Vergangenheit geschieht. Es bleibt das alte Lied; nicht lesen können ist halb so schlimm; man liest dann wenigstens nichts falsches. Zu allem Unfug kommt immer mehr. Es wirkt auf alte Gefühle. Es ist das Nichtverstehen der Vergangenheit. National-Sozialismus hin oder her. Es mag sich komisch anhören; aber der ganze Hitlerspuk und damit die komplette, dumme Spionage wären überflüssig gewesen mit den darauffolgenden tierischen Handlungen. England wußte von Anfang an wirklich alles. Sir. Winston Churchill vereinbarte 1939 mit dem Herrn Stalin das Kathyn Massaker. Tatsächlich, das war so. Wie das, war nicht der Herr Stalin 1939 mit dem öden Hitler verbündet? Trotzdem, er vereinbarte im Jahr 39 des Stalin Hitler Paktes den bestialischen Mord an 30 Tausend polnischen Offizieren! 30 Tausend polnische Offiziere wurden in Kathyn mit dem Wissen und dem Wollen von dem ehrwürdigen Sir. Winston Churchill allerdings von den Sowjets furchtbar, hinhaltend massakriert, also gemordet. Entsprechend, dem folgend verhielt die sowjetische Armee 1945 jenseits des Flusses bis die tapfere polnische Aufstandsarmee gegen die öde SS Hitlerarmee unterlegen war. Der Aufstand wäre anders verlaufen, wenn die 30 Tausend polnischen Offiziere mit ihr dem taktischen Wissen überlebt hätten. Es wäre schon komisch, wenn die sowjetische Armee nichts über den Befund gewußt hätte. Die Dinge waren offensichtlich von Anfang an bis zum Schluß geplant. Kann von einem Angriff der widerwärtigen SS Armee gegen die friedliebende Sowjetunion noch geredet werden? Ist das Buch von dem hohen sowjetischen General richtig, daß er – Herr Stalin – endlich freies Feld hatte in Europa? Wie sagte schon Marx und Engels: „Der Kommunismus muß über Deutschland gehen, sonst kann er nicht siegreich sein“.
    Es ist aber noch viel schöner; die polnischen Piloten, die sich nach England retteten, die nahm Sir. Winston Churchill sehr wohl unter seine Fittiche; die konnte er gebrauchen, für die Verteidigung von England. Die waren, wie die Luftschlacht bewies, auch deutlich besser als seine eigenen englischen Piloten. Waren die Piloten mit ihren eigenen, polnischen Maschinen ganz einfach früher in England, bevor Sir. W. Churchill sie opfern konnte, oder brauchte Sir. W.Ch. sie einfach mehr? Sir. Winston Churchill sagte zum Schluß, nach der Niederlage des Deutschen Reiches: „Wir haben das falsche Schwein geschlachtet!“ Heißt das, wir haben ein neues Schwein zu züchten, mit eingebautem Selbstmord zur Verfügung von Sir. Winston?
    ? Aber es kommt noch schlimmer; der in der Bundesrepublik hochberühmte und ehrbare Prof. hc. Dr. hc. Marceli Reich-Ranicki mit polnischem, deutschen und israelischen Pass, neuerdings Träger des stolzen, weltbekannten Ludwig Börne Preises, der nach Gerichtsbeschluß „Der Eichmann von Kattowitz“ genannt werden muß, überredete die in England befindende polnische Exilregierung zurück nach dem polnischen Heimatboden zu kommen. Die tapferen Männer der einzig aufrechten Exilregierung wurden sofort brutal, gnadenlos, hinterhältig gekillt, nachdem sie ihren polnischen Heimatboden betreten hatten. Man denkt sofort an Palästina; dem Volk geht heute genauso. Alles fing an mit einem Unrecht an Polen, alles endete mit absolutem Unrecht an Deutschen und an den Palästinensern. Prof. hc Dr. hc hat in allen KZs gedient und viele Leute eigenhändig gekillt. KZs unter polnischer, deutscher, russisch kommunistischer Herrschaft. Diesem Mann ist es zuzumuten die Vergasung erfunden zu haben. Die Multi Einsatzgruppe in Israel, die sogenannte „THE UNIT“ darf alles. Sie ist an keine Hindernis gebunden. Sie stellt hinterher sogar die führenden Politiker im Lande; sie darf morden, sie macht Menschen kaputt, sie hat Macht über alles ohne Rechtfertigung. Sie ist schlimmer, vielmals schlimmer als die skrupelloseste SS.
    Wir zahlen, zahlen, … Es ist noch nichts unten angekommen. Nichts, absolut nichts. Die armen sind im Gegenteil noch ärmer und die Reichen noch reicher geworden. Was bekommen die Leute, die uns immer und immer wieder zur Zahlung und zur Spende aufrufen? Bei uns ist die Schule – trotz kleiner Klassen und vieler Lehrer – denkbar schlecht. Wie ist es in den Entwicklungsländern?
    Vielleicht klingt es nichtssagend; aber 1942 wurde in den USA das Buch geschrieben: „Germany must perish“ Alle Deutschen waren zur Ausrottung mittels Sterilisation bestimmt. Es wurde genau gesagt; so viele Deutsche gibt es an Männern und Frauen. So viele Ärzte werden das Geschäft mit der Sterilisation machen. Alle Deutsche; Nazis, Demokraten, Konservative, Fortschrittliche, Hitlergläubige, Kommunisten, für das Reich kämpfende, Widerstandskämpfer … als einzige nicht genannt wurden die Juden. Das Buch mußte nur noch in Deutschland bekannt gemacht werden. Wer machte dieses Buch über die Sterilisation bekannt? Es war das englische Radio BBC! Gerade die Feindfunkhörer bekamen die Nachricht zu hören. Auf Feindfunk stand die Todesstrafe. Was für eine Überraschung für die Feindhörer! Was für eine Überraschung für die Juden! Das stärkte natürlich die Freudschaft kolossal. Man stelle sich das im KZ vor! Ein KZ im KZ! Die Leute im KZ waren alle verbündet auf Grund der Zwangsmaßnahmen der alles unterlegen waren. Nur die Juden waren ausgenommen, weil die Juden die einzigen Überlebenden sein sollten.
    Für Sie als politisch denkender, besonders als antifaschistisch denkender Mensch ist es besonders wichtig; nach dem der Graf Bernadotte nach der Rettung der Juden von Dänemark – er baute eine Schiffbrücke aus Fischerboten nach Stockholm – von der Stern Bande unter Schamir-Begin erschossen und Wallberg nach dem er die Juden von Budapest rettete – er unterhielt ein internationales Lazarett worin die Juden und auch kommunistische Kämpfer angenommen wurden – von dem Eroberer von Budapest – der russisch jüdische General Sherenkow – gefangen genommen und verschwinden gelassen wurde rätselt man an den Zusammenhängen. Man weiß, daß Herr Wallberg noch Jahrzehnte lebte.
    Wie ist das, ich komme etwas durcheinander; die nationalgesinnten Menschen, sagt man, haben ihr Geld an das Zentrum, an die Liberalen gegeben. Das Geld für die scheiß Nazis kam von den Engländern. So haben die Engländer auf einen einfachen Telefonanruf das Geld für die Propagandazeitung der klebrigen Nazis gegeben. Stimmt da etwas nicht? Dann muß noch gesagt werden, ich weiß nicht ob Sie die Zeit gefunden haben sich damit zu befassen, Hitler hatte schon 33 mindesten 5 (fünf) Doppelgänger. Mit wem der kamen da die Leute zusammen, mit welchen haben die Leute gesprochen? 3/5 aller Fotos sind im 3 Reich von Adolf Doppelgängern. Die Besichtigung des Eifelturms in Paris; der Adolf war nie in Paris! Wenn es schon da nicht stimmt; soll man dann nicht alle Dinge in zumindest in Zweifel ziehen? Alle! Napoleon sagte: „Das deutsche Volk ist mit Abstand das Dümmste; sie glauben jede Lüge, man braucht sie ihnen nur erzählen!“ Nun, da haben wir ja Erfahrung drin. Wie aber ist es mit dem Kadavergehorsam in den USA? Sagen wir bei den sogenannten Elitetruppen?; oder in der Bootcamps??
    Welche Art von Völkervernichtung hat Frankreich, die USA, England, … noch nicht vollbracht. Mit ganz besonders herzlichen Gruß Dagobert R. Forner
    Dagobert R. Forner Dipl. Ing. Zum Werhahn 2; 50169 Kerpen-Horrem

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