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Thilo Bode: Die Essensfälscher

Im Lebensmitteleinzelhandel gibt es einen sich immer mehr verstärkenden positiven Trend: Die Konsumenten verlangen regionale Produkte. Das ist sozusagen die Weiterführung des BIO-Trends.

Doch wo BIO draufsteht oder was als regional markiert ist, steht noch lange nicht für gute Qualität. Das möchte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode mit seinem neuen Buch »Die Essensfälscher. Was uns die Lebensmittelkonzerne auf die Teller lügen« zeigen. Es erscheint am 8. September im S. Fischer Verlag.

In der Buchankündigung heißt es:

„Fitness“-Produkte? Machen nicht fit, sondern fett. – Der traditionell und regional hergestellte Schwarzwälder Schinken? Stammt tatsächlich aus Massentierhaltung und kommt aus ganz Europa. – „Gesunde“ Kinderprodukte? Versteckte Zuckerbomben. – Bio-Apfelgetränke? Haben noch nie einen Apfel gesehen…
Diese haarsträubenden Täuschungsmanöver haben System. Die Nahrungsmittelkonzerne sind an die Grenzen ihrer Wachstumsmöglichkeiten gestoßen. Also drehen sie uns mit milliardenschweren Werbe-Etats nur vermeintlich neue und bessere Produkte an. Diese gaukeln jedoch Qualität lediglich vor und gefährden zudem oft genug unsere Gesundheit. Bode nimmt Artikel ins Visier, die wir alle kennen – und er nennt Ross und Reiter. Somit dient dieses Buch auch als Anleitung, die unlauteren Praktiken der Nahrungsmittelkonzerne zu boykottieren.

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2 Kommentare zu “Thilo Bode: Die Essensfälscher

  1. Wer sich in der Kaufhalle seine Nahrung zusammenkauft, der verdient kein Mitleid. Zumindest auf dem Lande gibt es Alternativen. Ich kaufe konsequent beim Bauern. Kann ich auch, da ich auf dem Lande lebe. Hier klingelt der Bauer an meiner Tür.

    Ob es gesünder ist – keine Ahnung. Teuer ist es auf jeden Fall. Immerhin – ich höre das Schwein grunzen und sehe es sich suhlen, bevor es als Gulasch im Topf oder als Schinken in der Räucherkammer endet. Ich esse nur, was wirklich gelebt hat.

    Die Kinder freilich ausgenommen: Die quäken los, wenn ich bei McDonalds nicht anhalte. Die würden mich, glaube ich, sogar verklagen, mich notfalls meiner Vaterschaft berauben.

    Nun ja. Als Kind habe ich Mutters grüne Bohnensuppe auch gehasst. Mittlerweile zählt sie zu meinen Delikatessen. Insofern ist die Hoffung nicht aus der Welt.

  2. Ach mich kotzt dieses Massenfleisch auch an. Wer zu einem richtigen Fleischermeister geht, um sich Fleisch und Wurst zu holen, erlebt echte Geschmacksorgien. Aber hier wie in jeder Kunst gilt: Nicht jeder ist ein Meister, also nicht jeder Fleischermeister ein Meisterfleischer.

    In der Kaufhalle ist es eben billig. Wollte mir heute Mittag die schönen rosa Schweineschnitzel zubereiten, die ich gestern einkaufte (500g für knappe 2€), da hebe ich das erste hoch, und…?
    Darunter ist es grau-bläulich wie eine tote Maus. Das ist doch widerlich. Dasselbe ist mir schonmal widerfahren, als ich einen Schweinebraten zweckentfremdet und in Scheiben geschnitten habe. Außen schön eingefärbt und innen kitzegraues Ekelfleisch. Wenn man das im Stück lässt, fällt es auch gar nicht auf.
    Pervers ist das schon.

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