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Totalitarismus der Gleichgültigkeit

merkel_werbung2Griechenland braucht weitere Milliarden, um nicht pleite zu gehen. Das steht zwar nicht auf den vordersten Seiten der BILD. Die FAZ titelt sogar mit »Griechenland meldet besseren Haushalt«, aber alle, die einigermaßen die Lage überblicken, wissen, daß es nach der Wahl für die deutschen Steuerzahler die Rechnung gibt.

Bernd Lucke von der Alternative für Deutschland (AfD) hat sicherlich Recht damit, wenn er behauptet: »Die Regierung versucht mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, die Eurokrise aus dem Bewusstsein der Bürger zu verdrängen. Das ist eine gezielte und verantwortungslose Strategie.«

Sollte die alternativlose Kanzlerin Angela Merkel diese Debattenverhinderungskultur bis zur Wahl aufrechterhalten können, sieht es für die AfD schlecht aus. Sie ist als relativ unbekannte Partei auf eine regelmäßige Medienpräsenz angewiesen.

So wichtig das Thema »staatliche Überwachung« auch ist, ich halte die NSA-Affäre für ein Ablenkungsmanöver vor der Bundestagswahl. Wir erleben einen richtigen VERARSCHT-Wahlkampf. Das Schlimmste daran sind noch nicht einmal die Lügen, sondern die organisierte Langeweile, die uns zu passiven Politik-Konsumenten machen soll. Wenn es nur noch um »Veggie Days«, Pkw-Maut und Doping-Skandale geht, erleben wir einen Totalitarismus der Gleichgültigkeit.

Was läßt sich dagegen tun? Provozieren? Lachen? Um ehrlich zu sein, ich weiß es nicht.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

2 Kommentare zu “Totalitarismus der Gleichgültigkeit

  1. Auch wenn die Versammlungs- und Meinungsfreiheit eingeschränkt wird, sollten wir nicht gleichgültig zuschauen. Linksextremismus, Grüne und Trittin gehören zu Göttingen. Das muß gesagt und überall wo es geht hinterfragt werden. Auf allen sozialen Medien, auf geht es. Nehmt die Unfreiheit nicht hin, wehrt euch, z.B. mit öffentlichen Fragen an Abgeordnete aus Göttingen (und nicht nur dort). Twittert, daß die Tasten glühen und…..
    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/08/11/herr-trittin-was-sagen-sie-zu-gewaltaufrufen-der-grunen-in-ihrem-wahlkreis/

  2. Ich habe bei Parteien immer die Nase gerümpft und meine grundsätzliche Skepsis bzgl. des Nutzens von Wahlen besteht natürlich immer noch. Doch halte ich ein Engagement im jeweiligen Ortsverband der AfD momentan für das beste, was man tun kann. Die AfD-Plakate haben klare Botschaften und heben sich allein deshalb vom seichten, nichtssagenden Quatsch aller anderen Parteien ab. Schon allein hier im Straßenbild etwas entgegengesetzt zu haben, ist ein Wert an sich.

    Wie man nun zu Parteien allgemein stehen mag: Die AfD ist momentan eben der einzig mögliche Weg, die »Debattenverhinderungskultur« in der deutschen Politik aufzubrechen – und kann als »Türöffner« für echte konservative/rechte Themen auch abseits der Tagespolitik fungieren.

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