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Vortrag in Chemnitz: „Um Hoffnung kämpfen“ – Israel und Palästina

Felicia Langer spricht morgen Abend, 19.30 Uhr, in der TU Chemnitz, Raum N114, über den Nahostkonflikt. Die 1930 in Polen geborene Jüdin arbeitete ab 1950 als Anwältin in Israel und verteidigte zahlreiche Palästinenser. Bis heute kritisiert sie die israelische Besatzungspolitik.

Langer erhielt den alternativen Friedensnobelpreis und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Mehr Infos findet ihr hier.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

3 Kommentare zu “Vortrag in Chemnitz: „Um Hoffnung kämpfen“ – Israel und Palästina

  1. Ich mag die Langer nicht, weil Sie täuschend arbeitet.

    »Bis heute kritisiert sie die israelische Besatzungspolitik.« Genauso wird sie das auch sehen, verschleiert aber infolge dieser verengten Sichtweise den im Kern theologischen Gehalt des Nahostkonflikts und reduziert ihn auf einen militärischen bzw. machtpolitischen Konflikt.

    Geht jemand von euch Chemnitzern da hin? Interessant wäre schon zu erfahren, wie die antizionistische Fraktion sich ihre Vorurteile von einer in dieser Hinsicht sattsam bekannten Jüdin bestätigen lässt.

  2. »Bis heute kritisiert sie die israelische Besatzungspolitik.«

    Was für eine »Besatzungspolitik«? Wer – wie Israel – in Verteidigungskriegen feindliche Gebiete erobert, hat Anspruch auf diese.

  3. Das Ungeheuerliche an Israel ist nach wie vor, dass es den Juden gelungen ist über eine Privatinititive einen Staat aus der Diaspora heraus zu schaffen, ohne dass die betreffenden jüdischen Palästinenser maßgeblich daran mitgewirkt hätten.

    Die Legitimität der Gründung Israels steht vielfach in Frage, weil der Holocaust nicht dessen Ursache war, sondern bloß den Anlass zur Umsetzung markiert. Für die antizionistishe Linke wie die antizionistische Rechte, interessanterweise.
    Dass Israel den Arabischen Krieg gewonnen hat, muss man selbstverständlich in der Bewertung dieser Dinge berücksichtigen.

    Für die Moslems ist aber die Gründung Israels schon unrechtlich, weil Palästina zuvor bereits »der Umma zur Verfügung gestellt worden war«, weshalb eine eigenständige Hoheit Israels, ohne eine islamische Oberhoheit anzuerkennen, überhaupt nicht in Frage kommt. Da kann es auch keinen dauerhaften Frieden geben, ohne unislamisch zu werden.

    Die weltlichen Israelis und ihre Befürworter sehen das anders und sagen, dass, selbst wenn der Zionismus unrechtlich gewesen wäre, jedenfalls heute die Rechtlichkeit Israels überall anerkannt werden müsse.

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