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Was ließen jene

Schon lange haben wir hier im Weblog nicht mehr auf Lieder hingewiesen. Das muß sich ändern:

Was ließen jene

Was ließen jene, die vor uns schon waren?

Die alle Länder und Straßen befahren,

die alle Lieder und Abenteuer raubten,

was ließen jene zurück für unsre Schar?

 

Atem der Meere, Gezeiten des Blutes,

Träume von Taten, Verlocken des Mutes.

Lieder der Sehnsucht und Rundgang um die Flammen,

Erbteil an Bildern, bestäubt von sprödem Glanz.

 

Unter den Hufen der jagenden Stunden,

unter des Himmels entheiligten Runden

unter den Worten an die wir nicht mehr glaubten

wagen wir unser Gesetz und unser Glück.

 

Heben die Stimmen und heben die Hände,

stehen zerstreut auf verbranntem Gelände.

Fügen die Steine der dürren Zeit zusammen,

binden vertrauend dem Gott den frischen Kranz.

Der Text stammt von »olka«.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

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