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Wer ist heute auch in Chemnitz?

Albrecht SchröterRichtig! Albrecht Schröter, Jenas SPD-Oberbürgermeister, der in Dresden auf einer illegalen Demonstration sprach und – zwar etwas verklausuliert – so etwas wie der Vordenker des Schulterschlusses zwischen Kommunen und Steinewerfern ist. Den heutigen Zivilcourage-Akt in Chemnitz läßt er sich selbstverständlich nicht entgehen.

Schröter spricht heute Nachmittag auf der Veranstaltung des „Bündnis für Frieden und Toleranz“. „Ich bin der Überzeugung, dass im Kampf gegen Neonazis eine neue Qualität erreicht werden kann, wenn sich Kommunen in Mitteldeutschland auf den Weg machen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Wir Bürgermeister und Oberbürgermeister sollten uns kollegial und solidarisch gegenseitig unterstützen und immer dort, wo im mitteldeutschen Raum größere Naziveranstaltungen stattfinden, so weit es geht persönlich mit vor Ort sein“, so der Oberbürgermeister von Jena.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

11 Kommentare zu “Wer ist heute auch in Chemnitz?

  1. P.S.:
    Laut »Twitter«-Meldung der Gedenkmarsch-Organisatoren beenden die Schulen in Chemnitz zum Großteil den Unterricht vorzeitig, damit die Schüler brav gegen rechts demonstrieren können. Pervers.
    http://twitter.com/gedenken_5maerz

  2. Nils Wegner

    Naja, man kennt das ja inzwischen.

  3. L'ancien régime

    Unsere kleine DDR…Unsere Karl-Marx-Stadt

  4. Vinneuil

    Er hat gesagt »im mitteldeutschen Raum«?

  5. Mitteldeutschland ist die BRD-Abkürzung für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Keine falsche Vorfreude. 😉

  6. Ja gut. Da ist ein Begriff besetzt. Wenn jetzt sogar die Linksradikalen von Mitteldeutschland reden, ist das gedanklich ein Erfolg. Ostdeutschland liegt demnach in Polen und im Sudetenland. Gut.

  7. Der MDR heißt ja auch nicht ODR.

  8. Alles laut neutralen Augenzeugen:

    Antifa-Demo: 180-200 Leute
    »Chemnitz-Nazifrei« mit Oberbürgermeisterin, CDU und MLPD: 600-650 Leute
    Trauermarsch: 450-550 Teilnehmer
    Endstation Rechts/Hanka Kliese-Kundgebung: 7 Teilnehmer

    Ich selbst habe die Antifa-Demonstration nicht gesehen, habe aber von mehreren Leuten aus unterschiedlichen politischen Lagern gehört, daß es definitiv nicht mehr als 200 Personen waren. Die bürgerliche Anti-Rechts-Demo habe ich kurz gesehen, ich denke mehr als 500 waren das nicht, aber auch 600 ist meinetwegen möglich.
    Beim Trauermarsch schätzte ich auf knapp 500 Teilnehmer, das passt also wohl ungefähr.
    Zwischenfälle gab es keine. Die Antifa ging brav in die Reitbahnstraße um Arthur Harris zu feiern und ihren Frust zu besiegen. Vereinzelte versuchte Übergriffe auf »Teilnehmer rechts« wurden abgewehrt.

  9. Als ich bei der Enstation Rechts Veranstaltung vorbeigeschaut habe, hatte ich fast ein wenig Mitleid. Drei Leutchen die auf dem großen Rosenplatz an einem Lagerfeuer saßen.
    Ich bin dann später noch über die Antifa Demo spaziert und würde die Teilnehmerzahl höher ansetzen. Wobei man beachten muß, daß zwischen der pseudobürgerlichen Veranstaltung auf dem Neumarkt und der Veranstaltung der gewaltätigen Radikallinken eine erhebliche Fluktation bestand. Die Carolastraße fungierte dabei als linksradikaler Catwalk. Sehen und gesehen werden auf schlecht.

  10. Antifa Arbeitskreise haben die Zahl der »Nazis« auf 750 erhöht, als kleine Ergänzung.

  11. Hanka ist zurück? 😀

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