Gesichtet

Wider die politische Korrektheit einer links-ideologisierten Wirtschaft

Eine freie, alternative Wirtschaft ist die einzige Waffe gegen die politisierende Indoktrination und soziale Spaltung durch politisch korrekte Unternehmen und ihre unsäglichen PR-Feldzüge.

Zur aktuellen Wirtschaftslage stellt der Leiter der Kölner Denkfabrik Flossbach von Storch Research Institute, Thomas Mayer, fest, dass China aus der Pandemie gestärkt hervorgehe, während der Westen unter anderem „durch eine die Gesellschaft zersetzende Identitätspolitik“ geschwächt ist. Identity Politics halfen ursprünglich marginalisierten Gruppen, negative Fremdzuschreibungen der Mehrheitsgesellschaft zurückzuweisen und ihnen eine positive Selbstbestimmung entgegenzusetzen – so Johannes Richardt.

Heutige Auswüchse der Identitätspolitik zeigen sich unter anderem besonders in der hoch aggressiven Black Lives Matter-Bewegung (BLM), die die starke Zerrissenheit der US-amerikanischen Gesellschaft widerspiegelt. Die starke Politisierung der US-Gesellschaft mit ihrer „Renaissance der Identitäten ist auch eine Reaktion auf den Glauben, dass im Konsum alle gleich sind“. Der ökonomische Rahmen wird dabei nie wirklich in Frage gestellt, was die Akteure der Märkte in gewisser Hinsicht dazu gezwungen hat, auf die partikularistischen Gesellschaftsentwicklungen über ihre PR-Maschinerien zu reagieren. Der Druck im sozialen Siedekessel hat offenbar derart zugenommen, dass die Wirtschaft politisch Position bezieht.

„Es war vielmehr nur eine Frage der Zeit, bis eine so stark politisierte Gesellschaft, wie die US-amerikanische, auch auf die Wirtschaft abfärbt. Was für Europäer noch weitgehend unbemerkt abläuft, spielt längst im alltäglichen Einkaufsverhalten der Verbraucher jenseits des Atlantiks eine immer größere Rolle. Kraft Heinz, Walt Disney, Tesla und Patagonia sind politisch blau, also im Lager der Demokraten; Home Depot, Under Armor, AT&T und Exxon Mobile hingegen politisch rot, also republikanisch“, schreibt Daniel Graewe.

Politisierte Unternehmen, „Partisan Companies“, gibt es mittlerweile auch in Deutschland. Wirft man nur einen Blick auf die bundesdeutschen Medienbetriebe, die als große Unternehmungen auch auf den Börsenmärkten präsent sind, erkennt man schnell deren gesellschaftspolitische Stellung. Die Auswirkungen durch politisierte Unternehmen wie den Springer Verlag, die Spiegel-Gruppe, RTL, RND, die im Eigentum politischer Parteien befindlichen Zeitungsverlage sind in Deutschlands Politikbetrieb deutlich zu spüren. Denn längst haben sich Unternehmen zu „subjektiv-zivilgesellschaftlichen Akteuren“ (D. Graewe) entwickelt. Sie werden die gesellschaftlichen Spannungen hierzulande beschleunigen, unter anderem weil auch der Positionierungsdruck in der Wirtschaft zugenommen hat.

Während die Unternehmen ihre „Corporate Social Responsibility“ als PR- und Reputationsinstrument einsetzen, steht dem allerdings das politisierte Verbraucherverhalten gegenüber. Der politisch verortete Konsument kann einerseits das zivilgesellschaftliche Engagement der Unternehmen goutieren, er kann sich aber auch verprellt fühlen. So entsteht die politisch gefärbte Konsumhaltung bei Angebot und Nachfrage.

Mit dem menschlichen Bedürfnis nach Unterscheidung und Identität haben sich besonders Modelabels einer Politisierung unterzogen. Denn Kleidung bleibt ein bevorzugter Ort symbolischer Repräsentation. Karlheinz Weißmann stellte fest, dass „jede vitale Bewegung ihr Vorhandensein auch in einem oder mehreren Dresscodes zum Ausdruck bringt“. Gerade für die politische Rechte ist Kleidung also keine Nebensache, so dass das Arcadi Magazin ausruft: „Werde Fashion-Patriot!“ und „welches ist der richtige Style für den Kampf gegen Links?“.

Das hohe Risiko, das Marken eingehen, wenn sie sich als politische Aktivisten gerieren, haben Labels wie Thor Steinar, letztlich chancenstark nutzen können. Auch die neurechte Bekleidungsmarke Peripetie, die als „Tolle Marke! Von Patrioten – für Patrioten“ mit dem Phoenix- Logo weite Teile der Unangepassten, Patrioten, Konservativen und Selbstdenker mit Streetwear einkleidet, gehört zu den Top-Marken in einem wachsenden Markt der alternativen Wirtschaft.

Eine Wirtschaft, bei der das anbiedernde Mantra ökoreligiöser Korrektheit und der ideologischen Bevormundung über sozialpolitische Botschaften einfach nicht stattfindet – und dass es dabei auch um das Geldverdienen geht, ist legitim. Die alternative Wirtschaft, ob in der Unterhaltungs-, Konsumgüter- oder sonstigen Industrie, die sich allfällig glatten, grün-roten, vermurkst humanistischen Parolen entgegenstellt, will eine entideologisierte Gesellschaft und im Grunde genommen den Hang zur Politisierung der Wirtschaft und die damit verbundene Spaltung der Gesellschaft aufhalten.

Wie schreiben die Peripetie-Macher leicht pathetisch auf der Website: „Der Phönix mit seinem Schutzschild, wie er im Peripetie-Emblem zu sehen ist, soll schützend empor steigen, einen Wandel herbeiführen und den Fortgang der Verrohung, der Ideologisierung der Gesellschaft stoppen.“

Das Wirtschaftsmagazin Recherche D hat im Mai 2019 eine Studie zur Ideologisierung von DAX-Konzernen erarbeitet. Hier bestellen.

 


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