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Wie geht man mit »falscher« Gesinnung um?

In der Poetry Slam-Szene diskutiert man gerade, wie mit Vortragenden mit »falscher« Gesinnung umgegangen werden muß. Markus Freise warnt:

Hallo Poeten und Dichterinnen,

biete lest folgenden Beitrag:
https://www.blauenarzisse.de/index.php/gesichtet/2188-investigativ-ii-bielefelder-bunkerslam-bunter-anspruchsvoller-und-wieder-dieser-seltsame-erik-jungenstein

Sollte also ein „Erik Jungenstein“ bei Euren Slams auftauchen: Das ist dann wohl der Chefredakteur dieser schäbigen rechten Netz-Postille „Blaue Narzisse“. Wir haben das leider nicht bemerkt und ihm völlig ungewollte ein Forum gegeben. Andernfalls wäre er wohl unverrichteter Dinge nach Hause gerutscht.

Es warnt,
Markus Freise

Es geht also um die Auftritte von Erik Jungenstein in Bielefeld und Münster. Zukünftig soll diesem der Weg auf die Bühne versperrt werden. Aber es gibt auch andere Meinungen:

Da das jetzt bekannt ist, fände ich eine aufklärende Anmoderation vor seinem Auftritt wesentlich effektiver als ein Auftrittsverbot. Mir würde das sehr viel Spaß bringen

… findet ein Slammer. Ein anderer fügt hinzu, »vielleicht aber auch ein kaputtes mikrofonkabel das sich wie von selbst um seinen hals wickelt«.

Noch besser ist allerdings dieser Vorschlag:

Noch effizienter wäre allerdings eine entsprechende Abmoderation, weil sie ihn im Gegensatz zu einer Anmoderation in Sicherheit wiegen lässt. Oder man geht nach 30 Sekunden rauf und nimmt ihm das Mikro weg. Selbstredend mit entsprechender Erklärung.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

10 Kommentare zu “Wie geht man mit »falscher« Gesinnung um?

  1. Enkel des Sturmwolfes

    Ich habe gleich mal meinen Senf dazu abgesondert:

    http://myslam.net/de/post/2708

  2. Mensch, da habt Ihr ja was angerichtet bei denen. Da ist ja jetzt richtig was los. Und kein Slammy schreibt was über Menzels Text. Ich fand ihn bemerkenswert. Wer ist der nächste mit Pseudonym?

  3. Das ist sowas von niederschmetternd… Schlimm, wie ungebildet und naiv die alle sind – und ihren eingeschränkten Horizont noch nicht mal ansatzweise in Frage stellen, geschweige denn ihr Verhalten gegenüber Andersdenkenden. Auch wenn ich Felix‹ aka Jungensteins Meinung nicht teilen würde, würde ich bei »Austrittverboten« und jeglicher Einschränkung anderer Meinungsäußerungen zumindest aufhorchen. Dort aber nicht die geringste Spur davon.

    Dass die überhaupt so politisiert und alles andere als freigeistig sind, wie man es von selbsternannten Poeten, entschuldigung, PoetInnen eigentlich erwarten könnte. Dass irgend so ein Depp gleich wieder »Nazi« rufen musste. In einem anderen Forum hieß es über den Rilke-Preis, man solle dort nur noch Texte über den Holocaust einreichen, um es den Nazis heimzuzahlen, hähä! Diese kleingeistigen Moralapostel mit Stock im Arsch sollen also wirklich die »Jugend« darstellen?

    »bah – und ich hab dem meine hand gegeben… was wär passiert wenn ich was über meine wurzeln ausgeplaudert hätte?«
    Was für ein Trottel.

  4. Ist doch ganz klar: Umgehend töten!
    -Ironie off-

  5. Kein Släämer ist illegal!!!!

    Trotzdem bitte ich Herrn Menzel sein Verhalten an die anderen Släämer anzupassen.

    Das tun die guten Släämer:
    lassen sich ein, setzen Zeichen, bewegen etwas, üben Solidarität, erfinden sich neu, denken nachhaltig, gehen aufeinander zu, tragen zum Frieden bei, bauen alte Feinbilder ab, planen zukunftsorientiert, regen zum Nachdenken an, stoßen einige vor den Kopf, suchen eine gemeinsame Linie, führen den Dialog der Kulturen, treffen sich auf Augenhöhe

    Das tun die bösen Släämer (Menzel):
    sehen weg, grenzen aus, lassen nicht los, tun sich schwer, denken nicht um, treten suboptimal auf, sind unfähig zu trauern, spalten statt versöhnen, leben ein falsches Leben, sprechen Denkverbote aus, landen in der Ausweglosigkeit, benutzen Totschlagargumente, säen Zwitracht im Herzen, fördern die Spirale der Gewalt, machen Ihre Hausaufgaben nicht, hegen unterschwellige Vorurteile, kommen nie in der Wirklichkeit an, sind zynisch und menschenverachtend, kehren in die Verhältnisse früherer Jahrhunderte zurück

    Kein Släämer ist illegal!
    Kein Släämer ist illegal!!
    Kein Släämer ist illegal!!!

  6. Nils Wegner

    Eine totalitäre »Toleranz« muss eben mit totalitären Mitteln verteidigt werden.

    Ist nur konsequent. Doof allerdings, wenn man sich – so wie die – die Freund/Feind-Bestimmung aus der Hand nehmen lässt…

  7. Ging’s nach mir würde man wegen falscher Gesinnung auf eine subantarktische Insel expediert. Und nicht nur deswegen…

  8. Slammer? I mean, seriously? »Erik« sollte sich von der Mülldeponie des örtlichen Krankenhaus radioaktives Material besorgen, in Wasserbehälter geben und diese um einen Kern von Chinaböllern anordnen. Und dann…

  9. Ich bin die Nicole aus Münster.
    Und ich habe sehr wohl in meinem ersten Text gesagt, was es zu machen gilt,für mich!Wenn man mal zwischen den Zeilen ließt!
    Also nicht mit,das wollte sie nicht veraten!!!!

    Nach vorne zu treten,um Stimme zu erheben!
    Und ein smöken macht die Gemüter auch gechillter!

    Besser zuhören bitte!

    Danke

  10. Warum sollte man nicht ficken sagen?

    Das gehört zum trieb des Menschen.
    Es tuen und nicht sagen?

    Zweitens,wenn bei Erik nicht klar ist wehn oder was er meint,warum verurteilt ihr andere!

    Ich finde diese Art etwas widerzugeben,sehr persönlich geschrieben,und eher gegen alles,als dafür!

    Spricht für euch!

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