Anstoß

Wieso zerstören wir unsere Sprache?

Ja, die deutsche Sprache ist nicht sehr einfach. Gerade dann, wenn es um die Grammatik und um die Auswahl präziser Vokabularien geht, tun sich viele Menschen sehr schwer.

Dennoch können wir stolz auf unsere Muttersprache sein, denn die geschichtliche Verwendung unserer Sprache, die insbesondere an Werke von den großen deutschen Dichtern und Denkern erinnert, wird bis heute international gewürdigt – nur nicht in Deutschland.

Der Zerfall unserer Sprache wird stattdessen durch den Einfluss von Anglizismen immer mehr und mehr gefördert. Ich frage mich: Warum? Schließlich ist unsere Sprache nicht nur ein Teil unserer Kultur, nein, sie ist vielmehr der Schatz vieler präziser Termini, welche viele Sprachen nicht besitzen. Und gerade die Sprache, welche diese Präzision nicht besitzt, wird in die deutsche Sprache integriert.

Anglizismen in der deutschen Sprache und der Kulturpessimismus

Wer den Anglizismen und dem Denglisch dieser Tage lauscht, ahnt ganz stark, dass Kulturpessimismus selten so berechtigt war. Gerade durch die sprachlichen Entwicklungen der letzten Jahre verkommt unsere Sprache immer mehr und mehr. Statt seine E-Post anzuschauen, checkt man heute seine E-Mails, statt das Internet zu durchstöbern, wird nun im Internet gesurft, wer klug einkauft, der shoppt clever.

Tätigkeitsbeschreibungen ganz muttersprachbefreit. Gerade die heutige Jugend, die als Leitträger der Zukunft gilt, bindet sich durch Entwicklungen der Musik-Genres immer mehr an das Denglisch und vergißt dabei immer mehr von der eigenen Muttersprache.

Anglizismen – ausgelöst durch die Globalisierung?

Auch die Globalisierung, wie wir sie in unserem alltäglichen Leben wiederfinden, ist ein großer Auslöser für den hohen Zustrom an Anglizismen in die deutsche Sprache. Beispielsweise findet man in vielen Unternehmensbereichen, ob sie international agieren oder nicht, kaum noch deutsche Werbesprüche. Auch der völlig normale Arbeitsalltag ist mittlerweile voller englischer Spracheinflüsse.

Produkte, die aus dem Ausland kommen und in Deutschland noch keinen passenden Namen besitzen, werden schnellstmöglich mit englischen Namen verziert. Man kann die Globalisierung also auch die „globale Sprachzerstörung“ nennen, die nicht nur in Deutschland zu finden ist, sondern auch in anderen Ländern.

(Bild: Pixabay)

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3 Kommentare zu “Wieso zerstören wir unsere Sprache?

  1. Guter Artikel, würde aber auch noch sagen, dass es einfach an der Jugend liegt.

  2. Die deutsche Sprache ist eine wunderbare Sprache. Ich selbst unternehme alles was ich kann, um sie zu erhalten. Zum Beispiel schreibe ich patriotische, deutschenfreundliche Bücher: http://www.bernt.de/kaiserfront/extra5.htm
    Nur leider neigen die linken Gutmenschen dazu, patriotische, deutschenfreundliche Werke gnadenlos zu zensieren: https://www.compact-online.de/zensur-bei-epubli-so-werden-kritische-autoren-mundtot-gemacht/
    Aber davon sollte sich niemand abhalten lassen, für den Erhalt unserer Sprache und Kultur zu kämpfen! Und es gibt Mittel und Wege das zu tun. Wenn Sie zum Beispiel Unternehmer sind, können Sie deutsche Werbesprüche verwenden, anstatt diesen englischen Humbug.

  3. Günther Feist

    Meistens lautet die Antwort auf derartige Klagen über die Zerstörung der deutschen Sprache, dass es Sprachwandel immer gegeben habe und dass dieser nur von konservativen Kulturpessimisten als Niedergang betrachtet wird. Aber vielleicht haben ja diesmal die Kulturpessimisten recht.
    Das Problem ist aber vielleicht nicht so sehr die Übernahme von Lehnwörtern oder gelegentliche Verwendung englischer Floskeln, sondern das Verschwinden der letzten Reste von Syntax und Sprachlogik aus der gesprochenen Umgangssprache. So ähnlich hat es mal Max Gold formuliert. Viele von diesen linken Titanic-Leuten waren ja erstaunlich kulturkonservativ. Aber bei der heutigen politischen Polarisierung…Ich schweife ab. Es wäre mal interessant begründet zu prognostizieren, wie die deutsche Sprache in 100 Jahren aussieht.
    Die Syntax und Morphologie werden wahrscheinlich weiter vereinfacht, die Anzahl starker Verben wird weiter abnehmen. Auch die starke Deklination wird mehr oder weniger verschwinden. Parataktische Konstruktionen werden gegenüber hypotaktischen zunehmen. Der Genitiv wird nahezu vollständig durch Umschreibungen ersetzt. Für kommende technische Innovation werden wahrscheinlich weitere Wörter aus dem global English übernommen, da der deutschen Sprache genau wie ihren Sprechern Selbstbewußtsein und Einfallsreichtum zur Eigenkreation fehlt. Alte deutsche Wörter für Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge und überhaupt traditionelles Handwerk werden aussterben. Die Sprache der Eliten und sozialen Schichten werden sich weiter auseinander entwickeln, d.h. es bilden sich gegenseitig kaum verständliche Soziolekte heraus, vermutlich werden vor allem in die Unterschichtensprache neben »Globish« und amerikanischem Ghettoslang massenhaft Wörter aus dem Arabischen, Türkischen und ggf. afrikanischen Sprachen eindringen.
    Im Prinzip also die selbe Grütze wie überall in Kultur und Staat: Das allmähliche Verlöschen des Besonderen und Eigenen zugunsten der Vereinheitlichung und der Triumph von Primitivität über Geist und Noblesse.

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