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Wollen die »rechten Euro-Rebellen« die Demokratie abschaffen?

euro_rebellenEs ist wirklich unfaßbar, wie schnell manche Leute Bücher schreiben können und nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben, weil dieser Mist, den sie mal eben so produziert haben, tatsächlich von irgendeiner Klitsche gedruckt wird. So verhält es sich auch mit dem Buch Rechte Euro-Rebellion des Soziologen Andreas Kemper.

Wenn wir uns in den letzten Monaten zur Alternative für Deutschland positiv oder negativ geäußert haben, dann war das ein vorsichtiges Vortasten, ein Beobachten mit der nötigen journalistischen Distanz, aber niemals wären wir auf die Idee gekommen, schnell mal ein Buch über diese neue Partei zu schreiben und damit unser Urteil zu zementieren.

Mit Andreas Kemper hätten wir sowieso nicht mithalten können, er ist nämlich bereits fertig mit dem Schreiben und der Analyse, obwohl die Feuertaufe für die neue Partei erst noch bevorsteht.

Telepolis hat er nun seine Ergebnisse verraten, die an Dummheit kaum zu überbieten sind. Kemper wirft der AfD eine anti-demokratische Haltung vor. Und warum (Achtung, jetzt wird es witzig!)? Weil die AfD für »direkte Demokratie« eintrete und Kemper fürchtet, daß die Menschen, wenn man sie denn fragen würde, genauso »falsch« abstimmen wie in der Schweiz.

Schnell herausgefunden hat Kemper auch, daß die AfD »strukturellen Sozialdarwinismus der übelsten Art«  vertrete:

Die geforderte »Reform der politischen Entscheidungsstrukturen« basiert bereits auf klarem Anti-Egalitarismus. Aber auch die Statements von AfD-Repräsentanten wie Konrad Adam und Roland Vaubel beispielsweise zur Bildungspolitik sind haarsträubend. So bedient Adam – ähnlich wie Sarrazin – unter anderem das Argument der vermeintlichen »Bildungsunfähigkeit« ganzer gesellschaftlicher Gruppen, zum Beispiel in seinem Artikel »Bildung lässt sich nicht umverteilen«, wo er das Vorurteil gegenüber dem jugendlichen türkischen Migranten bedient, der, ich zitiere, »sich schwertut mit dem Lernen, aber gern zusticht, wenn ihm irgendetwas nicht passt«.

Kemper hat anscheinend keine Ahnung, wie viele türkische Messerstecher es denn in Deutschland gibt. Aber auch wenn es keine geben würde, hätte Adam mit seiner These recht, daß sich ein Ausländer logischerweise mit dem Lernen schwerer tut als Einheimische. Integration gibt es nicht zum Nulltarif und sie gelingt immer nur bei Einzelnen, nie aber bei der Masse. Das muß ein Bildungspolitiker, der um die Zustände in deutschen Klassenzimmern weiß, selbstverständlich berücksichtigen.

Zwei Strategien präsentiert Kemper schließlich, um die AfD zu bekämpfen:

Erstens: Das Aufzeigen und Entlarven sowie gegebenenfalls Widerlegen all der hinter ihrem Wirtschaftskompetenzgerede stehenden rechten Argumente, Parolen und Tendenzen.

 

Zweitens: Dass die progressiven Kräfte im Lande endlich damit beginnen, das zu initiieren, was sie den Bürgerinnen und Bürgern so viele Jahre lang schuldig geblieben sind, und was in deren Augen die AfD so dringend notwendig macht. Nämlich Parlamentarismuskritik von links. Und wenn ich links sage, meine ich damit nicht etwa eine Partei, sondern die fortschrittlichen Kräfte in allen Parteien und sonstigen Institutionen im Land.

Linke Parlamentarismuskritik? Na, ob das mit dem Grundgesetz zu vereinbaren ist? Nicht das am Ende noch der gute Andreas Kemper mit dem schnellen Urteil der Verfassungsfeind ist …

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

22 Kommentare zu “Wollen die »rechten Euro-Rebellen« die Demokratie abschaffen?

  1. Andreas Kempers »Analysen« sind eher Phantasie als Realität.

    Allerdings gibt es in der AfD durchaus auch kritisch zu sehende Tendenzen, wie im Landesverband Bayern: http://alternativernewsletter.wordpress.com/ . Und das entspringt nicht der Phantasie, sondern der Realität.

  2. Na mit einem hat der Herr Kemper aber Recht,
    man sollte wirklich aufzeigen und entlarven was alles nicht stimmt. Das dann bitte aber auch bei allen anderen Parteien, da kommt mit Sicherheit so einiges zusammen, worüber man noch mal schnell 2-45 Bücher Schreiben könnte.

  3. Damit schwimmt er auf der Welle der Politiker, ein Angepaßter ist das.

    Dieser Tage bekam ich dazu auf meine Anfrage hin die Antwort von meinem, meinen Landkreis vertretenden, Bundestagsabgeordneten. Ganz genauso schreibt der

    —– Original Message —–
    From: Grosse-Broemer Michael Mitarbeiter 01
    To:
    Sent: Wednesday, June 05, 2013 4:18 PM
    Subject: Ihr Schreiben vom 31. Mai 2013

    Sehr geehrte/r Herr/ Frau XXX

    vielen Dank für ihre vorgefertigtes Schreiben vom 31. Mai 2013, in dem Sie Volksentscheide auf Bundesebene fordern. Gerne erläutere ich Ihnen meine Auffassung dazu.

    Auf kommunaler- und auf Landesebene, wo es um Problemlösungen vor Ort geht, sind Volksentscheide eine praxistaugliche Ergänzung zur repräsentativen Demokratie. Auf Bundesebene werden plebiszitäre Elemente den komplexen Fragen unserer Gesellschaft jedoch kaum gerecht. Die meisten Volksentscheide können nur einfache „Ja/ Nein“-Antworten anbieten. Einfache und dennoch sachgerechte Lösungen gibt es aber selten. Die Gesetzgebung ist sehr vielschichtig und muss eine kaum überschaubare Vernetzung mit anderen Regelungsbereichen berücksichtigen. Deshalb finden bei der Gesetzgebung durch den Bundestag drei Lesungen, Beratungen in Ausschüssen und anderen Fachgremien oder auch öffentliche Expertenanhörungen statt, um zu ausgewogenen Lösungen zu finden und alle betroffenen Interessen zu berücksichtigen.

    Populistische Sprüche auf Flyern können eine tiefgründige Diskussion in der Sache nicht ersetzen. Gerade die oft verkürzte Diskussionskultur bei Volksentscheiden können Interessenverbände ohne demokratisch Legitimation für ihre eigenen Ziele nutzen. Dabei kann es auch leicht dazu kommen, dass es nicht mehr um die Sachfrage geht.

    Das Verfahren der repräsentativen Demokratie (Art. 20 Abs. 2 GG) hat sich meiner Ansicht nach seit über 60 Jahren in Deutschland bewährt und muss gemäß Art. 79 Abs. 3 GG, der sogenannten Ewigkeitsklausel, grundsätzlich erhalten bleiben. Das Volk übt seine Gewalt vor allem durch die Wahlen aus, in denen es sich seine Repräsentanten selbst aussucht. Volksabstimmungen sind im Grundgesetz konkret nur für Territorialfragen, zum Beispiel Neugliederungen des Bundesgebietes, vorgesehen (Art. 29, 118, 118 a GG). Daher müssen Volksabstimmungen die Ausnahme bleiben. Dies ist – gerade in Hinblick auf die Erfahrungen aus der Weimarer Zeit – auch richtig.

    Zudem zeigen Volksabstimmungen in der Schweiz, dass dadurch weder eine größere Wahlbeteiligung noch mehr Demokratie erreicht wird. Auch in Mitgliedstaaten der Europäischen Union sieht dieses Bild nicht anders aus. So gaben im vergangenen Jahr in Irland beim Referendum zum EU-Fiskalpakt gerade einmal die Hälfte aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Beim Referendum in Kroatien über den EU-Beitritt des Landes entschieden sich noch weniger Wahlberechtigte für den Gang an die Urne – lediglich 43,6 %. Spiegelt ein solches Ergebnis den Willen des Volkes wieder?

    Sie sehen, ich bin ein Anhänger der repräsentativen Demokratie. Dieses System ist über Jahrzehnte ein Garant für Stabilität und soziale Gerechtigkeit in Deutschland.

    Mit freundlichen Grüßen,

    M. Grosse-Brömer, MdB

    1. Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

  4. Alternative für Deutschland. Knapp drei Monate alt und schon gibt es ein Buch über uns. Ein wahrer Kenner oder eher ein Hellseher ? Letzteres ist wohl wahrscheinlicher.
    Wir glauben nicht, das jemand nach so kurzer Zeit die Komplexität der Alternative für Deutschland begreifen bzw. zu einem Buch verarbeiten kann und schliessen uns dem Kommentar an. Bitte nicht kaufen !

  5. Alternativer

    Als AfD-Mitglied vermisse ich noch die Neurechten und Konservativen in der Partei.
    Die stehen – wie immer – abseits und überbieten sich in klugen Ratschlägen. Wenn die Partei mehr werden soll, als ein realpolitischer Flügel des Altparteienkartells, brauchen wir dringend Unterstützung. Macht die Partei zu dem, was die Linken fürchten!

  6. Nils Wegner

    @ Alternativer: Indem sie eine Partei ist, ist sie automatisch »ein realpolitischer Flügel des Altparteienkartells«. Von daher stehen diejenigen, die »kluge Ratschläge« absondern, mit Sicherheit nicht aus politischen Gründen oder intellektuellem Dünkel »abseits« – sondern eher aus Unlust an parlamentarischer Kulissenschieberei.

  7. Wenn man freiwillig nicht mitspielt, gar nie mitspielen will, darf man aber auch nicht meckern, wenn man nie zur Party der coolen Kids eingeladen wird. War früher schon ne billige Ausrede für die eigene soziale Unzulänglichkeit,

  8. Breitenbach

    Vor ei­ni­ger Zeit hat­te ich im ›Opa­blog‹ ei­nen Ar­ti­kel von ›Blaue Nar­zis­se‹ ge­po­stet, um die Fra­ge auf­zu­stel­len, ob das Rechts-Links-Sche­ma, so wie es an­hand der Selbst­dar­stel­lung von Par­tei­en im Pres­se-Uni­so­no er­schallt statt auch nur an­satz­wei­se re­flek­tiert zu wer­den, so wie ver­laut­bart zu­tref­fen kann oder nicht (http://opablog.net/2013/04/05/nordkorea-droht-mit-ultimativer-drohung-falls-welt-drohungen-nicht-ernst-nimmt/).

    Im Fall der Par­tei »Die Lin­ke«, die fast kei­ne Mit­glie­der hat, oder von schwarz­ko­stü­mier­ten »links«-au­to­no­men Po­gro­mi­sten, die wie wei­land die SA auch vom Staat und seiner Ju­stiz ge­schätzt und ge­schützt wer­den, darf dies ge­trost be­zwei­felt wer­den. Kurz ge­sagt, fül­len staat­lich ge­päp­pelte Syn­the­ti­kos die öko­lo­gi­sche Ni­sche ei­ner ech­ten Lin­ken aus. Und es ist sehr die Fra­ge, ob dies nicht auch im Sin­ne des Hase-und-Igel-Spiels auf die wie aus dem Nichts auf­ge­tauch­te »Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land« zu­trifft, von der die BILD be­reits vor de­ren Kon­sti­tu­ie­rung als Par­tei vo­raus­wußte, wie­viel Pro­zent sie bei der näch­sten Wahl be­kommt und de­ren Füh­rungs­per­so­nal, so weit ich sehe, vor­wie­gend aus ge­stan­de­nen Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­ren be­steht.

    Mir per­sön­lich ist es herz­lich wurscht, ob ich nun in Eu­ro, in D-Mark oder ir­gend ei­ner an­de­ren Wäh­rung plei­te ge­he. An dem in­fla­tions­be­rei­nigt im frei­en Fall be­find­li­chen Lohn- bzw. Ein­kom­mens­ni­veau und den im­mens auf­ge­bläh­ten Steu­ern und Ge­büh­ren än­dert dies nicht das Ge­ring­ste. In­zwi­schen wird mit Hil­fe von HartzIV der Durch­schnitts­lohn zu­neh­mend unter die Re­pro­duk­tions­ko­sten der Wa­re Ar­beits­kraft ge­drückt. Höch­ste Ei­sen­bahn, daß die ent­spre­chen­den Ge­set­ze end­lich auf­ge­ho­ben, die HartzIV-Be­hör­de auf­ge­löst und al­le Sol­da­ten nach Hau­se be­or­dert wer­den! Falls dies links ist, bin ich eben­so da­für, als wenn dies rechts ist. Al­les an­de­re sind Ne­ben­kriegs­schau­plät­ze im wahr­sten Wort­sinn und bloß da­zu ge­eig­net, von den wah­ren Exi­stenz­nö­ten im Volk ab­zu­len­ken.

  9. @ OJ
    Mag sein, aber man darf ja wohl noch seine eigene Party schmeißen.

  10. tut nichts zur sache

    »Kemper hat anscheinend keine Ahnung, wie viele türkische Messerstecher es denn in Deutschland gibt. Aber auch wenn es keine geben würde, hätte Adam mit seiner These recht, daß sich ein Ausländer logischerweise mit dem Lernen schwerer tut als Einheimische.«

    Die Braune Nerzisse beweist ein weiteres Mal ihren lupenreinen Rassismus.

  11. Nils Wegner

    Damit kann ich – sicherlich nicht als Einziger – ganz hervorragend leben.

  12. @ tut nichts zur sache
    Ein linker Kretin beweist ein weiteres Mal seine intellektuelle Unzulänglichkeit zur Überwindung seiner ideologisch bedingten Apperzeptionsverweigerung.

    Es liegt selbstredend nicht auf der Hand, dass jemand der erst noch die Sprache und Umgangsformen erlernen muss, quantitativ mehr zu bewältigen hat als jemand, der das bereits mitbringt… Völlig abwegiger Gedanke, logo. Alle Menschen sind ja gleich und unabhängig von ihrer konkreten natürlich und historisch gewachsenen Lebensstellung zu bedenken.

    Weißt Du, es ist einfach nur noch nervig darüber zu diskutieren, ob rote Rosen nun rot oder vielleicht doch eher grün sind, wenn für Dich von vorneherein klar ist, dass in deiner Phantasiewelt rote Rosen grün sein müssen. Den Quatsch kann man sich schenken.

    Kotze deine Phrasen einfach bei der taz im Kommentarbereich aus und lass uns hier in Ruhe. Und komm bitte erst wieder, wenn du anderen nicht mehr jede Neuronenaktivität als Denken verkaufen willst.

  13. tur nichts zur sache

    Doppelt toll sind die zwei Reaktionen: Wegner bestätigt ein weiteres Mal, dass die BNler eben tiefbraun sind, bei allem verkrampften Ringen um Distanzierung.
    Und an diese Drüse:
    1. Wir sind nicht per Du! Dieses kumpelhafte Ranschmeißen können Sie bei den Freien Kameraden praktizieren, nicht mit mir!
    2. »… und lass uns hier in Ruhe« Ja, dass hätten die Nazis gern, national befreite Zonen einrichten, wo sie niemand stört. Da müssen nur noch die Oberhäuptlinge der BN von überzeugt werden, die doch immer rumheulen, dass niemand, der etwas anders tickt, mit ihnen in den Dialog treten will.
    3. »Es liegt selbstredend nicht auf der Hand, dass jemand der erst noch die Sprache und Umgangsformen erlernen muss, quantitativ mehr zu bewältigen hat als jemand, der das bereits mitbringt.« [Nebenbei: In dem Satz fehlt ein Komma.] Im Artikel steht nichts von quantitativ. Und selbst der von den Rechten so verehrte Sarrazin, wenn man ihn wirklich liest, gesteht ein, dass viele asiatische und osteuropäische Zuwanderer wesentlich bessere Lernleistungen haben als die üblichen deutschen Prolls, die den Rechten hinterherlaufen, aber kaum einen korrekten deutschen Satz zustande bringen. Von »Umgangsformen« ganz zu schweigen. Die können sie von Beate Zschäpe lernen.

  14. Nils Wegner

    @ tut nichts zur sache: Mein Kommentar bezog sich ursprünglich auf den Einwurf von »OJ« – dafür, wann hier ein Beitrag freigeschaltet wird, kann ich leider nichts.

    Allerdings komme ich auch mit der Konstruktion eines Bezugs auf den »Braune Nerzisse«[sic!]-Klumpatsch verblüffend gut zurecht.

  15. Kommentar Anfang: »Die Braune Nerzisse beweist ein weiteres Mal ihren lupenreinen Rassismus.« Kommentar Ende.

    Zweiter Kommentar (Klagesuada): »…mit ihnen in den Dialog treten will…«

    Ihr Dialog ist überzeugend, fast schon bühnenreif. Wir werden Sie mal zum Interview einladen.

  16. @ Druide: Klar, sogar gerne. Findet aber nicht statt. Oder ist das hier die Party?

  17. @tut nichts zur sache

    Ich hätte wetten können, dass jetzt in billiger eristischer Manier das eine fehlende Komma herangezogen wird. Komm gib zu, es ist lächerlich.
    Wir können im Übrigen auf unserem Blog sehr wohl eine tut-nichts-zur-sache-befreite Zone einrichten. Für deine (gewollten) Missverständnisse ist hier niemand verantwortlich. Sie beruhen auf Unterstellungen und sind ein Ausweis von Bescheuertheit:

    vgl. http://www.eurozine.com/articles/2008-01-07-paris-de.html

    Und diese dümmlich arroganten mit dem Gestus moralischer Überlegenheit vorgetragenen Beleidigungen, die im Übrigen auch strafbewehrt sind, ziehen hier nicht und vor allem müssen wir sie uns nicht gefallen lassen.

    Da du offensichtlich nicht in der Lage bist, den (durchschnittlichen) Einwanderer mit dem (durchschnittlichen) Deutschen zu vergleichen, erübrigt sich weiteres. Warum ich bei der politischen Analyse den hochintelligenten Vietnamesen mit dem deutschen Sproß eines Alki-Prolls vergleichen soll, wenn beide offensichtlich nicht annähernd den schulischen Durchschitt ihrer Großgruppe abbilden, wird dein Geheimnis bleiben. Nicht alles, was dir nicht gefällt, ist zudem braun, faschistisch, rassistisch, etc. Diese Polemik mag deine Mensa-Freunde zufrieden stellen. Das klappt hier nicht. Und bislang entsprachen deine Beiträge hier genau deinem Namen.

  18. Alternativer

    Wer sich hier gegen ein Engagement in der AfD ausspricht, hat sicherlich gute Gründe.

    Dennoch frage ich mich, was dagegen spricht, sich probe- und versuchsweise daran zu beteiligen. Austreten kann man immer. Ich habe jedenfalls über die AfD schon so manchen bisher unbedarften, aber brauchbaren künftigen Mitstreiter gefunden. Man kann übrigens auch als Förderer an jeder Versammlung und Veranstaltung der AfD teilnehmen.

    Also: Der Partei die richtige Richtung und die richtigen Themen geben und dort Leute für unsere Sache rekrutieren!

  19. Wenn man schon Verleumdungen der AfD verlinkt, Athene In-Sincera, dann sollte man sie vielleicht wenigstens selber gelesen haben.
    Dann wüsste man nämlich, dass es sich um ein Machwerk des Stefan Soppe, ehemals Landesverband NRW, handelt.
    Das außerdem in dem von Ihnen eingestellten Link verkürzt wiedergegeben ist; den vollen Genuss dieses Machwerks einer verfolgten Unschuld hat man auf der Webseite von Hr. Soppe: http://stefan-soppe.jimdo.com/

    Auszug:
    »Ich konnte es mit meinem Gewissen zur demokratischen Kultur nicht mehr vereinbaren, dieser Partei in diesem Zustand anzugehören. Infolgedessen bin ich nunmehr aus der Alternative für Deutschland (AfD) ausgetreten, wobei ich selbstredend als guter Staatsbürger verpflichtet war, den Verfassungs- und Staatsschutz (BND) über diese Machenschaften der AfD – Funktionäre in Kenntnis zu setzen.«
    Ach ja, der BND ist »Staatsschutz« und überwacht Parteien …..

    Allerdings charakterisiert Soppe sich unbeabsichtigt selber, wenn er von einer »Clique selbstsüchtiger, narzisstischer Egomanen, die sich völlig überschätzen« spricht:
    »So etwas [d. h. die vermeintliche politische Orientierung des vom Landesverband gewählten Landesvorsitzenden!] konnte ich nicht zulassen, so dass ich Alexander Dilger in dem sog. Arbeitsforum hart aber rechtmäßig attackierte. Selbstredend haben seine Vasallen ihm die Stange gehalten und mich kräftigt beleidigt, gemobbt, beschämt, gekränkt, verleumdet und beängstigt. Das alles steckte ich noch weg. Schließlich wollte ich zum Wohle der Partei eine Änderung dieses rechtorientierten, bräunlich angehauchten, neoliberalen Kurs erzwingen, indem ich den Landesvorstand zum Rücktritt aufforderte.«

    Edeldemokrat Soppe kann den (vermeintlichen) politischen Kurs eines demokratisch gewählten Landesvorstands »nicht zulassen«. Und mannhaft wie Django in einem Western-Film will dieser Superdemokrat ganz alleine eine Kursänderung einer ganzen Partei »erzwingen« (!).
    Unabhängig vom sonstigen, teils krausen, Gehalt der Soppe-Tiraden zeigt sich schon an solchen (Vor)Sätzen, was vom Demokratiegerede dieser Figur zu halten ist!

    Und daraus darf man dann auch Rückschlüsse auf die wahre Gesinnung jener ziehen, die seine Texte verbreiten, um angeblich zu »beweisen«, dass die parteiinterne Demokratie gefährdet sei.
    Ohne sie selber überhaupt nur gelesen zu haben.

  20. Andreas Kemper:
    »Dieses »Label« [Direkte Demokratie] klingt zwar sehr viel fortschrittlicher als etwa die Aufforderung, Arbeitslosen das Wahlrecht zu entziehen. Beispielsweise das Volksbegehren im Rahmen des Hamburger Schulstreits hat jedoch gezeigt, dass der Effekt, auf den es schließlich hinausläuft, ein ähnlicher ist. Denn die Gutsituierten gingen zur Wahl, die Arbeitslosen hingegen nicht. Mit den Direktwahlen von Landesministern und Bundespräsidenten und deren machtpolitischer Stärkung geht es um ähnliches: Parteistrukturen, zu denen auch die parteinahen Stiftungen gehören, sollen zugunsten eines größeren Einflusses anderer so genannter zivilgesellschaftlicher Akteure zurückgefahren werden.«

    Wenn dem Herrn Kemper Volksentscheide suspekt sind (was mich bei einem Linken ja nicht wundert) wüsste man doch gerne, wie er sich die »wahre« Demokratie vorstellt.
    Wahrscheinlich in der Form, dass die Avantgarde der progressiven Kräfte die »emanzipatorischen« Interessen der unmündigen Idiotenmassen durchsetzt.
    Also wie in der UdSSR, DDR, Kuba, Nordkorea usw. gehabt – bzw. noch immer habend.

  21. Sehr geehrter Herr Menzel,

    schnell schreiben ist nicht immer unbedingt ein Qualitätsmerkmal! Das sachliche AfD-Buch »Alternative für Deutschland oder Alternative gegen Deutschland« erschien bereits Ende Mai. Allerdings wurde bereits Monate zuvor Material gesammelt und die Vorraussagungen innerhalb des Buches treten ja derzeit Schritt für Schritt ein.

    Das die Medien diese Partei feierten, ist kaum ein Wunder – auch die konservativen! Und das, obwohl sich die Parteiführung immer vom konservativen Spektrum abgrenzen wollte. Leider sieht der Autor Kemper die Partei nur aus einer Sicht – im Gegensatz zum, hier im Kommentar, erwähnten Buch. Dennoch ist es so, dass, sobald Kritik in Sicht ist, sich die Sympatisanten der Partei abschotten. Egal ob sie aus dem linken oder rechtem Parteiensystem entspringen. Somit ist eine – für uns – positive Weiterentwicklung leider kaum möglich.

    Weitere Ausführungen hatte ich Ihnen ja bereits schon einmal auf elektronischem Wege zugesendet und hoffe sie mir so an dieser Stelle ersparen zu können.

    Mit bestem Gruß

  22. Kemper schreibt diese denunziatorischen Bücher nur, um sie alsdann in denunziatorischen Wikipedia-Artikeln als Quelle zitieren zu können. Kemper ist bei Wikipedia als Schwarze Feder unterwegs und in zahlreiche Edit-Wars verstrickt. Er wird meist unterstützt von Fröhlicher Türke (Deniz Yükzel von der taz-Redaktion), San Farmer und Fiora Baine. Kemper ist der bundesrepublikanische Untertan in der Rolle des Gesinnungswächters par excellence. Studienabschluss mit Anfang 40, Erwerbsbiografie null, Asta Uni Münster, vernetzt mit dem extrem linken Unrast-Verlag.

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