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Xavier Naidoo – ein Rechter?

Den Schmusesänger Xavier Naidoo hätten wir nie als einen »Rechten« erkannt, da er ja sogar schon einmal forderte, »Nazis wie Poster (zu) hängen«. Aber zum Glück gibt es SPIEGEL-Mann Georg Diez, der da genauso wie schon bei Christian Kracht etwas genauer hinschaut.

Diez enttarnt:

Xavier Naidoo ist ein Erweckungs-Säusler mit einem gläubig-treuen Millionenpublikum; er ist auch, wie sich jetzt herausgestellt hat, ein politischer Irrläufer, der für neue rechte Überzeugungen steht.

Hat Naidoo also tatsächlich zu viel Blaue Narzisse gelesen und ist jetzt ein »Neurechter«? Diez wirft ihm seinen Antiamerikanismus vor. Der Schmusesänger spreche auf Demonstrationen davon, daß Deutschland noch immer ein »besetztes Land« sei.

(Bild: Xavier Naidoo, Smalltown Boy / Wikipedia / cc)

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6 Kommentare zu “Xavier Naidoo – ein Rechter?

  1. Rautenklause

    Schon vor fast 3 Jahren im Morgenmagazin … hab mir damals schon die Augen gerieben …

    http://www.youtube.com/watch?v=Djn6fE3vGWg

  2. Rudi Dutschke wollte die alliierten Besatzer auch nicht im Land, und bei ihm konnte sich der Ruf als »Rechter« bisher nicht durchsetzen.

    Spannend dürfte Naidoos Politkarriere werden: Er hat erkannt, daß wir keinen Friedensvertrag haben (leider nur noch ein großes Thema bei der NPD), will aber »Nazis« an der Wand hängen sehen (eher so die AfD-Schiene). Der arme Junge wird im Ergebnis wohl eine neue Rechtspartei zwischen AfD und NPD gründen müssen, oder? Damit wäre Naidoo typisch deutsch, ach was: deutscher als deutsch!

    Linke/Grüne täten gut daran, eine solche bei den feuchtschlüpfrigen deutschen Mädels und Migrationshintergründlern potentiell sehr beliebte Naidoo-Partei-Deutschlands dadurch zu verhindern, daß sie Xavier aufnehmen und ihm irgendwo einen Posten als Sekretär für die (zutreffenden) nationalrevolutionären Thesen Dutschkes geben. Das läßt sich bestimmt aus Mitteln für den »Kampf gegen Rechts« finanzieren. Ey, überlegt doch mal: Wenn jetzt alle Xavier Naidoos plötzlich im Fernsehen anfangen, über den fehlenden Friedensvertrag zu reden…dann muß man die alle künftig ausladen. Und wer ist dann wieder der Rassist? Der böse deutsche Senderchef!

    Politik ist geil! Links-Rechts-Schema ist geil!

  3. Warum benutzt ihr Rechts auch als Synonym für Nazis?Ihr solltet es besser wissen,jeder NAZI bezeichnete sich als Sozialisten.Die Rechten waren für sie
    böse Kapitalisten udn Kapitalisten=Banken=Juden.

    Übrigens hat schon länger ein bekannter Sänger Angst vor Xavier wegen seinem
    Patriotismus…

  4. Es ist schon unverständlich, dass ihr den Wimmerer von Mannheim als nicht zur deutschen, resp. europäischen Kultur gehörig nicht bemerkt habt, als wäre er etwas anderes als einer, der Schlepp-Rap und Esoterik in den Alltag bringend, hässlichste Zusammenhänge konstruiert. Zu ihm und Mark Madlock schrieb ich schon 2007 – - –

    Als die Toten auferstanden

    Er hatte eigentlich alles, was man zum Superstar braucht. Er war schwul, hörte nur Soul, trug komische Frisuren, lernte nie einen Beruf, hatte einen schwarzen Großvater, eine italienische Mutter, eine siamesische Katze, einen jüdischen Großonkel, eine Barbie-Puppe die „Pipi“ sagen konnte, und er sprach deutsch, dass man jedes Mal Untertitel einblenden musste, um ihn zu verstehen. Aber er hatte einen geilen Namen: „Colala Blackcock“ – das kam besonders gut an.

    So ging er frohgemut zum Casting. Lang grübelte er, welches vortreffliche Lied er bringen könne? Etwas von James Brown? Von Diana Ross? Von Tina Turner gar? Ach nein, er hatte sich doch schon immer gewünscht, einen Song von Xavier Naidoo vor einem Publikum zu „singen“.

    Und wie sich Colala Blackcock mühte! Er winselte, er stöhnte, er jammerte, er schrie, ja er nahm sich vor, die Scheinwerfer und das Original vor Neid zum Platzen zu bringen:

    Ooohh und auf das Glück, dass ich erneut fand**
    Was du verbargst in deiner Hand
    Leg den Himmel über Deutschland
    Du legst Feuer an den Goldrand
    Die ganze Welt steht bald in Brand
    Ich geb mein Herz in deine Hand
    Leg den Himmel über Deutschland
    Ooohh leg den Himmel über Deutschland
    Uuuhh leg den Himmel über Deutschland

    Doch zu seiner großen Überraschung reagierte die Jury nicht wie kalkuliert. Das sei….fürchterlich (es war noch das Harmloseste, was er sich anhören musste). Aber das Schlimmste war, dass der alles entscheidende „DJ Suppenkasper“ meinte, er müsse „aufpassen, dass er mit seinem Gesang nicht die Toten zur Geisterstunde aufwecke.“

    Das war wirklich starker Tobak. Das ging im nicht aus dem Kopf. Betrübt schlich er heim, in das alte Haus, wo er mit seiner noch älteren Großmutter allein zusammenlebte. Er döste den ganzen Abend vor sich her, verzweifelte beinah. Er vergaß die Zeit. Von fern schlug die Turmuhr Mitternacht. Da packte ihn noch einmal der Mut. Ich muss es doch besser können, sagte er sich! Und er versuchte es, winselte, schrie, jammerte, jaulte:

    Ooohh und auf das Glück, dass ich erneut fand
    Was du verbargst in deiner Hand
    Leg den Himmel über Deutschland
    Du legst Feuer an den Goldrand
    Die ganze Welt steht bald in Brand
    Ich geb mein Herz in deine Hand
    Leg den Himmel über Deutschland
    Ooohh leg den Himmel über Deutschland
    Uuuhh leg den Himmel über Deutschland

    Doch was war das? Ein infernalisches Grollen. Rotes Leuchten. Dämpfe stiegen aus dem Fußboden, den Ritzen in der Wand, den Türangeln. Das Haus bebte. Und dann diese Töne! Ein Heulen, ein Wimmern, ein Klagen, ein gregorianischer Gesang! Es ging ihm, dem talentierten Sänger, dem hoffnungsvollen Winseler, Colala Blackcock, durch Mark und Bein!

    Dann machte es „Wussssssscch“ und „Knall“ und „Sirr“ und „Bong“ und „Schnarr“ und dann standen fünf bleiche und altertümlich gekleidete, durchsichtige Gestalten vor ihm. Sie lachten laut, während er starr vor Schrecken mitten im Raum stand und an kein „Uuuhh leg den Himmel über Deutschland“ dachte. Die Uuhhuus standen ja jetzt vor ihm! Plötzlich verstummten sie. Gingen um ihn herum, betrachteten ihn.

    „Gestatten! Wir sind die Toten des Hauses“ sagten sie wie aus einem Mund. Sie lachten wieder: „Aber wir sind inkognito“, fügte der Bleichste von allen hinzu. „Lange haben wir geschwiegen, aber nun haben wir einen höchstpersönlichen Auftrag erhalten. Von ihm!“ Er lächelte hintersinnig, während seine Kumpanen kurz abwechselnd aufkeckerten.

    „Aba“, Colala Blackcock hatte endlich seine Sprache wieder gefunden, „wär zeid irr?“

    „Schau in die Chronik des Hauses“, erwiderte der am grimmigsten dreinblickende Geist, „aber wie Lennon schon sagte, wir sind in Cognito. Ich bin Beethoven.“

    „Und ich Gershwin“, sagte der Dritte.

    „Ich heiße Hollaender“, fügte der Vierte hinzu.

    Der Fünfte legte ihm jedoch die Hand auf die Schultern, beugte sich vor, grinste und flüsterte: Hi, I am Johnny Cash! And now I kill you!“

    „Huuuiiiii!“ riefen nun alle Toten. Sie drehten Colala Blackcock im Kreis herum bis im schwindlig wurde. „Buuuuuhhhh“ machten sie und hingen ihn kopfüber an die Lampe, nagelten ihn an die Wand, bespritzen ihn mit glibbrigen, klebenden, gelben Schleim und furzten ihm ins Gesicht. „Siehst du, das empfinden wir, wenn wir dich singen hören!“ höhnten die Geister. „Ist das nicht ein schauerliches Erlebnis?“

    „Ärlich? Aba hött nun uff damitt.“

    „Nei nei“, spöttelte Lennon“, dä Spass gett ers gätz loss!“

    Und so trieben sie mit dem armen Colala Blackcock die ganze Nacht ihren gespenstischen Schabernack, auf das ihm Hören und Sehen verging. Sie rüttelten ihn, sie schüttelten ihn, sie kehrten ihr Inneres nach außen; sie durchbohrten ihn, sie rumorten in ihm, sie ließen sein Herz schlagen auch draußen. Sie schnitten ihn auf, tropften ihn aus und fügten ihn wieder ihn wieder zusammen; sie verwandelten ihn, schossen Granaten auf ihn, bis sie noch Schlimmres ersannen; so ward er geteilt, an Ratten verteilt, bis die ihn in Stücken erbrachen; dann wurd´ er gekocht, vielmals durchlocht – und noch ganz andere Sachen.

    So ging das bis zum ersten Hahnenschrei. Halbtot lag Colala Blackcock nun auf dem Parkett. „Das sollte reichen“, meinte Lennon. „Und das du mit dem Unsinn aufhörst, sonst kommen wir morgen Nacht wieder!“ Colala Blackcock versprach es. Ganz fest sogar. Und er hielt sich tatsächlich bis zu seinem Lebensende daran. Nie wieder sang er, auch wenn es ihn noch so zwickte. Und wenn er nicht gestorben ist, so schweigt er heute noch…

    *Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht beabsichtigt oder gewollt. Bei Beschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

    ** Textauszug, Himmel über Deutschland, Xavier Naidoo

  5. Hier ein Video in dem der extremst hochtalentierte Spiegel Journalist Georg Dietz komplett und vollkommen vorgeführt wird.
    https://www.youtube.com/watch?v=Ww3YHi9boQw
    Nach einer Wäsche dieser Kategorie befürchte ich, dass Dietz sich möglicherweise etwas antut und es dann doch noch schafft selbst von mir tosenden Beifall zu erhaschen.

    Gruß
    F.

  6. Naidoo ein Rechter?! Der Koks-ziehende, Menschen-verachtende, Möchtegernstar ist doch nur mit einem müden Lächeln zu betrachten…. Alles was er heute vertritt, tritt er morgen mit den Füssen… Er sagt nur das, was ihm Aufmerksamkeit bring!
    Nicht desto trotz redet er diesmal von waren Zuständen… Wir ( Deutschland ) sind sowohl noch besatzte Zone, als wir auch unter einer außerKraft gesetzten Verfassung leben… Die Bundesrepublik Deutschland GmbH ist kein souveräner Staat als solches…!!!!!

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