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Zehn Euro/Stunde für PEGIDA-Gegner

Wo landen eigentlich unsere Steuergelder? Anscheinend zum Beispiel bei PEGIDA-Gegendemonstranten. Ein Scherz? Nein! Für die Gegendemo am Montag suchte eine PR-Agentur »Promoter (m/w)«, die sich um die 3.000 weißen Luftballons kümmern sollten. Vergütung: Zehn Euro pro Stunde.

Als Beleg für diese Ungeheuerlichkeit geht gerade dieser Screenshot bei Facebook herum. Es hat auch schon jemand bei der Agentur angerufen, die bestätigt haben soll, daß der Auftrag tatsächlich von der Kampagne »So geht Sächsisch« des Freistaates Sachsen kam.

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

7 Kommentare zu “Zehn Euro/Stunde für PEGIDA-Gegner

  1. Armselig, das ist richtig armselig und abstoßend zugleich!

  2. Weiße Luftballons? Wenn das mal nicht missinterpretiert wird. Von wegen bunt statt braun.

  3. Arminius Arndt

    Bitte nicht zu vorschnell als »bezahlte Demonstranten« einordnen. Hier wurde eine normale Service- und Dienstleistung gesucht. Fürs eigentliche Mitlaufen bei der Demo wurde keiner bezahlt. An diesem Fakt kommt man nicht vorbei.

    ABER: Die Sache wirft ein deutliches Schlaglicht auf unseren Staat und dessen (nicht vorhandene) Neutralität. Da werden irgendwelchen Vereinen, Stiftungen etc. Gelder zugewiesen, die damit dann den »kreativen Kampf« gegen Rechts unterstützen, sei es durch Aktionen, wie das man eben Luftballons verschenkt etc. oder andere Propagandamittel finanziert. Derjenige, der so einen job macht, macht ihn als job, genauso, wie wenn sich Leute für Promotion-Zwecke in Riesenhasenverkleidungen etc. stecken lassen.

    Das Ganze zeigt daher die einseitigen Strukturen im Land auf. Würde mich bspw. nicht wundern (habs aber nicht nach geprüft), wenn die erwähnten Vereine und Stiftungen den Status der Gemeinnützigkeit haben und dann auch noch fleißig Spendenquittungen verteilen (Sollte man aber auf »unserer Seite« auch so machen – nur werden »wir« bestimmt keine Gelder vom Staat bekommen und allenfalls nur von Privatleuten).

    So greift ein Rad ins andere und jeder kann dem die rote Karte zeigen, indem er weiterhin (oder jetzt endlich zum ersten Mal) an einer der vielen Pegida Demos im Land teilnimmt.

  4. Leute , 10 Euro die Stunde auf Gewerbeschein ?? Welcher Unternehmer kann das denn, oder besser gefragt wie kommt unser Mini Selbstständiger denn auf seinen Mindestlohn? Mal davon abgesehen das weder Land noch Staat nur einer Seite die Ballons schenken sollte 🙂

  5. Thomas Döring

    Ich wundere mich als alter Sozi immer wieder, daß die Rechte, die ich mal der Einfachheit halber nicht explizit unterteile, Neutralität von der gestaltenden Politik erwartet. Man muß doch nur einmal den Umkehrschluss machen und sich fragen, ob denn bei verdrehter Rollenverteilung etwas anders wäre. Ich glaube kaum!
    Wir haben in Deutschland eine wehrhafte Demokratie der nichts ferner liegt, als rechte Politik, und auch den Ansatz einer solchen, zu unterstützen, wenn sie sie denn nicht bekämpft.
    Also, nicht wundern, wenn das Lob ausbleibt…

  6. Dr. Fritz Erik Hoevels

    Es ist gut, daß die Geschichte mit den von den Steuern ihrer Opfer bezahlten falschen Demonstranten überhaupt herauskommt; Belege analoger Staatsverbrechen sind ja sehr rar und ihre Leugner höhnisch und machtgetragen. Harmlos ist dieses Verbrechen nicht; denn es war in großem Maßstab via Konrad-Adenauer-Stiftung u.ä. Organisationen das wichtigste Mittel zur Eroberung der Ukraine für die USA (»NATO«), die grobe und flächendeckende Gewalt kam erst im Anschluß. Analog wanderten vor Jahrzehnten, woran ich mich als zufällig direkter Zeuge noch sehr gut erinnere, Millionenbeträge an die »Soildarnosc« zwecks Zerstörung des »Ostblocks« und errreichten ja auch ihr Ziel.

  7. Wilfried J. Lachmann

    Laut Aussagen unserer Politiker leben wir in einer Demokratie. Wir sind aber wohl, jedenfalls in Europa, der einzige Staat der Steuergelder gegen eine bestimmte Meinung verheizt. Der »Kampf gegen Rechts« nimmt immer mehr Fahrt auf. Diese Fahrt muss stoppt werden. PEGIDA ist ein Anfang. Mit der »Nazi-Keule« hat man den meisten Deutschen, 80 bis 90 % das Mark aus den Knochen geschlagen. Wenn sie das Wort hören, bewegen sie sich nur noch kriechend vorwärts. Das Wort »Nazi« ist eine Erfindung der Nachkriegszeit um die Deutschen unten zu halten. Im III. Reich gab es Nationale Sozialisten. Das ist nichts negatives. Für mich ist ein Nationaler Sozialist ein Mensch, der sein Vaterland liebt, das der anderen achtet, sozial eingestellt ist und keine Ellebogengesellschaft will, wie wir sie heute haben.
    Leider regieren in einer Demokratie nicht immer die schlauesten. Sokrates der ,große Grieche hatte dieses schon vor 2400 Jahren erkannt. Von ihm kommt der alles sagende Satz: « In der Demokratie darfst Du nie die Macht der Dummen unterschätzen, denn sie werden immer in der Mehrheit sein.

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