Anstoß

Zeitenwende in Japan

Japan, das Land der aufgehenden Sonne, das Preußen im fernsten Osten. Das Inselreich im Westpazifik galt bis vor kurzem in patriotischen Kreisen als leuchtendes Vorbild zum einen in kultureller aber auch in migrationspolitischer Hinsicht.

Die Tatsache, dass mit dem Yasukuni-Schrein ein zentraler Gedenkort für alle japanischen Opfer des Großostasiatischen Krieges, so die japanischen Bezeichnung für die Kämpfe im Pazifikraum vor und während des Zweiten Weltkrieges, existiert, ließ wohl jeden hiesigen Patrioten verbittert daran denken, dass in Deutschland oftmals schon kleine Gedenkplatten für Soldaten der Wehrmacht von Linksextremen zerstört werden.Vandalismus im Yasukuni-Schrein dagegen? Undenkbar.

Gedenken an Kriegsopfer

Undenkbar ebenfalls ist, dass in Deutschland über 50.000 Menschen zusammenkommen um den  Opfern des Bombardements von Dresden zu gedenken. Nicht so in Japan. Jahr für Jahr strömen mehrere Zehntausend Menschen nach Hiroshima um dort am entsprechenden Jahrestag dem Abwurf der Atombombe „Little Boy“ zu gedenken.

Nicht vorstellbar, dass man den Teilnehmern jener Gedenkveranstaltung vorwerfen würde, sie würden die eigenen Kriegsverbrechen relativieren. Im Bereich des Unmöglichen liegt zudem der Umstand, dass sich eine junge Frau in Mitten der Trauernden entblößen und den auf ihrer Brust stehenden Spruch „Little Boy do it again“ skandieren würde.

Ebenso in migrationspolitischer Hinsicht hatte Japan lange Zeit einen Vorbildcharakter. Die letzte Masseneinwanderung nach Japan ereignete sich im 7. Jahrhundert nach Christus. Seitdem legte die japanische Politik stets Wert auf den Erhalt der ethnischen Homogenität. Noch im Mai 2018 brachte das Institut für Staatspolitik eine Broschüre mit dem Titel: „Japans Politik der Null-Zuwanderung: Vorbild für Deutschland?“ heraus. Die Vorbildfunktion im geschichtspolitischen Bereich wird Japan wohl noch eine Weile beibehalten. Mit der Null-Zuwanderung ist jedoch seit dem ersten April diesen Jahres Schluss.

Leider kein Aprilscherz

Am 1. April ist ein neues Gastarbeiterprogramm in Kraft getreten. Ziel ist es bis zum Jahre 2024 345.000 Gastarbeiter ins Land zu holen. Verlängerung des Arbeitsvisums samt Familiennachzug nicht ausgeschlossen. Ins Land gelockt werden sollen so vor allem Arbeitskräfte für den Niedriglohnsektor, zum Beispiel für die Gastronomie. Ein besonderes Augenmerk soll diesbezüglich offenbar auf Indien gelegt werden.

„Die Welt“ spricht angesichts dieses Kurswechsels in der Migrationspolitik von „nicht weniger als einer Zeitenwende“. Das Blatt zitiert Japans Premierminister Shinzo Abe mit den Worten: „Noch vor fünf Jahren wäre das undenkbar gewesen.“ Was ist geschehen? „Die Welt“ spricht von massivem Druck aus der Wirtschaft angesichts einer kolossalen Überalterung des japanischen Volkes. So wird Japan künftig jedes Jahr annähernd eine halbe Million Einwohner verlieren. Doch selbst „Die Welt“ hält fest, dass Einwanderung diese Entwicklung nicht aufhalten, sondern lediglich verlangsamen wird.

Zwar gab es auch zuvor schon einzelne Abkommen mit benachbarten Ländern um die Personallücke im Pflegebereich zu füllen, eine systematische Einwanderungspolitik wie die jetzt beschlossene ist jedoch tatsächlich eine Zeitenwende.

Was können wir daraus lernen?

Es bleibt zu hoffen, dass sich das Gastarbeiterprogramm in Grenzen halten wird. Jedoch lehrt uns ein Blick in unsere eigene Geschichte, dass große demographische Verschiebungen oftmals klein und scheinbar völlig harmlos anfangen. So ist es durchaus möglich, dass sich Japan in ca. 50 Jahren in einer ähnlich prekären Lage wie heute Deutschland befinden wird. Wir können anhand der migrationspolitischen Zeitenwende in Japan haargenau beobachten, wie und vor allem durch wen dieser sich anbahnende Bevölkerungsaustausch arrangiert wurde.

Weder in Japan noch bei uns in Deutschland waren heranstürmende feindliche Horden für die Zurückdrängung der einheimischen Kultur und des autochthonen Volkes verantwortlich. Es war sowohl in den 1950er-Jahren bei uns als auch heute in Japan die bewusste Entscheidung einer politischen Klasse, die der Wirtschaft samt ihrer Lehre vom grenzenlosen Wachstum weitaus näher steht als dem Wohlergehen des gemeinen Volkes.

Das Primat der Wirtschaft über die Politik ist daher als Hauptursache all jener demographischer Verschiebungen anzusehen. Im Jahre 2015 waren Topmanager die größten Fans von Angela Merkel. Solange die allgemeine Auffassung vorherrscht, dass die Politik in erster Linie dem Wachstum der Wirtschaft zu dienen hat und eben jenes Wachstum zur Richtschnur des politischen Handel erklärt wird, erscheint Migration nahezu zwangsläufig.

Ändern ließe sich das ausschließlich durch ein anderes Verständnis der Beziehung zwischen Wirtschaft und Politik. Wenn der Grundsatz, dass die Wirtschaft dem Volk zu dienen hat, etabliert wäre, könnte man wieder die Bürger samt ihres Rechts auf Heimat in den Mittelpunkt der Politik stellen. Wir sollten unsere Energie daher nicht bei der gefühlt tausendsten „Nein zur Moschee-Demo“ verschwenden, sondern unseren Fokus vielmehr darauf richten, wie sich eine raum- und volksorientierte Wirtschaftsordnung jenseits kapitalistischer und sozialistischer Rahmenmodelle verwirklichen ließe.

Welchen Weg wird Japan einschlagen?

Bei allen Vergleichen zwischen Deutschland und Japan stoßen wir auf einen entscheidenden Unterschied. Ist der Umstand, dass die Deutschen größtenteils keinen Sinn mehr für ihre eigene Identität und Geschichte haben, dafür verantwortlich, dass die zunehmende Überfremdung zumindest im Westen ohne große Gegenwehr erfolgt, so sind die Japaner ein zutiefst kulturbewusstes Volk. Wie sich eine mögliche Multikulturalisierung daher in Japan abspielen wird, könnte höchst interessant zu beobachten sein.

(Bild: Yasukuni-Schrein, David Monniaux, Wikipedia, CC BY-SA 3.0)


4 Kommentare zu “Zeitenwende in Japan

  1. »Wie sich eine mögliche Multikulturalisierung daher in Japan abspielen wird, könnte höchst interessant zu beobachten sein.«
    Nun, ich würde auf diese Beobachtung liebend gern verzichten! Stattdessen hoffe ich, dass die Japaner klug genug sind, gegen diesen Irrsinn auf die Straße zu gehen und zu protestieren! Sie sollten keinesfalls denselben Fehler wie Deutschland machen und Politik und Wirtschaft von Anfang an klipp und klar ein »Nein!« entgegenschreien!
    Ich hoffe das dieses Experiment endet, bevor es beginnt. Ich hoffe, die Japaner schieben dieser Regierung, die etwas so unverantwortliches tut, einen Riegel vor und wählen sie ab. Ich hoffe, es gibt Massenboykotte gegen die Firmen, welche so etwas unterstützen!

  2. Udo Mann

    Die Gastarbeiter dürfen aber nur 5-10 Jahre bleiben.

  3. Lieber Udo Mann. So sollte es in Deutschland auch mal sein. Und was ist dann passiert? Sie blieben für immer. Und obwohl manche von ihnen halbwegs anständig sind, machen ihre KInder und Enkel hier fast nur Terror 🙁

  4. Im Übrigen war ich so frei, die folgende Mail an die japanische Botschaft in Berlin zu senden:

    Sehr geehrte Damen und Herren von der japanischen Botschaft in Berlin,

    lange Zeit haben alle patriotischen Deutschen die Zuwanderungspolitik des Kaiserreichs Japan bewundert. Und das zu Recht, denn Japan machte nicht denselben Fehler wie Deutschland und ließ niemals Massen von Fremden ins Land.
    Die Folgen der deutschen Zuwanderungspolitik waren und sind für jeden Deutschen, der seine Heimat liebt, ein Albtraum. Wir haben in unserem Land jede Menge Ghettos und Parallelgesellschaften, in denen kaum deutsch gesprochen wird und in denen keine Deutschen mehr leben. Diese Gehttos sind Horte der Kriminalität und breiten sich immer weiter aus!
    Die Zuwanderer bekommen mehr Kinder als die einheimischen Deutschen, wodurch wir Deutschen zur Minderheit im eigenen Land werden. Hinzu kommt ein immer aggressiver auftretender Islam, der sich hierzulande breitmacht. Die meisten integrationsunwilligen Zuwanderer und ihre Kinder sowie auch ihre Enkelkinder leben von Sozialleistungen, vermüllen die Straßen und terrorsieren die wenigen in diesen Gegenden noch vorhandenen Deutschen. Es gibt inzwischen in Gegenden wie Berlin-Neukölln, Duisburg-Marxloh und Köln-Ehrenfeld ganze Schulklassen, in denen es nur noch Migrantenkinder gibt, die kaum Deutsch sprechen und die wenigen deutschen Kinder in ihren Schulen terrorisieren. Hinzu kommen der Verfall der deutschen Kultur und deren Verschwinden.
    DAS ALLES DROHT NUN AUCH JAPAN!
    Denn wie ich in der Blauen Narzisse gelesen habe, beabsichtigt Japan jetzt aus wirtschaftlichen Gründen Einwanderer hereinzulassen: https://www.blauenarzisse.de/zeitenwende-in-japan/
    Diese sollen offenbar aus Indien kommen, welches weder ethnisch noch kulturell zu Japan passt und schlimmer noch eine hohe muslimische Bevölkerung hat. Die Folgen für Japan werden, wenn es diese Leute aufnimmt, dieselben wie für Deutschland sein. In Deutschland hat ein Teil der ersten Generation der Zuwanderer aus den islamischen Ländern tatsächlich eine geringe Zeit lang gearbeitet, aber deren Kinder und Enkelkinder sind zumeist Sozialleistungsempfänger, gammeln herum, terrorisieren die Einheimischen und machen im Grunde nichts anderes, als sich weiter zu vermehren und dem Staat und der Wirtschaft auf der Tasche zu liegen!
    Die Wirtschaft Japans wird langfristig nicht von Einwanderern profitieren; schauen Sie sich Deutschland an! Schauen Sie sich an, welche Folgen die Einwanderung für das deutsche Volk und die deutsche Kultur hat! Und fragen Sie sich, was für Leute wohl aus Indien zu Ihnen kommen würden? Und fragen Sie doch mal die indischen Politiker, wie sich die Muslime in Indien verhalten. Sie verhalten sich dort ebenso wie überall sonst auf der Welt; sie bekommen viele Kinder, bekämpfen alle Andersgläubigen und wenn sie den Geburtendjihad erstmal durchgezogen haben, geht’s erst richtig los! Sehen Sie sich Afghanistan an. Das war mal ein buddhistisches Land, bis der Islam dort einzog. Und wie sieht es wirtschaftlich in dem Land aus? So wie es in einigen Jahren auch im immer mehr islamisierten und überfremdeten Deutschland aussehen wird.
    Wenn Japan nicht das Schicksal solcher Länder teilen soll, sollten Sie bei Ihrer strengen Zuwanderungspolitik bleiben und keine kulturfremden Leute ins Land lassen! Japan gehört den Japanern und das soll auch so bleiben. Und ich hoffe und bete, dass Deutschland eines Tages wieder den Deutschen gehört.
    Bitte sein Sie so gut und bewahren Sie das japanische Volk und die japanische Kultur vor der Überfremdung. Ich weiß, Ihr Land ist ein gutes und edles Land, zu dem viele Deutsche aufblicken. Und das soll auch so bleiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christian Schwochert
    Autor der »Kaiserfront Extra«-Bücher und Mitglied der patriotischen, japanfreundlichen AfD

    Ich würde mich sehr freuen, wenn alle aufrechten Patrioten ähnliche Schreiben per Brief oder Mail versenden an:

    Botschaft von Japan
    Hiroshimastraße 6
    10785 Berlin

    eMail
    Deutsch/English:
    info@bo.mofa.go.jp

    Zumal die große Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Japaner gar nicht wissen, was für Füchse sie sich da in den Hühnerstall holen…
    Jemand muss sie ja warnen und wer wenn nicht wir???

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