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zwischentag muß umziehen

logo2013Der zwischentag, die 2. Freie Messe Berlin, muß sich einen neuen Veranstaltungsort suchen. Das Berliner Logenhaus, in dem die Messe im letzten Jahr stattfand und wieder stattfinden sollte, hat nach politischem Druck gekündigt.

Die Kündigung ist ein weiterer Beleg für das gute Funktionieren antifaschistischer Netzwerke. Es läuft immer nach demselben Schema ab:

  • Gewaltbereite Antifaschisten und linke Journalisten bauen eine Drohkulisse auf.
  • Die Polizei stellt sich nicht etwa schützend vor die Bedrohten, sondern sorgt für zusätzlichen Druck von staatlicher Seite, bis die Vermieter nachgeben.

Der zwischentag muß nun umziehen und sich neue Räumlichkeiten suchen. Eins ist dabei sicher: Egal, wo die Messe letztendlich stattfindet, es wird nicht geräuschlos ablaufen, wie es sein müßte.

Wir werden in den kommenden Tagen noch die Frage beantworten, was diese gefühlte 100. Kündigung von Räumlichkeiten für uns nahe stehende konservative und freiheitliche Projekte bedeutet? Und natürlich läßt das, was hier abläuft, auch Rückschlüsse auf das große Ganze zu: Was sind Presse- und Meinungsfreiheit noch wert, wenn es keinen sicheren Ort mehr geben sollte, an dem man sie in Anspruch nehmen kann?

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Geboren 1985 in Karl-Marx-Stadt (heute: Chemnitz). Studium der Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik und BWL in Halle. Lebt in Dresden.

4 Kommentare zu “zwischentag muß umziehen

  1. Seit dem Ende der DDR ist den »Antifaschisten« ihr Vorbildstaat abhanden gekommen, das lies anscheinend so manchen dieser Type menschenfeindlich werden, die Diktatur des Proletariats wurde abgeloest durch eine Diktatur der vermeintlichen Mehrheit. Man muss natuerlich ganz kraeftig petzen und denunzieren, um diesen Eindruck der Mehrheit aufrecht zu erhalten.

    HartzIV-Praxis fuer Deutsche, insbesondere auch fuer notleidende deutsche Journalisten, ist fuer diese »Antifaschisten« OK, aber wenn irgendwo ein ausgemachter »Faschist« auftaucht, dann werden diese Leute zur Furie. Dabei kann ein »Faschist« in deren Augen prinzipiell jeder normale Mensch sein. Ist man Ziel einer solchen Denunziation, dann hilft es wenig bis gar nicht, sich von irgendetwas zu distanzieren.

    Aber was soll man tun gegen diese »Antifaschisten«? Die Loesung: Oeffentliche Berichterstattung ueber diese »Antifaschisten« und deren Doppelmoral in Internetforen wie dieses. Ich finde es deswegen gut, dass darueber hier berichtet wird. Keinesfalls sollte man sich zu irgendwelchen Gewaltaktionen verleiten lassen, lieber mal ein Bier trinken gehen.

  2. Mir ist unbegreiflich, wie man in diesem politischen Bereich jahrelang tätig sein kann, und dann so eine Kündigung für »nicht wahrscheinlich« erachtet. Doch genau das ist es! Es ist höchst wahrscheinlich, das einem die Räumlichkeiten bis zu einem Tag vorher gekündigt werden. Wir haben das Jahr 2013, langsam sollte man mal wissen, wie der afa Hase in diesem Land läuft. Gerade nachdem die erste Veranstaltung so gut und störungsfrei abgelaufen war, und darüber ja auch ein extrem verärgerter TV Bericht kam, war eigentlich sonnenklar welche Drohkulisse beim nächsten Mal zum Einsatz kommt. Da muß man sich als Veranstalter schon fragen lassen, warum man das zurückliegende Jahr nicht dazu genutzt hat, sich nach 1-2 Ersatzlokalitäten umgesehen zu haben? Wobei Leipzig oder Dresden für mich nicht zum Umland von Berlin gehören.

  3. Hier kann man Totuga, dessen Beiträge ich zumeist als große Bereicherung ansehe, nur zustimmen. Ob man Dresden wiederum zum Umland von Berlin zählen kann, hängt meines Erachtens davon ab, welche Größe Deutschlands man im Kopf hat.

  4. Sehr schade, insbesondere nach den sehr guten Erfahrungen des vergangenen Jahres. Laut Herrn Kubitschek bekundeten die Vermieter »im Vorfeld, während der Messe und im Nachgang wiederholt, daß sie beeindruckt seien von der Professionalität, der Sorgfalt, dem Programm, dem Ablauf, der Höflichkeit der Besucher und der ebenso prompten wie pünktlichen Abwicklung aller finanziellen und vertraglichen Fragen.« Ich bin überaus enttäuscht, daß die Vermieter trotz alledem dem Druck nicht standhalten konnten oder wollten. Daß vor allem die Polizei sich verhalten hat, ist ein Skandal. Auf das wunderschöne Haus und angenehme Atmosphäre hätte ich mich riesig gefreut. Na ja, sei’s drum… .

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