Anstoß

Die gespaltenen Deutschen

Hölderlin konnte sich kein Volk denken, das zerrissener wäre als die Deutschen. Die Diagnose scheint immer noch zuzutreffen. Nun kommt man aus einem solchen Dilemma nicht heraus, wenn man die Gegensätze zukleistert und noch weniger, wenn man sie versteinert und für ewiggültig erklärt.

Ein Ausweg ist nur zu finden, wenn man quer zu den alten Ideologien und Fronten Menschen zusammenbringt, die guten Willens sind und nach einer neuen Einheit suchen. Aber dieser Weg ist alles andere als der Spaziergang zu einem bunten Fest. Die einen werden zurück- und fortbleiben, weil sie noch nicht so weit sind. Andere werden zumindest sehr lange unbeirrbar unsere Feinde sein – voll Haß, Hetze und Vernichtungswünschen.

Der Kampf um unser Land ist ein Kulturkampf, aber sein Ziel ist mehr als die Verteidigung der jetzt bestehenden Kultur, denn es geht um die physische und psychische Existenz, um das Überleben unserer Nation, um ihre Befreiung zu einer vollen Volkssouveränität. Unser Widerstand ist gewaltfrei und akzeptiert die gegebene Rechtsordnung – inwieweit unsere Gegner auf Gewalt verzichten, wird man sehen. Der staatlich alimentierte „Antifa“-Terror, die politischen Säuberungen der Sicherheitsdienste, die Machenschaften neofaschistischer Provokateure und diverser Geheimdienste verheißen nichts Gutes.

Sicher, die zukünftige Alternative ist erst im Werden und im Moment in der Minderheit. Aber selbst wenn man annehmen würde, daß ein Drittel des Volkes fest im Sumpf der etablierten Unordnung verankert ist und ein weiteres Drittel schwankend bis neutral erst einmal zuschaut, welche Seite sich durchsetzt, so bleibt doch ein gutes Drittel, das prinzipiell heute schon erreichbar und mobilisierbar ist.

Gegen dieses Drittel betreiben die Herrschenden und ihre Propagandaministranten einen Feldzug mit diversen rhetorischen Totschlägern: „Populisten“, „Reichsbürger“, „Verschwörungstheoretiker“, „Covidioten“ usw. usw.  Aber die Dinge sind im Fluß: Die Partei „Die Linke“ verficht mit dem NATO-Austritt und der Verweigerung von Auslandseinsätzen der Bundeswehr einstige Forderungen der GRÜNEN, ehe sie unter Fischer zur olivgrünen Kriegspartei wurden.

Die AfD knüpft mit dem „Dexit“, dem deutschen Austritt aus der neosowjetischen Brüsseler EU, ohne es selbst recht zu merken, an das an, was die Neutralisten der fünfziger Jahre (also Menschen wie der Grünen-Mitbegründer August Haußleiter) verfochten haben. Wie notwendig der Dexit ist, zeigte jüngst der dreiste Versuch der furchtbaren Juristen vom Luxemburger EuGH, über Deutschland und das Bundesverfassungsgericht zu entscheiden, als wären wir schon statt eines Landes in einem Staatenbund eine besetzte Provinz des Brüsseler Bundesstaats.

Zahlreiche Bürgerinitiativen aus dem Spektrum der „Querdenker“ verlangen eine basisnahe direkte Demokratie statt der lobbyistenhörigen Hinterzimmerzirkel des Merkelismus. Die schamlose Bereicherung („Schloß Neuspahnstein“), die Klüngeleien des Landesväterchens mit seinem Sohn, die angeblich alternativlose  Verschwendung für überteuerte Masken und Apothekerprämien, das Versagen bei der Digitalisierung und der Impfkampagne: eine Kette ohne Ende, ein Faß ohne Boden.

Ich habe absolut nicht das Gefühl, daß ich allein stehe, wenn ich eintrete für eine weltoffene und zugleich selbstbewußte deutsche Kultur, für die Verteidigung des demokratischen Nationalstaats gegen die Brüsseler ZK-Bürokratie und gegen die  wahrhaft erdrückende angebliche Freundschaft mit den US-Oberen, wenn ich mir Deutschland wünsche als eine aufgeklärte, solidarische Friedensmacht. Die mittelalterlichen Islamisten, die gewalttätigen Fanatiker, die organisierten Verbrecher müssen auf Null gebracht werden. Es muß Schluß sein mit der Ausbeutung der Notleidenden und mit der Ausbeutung des Sozialsystems.

Allerdings stehen die Feinde des Volkes und der Volksherrschaft auch nicht allein, sondern lassen ihre Bataillone aufmarschieren. Da klüngelt jener Berliner Thronprätendent und Ur-ur-usw.-Enkel des Öcher Originals Charlemagne auf Teufel komm heraus mit der DITIB, also der Prätorianergarde des türkischen Diktators, verglichen mit dem Lukaschenko ein naiver Gutmensch ist.

Die türkischen Islamisten sollen mithelfen, die nötigen Stimmen zu sammeln für die seit 2015 andauernde Herrschaft des Unrechts an den Grenzen und anderswo. Wie ein Werbeaufruf für diese wirkt ein Plakat der Chemie-Gewerkschaft IG BCE zum 1. Mai: Unter der Parole „Wir machen Deutschland gut“ präsentieren sich: Vorn mittig ein kräftiger bärtiger Jungtürke, dahinter eine grimmige Blondine und am Rand ein lachender Mann, diese beiden Deutschen im Hintergrund fast schon im Rentenalter, und am anderen Rand ein typisch deutsch, sprich ernst bis schüchtern-depressiv blickender Jüngling. Das soll unsere Zukunft sein?! Wollen wir uns abschaffen und zum kolonialen Siedlungsgebiet erklären?!


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