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1982: SPD-Kommunalexperte Martin Neuffer pflichtet Sarrazin bei

Sozialdemokrat Neuffer ist bereits seit 6 Jahren entschlafen. ER wusste, was Sarrazin weiß, schon 1982, wie das Spiegel-Archiv enthüllt:

Politische Auseinandersetzungen radikaler Ausländergruppen, besonders der Türken, führen zu zusätzlichen Krawallen und zur Beeinträchtigung der Sicherheit und des Friedens auf den Straßen und Plätzen unserer Städte. … In Städten mit hohen Ausländerquoten ist die Grenze des Tragbaren oft schon überschritten.

Die schwerstwiegenden Probleme sind bei den Türken entstanden.

Diese Verlagerung des türkischen Bevölkerungswachstums in die Bundesrepublik ist, mit Verlaub gesagt, ein gemeingefährlicher Unfug.

Die Gefahr, daß alle Integrationsbemühungen völlig illusorisch werden und daß sich zugleich eine Art türkisch-islamisches Subproletariat bildet, liegt auf der Hand.

Es ist gut, daß unter dem Druck der Entwicklung nunmehr eine intensive öffentliche Diskussion der mit der Türkeneinwanderung zusammenhängenden Probleme in Gang zu kommen scheint. Sie muß zu einer Politik führen, die den weiteren Zustrom, auch von Familienangehörigen, scharf einengt und die Verbote mit starken materiellen Anreizen für eine Rückwanderung verbindet.

Aber unser kleines Land kann nicht zur Zuflucht aller Bedrängten der Erde werden. Es bleibt uns keine andere Wahl, als das Asylrecht drastisch einzuschränken.

Todeszäune haben die Reichen zwar noch nicht errichtet, aber sonst hatte er schon 1982 recht. Vielleicht wird der Neuffer jetzt rückwirkend wegen rassistischer und faschistischer Hetze aus der SPD ausgeschlossen.

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3 Kommentare zu “1982: SPD-Kommunalexperte Martin Neuffer pflichtet Sarrazin bei

  1. Der Pop-Beauftragte ist auch ein überdeutliches Signum für den Fall der SPD:

    “Sachte, sachte” – Gabriel diskutiert mit Zehntklässlern

    Die Tücken zeigen sich auch, als er mit rund 40 Schülern einer Mainzer Realschule diskutiert, die vor kurzem mit einer Hauptschule zusammengelegt wurde. Für “kompletten Schwachsinn” hält eine Zehntklässlerin das eigene Kombi-Schulmodell: “Der Hauptschüler ist am Ende überfordert, der Realschüler unterfordert.” Naja, kontert Gabriel leicht irritiert, so leicht sei die Sache ja nicht. Gerade die Kinder von Einwanderern, die die Hauptschule oft ohne Abschluss verließen, hätten im Kombi-Modell doch bessere Chancen.

    Naja, sagt die Zehntklässlerin, sie behaupte jetzt mal “ganz dreist”, dass die hohe Zahl der Abbrecher unter Einwandererkindern damit zu tun habe, dass sie sich nicht richtig integrierten.

    “Sachte, sachte”, sagt Gabriel.

    Aber Ruhe bringt das nicht. Als eine andere Schülerin sich beklagt, die Hauptschüler würden das Leistungsniveau drücken, wirft Gabriel ihr ein “entsetzliches” Menschenbild vor. Die Schüler blicken ein wenig verdutzt drein.

    Aber Gabriel bleibt dabei. Solche Thesen hört er schon genug. Von Thilo Sarrazin zum Beispiel.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713759,00.html

    Da sind echt die Zehntklässler klüger.
    So ein Spast.

  2. L'ancien régime

    Gabriel hatte immerhin vor einigen Jahren für die Einführung einer Ausländerhöchstquote an Schulen plädiert (auch mit Blick auf die Ausländer selbst, aber in der Tat, derartiges kann allen nützen, andererseits würde das auch bedeuten, Schulen ohne solche Probleme eben damit zu konfrontieren.)

    Nun, also Zehntkläßler durchschauen den mit schlechter Absicht oder aus Naivität betriebenen Niveauabfall.

    Übrigens, Erhard Eppler war es, meine ich, der vor über dreíßig Jahren in einem seiner Bücher ebenfalls sehr zuwanderungskritische Sätze schrieb.

  3. Bürger Frankens

    Im Berlin der frühen 80er Jahre wurde auch von Herrn Diepgen Tacheles geredet, vielleicht hat jemand die Aufnahmen der Tagesschau aus der Zeit als Diepgen Bürgermeister werden wollte, da hat er zum Ausländer-Thema mindestens genauso deutliche und heute wohl nur von der NPD gebräuchliche Aussagen getroffen, wie sein SPD-Zeitgenosse oben. Auch sollte das Zitat von Helmut Schmidt, daß das »Hereinholen von Gastarbeiter« ein Fehler gewesen sei, wieder in Erinnerung gebracht werden, ist erst wenige Jahre alt.

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