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An Israel orientieren

Israels Politik kann bzw. mag man kritisieren. Aber was die Durchsetzung nationaler Interessen betrifft, ist Israel konsequent. Wirtschaftsflüchtlinge sollen nach Afrika zurückgeschickt werden.

Von den schätzungsweise 55.000 illegalen Einwanderern in Israel sind knapp 90 Prozent aus dem Sudan und Eritrea. Da man auf Grund der politischen Situation in den beiden Ländern Flüchtlinge nicht dorthin abschieben darf, plant Israel nun diese in afrikanische Drittländer zu überführen. Berichten zufolge soll mit Uganda bereits ein Abkommen getroffen worden sein.

In der ersten Phase setzt das israelische Innenministerium auf Finanzhilfen, um die Anreize zur Ausreise zu erhöhen. In der anschließenden zweiten Phase sind Sammellager für die Flüchtlinge geplant, um den Druck zu erhöhen. Um die Abschiebung zu beschleunigen, verhandelt die Regierung in Jerusalem auch mit anderen afrikanischen Staaten.

Kritik kommt von linker Seite. Das Schicksal der Asylsuchenden sei der Politik egal. Nicht egal jedoch können den Politikern die Ängste der Einheimischen sein. Die Flüchtlingswelle heizt die Stimmung gegen die Einwanderer an, es kam bereits zu Ausschreitungen.

Die Problemlösung für den Staat ist einfach: Für die Aufnahme von Flüchtlingen erhalten die afrikanischen Staaten im Gegenzug umfangreiche Entwicklungshilfe in den Bereichen Landwirtschaft und Ernährung sowie Sicherheitspolitik – sprich Rüstungsgüter. Ein Ansatz, den sich der ehemalige Kibbuz-Helfer und Fallschirmjäger Dirk Niebel, Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, beispielhaft für die Bundesrepublik Deutschland mal genauer anschauen sollte.

(Bild: Johnk85/flickr.com/CC)

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3 Kommentare zu “An Israel orientieren

  1. Alternativer

    Nicht nur von Israel lernen: Vom Judentum lernen. Es ist schließlich aus evolutionsbiologischer Sicht die erfolgreichste Gruppenstrategie alle Zeiten. Hierzu lese man die letzten vier Bücher von Prof. Kevin MacDonald (gerade in der jüngsten »Sezession« mit einem Artikel gewürdigt).

  2. Im Asylrecht kenne ich mich nicht gut aus, aber rein rechtlich ist es heute schon so, wenn der Fluechtling ueber einen »Sicheren Drittstaat« einreist, dann kann er in Deutschland kein Asyl mehr bekommen.

    Ein Link dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Sicherer_Drittstaat

    Ich sehe natuerlich das Problem, dass nicht der Asylant das Problem ist, sondern die Anzahl der Asylbewerber(-antraege), ein Bewerber ist nur in den seltesten Faellen ein Asylant. Im Zusammenhang mit der Asylproblematik bekommt man es immer wieder von gutmeinenden Menschen zu hoeren, wie boese es sei, Asylbewerber abzuschieben. Leider vergessen diese Leute dem Volk mitzuteilen, wie die Kosten und die Unannehmlichkeiten dieser Bleiberechtspolitik zu verteilen sind. Wenn diese Leute der Meinung sind, dass uns die Massenaufnahme von Fluechtlingen (fast) nichts kosten wird, sollten diese Leute es endlich mal aussprechen.

  3. tutnichtszursache

    Der Akademiker Jeff Schatz hat ihm vorgeworfen, sein Werk politisch zu missbrauchen. John Tooby, der Präsident der Human Behavior and Evolution Society und Professor für Anthropologie der University of California, Santa Barbara wirft MacDonald Antisemitismus vor und behauptet, dass MacDonalds Ideen im »radikalen Widerspruch zu nahezu jeder inhaltlichen Kernbehauptung der evolutionären Psychologie« stünden. Der Psychologe Steven Pinker erklärt, dass MacDonalds Thesen absurde ad hominem Attacken seien, die dem Stand der wissenschaftlichen Forschung klar widersprächen.

    Quelle:http://de.m.wikipedia.org/wiki/Kevin_B._MacDonald

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