Anstoß

Corona-Maßnahmen mit schlimmen Spätfolgen

Seriöse Studien zeigen endlich das ganze Ausmaß einer aktionistischen Politik, die damit in zwei Jahren weder COVID in den Griff bekam noch der Jugend Gutes tat.

Jetzt hat eine Studie der Deutschen Adipositas Gesellschaft (DAG) in Zusammenarbeit mit dem Else-Kröner-Fresenius-Zentrum (EKFZ) für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München erstmals im großen Stil die negativen Folgen der regierungsseitig neototalitär durchgepeitschten Corona-Bekämpfungsmaßnahmen untersucht und dargestellt.

Danach bewegen sich in der Bundesrepublik 44 Prozent der Kinder weniger häufig als vor der Pandemie. Jedes dritte Kind hat seine körperlich-sportliche Fitness verschlechtert. 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind dicker geworden. Bei Kindern im Alter von 10 bis 12 Jahren sind es sogar 32 Prozent. Fast jedes dritte Kind greift häufiger zu Süßigkeiten als zuvor. 70 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben die Mediennutzung gesteigert und bei 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen belastet die Pandemie die seelische Stabilität „mittel“ oder „stark“.

Damit nicht genug, stehen für die bundesdeutschen Lehrkräfte auf die Frage nach ihrer aktuell größten beruflichen Herausforderung im Durchschnitt zwei Dinge besonders im Fokus – so das aktuelle Deutsche Schulbarometer der Bosch-Stiftung. Fast vierzig Prozent der Befragten sehen auch im dritten Jahr der Pandemie die Corona-Maßnahmen sowie die damit einhergehende Mehrbelastung und erschwerte Planbarkeit als größte Herausforderung im Berufsalltag. An zweiter Stelle steht der Lehrkräftemangel, den etwas über ein Viertel (26 Prozent) der Befragten nennen.

Platz drei mit 21 Prozent der Befragten belegt das Verhalten der Schüler. Themen rund um die mangelnde Digitalisierung der Schule sind auf Platz vier (17 Prozent). Fünfzehn Prozent der Lehrkräfte sich durch Umstände im Zusammenhang mit Bildungspolitik, Bürokratie und Verwaltung herausgefordert.

Die in Deutschland von der Politik verordneten 38-wöchigen Schulschließungen mit Sportverboten zeigen nun offenbar deutlich die katastrophalen Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Kinder. Der Unterrichtsausfall führte zu Bildungslücken, die eine ganze Schülergeneration dauerhaft benachteiligen werden. Nach dem Bosch-Schulbarometer haben dreizehn Prozent aller Lehrkräfte festgestellt, dass mehr als 75 Prozent ihrer Schüler infolge der Corona-Pandemie deutliche Lernrückstände aufweisen. Am häufigsten wurde von Lehrern ein deutlicher Anstieg von „Konzentrations- und Motivationsproblemen (je 80 Prozent)“ bei ihren Schülern seit Beginn der Corona-Pandemie festgestellt.

Wörtlich heißt es in der Studie: „Etwa die Hälfte der Lehrkräfte nennt eine deutliche Zunahme von körperlicher Unruhe (52 Prozent) und Niedergeschlagenheit (42 Prozent). Die befragten Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen verzeichnen bei allen problematisierten Verhaltensweisen einen Anstieg innerhalb eines halben Jahres.“ Der Vergleich bezüglich der Schulformen zeigt, dass Lehrkräfte an Grundschulen und Gymnasien den Anteil der Schüler „mit deutlichen Lernrückständen durchschnittlich mit jeweils 36 Prozent am geringsten einschätzen“. Lehrer der Berufs-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen geben an, „dass 43 bzw. 46 Prozent ihrer Schülerschaft einen deutlichen Lernrückstand aufweisen“. Das gelte insbesondere für die Schüler mit Migrationshintergrund.

Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat natürlich recht, wenn er angesichts der zusammengetragenen Ergebnisse feststellt: „Deshalb darf zur Bekämpfung künftiger Corona-Wellen nie wieder die Isolation von Kindern infrage kommen. Sie sind am wenigsten betroffen, aber waren die Haupt-Leidtragenden der Corona-Politik.“ Doch die stetig steigende Aufnahme von Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine etwa wird die Adhäsionskräfte der sich so ähnlich drehenden Negativspirale nicht durchbrechen, sondern eher verstärken.

Es lässt sich also konstatieren, dass das Bildungssystem als Experimentierfeld für Sozialkonstrukteure und Abladebecken für politisch unausgegorene Maßnahmen zwar herhalten muss, das aber nicht wirklich verkraftet. Der „Ausbau der psychosozialen Infrastruktur an den Schulen“ und das Etablieren einer „Programmatik zur systematischen Gesundheitsprävention im Bildungssystem“, wie sie die Bosch-Stiftung empfiehlt, mögen der Weg sein, die Auswirkungen von gesundheitlichen Maßnahmen zumindest abzufedern.

Die Misere, unter der Schüler, Eltern und Lehrer leiden, ist allerdings weitaus tiefer angelegt. Der ökosozialistische Umbau Deutschlands zum Teil einer kontrollierbaren und geleichgeschalteten Weltkonsumgesellschaft, wie er zurzeit von allen Parteien links von der AfD betrieben wird, ist jedenfalls genau das, was zuallererst zu stoppen wäre.

Linke Menschenbilder und Gesellschaftsentwürfe taugen nicht für eine zukunftsfähige, leistungsorientierte und prosperierende Bundesrepublik. Das belegen die dargestellten katastrophalen Auswirkungen der Corona-Bekämpfungsmaßnahmen für Schüler, Lehrer, Eltern und das Bildungssystem hinlänglich.

Hans-Peter Hörner, AfD-Landtagsabgeordneter

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