Rezension

David Engels: „Was tun?“

Corona-Demos werden verboten, die Gegenproteste zugelassen. Die einzige politische Alternative zerlegt sich vollständig selbst, der Westen richtet sich mit Hilfe eines falsch verstandenen Toleranz-Begriffs zugrunde und die meisten Bürger Europas spielen weiterhin den berühmten deutschen Schlafmichel, während alles was „rechts“ ist, zum absolut Bösen stilisiert wird.

In dieser verfahrenen Situation möchte das Buch Was tun? von David Engels ein Ratgeber sein und jedem Einzelnen aufzeigen, welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, ohne sich selbst und seine Überzeugungen verleugnen zu müssen.

Ich möchte zuerst eine kleine Zusammenfassung über das Buch geben und dann im Anschluss die vier kritikwürdigsten Punkte des Buches herauspicken, und entsprechend kommentieren. Diese Punkte sind aus meiner Sicht:

  1. Der Umgang mit dem Islam
  2. Die (Un-)Umkehrbarkeit der demographischen Entwicklungen
  3. Der Liberalismus und seine Mitschuld am Untergang Europas
  4. Die spirituelle Wiederbelebung des Christentums

David Engels beschäftigt sich mit der immanenten Frage der heutigen „Rechten“: „Was nun in der aktuellen, verfahrenen Situation?“, „Wie kann es von hier aus weitergehen?“

Stehen wir in einer Sackgasse?

Alle Vorschläge, was man kollektiv gegen die aktuelle Situation unternehmen könnte, stecken derzeit in einer Sackgasse. Eine politische Wende scheint in weiter Ferne. Engels stellt seine Frage jedoch aus einer sehr persönlichen, individuellen Sicht. Die Hoffnung ist, wenn sich jeder Einzelne ändert, ändert sich auch das große Ganze! Was sollte also jeder Einzelne in der aktuellen Situation tun? Was ist das Gebot der Stunde?

David Engels gibt in seinem Buch sehr persönliche und zum Teil recht detaillierte Antworten darauf. Er gibt konkrete Handlungsanweisungen und Richtlinien anhand von 24 kurzen Kapiteln, in denen er jeweils die aktuelle Lage aus seiner Sicht analysiert und dann seine persönliche Lösung präsentiert. Die Werte und Anforderungen, die er dabei an sich selbst stellt, sind sehr hoch.

Das Buch gibt zum Teil sehr gute Antworten, vor allem in den Kapiteln: „Realistisch sein“, „Den Staat aufgeben“, „Eine neue Zivilgesellschaft aufbauen“ oder „Die Stadt verlassen“ sowie „Seine Pflicht erfüllen“. Die geballte Form und Klarheit, mit der David Engels schreibt, zeichnen ihn aus. Seine Analysen sind schonungslos und sehr direkt. Die westliche Gesellschaft ist dem Untergang geweiht und unsere Aufgabe, als den „letzten Abendländern“, sieht er darin, unsere Kultur und unsere Art zu leben in ein neues Zeitalter zu retten. Dafür zu sorgen, dass unsere Art zu leben nicht ausstirbt.

An einigen Stellen des Buches aber regt sich in mir Widerspruch. Auf die vier wichtigsten Punkte möchte ich eingehen.

1. Der Umgang mit dem Islam

Engels schreibt: „Und schließlich muss es eine zentrale Aufgabe konservativen Denkens und Handelns sein, die Entstehung eines moderaten, der gefühlsmäßigen wie intellektuellen Wesenheit des Abendlands angepassten und vor allem politisch loyalen Islams zu befördern.“ (S. 157)

Ich meine jedoch, der Islam ist nicht in das Abendland integrierbar, da seine tiefste Essenz barbarisch und archaisch ist. Der Islam ist ein Werkzeug zur Eroberung der Welt. Jedem Rechten, der im Islam einen Retter sieht, dem wird es genauso ergehen, wie den Feministinnen, welche bei weißen Männern sofort toxische Maskulinität diagnostizieren, während sie die islamischen Paschas ob ihrer Männlichkeit anhimmeln.

Der Islam ist mit unserer Kultur nicht kompatibel! Er wird sich von außen nicht zähmen lassen. Eine Reform des Islams müsste von innen geschehen. Er müsste sich selbst reformieren, aber derartige Umbrüche geschehen meist nur aus einer Krise, aus einer Phase der Schwäche heraus. In der aktuellen Situation sehen zu viele Muslime ihre eigene Kultur der westlichen als überlegen an und der Westen in seinem jetzigen, vom Selbsthass zerfressenen Zustand, ist das sicher auch. In dieser Gemengelage ist eine Reform des Islams unmöglich!

Die Option zur „Zähmung des Islams“ steht uns nicht zur Verfügung und wir sollten darauf auch keine Ressourcen verschwenden. Alles, was uns momentan noch bleibt, ist unsere vorhandenen Kräfte zu sammeln und unsere eigenen Parallelgesellschaften zu bilden, die wir nach migrantischem Vorbild gegen Einflüsse von außen abschotten. Wir brauchen unsere eigenen Schulen, unsere eigenen Verlage, Zeitungen, Nachrichtensender, Vereine, Kirchen, Firmen.

Auch David Engels ist es ein Anliegen, dass wir Parallelgesellschaften bilden sollten, allerdings wahrscheinlich nicht in dieser Radikalität (Vgl. Kapitel „Eine neue Zivilgesellschaft aufbauen“).

2. Die (Un-)Umkehrbarkeit der demographischen Entwicklungen

Im Kapitel „Tolerant sein – aber nicht selbstmörderisch“, schreibt Engels: „Seien wir realistisch: Es befinden sich inzwischen so viele Fremde auf europäischem Boden, daß es unmöglich geworden ist, eine grundlegende Umkehrung der beschriebenen Tendenzen und Verhältnisse zu erhoffen, ohne von Bürgerkrieg, Genozid oder anderen kriminellen Lösungen zu sprechen, […] Daher müssen wir in erster Linie dafür kämpfen unsere Lebensweise um jeden Preis zu pflegen und zu stärken und als Referenz für jene neuen Bürger durchzusetzen, … “ (S. 153 und 155)

Diese Einstellung halte ich einfach für zu wenig und naiv. Diejenigen Einwanderer, die wir durch unser eigenes Beispiel erreichen können, die dann tatsächlich in unserem Team spielen wollen, sind vermutlich sehr wenige. Unser eigenes gutes Beispiel ist nur für uns selbst und für das eigene Volk. Das sind diejenigen, die wir durch unser Beispiel animieren können, es uns gleich zu tun.

Die meisten Muslime werden wir damit kaum überzeugen. Außerdem wird der Einfluss, den wir auf unsere muslimischen Mitbürger haben, auch mit den demographischen Veränderungen, immer weiter abnehmen. Je mehr Muslime es in Europa gibt, desto weniger werden sie sich unserer Lebensweise anpassen.

Unser Widerstand gegen die Islamisierung muss in mehr bestehen, als gut zu argumentieren und ein gutes Beispiel abzugeben. Widerstand ist unser gutes Recht, das steht außer Frage. Dies bestätigt David Engels selbst im Kapitel „Den Gehorsam Aufkündigen“. Hier gibt sich der Autor etwas kämpferischer als in anderen Kapiteln.

Was jeder Einzelne konkret tun kann, um der Islamisierung nicht weiter Vorschub zu leisten, muss sich jeder, aufgrund seiner persönlichen Situation, selbst überlegen. Um gegen die Islamisierung Widerstand zu leisten, ist es aber auf keinen Fall „zu spät“. Mit genug politischem Wille gibt es viele Möglichkeiten, die Migrationsrichtung umzudrehen. Unter anderem würde ich dazu vorschlagen:

  1. Überprüfung der vergebenen deutschen Staatsbürgerschaften unter der Regierung Merkel.
  2. Konsequente Umstellung von Geld- auf Sachleistungen während des Asylverfahrens.
  3. Keine Duldung von Wirtschaftsmigranten.
  4. Konsequentes Abschieben von abgelehnten oder straffällig gewordenen Asylbewerbern.
  5. Verfolgung von Schlepperei und Beihilfe dazu (Stichwort „Seenotrettung“)
  6. Effektiver Schutz der EU-Außengrenzen (oder der nationalen Grenzen)

Die Liste ließe sich leicht weiter fortsetzen.

3. Der Liberalismus und seine Mitschuld am Untergang Europas

Ein weiterer kritischer Punkt ist aus meiner Sicht die Bewunderung des Autors für die Aufklärung, deren „Werte“, den Humanismus und das Christentum. Ich möchte weder die Aufklärung in Bausch und Bogen verdammen, noch mich gegen eine Wiederbelebung des Christentums stellen, aber letztendlich sollten wir die Periode der Aufklärung weder verklären noch verdammen, wir sollten sie kritisch betrachten und uns fragen, welche Anteile der Aufklärung sind für die aktuelle Situation in Europa eigentlich verantwortlich?

Der Liberalismus ist die Hauptquelle der aktuellen Misere. Dies gekoppelt mit einem komplett verweichlichten und entkernten Christentum, setzt alle Verteidigungskräfte unserer Kultur außer Kraft. Mehr noch, der Liberalismus offenbart nun nach und nach seine totalitären Wurzeln, sein gemeinsames universalistisches Erbe, das er mit Kommunismus und Nationalsozialismus teilt. Und auch das Christentum enthält einen universalistischen Kern, den wir kritisch betrachten sollten.

Wir müssen das Christentum wiederbeleben, sicherlich. Aber was wir brauchen, ist eine zünftige anti-liberale Deus Vult-Version des Christentums, welches fähig ist wieder als identitätsstiftendes Fundament unserer Kultur zu dienen und ein wehrhaftes Gegengewicht zum Islam darstellt. Ja und das birgt Konfliktpotential, aber ist das nicht normal, wenn sich eine Kultur im Abwehrkampf befindet?

4. Die spirituelle Wiederbelebung des Christentums

Außerdem gehört zu einer echten spirituellen Wiederbelebung auch, dass wir hohl gewordene Rituale wieder mit echtem spirituellen Tiefgang füllen. Dazu kann auch gehören, dass wir uns fernöstliche Meditationstechniken ansehen. Engels wendet sich im Kapitel „Sich besinnen“ aber explizit gegen „orientalische oder esoterische Meditation“: „Die in den Medien immer breiter beworbenen Formen orientalischer und esoterischer Meditation hingegen sind solchermaßen vom kulturellen Wesen der europäischen Bürger entfernt, daß sie bestenfalls als vorübergehender Zeitvertreib gelten können, nicht aber als tatsächliche Hoffnung für eine kollektive Neubesinnung der abendländischen Zivilisation.“ (S. 176)

Um dann auf den letzten Seiten desselben Kapitels eine Meditationstechnik vorzuschlagen, die eben auch dort verwendet wird und dabei auch noch selbst in Bezug auf die Meditationstechnik zu bemerken: „… in erstaunlicher Weise dem gleicht, was heute noch am anderen Ende Eurasiens von den Adepten des Zazen praktiziert wird“ (S. 178)

Das Schöne an einer Technik ist ja, dass sie, im Großen und Ganzen, system-agnostisch ist. Sie ist nicht an das jeweilige (spirituelle) System gebunden, in dem sie praktiziert wird. Eine Technik ist einfach eine Technik, ob in der Kampfkunst oder in der Spiritualität. Eine Technik hat ein bestimmtes Ziel, welches System ich praktiziere, ist der Technik herzlich egal. Sich den fernöstlichen Meditationstechniken zu verschließen, halte ich für grob fahrlässig.

Wir haben im Westen den Kern unserer Spiritualität vergessen und wenn wir sie wieder entdecken wollen, sollten wir auch den Blick über den Tellerrand wagen und uns fernöstliche und esoterische Meditationstechniken erschließen, unter anderem solche, wie Sie Engels selbst vorschlägt und auf das Christentum anpassen, wo es notwendig ist.

Besonders effiziente Techniken werden oft in verschiedenen Systemen geübt, und wer nur ein System kennt, ist dann oft überrascht über Gemeinsamkeiten mit anderen Systemen. Ebenso steht hinter jeder Technik ein allgemeines Prinzip. Wer das allgemeine Prinzip, die Abstraktion, verstanden hat, kann die konkrete Technik variieren und sogar neue Techniken erschaffen, ob in der Kampfkunst, der Spiritualität oder sonstwo.

Ein Buch für Non-Konformisten

Ich habe jetzt sehr viel kritisiert und hätte auch noch zu weiteren Kapiteln Anmerkungen. Das würde den Rahmen eines Artikels aber weit sprengen und ist außerdem „jammern auf sehr hohem Niveau“. Auch wenn es gerade aus neurechter Sicht den einen oder anderen Kritikpunkt geben mag, so soll all dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Büchlein sehr viele gute und wertvolle Gedanken enthält. Aufgrund des sehr persönlichen Charakters und der Kürze ist es wahrscheinlich auch nur natürlich, dass jeder an einer anderen Stelle etwas zu kritisieren hat.

Ich möchte jedem „Rechten“ oder „Konservativen“, jedem „Reaktionär“ und jedem sonstwie gearteten Non-Konformisten, der sich momentan mit der Frage „Wie soll es jetzt weitergehen?“ beschäftigt, das sehr schöne Büchlein Was tun? von David Engels ans Herz legen. Das Kaplaken-Bändchen Selbstrettung von Caroline Sommerfeld beschäftigt sich mit einer ähnlichen Frage, aus einem etwas anderen Blickwinkel und erhält von mir ebenfalls eine absolute Leseempfehlung.

Insofern: Doppelter Lesebefehl!


5 Kommentare zu “David Engels: „Was tun?“

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