Anstoß

Die Internationalmannschaft

Der Skandal um das Bild der Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schlägt hohe Wellen. Sollten wir noch die WM schauen? Und liegt das eigentliche Problem nicht ganz woanders?

Die Aufregung ist groß und diesmal sogar so weitreichend, dass sie selbst im linken Spektrum Unruhe stiftet. Während sich die konsternierten Fußballpatrioten fragen, wie das denn bloß geschehen konnte, dürfte jeder wahrheitssuchende Bürger in dem Eklat eher ein Symptom, jedoch nicht das grundlegende Problem sehen.

Denn was die sogenannte Integration von Türken betrifft, sieht es nicht gerade „deutsch“ aus: Durchschnittlich schneiden türkischstämmige Kinder in der Schule schlechter ab als Deutsche. Auch die Arbeitslosigkeit unter den Erwerbsfähigen ist verhältnismäßig hoch. Ein großer Teil der Türken identifiziert sich kaum mit Deutschland und Erdogan erfreut sich unter seinen hierzulande lebenden Landsmännern großer Beliebtheit. 2017 stimmten 63 Prozent der Deutsch-Türken für ihn. Führt man sich dies vor Augen, sollte es kaum verwundern, dass denn auch ein Mesut Özil oder Ilkay Gündogan zu eben dieser Sorte Türken gehört.

Verrat und Wahlpropaganda

Was sich die beiden Fußballer jedoch bei dieser gewagten Aktion gedacht haben, bleibt fraglich. Besonders Mesut Özil, der für viele Türken als „Verräter“ gilt, scheint nun wirklich alles zu geben, um diesen Status auch bei den Deutschen zu erlangen. Darüber hinaus müssen sich beide jetzt den Vorwurf der Wahlpropaganda gefallen lassen, da schon am 24. Juni wieder in der Türkei gewählt wird.

Natürlich beteuerte man später, man wolle kein „politisches Statement abgeben“ oder „Wahlkampf machen“. Wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Özil und Gündogan mit der Bundeskanzlerin treffen, um alle gutmenschelnden Herzen der Republik zurückzuerobern. Von Joachim Löw wird es zumindest keinerlei Sanktionen geben. Er nominierte sowohl Özil als auch Gündogan politisch korrekt für den WM-Kader in Russland.

Wer kann sich mit dieser Mannschaft noch identifizieren?

Was für eine Konsequenz kann man daraus ziehen? Die Weltmeisterschaft boykottieren? Gründe genug gibt es und die sind nicht nur politischer Natur: Zum Beispiel ist ein Timo Werner für den Kader nominiert, wohl einer der meistverhassten deutschen Fußballer. Oder der Name „Die Mannschaft“, der anscheinend ausdrücken soll, dass es sich bei der deutschen Nationalmannschaft keineswegs um deutsche Repräsentanten, sondern einzig und allein um gute Fußballspieler handelt.

Mir stellt sich da die Frage: Warum wird vor dem Spiel eigentlich noch unsere Nationalhymne gespielt, wenn doch nicht alle mitsingen, geschweige denn den Text kennen? Dabei handelt es sich doch eindeutig um die Verschwendung wertvoller Zeit, in der man sich ja auch mit ausländischen Machthabern auf einen Trikottausch treffen könnte …

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17 Kommentare zu “Die Internationalmannschaft

  1. Manuel Ionas

    Somit könnte das Volk einmal Haltung zeigen, was das offizielle Deutschland nicht mehr schafft. Doch befürchte ich, dass es
    a. bereits zu tief gespalten ist
    b. arglos ist wie die Zwerge in den Vorgärten
    c. zu korrumpiert
    e. sowie zu süchtig nach Fußball ist (das Letzte, worauf man nach Wegfall der Bundeswehr noch stolz sein könnte)

    Es wäre in diesen Fällen wieder ein subtiler Sieg der Regierung (die sich demonstrativ hinter »die Mannschaft« stellt) im Zermürbungskrieg gegen die eigene Bevölkerung.
    Aber: Schau`n ›mer mal, dann sehn mer scho!

  2. Robert Wagner

    Man könnte, wenn man diesen Artikel liest und von dem Fall noch nichts gehört hat, fast den Eindruck gewinnen, als hätten Özil und Gündogan öffentlich eine deutsche Nationalflagge verbrannt. Man sollte die Kirche im Dorf lassen und einen Höflichkeitsbesuch beim türkischen Despoten Erdogan durch in diplomatisch-politischen Dingen eher unerfahrene türkischstämmige Fußballer nicht überbewerten; wir kennen die genauen Hintergründe nicht. Daraus den Schluss zu ziehen, diese beiden Deutschtürken seien nicht integriert und hätten beim Referendum vom April vergangenen Jahres für Erdogan gestimmt, ist etwas weit hergeholt.

    Was der Autor hier geschickt verschweigt: Özil hat ja noch nicht einmal die türkische Staatsbürgerschaft, sondern nur die deutsche, und hätte also an diesem Referendum gar nicht teilnehmen können; ein Referendum, das hier übrigens – mal wieder – in bewusst verzerrter Weise dargestellt wird, um es politisch auszuschlachten. Von den knapp 3 Mio. Deutschen türkischer Abstammung hat nur knapp die Hälfte überhaupt die türkische Staatsbürgerschaft, war also damals wahlberechtigt, und von denen haben nur 46 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Effektiv haben also nur 29 Prozent aller wahlberechtigten Deutschtürken für das Präsidialsystem Erdogans gestimmt; die andere, nicht wahlberechtigte Hälfte der Deutschen türkischer Abstammung – Menschen wie Özil – ist da logischerweise gar nicht inbegriffen, sodass man allenfalls ca. 15 Prozent aller Deutschtürken dieses Referendum überhaupt vorwerfen kann. Diese Zahlen relativieren die hier genannten 63 Prozent deutlich. Ein Schelm, wer ausgerechnet hier eine manipulative Absicht vermutet… (Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/deutschtuerken-tuerkei-referendum-volksabstimmung-recep-tayyip-erdogan)

    Es ist wenig überraschend, aber dieser Artikel macht eines deutlich: Sogar wenn sich ein Deutschtürke wie Özil bewusst für die deutsche Staatsbürgerschaft entscheidet (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mesut_%C3%96zil), kann er für manche Leute, die gewisse biologistische Ressentiments tief verinnerlicht haben, dennoch einfach nicht dazugehören. Ein vereinzelter politischer Fauxpas wird dann gnadenlos als Verrat an Deutschland gewertet; dabei stellt sich die Frage, wer hier eigentlich wie konkret verraten wurde.

  3. Manuel Ionas

    Das fehlende d. macht diese Auflistung hoffentlich hinfällig…hoffentlich!
    Also, nicht aufgeben, nach dem Spiel ist vor dem Spiel!
    »You must get men of spirit!« (Oliver Cromwell)

  4. Niels Brüseke

    @Robert Wagner

    Dass ein Mesut Özil Herrn Erdogan nicht wählen darf, schließt eine Sympathie zu eben diesem doch keineswegs aus. Und “für MEINEN Präsidenten, HOCHACHTUNGSVOLL“ klingt für mich jedenfalls auch nicht nach nur einem “Höflichkeitsbesuch“. “…als hätten sie eine deutsche Nationalflagge verbrannt“…kann es sein, dass Sie grundsätzlich jedes Anzeichen der Dekadenz der Deutschen relativieren? Wie sie ja bereits in einem anderen Kommentar behaupteten, gäbe es ja keinerlei Repression gegen Andersdenkende. In meinen Augen sind Sie ziemlich naiv.

  5. Tortuga

    @Niels Brüseke
    So gesehen war das ganze, vielleicht ein extrem subversiver Akt? Wir haben das alle nur nicht verstanden? Ich meine, was bedeutet »Hochachtungsvoll« normalerweise im deutschen? Leck mich am Arsch, krieg deinen Scheiß geregelt, du dämliches Arschloch!
    Ob den Türken, diese Feinheiten der deutschen Sprache bewußt sind? Ich weiß es nicht.
    Hr. Wagner relativiert wieder, wie üblich. Eigentlich geht es ihm nur ums widersprechen. Er macht im Grunde daß, was er »uns« immer vorwirft. Er interpretiert alles so, wie es in sein Weltbild passt. Der würde auch abstreiten, daß morgen die Sonne aufgeht, wenn das hier geschrieben werden würde. Ich meine wer schon »Biologismus« ohne Ironie benutzt ( genau wie der Sellner übrigens….) kann eigentlich nicht damit rechnen, daß er ernst genommen wird.

    Das er Repression abstreitet, bzw nur dann widerwillig zugibt, wenn es überhaupt nicht mehr anders geht, ist auch nicht neu. Für ihn beginnen die Repressionen nämlich erst, wenn man morgens um 5.00 abgeholt und mittags an die Wand gestellt wird. Dann will er Zahlen haben, wieviele politische Kündigungen es in den letzten Jahren gab, obwohl er natürlich genau weiß, daß es dazu keine offiziellen Zahlen gibt. Genauso wie er abstreitet, daß der individuelle Terror, in Form von direkter Aktion, schön vom Staat an die Antifa outgesourct wurde. Verurteilungen von antifas, die kriminelle Aktionen gegen Nationale ausgeführt haben, konnte er aber auch nicht liefern. Gerade Göttingen wäre ja eigentlich prädestiniert für so etwas. Aber da hat ja TrittIhn immer seine schützende Hand drüber gehalten. (http://www.faz.net/aktuell/politik/portraets-personalien/juergen-trittin-goettinger-verhaeltnisse-12580083.html) Weil es desweiteren keine schriftlichen Direktiven, aus den jeweiligen Innenministerien gibt und auf den Bekennerschreiben keine Logos mit sponsered by xxx gedruckt sind, ist bei ihm der Beweis erbracht: den tiefen, roten Staat, den gibt es nicht. Beweisführung abgeschlossen. Die Verstrickungen von kommunalen Behörden, die ganzen autonomen Zentren, welche meist vom Staat bezahlt werden. Die Demos, die nicht angemeldet werden und auf denen es ganz offenbar auch kein Vermummungsverbot gibt und die trotzdem nicht aufgelöst werden. Die Hausbesetzungen, die wenn da andere Fahnen zum Fenster raus hängen würden, innerhalb von 15 min beendet werden würden und so weiter und so fort. Das lässt ihn alles kalt und er wird wieder mit irgendwelchen vorgeschobenen Argumenten kommen, daß dies alles schon seine Richtigkeit hat. Anders herum natürlich auch, wenn es »uns« betreffen würde. Immer so, wie es halt passt. Viele Worte und ein schlichtes Weltbild.

  6. Robert Wagner

    @ Tortuga:

    Mal wieder ein umwerfender Beitrag. Ich bin jedes Mal verwundert, wie massiv man die Wahrheit verdrehen kann. Ich will deinem Quatsch gar nicht so viel Zeit widmen, deshalb nur zwei Fragen:

    1. Wo genau habe ich die Existenz staatlicher Repressionen gegen Andersdenkende in Deutschland eingestanden?

    2. Inwiefern kann man von staatlicher Repression sprechen, wenn die Justiz im Zusammenhang linksextremistischer Gewalttaten keine Täter ermitteln kann? Oder wenn auf einer Demonstration das Vermummungsverbot nicht durchgesetzt wird, um eine Eskalation zu vermeiden (Stichwort: Abwägung von Rechtsgütern)?

    Du kannst mich also nicht ernst nehmen, weil ich im Zusammenhang völkischer Gesellschaftsentwürfe von Biologismus spreche? Was glaubst du, wie es mir geht, wenn ich lese, dass du allen Ernstes behauptest, der Staat würde »individuellen Terror« an die Antifa »outsourcen«; ausgerechnet an jene Organisation, die im deutschen Staat und seinen Repräsentanten – der Polizei – erklärtermaßen ihren größten Gegner sieht. Bekommst du in deiner Filterblase eigentlich noch irgendetwas von der Wirklichkeit mit?

    Ich kann deine Gehässigkeit zurückgeben: Viele Worte, die ein schlichtes und naives Weltbild zu erkennen geben, in dem ein allmächtiger tiefroter Staat systematisch rechte Andersdenkende unterdrückt.

    PS: Selbstverständlich hat Gündogan seine Widmung an Erdogan auf Türkisch verfasst. Warum um alles in der Welt sollte er als Türke dem türkischen Staatspräsidenten das Trikot auf Deutsch signieren? Die Konnotationen des deutschen »Hochachtungsvoll« sind hier also völlig irrelevant. Naja, ein schlichtes Weltbild eben…

  7. Stefan Müller

    @ Robert Wagner

    Die Deutsche Nation gibt es schon sehr lange, und bei ihr handelt es sich um die Nachfahren der germanischen Stämme, denen über mehrere Jahrtausende die gleiche Sprache, Kultur, Sitten, Gebräuche, Tradition, und auch die Abstammung gemein war und auch heute noch ist. Als Lektüre sei Ihnen Tacitus‹ »Germania« empfohlen, so Sie des Lateinischen mächtig sind.

    Daß Sie historische Fakten als »biologistische Ressentiments« verunglimpfen, mag Ihrem Weltbild und Ihrer Abneigung gegen das Eigene entspringen, und/oder anerzogen sein. Deutsch kann man nicht durch ein Stückchen Passpapier werden, sondern nur sein, weshalb viele Deutsche heute auch den Pass eines anderen europäischen Staates haben. Und umgekehrt.

    Insofern ist es nur ehrlich und zu begrüßen, daß sich die beiden Fußballspieler zu ihrem türkischen Volk und dem dortigen Präsidenten offen bekannt haben, weshalb darin auch nichts Verwerfliches zu sehen ist. Außer vielleicht in den Augen Derjenigen, deren Traum vom »bunten« Deutschland sich vor aller Augen einmal mehr als eine absurde Utopie erwiesen hat.

  8. Tortuga

    Ätsch Bätschi, Du mich auch. Echt jetzt? Also bei Ihren ganzen umwerfenden Beiträgen aus Floskeln, Phrasen und p.c Worthülsen fühlt man sich halt auch, ab und an, dazu berufen einen bei zu steuern. Allerdings würde ich doch empfehlen, etwas genauer, zu lesen, dann würde so manches Mißverständnis gar nicht erst entstehen.
    Daß Sie auf die meisten Punkte gar nicht erst eingehen, hatte ich auch nicht anders erwartet. Meine Erwartungshaltung an Gutmenschen, ist in der Regel, nicht besonders hoch.

    Meine Grundaussage war doch gerade, daß es für Sie KEINE Repressionen gegen Rechte gibt. Eine Ausnahme haben sie wohl bei der Verhaftung von M. Sellner in London gemacht ( in Deutschland war Ihr Anhang, nicht meiner—->genauer lesen) Also in Deutschland gibt es diese Repression, für Sie gar nicht. Mann kann Repressionen gegen Nationale zwar leugnen…man macht sich halt nur lächerlich damit. Sogar Experten auf dem Gebiet der Repression, vertreten da nämlich eine andere Ansicht. Zitat Günther Beckstein im Merkur am 15.11.2011: »Wir sind bei Rechtsextremisten viel härter vorgegangen als bei Linksextremisten – weil die Zustimmung in der Bevölkerung hier größer ist. Manchmal gingen wir sogar weiter, als der Rechtsstaat eigentlich erlaubt.«
    Beweisführung abgeschlossen.

    Natürlich werden Sie auch das wieder relativeren, wie Sie das auch sonst immer machen. Schönes Bsp: Abwägung der Rechtsgüter, beim Vermummungsverbot. Das solcherart Deeskalationsstrategien natürlich nur bei linken Demos gelten und von der politischen Führung an die Polizeispitze weiter gegeben wird, kann man ja schön in Städten wie Berlin oder Leipzig erkennen, wenn man es denn will. Oder einfach mal einen Selbstversuch unternehmen und vermummt auf eine rechte Demo gehen? In diesen Städten funktioniert auch die Zusammenarbeit zwischen Antifa und Polizei sehr gut, wenn es um das be/verhindern von nationalen Demos geht. Dann darf auch mal wieder über die Stränge geschlagen werden. Theoretische Überlegung: Die G20 Krawalle in HH wären rechts gewesen. Preisfrage: Wie lange hätte es danach noch eine »Braune Flora« gegeben? Ist es für Sie schon eine Verschwörungstheorie, wenn man die mit: Nicht mehr sehr lange, beantworten würde? Ja ich weiß, ziemlich absurde Ausgangsstellung, eine »Braune Flora« die seit 1989 existiert. So etwas gibt es nur bei Gruppen, welche den deutschen Staat und seine Repräsentanten als erklärtermaßen größten Gegner ansehen und von ihm hart bekämpft werden. Das leuchtet ein! Wenn man selbst in einer virtuellen bpb Filterblase lebt, sollte man besser nicht mit der Wirklichkeit anfangen.

    Wo habe ich davon gesprochen, daß die mangelnde Verfolgung von Linksextremisten zu den staatlichen Repressionen gehört? Das ist nur ein Baustein vom tiefen roten Staat, den Sie ja auch leugnen. Den Sie immer noch leugnen würden, wenn ich hier seitenweise Beweise dafür ran schleppen würde. Also spare ich mir die Arbeit auch. Ich könnte Ihnen das Buch Der Links.-Staat empfehlen, wo exemplarisch an der Stadt München ( die ja eigentlich nicht gerade als rote Hochburg gilt) der tiefe rote Staat aufgezeigt wird. Angesichts dessen kann man sich dann ungefähr vorstellen, was in Städten wie Berlin, HH, Leipzig oder kleiner Göttingen, Freiburg und so weiter, wirklich abgeht. Doch Sie werden es sowieso nicht lesen. Also warum sollte ich mir die Arbeit machen? Ich habe mit TrittIhn nur eine Schneeflocke von diesem Eisberg aufgezeigt. Jemand der etwas objektiver ist als Sie, würde angesichts vom politischen Schutz von « Bis zu 800 schwarz gewandete und vermummte, mit Zwillen, Steinen und Schlagstöcken bewaffnete Schläger marschierten in geschlossener Formation bei sogenannten antifaschistischen Demonstrationen durch die Stadt. « vielleicht mal stutzig werden. Doch Sie belastet so etwas sicher nicht. Einzelfälle, die in keinem Zusammenhang stehen. Wie gesagt, alles was nichts ins schlichte p.c Weltbild passt, wird einfach ausgeblendet oder so zurecht gebogen, daß es irgenwie passt. Ach nein, so etwas machen ja nur die bösen Rechten. Man selbst ist natürlich total kritisch und ergebnisoffen.

    Biologistisch wird nur von Menschen gebraucht, die an 269 Geschlechter glauben, Safe Spaces brauchen und harte Wissenschaft hassen. Natürlich nehme ich solche Sonnenkinder nicht ernst.

    Vielleicht ist der Gündogan aber auch schon so deutsch, daß er bereits die deutsche Konnotation für dieses Wort übernommen hat? Das wäre doch ein schöner Beweis für Integration? Die Erdogan Geschichte war eigentlich klar als Scherz zu verstehen. Muß ganz schön anstrengend mit Ihnen sein, wenn man solche Sachen auch noch erklären muß. Jetzt fehlt noch ein Treffen mit Merkel: Für meine Kanzlerin..Hochachtungsvoll. Hier auf deutsch…oder türkisch? Ich bin verwirrt. Egal. Lustig finde ich aber, daß Sie in dem Zusammenhang Gündogan als Türken bezeichnen. Ginge es hier um einer andere Geschichte und es würde gerade passen, dann wäre er zu 100% ein Deutscher für Sie. Einfach immer so, wie es gerade passt. Sehr entlarvend.

  9. Thorsten Schmidt

    Am Rande bemerkt:

    Was stellt sich ein Durchschnittsbürger unter einem »Deutsch-Amerikaner« vor?
    Im allgemeinen einen (US)Amerikaner mit deutschen Vorfahren.

    Was wären dann »Deutsch-Türken«, von denen hier im Text gesprochen wurde?
    Doch wohl Türken mit deutschen Vorfahren!

    Solche mag es geben, Özil und Gündogan gehören jedenfalls nicht dazu.
    Diese sind »Türk-Deutsche«.

  10. Kosmonaut

    Der Artikel zeigt das eigentliche Problem unserer Zeit!!! Die Flüchtingskrise 2015 hat ein gewisses Bewusstsein in Bezug auf Migration wachgerufen. Doch was eigentlich weiterhin kritiklos bleibt ist jene Thematik dass seit den 60er und 70er Jahren Menschen nach Europa gekommen sind, welche eigentlich nie Europäer werden wollten.

    Der Fall Özil zeigt eigentlich die Problematik sehr deutlich. Ein Türke mit deutschen Pass, der nur für Deutschland spielt weil er mehr Geld bekommt und erfolgreicher sein kann, als wenn er für die Türkei spielt. Sein Herz schlägt aber immer noch für die Türkei. Viele seiner Landsleute haben auch den deutschen Pass, sie sind also auf dem Papier « Deutsche«, was ihnen Zugang zum Sozialstaat ermöglicht. Sie steigen also wie Özil als »Deutsche« fianziell besser aus.

    Wie schiebt man solche Menschen ab, wenn sie sich juristisch nicht von den autochonen Deutschen unterscheiden?

  11. Tortuga

    @Kosmonaut
    Juristische Angelegenheiten sind keine Naturgesetze sondern menschengemacht, deshalb kann man sie auch wieder ändern/angleichen. Auch das GG ist nicht so heilig, wie sie es einem immer verkaufen wollen und selbst schon praktiziert haben. Artikel 16a ist ein schönes Bsp dafür, was ersatzlos gestrichen werden muß. Die Reformen von 93 bzw 15 waren lediglich Augenwischerei, wie man uns ja in den letzten Jahren eindrucksvoll vor Augen geführt hat. Daß Angehörige fremder Völker aus welchen Gründen auch immer, ein grundgesetzlich! verbrieftes, gerichtlich einklagbares Recht auf Einreise und Aufenthalt in Deutschland haben, war schon immer eine absolutes Unding. Beim Staatsbürgerrecht sieht das nicht anders aus. Da müssen natürlich die antideutschen, rotgrünen Hinterfotzigkeiten von 1999 wieder rückgängig gemacht werden. Natürlich muß einem Ausländer der kriminell geworden ist, das Plastikkärtchen wieder entzogen undn er ausgeschafft werden können. Migration ist kein Naturereignis und Remigration ist möglich. Aber das wird natürlich ein harter Kampf, denn die Schlepper/Asylindustrie hat sich in dieses Land hineingefressen wie Krebs und überall Metastasen gebildet. Der ganze tiefe, rote Staat ist inzwischen eine Hydra, und der Kampf gegen Räächts ist nur ein Kopf davon.

  12. Manuel Ionas

    Integration geht nur über selbstbewusste, identitätsstiftende Institutionen, wie klassischerweise die Armee. Die USA (und Israel) machen es vor. Viele Amerikaner haben ihre Wurzeln (Deutschland, Irland, Polen, Italien oder China) nicht vergessen, sind aber gleichwohl stolze Amerikaner und ebenso stolz auf ihre Army. Viele von ihnen sprechen nicht einmal mehr die Ursprungs-Sprache ihrer Vorfahren. Ausnahmen sind hier allenfalls Indianer und Afro-Amerikaner.
    Dagegen bietet Deutschland zur Identitätsfindung nichts an (nicht einmal den sog. Bio-Deutschen). Kein Wunder also, dass keiner von denen deutsch sein will.
    Hier geht’s nur noch um reine Ökonomie und die braucht bekanntlich keine Identitäten…

  13. Robert Wagner

    @ Stefan Müller:

    Sie liegen nur zum Teil richtig. Natürlich haben die meisten Deutschen ohne Migrationshintergrund (und auch viele derer mit Migrationshintergrund) irgendwo weit zurückliegend in ihrer Ahnenreihe mehr oder wenige viele waschechte Germanen aufzuweisen. Das gilt aber im Grunde für nahezu alle Europäer und durch die koloniale Expansion seit dem 15. Jh. sogar für weite Teile der Weltbevölkerung – germanische Vorfahren zu haben, ist also nichts besonderes, was nur die Deutschen vorweisen könnten. Abgesehen davon, ist keine andere Region Europas und vermutlich sogar der ganzen Welt in ihrer Geschichte so stark von Migration, intetethnischer Durchmischung und Kulturtransfer geprägt worden, wie das zentrale Mitteleuropa, in dem wir heute leben. Zu behaupten, die deutsche Nation sei über »Jahrtausende« in sprachlicher, kultureller und v. a. genealogischer Hinsicht im Wesentlichen die Fortführung des alten »Germanentums«, ist daher Ausdruck eines extrem verengten und statischen Geschichtsbildes, das den historischen Fakten in keinster Weise gerecht wird. Die auf diesem primitiven Weltbild aufbauende Behauptung, jemand wie Özil könne gar kein Deutscher, d. h. Teil dieser »germanischen Schicksalsgemeinschaft« werden, weil er das falsche, weil »nicht germanische« Blut in seinen Adern hat, ist übrigens ein Paradebeispiel für biologistische Gesellschaftsentwürfe.

    Auf diese Gegebenheiten aufmerksam zu machen, ist keiner Abneigung gegen das »Eigene« geschuldet – ich sehe die Welt nicht durch diese in neurechten Kreisen weit verbreitete ideologische Brille, die mich alles und jeden in »Eigenes« und »Fremdes« einteilen lässt –, sondern ein notwendiges Zugeständnis an die historischen Fakten, die von Ihnen in bedenklicher Weise in extrem verkürzter Form für ideologische Zwecke vereinnahmt werden. Der hier historische Fakten zu »biologistischen Ressentiments« verdreht, sind Sie, nicht ich.

    PS: Ausgerechnet Tacitus würde ich in diesem Zudammenhang nicht zitieren; bei ihm kommen die in seinen Augen primitiven, barbarischen Germanen bekanntlich allgemein nicht gut weg. Dass Sie seinen knapp 2000 Jahre alten Text aber überhaupt anführen, um die vermeintlich bis heute wirkenden und im Wesentlichen unverändert gebliebenen germanischen »Sitten, Gebräuche und Traditionen« zu veranschaulichen, macht sehr deutlich, was für ein seltsam rückwärtsgewandtes Geschichtsbild Sie ganz offensichtlich haben. Aber das verwundert mich nicht weiter, gehört eine solche Simplifizierung und Mystifizierung von Geschichte und ein biologistischer Begriff von Kultur und Gesellschaft, wie Sie ihn hier an den Tag legen, doch zur DNA völkischer Ideologien (wie man allein in diesem Magazin fortlaufend beobachten kann).

  14. Carlos Wefers Verástegui

    Blöder Sport, der in den Anfängen noch der Unterhaltung und Geselligkeit der Arbeiterschaft diente, nun aber vollkommen kapitalistisch ist und noch dazu mit Söldnern aus aller Herren Länder getrieben wird. Manuel Ionas hat da ganz Recht, alles Ökonomie die sich einen Scheiss ums Volkstum kümmert.

  15. Tortuga

    Absolut richtig! Aus diesem Grund, orientieren sich »die halben« hierzulande, fast immer am ausländischen Elternteil. Deshalb kann ich auf Gündogan und Co auch gar nicht sauer sein. Im Gegenteil, ich finde es sogar gut, daß sie den BRD Gutmenschen, in ihrem Wolkenkuckucksheim, einfach mal fett den Mittelfinger gezeigt haben. Natürlich versucht man von interessierter Seite das zu relativeren, aber die meisten, haben die Nachricht schon verstanden.
    Ganz ehrlich, ich hätte keine Probleme damit, allen Türken, die sich ohne wenn und aber, ohne Hintertürchen als Deutsche verstehen, die deutsche Staatsbürgerschaft zu geben. Auf die 7 Leute mehr oder weniger, kommt es nun wirklich nicht an. ( Diese Aussage war polemisch überspitzt, um den Sachverhalt zu verdeutlichen. Falls es da wieder, zu Verständnisprobleme kommen sollte)

  16. Carlos Wefers Verástegui

    Die Germanen der Völkerwanderungszeit haben in fast ganz Europa den Adel gestellt, bzw. »germanische Sitte« wurde fester Bestandteil des adeligen Ethos, egal, ob der Adlige nachher Hoyos oder Colloredo hiess oder der adelige Nachname auf -ow oder -itz endete. Auch im alten Russland die Waräger, besonders die Rurikiden. Normal, dass die Leute gedacht haben, »am Germanentum ist etwas dran«. Gobineau z.B. meinte, ihm sei so ziemlich alles zu verdanken, was wir als höhere Kultur bezeichnen. Das war ein Extrem. Jetzt haben wir das andere Extrem, das lautet »wer oder was deutsch ist entscheiden Moment und Meinung« »am vermeintlichen Germanentum der Deutschen ist so gut wie überhaupt nichts dran« bzw. »die Deutschen haben mit den Germanen, sei es biologisch, sei es geistig-moralisch, herzlich wenig zu tun«. Speziell zum deutschen Volkstum bzw. »Deutschtum« als geistiger Gemeinschaft: ein Mohammed Rassem, der auch nur ein »halber« war, ist im geistig-kulturellen sicherlich »deutscher« gewesen als »unsere Jungs« Till Schweiger, Toni Kroos und wie sie alle heissen mögen. Dass Leute wie Schweiger oder Kroos blonde Langköpfe sind, blaue Augen haben, vielleicht sogar Grosseltern haben, die sämtlich einen Ahnenpass vorweisen konnten, macht sie wirklich nur der Geschlechterfolge wegen deutsch. So neudeutsches Bevölkerungsgemengsel, d.h. die Schweiger, Kroos, Özil oder Gündogan, aber auch die mehr oder minder anonyme Masse, ist natürlich auch deutsch, freilich aber in einem ganz anderen Wortsinn, nämlich ohne die Sinnbeilage: das sind dann die Namensdeutschen, weil sie einfach so, der Zweckmässigkeit halber, »deutsch«, geheissen werden.

  17. Tortuga

    @Robert Wagner

    Na also, da habe ich doch selbst noch eine Verurteilung für einen stramm linken »gegen rechts« Kämpfer gefunden.
    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/strafe-nach-anschlag-auf-afd-geld-fuer-linkes-zentrum/
    Es gibt sie also doch! ( Die Bewährungsstrafen für versuchte Brandstiftung….) Das das Bußgeld direkt an die Verursacher zu zahlen ist, war sicher nur ein Versehen.

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