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Die Reisen des Mohammed Merah

In der Zeit während der polizeilichen Belagerung Mohammed Merahs in seiner Wohnung und unmittelbar danach gab es immer wieder verstreute Informationen über seinen islamistischen Hintergrund. Sie stammten aus diversen, teils unzuverlässigen Quellen und ließen verschiedene Interpretationen zu – vom Al-Kaida-Kämpfer bis zum »Einsamen Wolf«, der sich in der Isolation seiner Gefängniszelle durch die Lektüre des Koran selbst radikalisiert hat.

Das ist jetzt eine Woche her. Inzwischen zeichnet sich ein klareres Bild ab.

Vor einer Woche war man im wesentlichen auf das angewiesen gewesen, was aus Polizeikreisen durchgesickert oder auch von der Polizei offiziell mitgeteilt worden war. Mittlerweile liegen besser verifizierte Erkenntnisse aus verschiedenen Quellen vor. Céline Lussato hat sie heute in der Online-Ausgabe des Nouvel Observateur zusammenstellt.

Diese Informationen zeigen das Bild eines Vielreisenden, der sich auf diesen Reisen allmählich radikalisierte:

  • Von 2006 hielt sich der jetzt inhaftierte Bruder Mohammed Merahs, Abdelkader, wiederholt in Kairo auf, um dort an salafitischen Koranschulen (Madrasas) zu studieren. Dort besuchte ihn sein jüngerer Bruder Mohammed. Die Salafiten sind eine besonders glaubensstrenge Strömung des Islam mit mannigfachen Verbindungen zum Dschihadismus.
  • Bei einer dieser Reisen gelangte Mohammed Merah in die von Israel besetzten Gebiete und fuhr auch nach Jerusalem. Im September 2010 reiste er über die Allenby-Brücke aus Jordanien ein. An der Grenze wurde er vom israelischen Inlands-Geheimdienst Shin Betverhört. Es ergaben sich aber keine Verdachts­momente, so daß ihm die Einreise erlaubt wurde. Merah hielt sich drei Tage in Israel auf. Nach einem unbestätigten Bericht soll er in Jerusalem einmal festgenommen worden sein. Dabei habe man ein Messer bei ihm gefunden; er sei aber wieder freigelassen worden.
    Hinweise auf Verbindungen zu Dschihadisten finden sich aus dieser Zeit noch nicht. Céline Lussato weist aber darauf hin, daß Merah während der Belagerung gegenüber der Polizei das Schicksal der Palästinenser als eines seiner Tatmotive genannt habe.
  • Was Merah in Jordanien gemacht hat, bevor er nach Israel einreiste, ist unbekannt. Nach Aussagen des Leiters des französischen Inlands-Geheimdienstes DCRI, Bernard Squarcini, hielt er sich außer in Jordanien auch in der Türkei, Syrien und dem Libanon auf. Es könnte sein, daß er von Jordanien aus über Syrien, den Irak und Iran nach Afghanistan gereist ist.
  • Jedenfalls war er im November 2010 in Afghanistan angekommen. Am 13. November erreichte er Kabul. Am 22. November geriet er in Kandahar in eine Kontrolle. Er wurde festgenommen und von den US-Streitkräften nach Kabul zurückgebracht. Diese wiesen ihn in sein Heimatland Frankreich aus und informierten zugleich den französischen militärischen Geheimdienst DPSD.
    Konkrete Indizien für eine Verbindung Merahs zu Dschihadisten lagen damals nicht vor. Immerhin reichte den Amerikanern das, was sie wußten, um Merah auf die Liste der Personen mit Flugverbot (no fly list) zu setzen. Céline Lussato merkt dazu an, daß ein junger Moslem, der ohne erkennbaren Anlaß als Einzelperson aus Europa nach Afghanistan reist, bereits dadurch den Verdacht begründet, er habe den Kontakt zu Dschihadisten gesucht.
  • Nach seiner Rückführung hielt sich Merah im ersten Halbjahr 2011 wieder in Frankreich auf. Im August reiste er erneut in Richtung Afghanistan; zunächst in die weitgehend von Dschihadisten und Taliban kontrollierten Stammesgebiete Pakistans an der Grenze zu Afghanistan (Waziristan). Dort erhielt er nach dem, was er während der Belagerung der Polizei sagte, eine Ausbildung durch die Al-Kaida. Ihm sei ein Selbstmord­attentat vorgeschlagen worden, was er abgelehnt habe. Er hätte aber den Auftrag angenommen, in Frankreich einen Anschlag zu verüben.
    Am 13. Oktober bekam ein Offizier des DCRI einen Anruf Merahs aus Pakistan. Merah hatte damals in Frankreich die Auflage, sich regelmäßig beim DCRI zu melden. Er erklärte jetzt, daß er das verschieben müsse, weil er in Pakistan heiraten werde. Die Rückverfolgung des Anrufs ergab, daß er in der Tat aus dem Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan gekommen war.
    Daß Merah in dieser Zeit eine Ausbildung als Dschihadist erhielt, wurde gegenüber der Nachrichten­agentur Reuters von Ahmed Maruat, Sprecher der Taliban Pakistans (Tehrik e Taliban Pakistan, TTP), bestätigt. Der Aufenthalt in Waziristan endete nach zwei Monaten, weil Merah im Oktober an einer Hepatitis erkrankte und deshalb nach Frankreich zurückkehren mußte.

Von dem Bild des isolierten Einzelkämpfers, der sich im Gefängnis mittels seiner Lektüre des Koran radikalisiert, bleibt danach nicht mehr viel übrig. Natürlich kann es sein, daß Merah in der französischen Haft erstmals mit dem Gedankengut des Dschihadismus in Berührung gekommen war. Aber zum fanatischen, am Ende im Umgang mit Waffen trainierten Terroristen wurde er offenbar durch seine Reisen in islamische Länder.­

Quelle: http://zettelsraum.blogspot.de/2012/03/marginalie-die-reisen-des-mohammed.html

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38 Kommentare zu “Die Reisen des Mohammed Merah

  1. Zettel schreibt, dass Ihr zu dieser Übernamhme nicht autorisiert wart.

    Dann gehört es sich für Konservative auch nicht, so einen Artikel einfach zu übernehmen. Ein Link hätte es auch getan.

  2. Zettel liegt in dieser Frage vollkommen falsch und wir haben ihm das auch schon erklärt und werden es morgen auch klarstellen.

  3. zettel bläst sich ab und zu gerne auf. wir nennen ihn »intern« mr. gewichtsgramm (*ggg*), nachdem er sich in einem forum vor einigen jahren mal ganz unsäglich blamiert hat, indem er als naturwissenschaftler allen ernstes behauptete, gewichtsgramm sei eine korrekte physikalische bezeichnung. in wahrheit ist nach dem si-system die in diesem fall zutreffende einheit newton vorgeschrieben. lustig war es.
    wenn man ihn nicht gar so ernst nimmt, fährt man besser.

  4. Von Storck

    Zettel ist ein typischer Großkotz, der anderen auch gar nichts gönnt. Er soll mal froh sein, dass so ein feiner Blog wie ihr seine Schreibereien überhaupt zur Kenntnis nehmen. Generell ist Zettel eher ein Schreiberling im Dienste der Amerikaner. Seine Verdienste um die deutsche Nation sind gering.

  5. Nana, Zettels Raum ist ein sehr gutes Blog. Umso besser wenn man hier auch Beiträge von ihm liest.
    Er sieht das offenbar anders und ist meines Erachtens auch nicht ganz informiert wie diese Serie bzw Kategorie (»Unbekannter Blogger«) funktionieren soll. Schade, aber offenbar wird da noch geredet zwischen ZR und BN, mal sehen was raus kommt.
    (Das hat auch mit »Diensten der Amerikaner« nix zu tun. Zettel ist einfach nur liberalkonservativ. Was in diesem Artikel aber auch gar nichts zur Sache tut.)

  6. felsen2000

    Wenn der Falsche etwas richtiges tut, bleibt es richtig. Und wenn der Richtige etwas falsches tut, bleibt es falsch.

    Akzeptieren Sie, wenn jemand nicht möchte, dass seine Artikel im Wortlaut übernommen werden. Das hat nix mit Korinthenkackerei zu tun, sondern ist schlicht und einfach RESPEKT vor fremdem geistigen Eigentum. Dieser RESPEKT sollte DAS Markenzeichen konservativer Menschen sein.

  7. Widerrechtliche Übernahme
    es geht nicht um die Übernahme, sondern wer übernommen hat. Da erlaubt sich mir nichts dir nichts so ein Schmuddel-Blog in den Augen des gnädigen Herrn Professors, seine erlauchten Worte, übersetzt aus dem Französischen, einfach zu kopieren. Im Handumdrehen wird aus dem Liberalen ein anklagender Erbsenzähler, eigentlich amüsant, wie wichtig er sich nimmt.

  8. @ Von Storck:

    Ich finde es immer wieder lustig, wie jemand, der anderen ans Bein pinkeln will, unfreiwillig zu viel über sich selbst verrät. In Ihrem Falle wird das Gütesiegel für einen Blogger also nur erteilt, wenn er a) sich um die »deutsche Nation« verdient gemacht hat (und das nicht gering!), und b) er anderen Personen doch schon (deutlich?) mehr als »auch gar nichts gönnt«. Was, letzteres, ja eine von den Sozialisten sämtlicher Farben, der des frischen wie des geronnenen Blutes, wie eine Monstranz vor sich hergetragen wird: Der da, der ARSCH, der soll ANDEREN etwas gönnen. Nur ich selber hab das nicht nötig.

    Was nun des Zettels Blog betrifft: das beste, was man im deutschsprachigen Raum lesen kann. Was Zettel offensichtlich tut, ist, einen Anspruch zu besitzen und nach ihm zu schreiben. Was er offensichtlich nicht tut, ist, seinen Lesern nach dem Maule zu schmieren. Er braucht niemandes Meinung zu bedienen und niemandes (National-) Gefühle zu befriedigen.

    Er muss nur eines tun: seinem eigenen Anspruch zu genügen. Und dieser scheint mir, nach jahrelangem Lesen in Zettelsraum, sehr wohl den typisch angelsächsischen Ansatz zu haben: objektiv sein, alle Seiten beleuchten. Sehr angenehm zum Lesen, das eigene Gehirn sollte dabei aber schon mitarbeiten.

    Diesen kleinen Luxus aber braucht, andererseits, auch nicht jeder, Herr Von Storck.

    (Wenn Sie, Herr Von Storck, im übrigen Waren oder Dienstleistungen von Mäckes, Coke, Opel, Microsoft, HP, Apple in Anspruch nehmen, sprich: dafür bezahlen, sind Sie dann auch »ein Schreiberling im Dienste der Amerikaner«?)

    Was nun den Artikelklau dieses Blogs hier betrifft, so kann sehr wohl konstatiert werden, dass dies nicht gerade die feine englische Art ist. Spätestens wenn ein Blogbetreiber »sorry, but NO« signalisiert, sollte man die Eier haben und den Respekt besitzen, datt Dingen rauszunehmen. Aber was tut ihr? »Zettel liegt vollkommen falsch«. Ziemlich erbärmlich. Ich wette, Felix wählt die Piraten.

  9. Wäre der Artikel ohne Quellenangabe übernommen worden, könnte ich die Aufregung verstehen.

  10. kann ein anonymus eigentlich inhaber eines copyrights sein? kann schon. aber wie will er das durchsetzen, ohne die maske vom gesicht zu nehmen? 😉

    und die maske, die ist ihm wichtig, dem zettel. ;-))

    also ruhig blut, alles nur ein erbärmlicher sturm im wasserglas, wie immer, wenn sich mr. gewichtsgramm wieder mal aufbläst.

    etwa so wie die beiden komiker da:

    http://www.youtube.com/watch?v=h2bt8MSGxlM

  11. @ webby:

    dito wie der Herr Von Storck -> die Maske haben Sie sich doch selbst vom Gesicht genommen: ein kleines Astloch, das aus der Bequemlichkeit seiner eigenen Anonymität heraus zetert und zankt und »haben, haben« quäkt, dabei anderen die gleichen Rechte abspricht, die er für sich selbst einfordert – eben ein »Die Linke«-Wähler! Oder, wie der Obermacker Felix hier, ein »Piraten«-Wähler.

    Respekt vor jemandes geistiger Leistung? Fehlanzeige.
    Respekt vor desjenigen Wunsch, hier nicht per »Copy+Paste« zu erscheinen? Fehlanzeige.
    Respektierung eines weltweit klar definierten Zeichens, des kleinen c nämlich, welches Zettel unter jeden Artikel setzt? Fehlanzeige.

    Wenn vor einer Kunstausstellung gebeten wird, nicht zu fotografieren, holen Sie dann auch Ihr Smartphone raus mit dem Argument, die Ausstellung sei ja eh frei zugänglich und überhaupt wüssten Sie nicht, wer den Quark verzapft hat?

    Zettel ist der Hausherr in seinem Blog, und da kann er machen, was er will – außer andere Autoren ohne deren Zustimmung vollständig zitieren. Dasselbe trifft auch auf den Felix hier zu. Dabei spielt es überhaupt gar keine Rolle, wie anonym oder offen jemand auftritt.

    Ich hoffe, dass Felix hier bei klarerem Verstand ist als seine Kommentatoren/Foristen. Und das meine ich keinesfalls aus juristischer Sicht, sondern aus intellektueller: ein Mensch, der eine ihm wichtige konservativ-liberale Botschaft verbreiten will, sollte vor genau diesem Hintergrund auch glaubwürdig bleiben, Reihe »unbekannter Blogger« hin oder her.

  12. Lord Brett Sinclair

    Ähm… Einspruch, werter wilder Danny.

    Erstens ist Respekt vor geistigem Eigentum KEIN Wesenszug der Konservativen und Liberalen, denn da gibt es nämlich genug Nichtvorbilder aus der Politik… Chatzimakakis, Koch-Mehrin, die Stoiber-Tochter, zu Guttenberg…. Als Stichworte seien hier »Plagiat« und »Dissertation« genannt.

    Zweitens… wenn wir schon über Urheberrechte diskutieren: Bekanntlich muss auch eine Übersetzung erst genehmigt werden. Liegt diese vor ? Wenn ja, ist alles paletti, aber wenn nicht: was sagt eigentlich der Nouvel Observateur dazu, dass seine Artikel offenbar ungefragt bzw. ungenehmigt werden übersetzt werden ?

    So viel, in beiden Punkten, zu »Smartphones« und »Kunstausstellungen«. Bei diversen Sportarten würde man jetzt von einem Eigentor von Ihnen sprechen.

    Drittens: Ihre Tiraden gegenüber Diskussionsteilnehmern, die nicht Ihrer Meinung sind und Zettel nicht bis in den Himmel loben, verrate widerum sehr viel über Sie… wer also im Glashaus sitzt.

    PS: bevor Sie jezt auf meine politischen Vorlieben fehlanalysieren: nein, mit der SED/Linkspartei habe ich nix am Hut.

  13. Lord Brett Sinclair

    PS: gerade Punkt 1 geht auch an den Kommentator »nk«

  14. Lieber Herr Menzel,

    NK schrieb:

    >> Zettel schreibt, dass Ihr zu dieser Übernahme nicht autorisiert wart.
    >> Dann gehört es sich für Konservative auch nicht, so einen Artikel einfach
    >> zu übernehmen. Ein Link hätte es auch getan.

    Sie erwiderten:

    > Zettel liegt in dieser Frage vollkommen falsch und wir haben ihm das auch
    > schon erklärt (…).

    Ich darf aus Ihrer Selbstdarstellung zitieren:

    »Schüler und Studenten erstellen den redaktionellen Inhalt der Seiten. Die Redaktion der Blauen Narzisse ruft Schüler und Studenten dazu auf, EIGENE Artikel und Werke (…) zu veröffentlichen.« (meine Hervorhebung)

    Müssen wir jetzt annehmen, das sich hinter dem »unbekannten Blogger« niemand anderes als Zettel selber verbirgt, der neuerdings wieder die Schulbank drückt? Wohl kaum, denn dann würden wir als sein Pseudonym »Pfeiffer« mit drei F lesen. Also müssen wir davon ausgehen, dass einer ihrer Schüler und Studenten den Artikel kopierte und unter seinem Pseudonym in Ihren Blog stellte. Lesen wir weiter in Ihrer Selbstdarstellung, was er damit bei Ihnen lernen soll:

    »Die Internetausgabe als eine Weiterentwicklung der Blauen Narzisse versteht sich als ein Projekt, das jungen Schülern und Studenten erste Erfahrungen im Online-Journalismus vermitteln soll. Mit der Betreuung eines Weblogs und eines Podcasts versucht die Redaktion, die Bandbreite der Möglichkeiten des Onlinejournalismus auszuloten.«

    Was lernen wir von der Blauen Narzisse über Online-Journalismus? Ein fremdes Werk wird dann zum eigenen, wenn man seinen Namen darüber setzt und selber die Quelle nennt, die man kopiert hat. Über diese Neuerung werden sich die Autoren bei Spiegel Online, Faz.net und Zettels Raum bestimmt freuen, die sich ab sofort nicht mehr um so lästige Dinge wie dem Schutz der Werke anderer oder fremde Veröffentlichungsrechte zu kümmern haben oder sich durch das Erbetteln von Erlaubnissen zur Verbreitung erniedrigen müssen.

    Da kann ich natürlich verstehen, dass Zettel mit seinem Bestehen auf dem Veröffentlichungs- und Verbreitungsrecht seiner Werke falsch liegt: Woher sollte er auch wissen, dass die Blaue Narzisse nicht bloß definiert, für wen welche guten journalistischen Manieren gelten, sondern auch rechtsschöpfend wirkt?

  15. @ jpj

    Mit unserer Selbstdarstellung stimmt schon alles. Im redaktionellen Teil dieses Magazin hat »Zettel« ja auch nichts verloren. Das hier ist der Weblog – zur Erinnerung.

  16. was mich wirklich amüsiert, ist nicht das ungenehmigte vollzitat. wirklich amüsant ist es, daß ein so durchschnittlicher geist wie zettel immer wieder anlaß zu derartigen klöbnereien bietet.

    habt ihr es wirklich noch nicht bemerkt?

    wir hatten jahrelang das vergnügen, zettel in unserem politischen diskussionsforum »zu genießen«. der liegt mit seinen politischen einschätzungen regelmäßig so falsch, daß man die uhr danach stellen kann.

    und in seinem blog überlebt er nur deshalb, weil er jeden, der ihm dort kritisch entgegen tritt, alsbald sperrt.

    seht euch doch nur mal sein gequatsche in sachen fukushima an. als es sich immer mehr verdichtete, daß dort wirklich »etwas oho« entwichen war. da postete er plötzlich selbstmordschwangere beiträge »eines unpolitischen«, da war er so richtig beleidigt wie weiland bei seiner gewichtsgrammpleite, weil die welt eben leider nicht so sein wollte, wie er das aus den erlogenen berichten von tepco als »frontjournalist« destilliert hatte. 😉

    der mann hat ein problem und wir haben das auch wiederholt intern diskutiert. er muß einfach recht behalten. und wenn es offenkundig wird, daß er unrecht hatte, dann greift das sozusagen seinen wesenskern derart an, daß er daran beinahe zerbricht. aber eben nur beinahe. daher auch seine drohungen nicht zu ernst nehmen. man kennt das von dreijährigen. wenn das kind keine schokolade bekommt, muß das kind sterben … 😉

    der unterschied zwischen diesem und zettels blog ist ein wesentlicher:

    dieses blog wird nicht von einem anonymus erstellt. da hält jemand das gesicht hin.

    zettel aber trägt eine maske.

    diese maske ist ihm wichtiger als alles andere.

    das bild vom gefeierten wissenschaftler würde wie dracula in der sonne zu staub zerfallen, wenn hinter zettel der klarname auftauchte. denn dann könnte man ja mal einen blick in das veröffentlichungsverzeichnis werfen. und ich fürchte, da hätten selbst fünfjährige kinder nicht viel mühe, es vorzulesen.

    beweis?

    leute, mal kurz nachdenken. macht euch doch die mühe, straff zu überdenken, was der gewichtsgramm-nobelpreisträger alleine in seinem blog schon an seiten produziert hat. für so ein opus magnum hat ein wissenschaftler neben seinen wissenschaftlichen veröffentlichungen gar keine zeit und glaubt mir einfach mal, ich kenne mehrere namhafte intellektuelle so gut und stehe ihnen so nah, daß ich beurteilen kann, wieviel zeit die für solche aktivitäten hätten.

    um dem argument, ich selber sei hier ohne klarnamen unterwegs, zu begegnen, stelle ich fest, daß ich zettel schon wiederholt angeboten habe und auch hier wieder anbiete, mich mit ihm in einem persönlichen gespräch auge in auge über seine zum teil abwegigen ansichten auszutauschen.

    zu einem solchen gespräch wird es indes nie kommen, weil die »kunstfigur zettel«, wie er sich selbst zuweilen nennt, eben nur ein phantasieprodukt eines im grunde bedauernswerten alten mannes ist.

    regt euch ab, … wenn man ihn nicht ernst nimmt, kann man viel spaß mit ihm haben. wir foranten jedenfalls haben den noch immer, auch und gerade bei solchen »klöbnereien« wie hier. 🙂

  17. Einen Artikel komplett übernehmen geht natürlich gar nicht, egal ob von Anonym oder mit Impressum. Allein diese Unterscheidung mit der »Maske« ist ja schon lächerlich.

    Man schaue sich bei der Achse-des-Guten die Fundstücke an. Dann weiss man wie man es richtig macht – mit dem Zitieren. Wie man da leicht sieht: man zitiert eine relevante Stelle und verweist auf das Original. Dann gibt’s auch keine Probleme mit dem Nachbarn.

  18. es wird auch hier keine probleme mit dem nachbarn geben, weil der nachbar seinen möglicherweise bestehenden anspruch niemals durchsetzen wird. da aus den genannten gründen die maske das entscheidende ist, braucht sich auch niemand sorgen zu machen, daß der typ hinter der maske mehr als das übliche empörungsritual in lauf setzen wird.

    ende der geisterdebatte. :-))

    danke, das ist eben eine der komischen nummern, die wir immer wieder mit »IHM« erleben. er ist unser größter forenkomiker, obwohl er das weder will noch jemals begreifen wird.

    könnte er mit über seine eskapaden lachen, wäre er wirklich geheilt. schade, ich würde es ihm gönnen und die anderen foranten auch.

  19. @ webby

    Zuerst klauen und sich dann auch noch über den beklauten Blogger lustig machen, weil er sich nicht wehren kann.

    Schlechter geht es nimmer.

    Aber gut, es reflektiert, dass der Blog hier einen schlechten Stil hat.

  20. ja, mehr als dieses gejammer über den schlechten stil bleibt ja auch nicht. reden wir mal kurz über die rechtsordnung in deutschland?

    denn hier wird ja eine rechtsverletzung bemängelt. genau gesagt eine verletzung des copyrights.

    frage eins: wie verhält es sich mit der unautorisierten übersetzung des anonymus zettel hinsichtlich eines artikels des nuwell obstlerwatörs?

    rechtsverletzung!

    frage zwei:

    wie verhält es sich mit der umgehung der impressumspflicht bei zettels kleinem zimmer, einem öffentlichen forum, das selbstverständlich nach deutschem recht den betreiber mit seinem klarnamen erkennen lassen muß?
    (zum bleistift lesen: pornograph 6 teledienstegesetz)

    also, so lange zettel eben nur ein zettel in seinem traum ist, ist er auch eine juristische unperson und sollte besser sehr vorsichtig sein, daß ihm nicht mal anwaltspost ins haus flattert so von wegen abmahnung und trallala …

    es ist ja schon eine unglaubliche dreistigkeit, daß sich der

    Verein Journalismus und Jugendkultur Chemnitz e.V.,
    vertreten durch herrn Vorsitzenden Felix Menzel,

    gegen ein internetphantom verteidigen soll.

    lächerlich. klöbnereien eben. 🙂

    wenn ich herr menzel wäre, würde ich ab sofort alle artikel von »zettel« ungefragt in diesen blog übernehmen und zwar so lange, bis das internetgespenst zettel mit offenem helm antritt und jeder sein wissenschaftliches werk vroniplagen kann. 😉

    in seinem kleinen zimmer ist jetzt auch jeder dialog zu dieser causa verstummt. zettel weiß sehr genau, auf welch dünnem eis seine netzaktivitäten stehen.

    fazit: abregen, adrenalinspiegel senken, herzlich lachen, das war wieder mal ein

    echter zettel! *duffdähhhh … narrhallamarsch*

  21. Lieber Herr Menzel,

    ich schrieb:

    >> Ich darf aus Ihrer Selbstdarstellung zitieren:
    >> »Schüler und Studenten erstellen den redaktionellen
    >> Inhalt der Seiten. Die Redaktion der Blauen Narzisse
    >> ruft Schüler und Studenten dazu auf, EIGENE Artikel
    >> und Werke (…) zu veröffentlichen.« (meine
    >> Hervorhebung) (…)
    >> Was lernen wir von der Blauen Narzisse über Online-
    >> Journalismus? Ein fremdes Werk wird dann zum eigenen,
    >> wenn man seinen Namen darüber setzt und selber die
    >> Quelle nennt, die man kopiert hat.

    Sie erwiderten:

    > Mit unserer Selbstdarstellung stimmt schon alles. Im
    > redaktionellen Teil dieses Magazin hat “Zettel” ja auch
    > nichts verloren. Das hier ist der Weblog – zur
    > Erinnerung.

    Ich verstehe: Nickeligkeiten wie das UrhG sowie guter journalistischer Umgang mit den Werken anderer gelten für den redaktionellen Teil, nicht jedoch für das Weblog. Es liegt sicher an mir, dass ich diese Unterscheidung in Ihrer Selbstdarstellung nicht finde. Gestatten Sie mir eine Frage: Wenn Zettel gut genug ist, dass Sie sich seiner im Blog bedienen, aus welchen gründen ist er Ihnen dann für den redaktionellen teil nicht gut genug?

  22. Lieber Herr Menzel,

    Ist der Benutzer »webby« ein Mitarbeiter dieses Blogs oder ein Agent-Provocateur?

  23. lieber herr thomas,

    der webby ist weder ein mitarbeiter von irgendwem noch ein agent popokatör von irgendjemand.

    der webby ist eine kunstfigur im internet wie der zettel eine kunstfigur im internet ist.

    der webby hatte in lange zurückliegenden jahren das vergnügen, dem zettel einige deftige niederlagen bei debatten zum thema liberalismus beizubringen. und der webby ist dem zettel sowas von überlegen, daß der zettel nur eine einzige möglichkeit hatte, dieser für ihn mißlichen lage zu entgehen: die flucht ins bloghaus.

    da isser nun und bastelt permanent zu unserer erheiterung an klöbnereien. im bloghaus selbst duldet er nur gesellschaft, die sich mit vergnügen in seinen gehörgängen tummelt. oder wie heißen die schläuche, in die man die wurst verpackt?

    in biologie war ich nie besonders gut. nur bei federn, das ist mein spezialgebiet, spitz wie nadeln können die sein. 😉

    das einfachste wäre es doch, wenn die kunstfigur zettel die redaktion dieses blogs wegen uhrheberunruhrechtsverletzungen mal so richtig verklagt. ich warte drauf, dann haben wir wieder was zu lachen. 😉

  24. ach, jetzt weiß ich wieder, wie man diese schläuche nennt. schrumpffolien. 🙂

    sie sind aus plastik und das paßt sich unter wärmeeinwirkung haargenau dem inhalt an.

    oder an was dachtet ihr jetzt?!?!? 😉

  25. Lord Brett Sinclair

    Und die Frage nach der, wahrscheinlich, unauthorisierten Übersetzung und der damit verbundenen Urheberrechtsverletzung seitens des angeblich Plagiierten, bleibt unbeantwortet.

    Tja, so sind sie, die Schwarzgelben… selber klauen ist fein, aber wehe, andere machen das… 😉

  26. Afrikaans

    Jungs, ihr diskutiert am Thema vorbei:

    Eine Urheberrechtsverletzung der BN gegenüber Zettel kann, wie ein Herr Webbi hier schon ausgeführt hat, gar nicht vorliegen, hat doch Professor Zenottel an dem von ihm beanspruchten Text selber gar keine Rechte.
    Diese liegen nämlich auch für die Übersetzung beim Nouvel Observateur!

    Somit ist die Sache eindeutig.

  27. Welche Übersetzung?
    Seid ihr eigentlich doof?

  28. ein herr webby hat zu zenottel schon viel mehr ausgeführt. wieso nehmt ihr den zenottel eigentlich ernst?
    das ist ein luftballon.

    da sitzt ein armes altes männchen irgendwo in bielefeld und schreibt sich einen wolf im verzweifelten kampf um irgend eine bedeutung, die er nun mal nicht hat und stark auf die 70 zugehend auch nicht mehr bekommt.

    regt euch ab.

    und … was seine gefolgschaft betrifft, … hihi, diese leutchen sind natürlich viiiiiieeeel bedeutender als der herr zettel. deshalb laufen sie ihm ja auch nach. man weiß das ja, wer bedeutender ist, läuft anderen, die weniger bedeutend sind, nach.

    oder war es umgekehrt?

    könnt ihr euch selber aussuchen.

    das bloghaus ist eine größere spaßbude als die anstalt von urban priol.

    danke für die unterhaltung an alle dr. klöbners, die hier aufgetreten sind. 🙂

  29. sorry webby, dich und deine storys nimmt leider niemand ernst… aber schreib’s ruhig noch fünf mal, wenn’s dir hilft

  30. omg, das ist keine story sondern ein tatsachenbericht. die foranten haben doch damals den zirkus mit erlebt, als zenottel groß tönte, wer ihm einen fehler nachweisen könne, bekomme 200 euro von ihm. ach, 400 euro. nein, 800 euro. und bei 800 euro hat sich webby eben mal die mühe gemacht und siehe da, zettel hatte einen fehler begangen. einen richtig großen klopper. als angeblicher naturwissenschaftler war ihm das si-einheitensystem nicht bekannt. arm sowas. einfach unglaubwürdig. statt newton sollte da gewichtsgramm die zutreffende bezeichnung sein. in ganz google aber gab es nur zwei fundstellen, die diesen begriff verwendeten. eine sprach von »quasi« gewichtsgramm. die zweite war von zenottel.

    die 800 euro sind wettschulden, die er bis heute nicht getilgt hat. und wettschulden sind ja bekanntlich ehrenschulden. so viel zur ehre zettels.

    ich hab es ihm sogar leicht gemacht und ihn ersucht, die 800 euro an eine karitative vereinigung zu spenden und den überweisungsbeleg im forum zu posten. pustekuchen, nichts hat er gemacht, der große liberale. 🙂

    er ist ein armer wicht. aber lustig. 🙂

  31. fragt ihn doch mal in seinem forum zur »gewichsgramm-affaire« da kann er sich ja erklären. ich poste euch hier dann die fakten. kann sich jeder anschließend selber ein urteil bilden ob das ne story ist, die ich hier erzähle oder die wahrheit. 😉

  32. Afrikaans

    @omg 29. März 2012 um 18:27
    >Welche Übersetzung?

    Zenottels Text ist eine Kompilation und Übersetzung eines Textes aus dem »Nouvel Observateur«.
    D. h. obiger Text steht im franz. Original im Nouvel Observateur. Dieser hat damit die Rechte an dem Text. Gleiches gilt auch für Übersetzungen.
    Einzig als Übersetzer darf Zenottel genannt werden. Weitere Ansprüche hat er nicht. Spielt sich aber auf als hätte er sie, als wäre es »sein« Text.

  33. q.e.d. … er hat den kopf eingezogen. und warum? weil zettel ein einziges märchen ist, erdacht von einem alten, kranken mann, der nichts anderes zu tun hat als im internet den intellektuellen zu geben, der er gerne wäre. isser aba nich.
    🙂

    zu seinem avatar im zenottelforum:

    … wenn die sonne tief steht, werfen auch zwerge lange schatten. 😉

    danke zettel, war mal wieder luschtig.

  34. Leinwand

    Bekanntlich gibt es keine Waffen, um die dummheit zu besiegen.
    Deswegen Glückwunsch zu deinem tollen Sieg webby

  35. du hast da was nicht verstanden, leinwand. zettel ist ein komiker. es liegt mir fern, ihn besiegen zu wollen. ich habe meinen spaß an seinen klöbnereien. sonst nichts.

    mich erstaunt nur, wie erwachsene menschen das gejammer von dieser kunstfigur (um nicht zu sagen von diesem netzgepsenst) zum anlaß nehmen, ernsthafte erörterungen zum copyrightschutz zu posten. zettel ist ein anonymus, der seine anonymität niemals aufgeben wird. das brächte nämlich sein selbstbild ins wanken. und genau deshalb muß ER immer sieger bleiben. exakt dies ist so lustig an ihm. 😉

    danke für die humorvolle einleitung des wochenendes.

  36. @Leinwand

    +1

    Webby ist nicht nur der Sieger, sondern auch einer der immer das letzte Wort haben muss.

  37. Stimmt doch gar nicht Thomas, DU mußt immer das letzte Wort haben.

  38. Maulkorb

    Ihr habt euch verzettelt, ihr Voll*****.

    gezeichnet, ein Österreicher.

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