Gesichtet

Novalis-Jugendkulturpreis

Unser Jugendkulturpreis geht mit Novalis als Namenspatron in die vierte Runde: Ab sofort können sich wieder junge Dichter, Künstler und Kulturschaffende an unserem Wettbewerb beteiligen und bis zu 300 Euro gewinnen.

Nach Rilke, Kafka und Houellebecq schmückt diesmal Novalis und die Erinnerung an ihn unseren Jugendkulturpreis. Warum ist schnell erklärt? 2019, wenn die Sieger des Wettbewerbs feststehen werden, wird unsere Zeitschrift, die Blaue Narzisse, fünfzehn Jahre alt. Deshalb liegt es nahe, sich intensiv mit dem Symbol der „Blauen Blume“ zu beschäftigen. Über dieses heißt es gleich am Anfang bei Novalis im fragmentarischen Roman Heinrich von Ofterdingen:

„Nicht die Schätze sind es, die ein so unaussprechliches Verlangen in mir geweckt haben (…) fern ab liegt mir alle Habsucht: aber die blaue Blume sehn‹ ich mich zu erblicken. Sie liegt mir unaufhörlich im Sinn, und ich kann nichts anderes dichten und denken. So ist mir noch nie zumute gewesen: es ist, als hätt ich vorhin geträumt, oder ich wäre in eine andere Welt hinübergeschlummert; denn in der Welt, in der ich sonst lebte, wer hätte da sich um Blumen bekümmert, und gar von einer so seltsamen Leidenschaft für eine Blume hab‹ ich damals nie gehört.“

Das Thema des Jugendkulturpreises lautet folglich: „Freiheit, Sehnsucht, Blaue Blume“.

Jedem kreativen Geschöpf bis 30 Jahre, dem dazu etwas einfällt, kann sich an unserem Wettbewerb beteiligen. Gedichte, Kurzprosa, Videos und Bildende Kunst (Malerei, Fotographie, …) sind als Ausdrucksformen möglich. Alle Arbeiten, die unsere Redaktion bis zum 30. November 2018 erreichen, werden bei der Preisvergabe berücksichtigt. Bitte sendet alle Beiträge an redaktion@blauenarzisse.de!

Zu gewinnen gibt es für Platz 1 300 Euro, Platz 2 200 Euro und Platz 3 100 Euro. Unsere Jury behält es sich jedoch ausdrücklich vor, eine Preisvergabe auszulassen, sollten nicht ausreichend gute Arbeiten eingegangen sein.

Geplant ist, die Siegerbeiträge wie gewohnt in einer Veröffentlichung im Jahre 2019 abzudrucken und eine Preisverleihung in Chemnitz oder Dresden durchzuführen. Die Entscheidung der Jury über die besten Beiträge ist bis Februar 2019 zu erwarten.

  • Die Siegerbeiträge unseres Rilke-Preises wurden in diesem Buch abgedruckt (nur noch drei Exemplare erhältlich!).
  • Dem Kafka-Preis zum Thema „Alternativlosigkeit“ haben wir eine Druckausgabe gewidmet.
  • Beim Houellebecq-Preis erreichten uns über 300 Einsendungen. Zur Druckausgabe über ihn geht es hier.

Unser Jugendkulturpreis beschert unserem Verein regelmäßig ein Minus im vierstelligen Bereich. Wir sind deshalb dankbar für jede Spende! Diese werden bei diesem Projekt dringender gebraucht als bei allen anderen. Möglich ist eine Spende per Lastschrift, Paypal oder Überweisung (Verein Journalismus und Wissenschaft, IBAN: DE79860100900418774903). Vielen Dank für Ihre Unterstützung bereits im Voraus.

(Bild links: Novalis-Grab in Weißenfels, Doris AntonyCC BY-SA 3.0 / rechts: Ofterdingen-Brunnen in Kelkheim)

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