Anstoß

Wenn aus Hetze brutale Gewalt wird

Sie sind wieder da. Und genau wie die nationalen Sozialisten denken die internationalen Sozialisten, sie wären im Recht.

Das führt, wie die letzten Wochen deutlich zeigten, direkt zu brutaler Gewalt und Verbrechen in vermeintlich gerechter Sache, zu Sprengstoffanschlägen, Verwüstungen von AfD-Parteibüros und jetzt sogar zu Mordanschlägen. Die Motive werden durch die Hetze vieler Politiker aus sämtlichen Altparteien, die nur allzu gern von den Leitmedien transportiert werden, genährt. Sie verunglimpfen die AfD als rassistisch, weil sie gegen die unkontrollierte Masseneinwanderung argumentiert. Sie titulieren Andersdenkende, die nicht an den vermeintlichen Segen einer Multikulti-Gesellschaft glauben, als menschenverachtend und Nazis.

Manipulierte Wahrnehmung

Dieses Narrativ, welches die Wahrnehmung vieler Menschen im Land manipuliert, wird in diesen Tagen zu einer Lebensgefahr für Menschen, die in der AfD, in einer demokratisch gewählten Partei, Mandatsträger und Mitglieder sind. Nur ganz zu Beginn, in der Zeit nach ihrer Parteigründung, gab es noch Debatten, um die Positionen dieser neuen Formation kennenzulernen. Je mehr Zustimmung sie erhielt und je mehr Mitglieder sich ihr anschlossen und sie zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz heranwuchs, wurde sie mit allen und immer drastischeren Mitteln bekämpft.

Die Publizisten Christian Demand und Ekkehard Knörer betonen zur Debattenkultur: „Eine Debatte ist ein öffentliches Streitgespräch, das gewissen Regeln folgt. Das Ziel einer Debatte ist nicht die Lösung eines Problems, wie in einer Diskussion, sondern Positionen zu markieren. In einer Debatte zählen nicht nur Argumente, sondern auch Polemik und der Mut zur These. Eine produktive Debatte bedarf neben von allen Teilnehmern akzeptierten Regeln auch einer sog. Debattenkultur.“

Gescheiterte Debattenkultur

In Deutschland ist die Debattenkultur völlig gescheitert. Seitdem die Mainstream-Medien als Sprachrohr der Altparteien systematisch die Meinungsfreiheit und gegenteilige Positionen unterdrücken, wurde der Diskurs unterbrochen. Ein Großteil der Bevölkerung hat keinerlei Kenntnis mehr von den Argumenten und den Lösungsvorschlägen der Gegenseite. Das führt zu einer zunehmenden Radikalisierung gerade der Linken in der Gesellschaft.

Dass Thesen wie „Es ist für viele Einwanderer besser in der Heimat zu bleiben“, „Es ist für die Heimat besser, wenn weniger auswandern“ und „Es ist für die deutsche Bevölkerung besser, wenn weniger einwandern“ komplett fehlen, ist ein Versagen der Leitmedien und damit ist die zunehmende Spaltung der Gesellschaft ihr Verdienst.

So kam es fast folgerichtig in Bremen zu einem brutalen Überfall von drei vermummten Personen auf den AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz. Er überlebte schwerverletzt durch die Zivilcourage eines Augenzeugen, der dazwischen ging und die Angreifer verjagen konnte. Die Tatwaffe war vermutlich ein Kantholz, mit dem die Täter versuchten, den Schädel des Opfers einzuschlagen. Uwe Junge, Fraktionsvorsitzender der AfD in Rheinland-Pfalz, wurde bereits 2016 das Jochbein bei einem Angriff gebrochen. Der Hass der politischen Gegner hat sich seitdem immer weiter hochgeschaukelt, ohne dass dies von den Regierungsparteien und Medien angemessen geächtet wird.

Attacken in Döbeln und Riesa

In Döbeln ereignete sich derweil eine schwere Explosion vor dem AfD-Büro in der Bahnhofstraße. Es besteht auch dort der Verdacht einer politisch motivierten Straftat. In der Silvesternacht kam es zudem in Riesa zu einem Angriff von vermutlichen Linksextremisten gegen das Büro von Carsten Hütter, bei dem Fensterscheiben beschädigt und Farbe an die Fassade geschmiert wurde. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sind innerhalb von fünf Tagen vier Anschläge gegen AfD-Büros in Sachsen verübt worden. Das sind offenkundig keine Einzelfälle mehr.

Heute muss jeder, der sich politisch engagiert, mit Sanktionen in sämtlichen Lebensbereichen rechnen, wie etwa Jens Maier, der mit seiner Frau aus dem Dresdener-Schauburg-Kino geworfen wurde, weil er Politiker der falschen Partei ist. Aber wer bestimmt, welche Partei die falsche ist? Genau so erging es dem Prof. Dr. Gunter Runkel während der WM in Lüneburg. Er wollte sich nur ein Fußballspiel im „Schallander“, einem Lokal an der Ilmenau, ansehen und wurde mit Hinweis auf das Hausrecht herausgeworfen. Seine Frau wurde eine Woche später aus dem Cafe‹ Klatsch geworfen mit der Begründung „Man wolle keine Nazis haben“.

Dazu wurde im gleichen Zeitraum auch seine Haustür beschmiert mit dem Schriftzug „Super U is watching you“ und einem Symbol des weiblichen Geschlechtsorgans. Prof. Dr. Runkel war mehrere Jahrzehnte an der Universität in Lüneburg tätig und ein integriertes Mitglied der Gesellschaft. Zudem war er auch Gründungsmitglied der AfD in Niedersachsen und Fraktionsvorsitzender der AfD im Lüneburger Stadtrat.

Raus, raus, raus!

Auch die Preußische Allgemeine berichtete unter anderem am 6. April 2018 von dem Rauswurf des AfD-Abgeordneten Alexander Wolf vom „Runden Tisch zur Aufarbeitung des kolonialen Erbes“ durch den Referatsleiter der Hamburger Kulturbehörde, nachdem „mehrere Teilnehmer ihn lautstark und unter Beifall vieler Anwesender zum Gehen“ aufforderten.

Fest steht, dass diese Vorfälle sich häufen. Sie alle zusammen zu tragen, stellt heute schon ein zeitaufwändiges Unterfangen dar. Eine Mitschuld trifft sicherlich die Leitmedien, die nach Demand und Knörer „pathologischen Mechanismen“ frönen, die in einer Tendenz zur „Skandalisierung, Personalisierung und Alarmismus“ bestehen. Ein Skandal nach dem anderen wird über die AfD losgetreten.

Es gibt nahezu keine positiven Erwähnungen der AfD in der Medienlandschaft, so dass selbst die Mitte der Gesellschaft zunehmend gleichgültig Attacken gegen Andersdenkende in der Gesellschaft oder die gefühlt einzige Oppositionspartei hinnimmt. Sie beginnt die demokratischen Werte zu vergessen, welche einst der Aufklärung entsprungen sind und uns der Dunkelheit des Mittelalters entrissen haben.

Der aufkommende Internationalismus, der von Ausgrenzung, Diskriminierung und Herabsetzung Andersdenkender bis hin zu Gewalt gekennzeichnet ist, wird heute schon linker Faschismus genannt. In Matthäus 7:16 steht: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Wollen wir also gespannt sein, ob das Europa der Zukunft, was von unseren Spitzenpolitikern der alten Volksparteien so hochgelobt wird, auch ein Europa der Meinungsfreiheit sein wird? Das wird mit jedem Übergriff und Anschlag unwahrscheinlicher, solange sich nicht die Leitmedien und die breite Gesellschaft empören und dieser Gewalt entschieden entgegentreten.

(Bild: AfD Bremen)


19 Kommentare zu “Wenn aus Hetze brutale Gewalt wird

  1. Es erübrigt sich noch hinzuzufügen, daß die Brandstifter der Gewalt hoch und trocken im BT, in den Institutionen wie Kirchen, Gewerkschaften und auf Kanzeln sitzen und von dort Gift und Galle spucken, Sondergestze machen, um der AfD massiv zu schaden. Ich sehe sie, wie sie sich mit klammheimlicher Freude über die erfolgte Gewalt gegen AfD Mitglieder einig sind. Ich war selber Zeugin einer Predigt (bereits Silvester 15/16 im Chor auf der Empore unserer Marienkirche, in der offen zu Ächtung und Ausgrenzung von Pegida- und AfD- Mitgliedern aufgerufen wurde. Geschockt und entsetzt bin ich seit der Zeit nie wieder dort in einem Gottesdienst gewesen.
    Doch was hilft das Klagen? Wir brauchen Strategien, wie wir diese Vernichtungsfeldzüge nicht nur bestehen, sondern auch darüber triumpfieren können. Und zwar schnell und erfolgreich.
    Der Platz hier würde nicht reichen, die Ungeheuerlichkeiten der Verleumdungen und Attacken gegen die AfD aufzuzählen.

  2. Aus der Reihe Propheten im eigenen Land: »Wenn die Bundesrepublik Deutschland einen fundamentalen Richtungswandel in Richtung Rot-Grün vollziehen würde, dann wäre unsere Arbeit der letzten 40 Jahre umsonst gewesen. Das Schicksal der Lebenden wäre ungewiss, und das Leben der zukünftigen Generationen würde auf dem Spiele stehen. (…) Wir stehen vor der Entscheidung: Bleiben wir auf dem Boden trockener, spröder, notfalls langweiliger bürgerlicher Vernunft und ihrer Tugenden, oder steigen wir in das buntgeschmückte Narrenschiff ›Utopia‹ ein, in dem dann ein Grüner und zwei Rote die Rolle der Faschingskommandanten übernehmen würden?«
    Franz Josef Strauß am 7. Oktober 1986, nicht ahnend, dass seine CSU den Ersten Offizier auf der von einer CDU-Kanzlerin geführten und erstmals als FDJ-Sekretärin angeheuerten, über die Toppen rot-grün geflaggten ›Utopia‹ stellen werde.
    M.Klonovsky

  3. Es ist abscheulich, wie die AfD mit Terror und Gewalt überzogen wird und wie die Mainstreammedien diese Hetzjagten auch noch befeuern! Hinzu kommen die lauwarmen Distanzierungen der etablierten Politiker, die teilweise noch im selben Atemzug erneut gegen die AfD hetzten. Ein ekelhaftes Verhalten!
    Wie verlogen und doppelmoralistisch dieses machthabende Gesocks ist, zeigt sich auch, wenn man dieses Attentat, das jetzt schon von einigen Medien kleingeredet wird, mit Anschlägen auf etablierte Politiker vergleicht, die im Gegenteil sogar hochgeredet wurden. Dieselbe Doppelmoral ist beim Journalisten Billy Six zu beobachten, der in einer kommunistischen Diktatur festsitzt und für dessen Freilassung die BRD-Machthaber keinen Finger krumm machen. Aber den deutschenfeindlichen Rassisten Deniz Y. haben sie mit allen Mitteln unterstützt! So siehts aus: ist das Opfer von Gewalt und Verfolgung kein Systemling, interessierts die Machthaber schlichtweg nicht. Wenn diese Leute jedoch aus ideologischen Gründen kein Mitgefühl mit bestimmten Menschen haben, kann man davon ausgehen, dass Ihr »Mitgefühl« für andere bestimmte Menschen nur geheuchelt ist und ihrer Ideologie entspringt; also wertlos ist, weil sie es nur haben, weil der Betreffende einer der Ihren ist.
    Die Etablierten haben also auch Mitgefühl nur aus politischen Gründen. Insofern wundern mich die halbherzigen Distanzierungen von der Gewalt gegen die AfD überhaupt nicht; sie sind nur deshalb vorhanden, weil es jetzt polittaktisch ein Fehler wäre zu schweigen. Und halbherzig sind sie, weil man die eigenen linksextremen Wähler nicht verscheuchen will.

  4. Es ist ja alles noch viel schlimmer! In den letzten 25 Jahren sind etwa 20 Aktivisten bzw. Sympathisanten aus dem im weitesten Sinne rechten Spektrum von Antifaschisten bzw. Ausländerbanden ermordet worden, z.B. Holger Müller, Gerhard Kaindl, Enrico Winkler, Kevin Plum, Matthias Förster, Sandro Weilkes, Hans Münstermann, Jens Zimmermann, Rainer Sonntag und noch einige von denen mir die Namen auf die Schnelle nicht einfallen. So gut wie keiner dieser Fälle erreichte bundesweit Medieninteresse. Nur die Lokalpresse berichtete sehr voreingenommen tendenziös und mit viel Sympathie für die Täter. Man stelle sich das bloß mal umgekehrt vor.

    Wenn überhaupt Täter ermittelt wurden, erhielten diese in jedem Fall lächerliche Ministrafen von meist unter 2 Jahren Haft auf Bewährung. Wenn man bedenkt wie grausam die Rechten teilweise ums Leben gebracht wurden kommen einem die Tränen. Dabei wurde den Opfern vor Gericht auch noch unterstellt, sie seien ja mitverantwortlich, weil sie die falsche rechte Gesinnung hätten.

    Dagegen ist in Dresden ein Mann zu weit über 10 Jahren Haft – ohne Bewährung – verurteilt worden, weil er einen Mollie gegen die Tür einer menschenleeren Moschee warf, und nur die Eingangstür leicht verruzt war.

    Die Parteilichkeit der Justiz ist himmelschreiend und muss von der AfD endlich mal aufgearbeitet und angeprangert werden. Hier wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen. So stirbt leider jeder Glaube an einen Rechtsstaat. Hier läuft etwas ganz gewaltig schief.

    Ich erwarte aber auch von der AfD endlich politisch in die Offensive zu gehen, und ihren Wählern und Mandatsträgern rechtliche Handlungsanweisungen zu geben, wie man sich legal wehren kann, z.B. gegen Rauswürfe aus Schwimmbädern, Kinos, Restaurants etc. und wie man sein Eigentum wie Haus, Auto, Büros, etc. gegen linksradikale Gewalt wirksam schützen kann. Was ist machbar (Kameras, welche Schutzbewaffnung ist wann legal,..). Dies müsste über die alternativen Medien ins Feld gebracht werden. Nur jammen bringt gar nichts. Probleme muss man lösen!

  5. Ich finde, man kann es internationalistischen Aktivisten mit Nichten zum Nachteil gerreichen, dass sie die implizite Gewalt der AfD reproduzieren und praktisch Interpretieren. Ich würde sogar noch weiter gehen, und sagen: Ist es nicht eine besonders sublime Form von Gewalt, dass die AfD mit ihren Thesen implizite Gewalt reproduziert, was natürlich (#Hegel #Dialektik) dazu führt, dass andere eben diese Gewalt gegen sie selbst (die AfD) richten- demnach also mit ihrer Struktur BürgerInnen mit noblen Ansichten dazu zwingt, Akte von Agression und Gewalt zu vollführen? (Menschen zu Gewaltakten zu zwingen kennen wir doch eigentlich nur aus Totalitären Regimen, wie dem Stalinismus, Maoismus oder der BRD). Nicht nur, dass das eine besonders perfiede Form von Gewalt ist, nein, es wird sogar noch perfieder, denn im nächsten Schritt tut die AfD ja so, als ob jene Aggression, die gegen sie verübt wurde, eine fremde Aggression Anderer wäre, die von außen auf sie gerichtet wird. Das ist eine Form von Victim-Balming.
    Zur Frage der demokratischen Legitimation der AfD, die ja kurz angesprochen wurde, drängt sich natürlich das Argument auf, dass ja auch die NSDAP eine demokratisch legitimierte, gewählte Partei war. Da ich natürlich weiß, dass viele hier dass sicherlich nicht besonders abschrekend finden, fiel mir gerade noch ein anderer Blickwinkel auf diese Legalitäts-Frage ein:

    »Legalität ist eine Machtfrage. Das Verhältniss von Legalität und Illegalität ist an dem Widerspruch von reformistischer und faschistischer Herrschaftsausübung zu bestimmen […]«
    - Genossin Ulrike Meinhof

    Demnach sind also bourgeoise Kategorisierungen wie Legalität/ Illegalität Kindergarten-Begrifflichkeiten (»Das daaarf man aber nich!!«), sie ermöglichen keine poststrukturalistische (speziell keine dekonstruktivistische) Betrachtung der Thematik, geben analytisch nichts her. Und dass ist doch interessant, denn es lässt sich genau so gut auf die Aktion gegen diesen AfD-Politiker jetzt anwenden.

    Natürlich, dass ist auch mir klar, führt Gewalt niemals zu irgend Etwas gutem. Ich will die Frage der revolutionären Gewalt gar nich positiv beantworten. Aber das gilt auch für die AfD selbst. Solange sie nicht aufhört, einen violenten Diskurs zu führen, so lange sie nicht aufhört, ein Aggressionsdispositiv aufrecht zu erhalten, kann sie nicht so tun, als seien Angriffe gegen sie ein Produkt auserhalb ihrer Selbst, über dass man sich empören könnte.

  6. Im Westen nichts Neues

    Hier stellte jemand vor gar nicht allzu langer Zeit einmal die Frage, warum die BN-Redaktion auch Kommentare von offenkundig Linksradikalen auf ihrer Seite veröffentlicht. Wenn wir schreiben würden, die Linken sind geistig verwirrt, um es ganz vorsichtig zu formulieren, so würden viele Leser dies wahrscheinlich als unsachlich erachten. Viel besser und vor allem eleganter ist es dagegen, linksradikale Kommentare ungefiltert (unzensiert) und unkommentiert durch Redakteure den Lesern darzubieten, damit diese sich ihre eigene direkte Meinung über politische Linke in der freien Wildbahn bilden können. In vielen solcher Fälle, dürfte kein rechter Kommentar so vernichtend sein, wie der Eindruck, den jene selbst bei den meisten Lesern hervorrufen dürften. Sich mit solcherart Verwirrten tagelang persönlich zu streiten, macht dagegen wirklich keinen Sinn! Schwarzer Humor kann allerdings bei solchen Scharmützeln noch für einen gewissen Unterhaltungswert sorgen, den das deutsche TV ja schon lange nicht mehr zu bieten hat. Na ja, und das Linke sich immer als unschuldige Opfer fühlen und den Rechten auch dann noch die alleinige Schuld und politische Verantwortung zuschreiben, wenn a priori „friedliche und tolerante Linke ,dialektisch´gezwungen sind, Gewalt gegen ach so böse Rechte auszuüben“ – gähn!

  7. @ Michel W.
    Diese linken schwurbel Texte sind völlig normal. Täter-Opfer Umkehrungen, boshafte Schadenfreude wenn sie Erfolg hatten, larmoyantes Gegreine, wenn es sie selbst erwischt hat. Mit Gefälligkeitsstudien, wo das Ergebnis bereits vorher feststeht und immer neuer Sprachpanscherei soll reale Macht erzeugt werden. Weiteres Motiv, ihre Goldstücke mit Soziologen Geschwätz, von jeglicher Schuld und Verantwortung freisprechen. Hier ein besonders schönes Bsp, wie man kriminelle, ausländische Gewalttäter, die es praktisch nur auf Deutsche abgesehen hatten, zu armen unschuldigen Opfern, der »rassistischen deutschen Mehrheitsgesellschaft« umgelogen hat:

    https://www.fachportal-paedagogik.de/literatur/vollanzeige.html?FId=405112#vollanzeige

    …ihre Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe gewesen…
    Damals Deutsche abgezogen, heute Deutsche abziehen, das nenne ich mal Kontinuität.
    Turkish-Power-Boys-Frueher-Gang-Mitglied-heute-Fruehrentner.

  8. Das ist jetzt aber keine wirklich inhaltliche Argumentation.

  9. Im Westen nichts Neues – II

    „Die ethisch motivierte Gewalt der Migrantenjugendlichen…“

    Zitat: Fachportal Pädagogik (siehe obigen Link bei Tortuga)

    Herrlich!

    Nikolaus Sombart (1923-2008) meinte allen Ernstes, „Kein echter Anarchist (sprich Linker; Michel W.) war zu einem Mord fähig… (…) Anarchie ist ja gerade das Projekt, den Menschen aus den inneren und äußeren Gewaltbezügen zu befreien“. Kann man so ähnlich durchaus auch in den RAF-Pamphleten lesen. Und was wohl erst die gemeuchelte Kaiserin von Österreich-Ungarn – Elisabeth (Sisi) – zu diesen Einlassungen des oben zitierten BRD-Kultursoziologen gesagt hätte? Und weiter: „Alles, nur keine Gewalt! Bewußtseinsausweitung, Überzeugung durch Vernunft-Argumente, Aufklärung also, Information, Kommunikation und das Beispiel innovatorischer, exemplarisch vorgelebter Lebensformen.“ (Nikolaus Sombart „Die deutschen Männer und ihre Feinde“ Seite 94/95, Fischer, Frankfurt am Main 1997) Und was, wenn wir die „exemplarisch vorgelebten Lebensformen“ einfach nicht wollen, ja radikal ablehnen, wenn wir auf die traditionelle Familie und einen national verfassten, wehrhaften Staat beharren? Dann kommt wohl wieder die von „echten Linken“ ja eigentlich, aber nur eigentlich, nicht gewollte „dialektische Gewalt“ als Antwort auf die Reaktionäre mit dem „falschen Bewusstsein“… Wie wir bereits konstatierten: Im Westen nichts Neues!

  10. Carlos Wefers Verástegui

    @ AURELIUS

    Erstmal das Lernen lernen, daran anschliessend das Denken, dann das Zuhören und das Lesen. Haben Sie das alles noch nicht geleistet, dürfen, ja müssen Sie sogar schweigen. Verstaubter als mit dem »Genossin Ulrike Meinhof« kann man gar nicht auftreten. Leute wie Sie wollen und brauchen auch gar keine Argumente, sondern etwas ganz anderes.

  11. @ Tortuga
    Ist es nicht besser, wenn man sich dem (terminiologischen) Instrumentarium der Soziologie bedient, um Sachverhalte kritisch zu analysieren, als unsachliche Texte voll der Anfeindungen zu verfassen, die gar kein Gespräch ermöglichen, und die Argumentation des »Gegners« nichtmal inhaltlich relfektiern?

  12. @ Carlos Wefers Verástegui
    Ich persönlich sehe mich ja durchaus als Person, die lernen, denken, zuhören und lesen kann/ gelernt hat. Demnach sehe ich es als meine Pflicht, den Diskurs mit meiner Argumetation zu bereichern. Und ja, sicher, die 60er sind vorbei, hält man sich jedoch vor Augen, dass wir uns heute immer noch auf Denker beziehen, wie Platon, Sokrates etc.., so scheint es doch legitim, sich auf Meinhof zu beziehen, und über dem Vorwurf des »Verstaubtseins« zu stehen. Dieser Vorwurf ist ohnehin aus dem Mund (aus der Tastatur) eines reaktionär-konservativen irgendwie belustigend.
    Ich frage mich, was wir wollen/ brauchen, wenn nicht Argumente.

    @Michel W.
    Dass eine Idee, ein Konzept, eine Herrangehensweise nicht unzutreffend sein muss, weil sie nicht ganz neu ist, sollte ja gerade einem Wertkonservativen einleuchten. Sie setzen stets vorraus, dass alles, was ich sage Unsinn sein muss, schlicht weil es von mir kommt. Aber sie erklären nicht, warum sie die dialektische Betrachtung für unzutreffend halten. Sie können argumentativ nicht entkräften, was an dieser theoretischen Setzung falsch, unzutreffend sein soll. Wie auch, möchte ich da fast schon sagen. Das ist aber durchaus keine Entschuldigung dafür, arrogant zu werden.

  13. Im Westen nichts Neues – III

    @ AURELIUS

    Sie kennen sich doch so gut mit Implikationen aus, vor allem mit politischen Gewaltimplikationen. Mit dem Verweis auf das Buch „Die deutschen Männer und ihre Feinde“ von Nicolaus Sombart, zielten wir direkt ins Zentrum der weltanschaulichen Auseinandersetzung zwischen links und rechts um den Schlüsselbegriff der Gewalt (Familie und Staat); wir verweisen gewissermaßen auf die „Wurzel des Problems“ (Otto H. A. Gross, 1877-1920). Darauf bezieht sich unser „Im Westen nichts Neues!“. Ihre „Idee“ ist nicht „unzutreffend“, „weil sie nicht ganz neu ist“, sondern im Gegenteil, weil sie letztlich auf bekannte, alte linke Theorien zurückzuführen ist, die wir als zersetzend betrachten; hier ist keine Verhandlung, kein Kompromiss möglich!

    „Sie setzen stets voraus, dass alles, was ich sage Unsinn sein muss, schlicht weil es von mir kommt.“ und „Das ist aber durchaus keine Entschuldigung dafür, arrogant zu werden.“ (AURELIUS, 27. Januar 2019)

    Na ja, wer mit „Genossin Ulrike Meinhof“ daherkommt… Mit der Geschichte der RAF haben wir uns, das werden Sie vielleicht nicht glauben, durchaus differenziert auseinandergesetzt. Die „Genossin Ulrike Meinhof“ hat unserer „arroganten“ Meinung nach, großteils nur geistigen Müll von sich gegeben; was man von der heutigen Linken fast schon generell behaupten kann (eigene Konsequenz). Insofern ist es aus unserer Sicht irgendwann nur noch konsequent, an einem „simulierten öffentlichen Diskurs“ (Richard Millet), der de facto gänzlich von der Linken „beherrscht“ wird, in keinster Weise teilnehmen zu wollen. Trotz dessen haben wir eine bestimmte Weltanschauung, und wir glauben unseren Feind zu kennen. Wenn Sie das für „arrogant“ halten, geht das in Ordnung. Auch glauben wir nicht, und das sei zum Schluss noch gesagt, daß Sie ein Recht auf eine ausführliche Gegenargumentation von unserer Seite haben. Wir sind nicht Sisyphus.

  14. @ Michel W.
    Ich kann Ihnen insofern nicht folgen, als dass ich nicht verstehe, warum sie die »alten, linken Theorien« als zersetzend zurückweisen, bzw. warum sie aus der Erkenntnis, dass sie zersetzend sind deren Ablehnung ableiten. Schon im meinem ersten Kommentar habe ich mich auf Derrida bezogen: Die Dekonstruktion der repressiven Strukturen in unserer Gesellschaft ist ja gerade das Ziel, dass von linker Politik verfolgt wird. Die Bewertung also, der Marxismus z.B. sei zersetzend/ dekonstruktiv ist ja gar keine schockierende, neuartige Erkenntnis, sondern sagt nichts anderes aus als die Theorien es selbst tun. Demzufolge ist Verhandlung, Kompromiss gar nicht notwendig. Der Sprung vom falschen ins richtige Bewusstsein macht Verhandlung, Kompromiss, Synthese obsolet.

    Auch bin ich davon überzeugt, dass Sie sich nach Ihren Maßstäben differenziert mit der RAF auseinandergesetzt haben. Das Problem ist weniger ihr Vorgehen (ich nehme an, dass Ihre Recherchen ganz solide waren), vielmehr ist es ja ihr falsches Bewusstsein, dass auch sie zu bestimmten Schlussfolgerungen zwingt. Das ist ja übrigens auch der wesentliche Unterschied zwischen linker und rechter Politik: Während Faschisten in Kommunisten/ Sozialisten nur den Feind sehen, den sie zerschlagen wollen, sind wir durchaus dazu in der Lage, Faschisten, Nationalisten, Patrioten, Rechte, Konservativsten, welche Codierung auch immer, als Opfer der Produktionsverhältnisse und des Kapitalistischen Apparates zu sehen.

    Mir ist aufgefallen, dass ein geschätztes Narrativ Ihres Politischen Lagers zu sein scheint, dass der öffentliche Diskurs, wahlweise auch die politischen Institutionen oder auch Kirchen von Linken »durchsetzt sein«. Wäre dem so, warum leben wir dann noch immer im Kapitalismus? Die Wahrheit ist doch die, dass der öffentliche Diskurs ein systemimmanenter ist, ein wie sie ganz treffend bemerkten »simulierter«, denn er findet innerhalb des Systems statt, gibt aber vor, sich mit dem System zu befassen. Da er aber nicht selbst außerhalb des Systems steht, kann er gar keine antithetische Rolle übernehmen, und bleibt somit in der Tat ein neoliberal determiniertes Konfusionskonstrukt.

    Mir ist nicht entgangen, dass Sie nicht Sisyphus sind. Es ist ja offensichtlich, dass Sie unzufrieden sind. Auch ich bin nicht Sisyphus, auch ich bin unglücklich. Unabhängig davon habe ich habe das Gefühl, dass ihre Angst davor, eine »Ausführliche Gegenargumentation« zu führen aus einem alten Problem des rechten Denkens herrührt. Es konstituiert sich, das ist unstrittig, ja gerade aus der Negation von Rationalität. Eine auf Rationalität fußende, und in Folge dessen sozialistische Debatte kann man mit der, der konservativen Position immanenten, spezifischen Narrativität aber überhaupt nicht führen. Das ist auch nicht weiter schlimm, aber es zeigt, dass rechts und links eben nicht einfach nur zwei Seiten einer Medaille sind, spiegelbildlich, sondern sich ganz fundamental in ihrer Struktur voneinander unterscheiden: auf der einen Seite das Narrativ der Fiktionalität, des Denialismus und des falschen Bewusstseins, auf der anderen Seite das der Rationalität, des kritischen Denkens und des richtigen Bewusstseins. Arrogant kam mir auch nicht Ihre Position vor, sondern nur ihre Argumentationsweise.

  15. Carlos Wefers Verástegui

    @ AURELIUS

    Ihr inhaltsloses Meta-Gewäsch mögen Sie vielleicht für eine diskursive Errungenschaft halten, intellektuell stehen Sie aber damit ganz weit unten, nämlich noch unter dem Papagei. Platon und Meinhof? Ich bitte Sie!

  16. „Gewalt von links -
    Eine Bewegung zwischen Protest und Terror“ 52 min / Deutschland 2018 (MDR)

    Arte-Dokumentation vom 29. Januar 2019
    Verfügbar vom 29/01/2019 bis 04/02/2019
    Nächste Ausstrahlung am Sonntag, 3. Februar 2019 um 01:50 Uhr

    https://www.arte.tv/de/videos/078741-000-A/gewalt-von-links/

  17. @ Carlos Wefers Verástegui

    Vielleicht überdenken Sie ja mal Ihr Konzept formaler Höflichkeit. Ich war sehr amüsiert, als ich las, dass Sie doch allen Ernsters mir »inhaltsloses Meta-Gewäsch« vorwerfen! Ich habe schon den ein oder anderen Artikel von Ihnen gelesen, und verstanden, dass Sie in der Tat ein Experte auf dem Gebiete des inhaltslosen Meta-Gewäschs sind. Das ist ein schönes Beispiel für Projektion. Wie auch immer: Wenn man Inhaltslosigkeit definieren will, so drängt sich ja einem die Deutung auf, es würde aussagen, dass etwas keine Aussagekraft, Position, Sinn enthält. Aber wenn man diese Definition an meine Komentare anlegt, scheit sie sich ja in ihrer unanwendbarkeit auf deise aufzulösen.

  18. Carlos Wefers Verástegui

    @ AURELIUS

    Höflichkeit(en) hat bzw. haben etwas mit Verfassungen gemein: sie sind keine Einladungen, vor gewissen Leuten zu kapitulieren oder gar intellektuellen, moralischen oder rhetorischen Selbstmord zu begehen. Dass gerade Menschen wie Sie wert auf Höflichkeit legen überrascht mich nicht. Wo Höflichkeit und Verfassung Selbstmord oder Kapitulation bedeutet sollte man es weder auf die eine noch auf die andere ankommen lassen.

    Inhaltslos ist der angeblich rationale und argumentative Teil Ihrer Argumentation, was den irrationalen betrifft, nun ja, lassen wir das lieber. Kritik heisst immer noch Scheidekunst.

    Wenn Sie mich als »reaktionär-konservativ« bezeichnen und allen ernstes an Ihrer eigenen Argumentation festhalten wollen, so gebe ich sie Ihnen liebend gern zurück:

    »Wenn man Inhaltslosigkeit definieren will, so drängt sich ja einem die Deutung auf, es würde aussagen, dass etwas keine Aussagekraft, Position, Sinn enthält. Aber wenn man diese Definition an meine Komentare anlegt, scheit sie sich ja in ihrer unanwendbarkeit auf deise aufzulösen.«

    Sie meinen wohl, Sie wären Ihren Gegnern hier haushoch überlegen. Ich muss Ihnen leider mitteilen, Sie irren.

  19. Carlos Wefers Verástegui

    @AURELIUS

    P.S.: Der Lukács war zumindest origineller und auch klüger als Sie und hat auch seine eigenen Irrtümer begangen, nicht fremde.

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