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Zur Frauen-WM: „So macht taz kein Spass!“

Wie schon zur richtigen WM im letzten Jahr darf Deniz Yücel zur Frauenfußball-WM in der taz jeden Tag, oder dann wann er will, seine Kolumne zum Besten geben. Er treibt dabei satirisch und manchmal sogar echt witzig Klischees und typische Fußballzoten auf die Spitze. Den taz-Lesern schmeckt das allerdings so gar nicht. Schon im letzten Jahr sammelte Yücel unter jedem seiner Texte massenhaft Kommentare, die ihn empört als rassistisch, menschenverachtend etc. pp. anprangerten und von der taz vehement forderten, ihn rauszuschmeißen – unterstützt von Drohungen, nie wieder die taz zu kaufen. Der Verein der braune mob nahm die Kolumne sogar zum Anlass, die taz für den Preis „Rassistischste Mainstreampublikation Deutschlands“ zu nominieren. Das Spielchen wiederholt sich jetzt. Hier eine Auswahl der schönsten Kommentare aus der jetzigen Serie:

Tom:

„Einfach abstoßend. Hauptsache jedes Tabu brechen, egal wer verletzt wird. Habe die TAZ bisher nie mit Ekel gelesen. Das ist nun anders.“

grauer golf:

„ach du scheisse, deniz,komm klar. blubber rauchen und frauen hinter den herd peitschen macht auf dauer büschn weich in der rinde.“

Thomas:

„Wie lange will sich die TAZ solche Entgleisungen noch leisten? Diesen sexistischen und chauvinistischen Blödsinn haben wir schon zur letzten Männer WM vorgesetzt bekommen. Jetzt dreht der »Autor« nochmal richtig auf. Und ich drehe der TAZ den Geldhahn ab, mein ABO werde ich heute kündigen.“

Frida:

„Allah schmeiß Hirn ra, hallo geht es noch? Hitler als Mann der große Dinge geleistet hat? Was hat so ein Schwachsinn im Fußballkommentar zu suchen?? So macht Taz kein Spass! Stellt den Yücel vom Platz“

Leserin:

„«Laßt die Bälle rollen«? Seid ihr jetzt völlig übergeschnappt? Das ist keine SATIRE, die sich gegen die HERRschenden Strukturen richtet, das ist als »provokativ« getarnter ALTHERRENWITZ. Mich wundert nur, daß sich Frau Pohl für so ein Geschmiere hergibt. Oder kriegt Sie vor lauter Talkshow-Auftritten gar nicht mehr mit, was in ihrer Zeitung steht und wofür ihr Name mißbraucht wird? Weiß sie überhaupt, daß sie hier als ahnungsloses DUMMCHEN vorgeführt wird? Liebe Frau Pohl, handeln Sie bitte und nehmen Sie diesen möchtegernlustigen SCHUND aus der Zeitung, sonst muß ich langjährige Leserin handeln.“

Gérôme:

„Oh Mann, oh Frau, was für ein Griff ins Klo. Fußballspielerinnen werden auf ihr äußeres reduziert und die ganze WM zu einer Farce erklärt. Sexistisch, chauvinistisch und anti-emanzipatorisch… daß sowas in der taz stehen darf, entsetzt mich!!!“

Birgit:

„Wie saublöde ist das denn?? Vielleicht kann man den blöden Türken einfach mal die türkische Liga kommentieren lassen. Interessiert eh niemanden und für die Frauen-WM laßt ihr dann einfach mal ne kompetente Sportredakteurin ran.“

Adolf Ballmann:

„Integrationsunwillige, frauenfeindliche Türken raus aus Deutschland!“

Und der absolute Höhepunkt:

Andrea Marquardt:

„Ich bin es ja gewohnt als Abonnentin und Genossin jeden Scheiß mitzufinanzieren (Kirchen-taz, Anthrosophiebeilagen-Schwachsinn, Langhans-Huldigungen vom Ekel-camp, MännerSportseiten,etc.).Trotzdem habe ich mich aber gemeinsam mit meiner Tochter (12 Jahre, selbst Fußballerin)sehr auf das Experiment Frauen WM taz gefreut und ihr habt auch wirklich tolle Sachen drin, die woanders nicht erscheinen. Heute beim Frühstück haben wir uns wieder gegenseitig die Artikel vorgelesen. Nun sagt mir mal: soll ich ihr das Schlampen-Getexte wirklich zum Lesen geben?? Ist das euer Ernst?? Täglich wird auf unseren Schulhöfen Gewalt durch Sprache gelebt,indem Kinder und Jugendliche ihre MitschülerInnen als Schlampe, Schwuchtel, Behinderter titulieren und alle nehmen es als normal hin. Tut die taz das jetzt auch, wie soll ich meinen Kiondern dann erklären, dass das nicht witzig, sondern voll daneben und beleidigend und diskriminiernd ist, schlechthin Gewalt also??

Leider eignet sich der Text von Yücel auch nicht dazu, die wichtige Bedeutung von Satire in Reportage und Literatur zu erklären. Satire ist es nämlich nicht, provokant im Sinne von etwas aufzeigen oder überspitzen wollen auch nicht. Es ist einfach nur dämlich und frustrierend. Und ich möchte weder selbst soetwas lesen noch meinen beiden jugendlichen Kids zum lesen geben.

Hört sofort mit dem Scheiß auf, zahlt Herrn Yücel sein Honrar weiter, damit soll er an die Nordsee fahren und sich mal den Kopf mit frischer Luft durchpusten lassen, aber lasst ihn nicht mehr für euch schreiben!!!!
Enttäuschte Grüße , besonders auch an Ines Pohl (wo waren Sie??)

Andrea Marquardt“

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7 Kommentare zu “Zur Frauen-WM: „So macht taz kein Spass!“

  1. Nils Wegner

    Ich lache immernoch.

  2. Gardeleutnant

    *prust*
    Ich kann mich nicht entscheiden, was witziger ist: diese Kolumne im BILD-Stil oder die (trotz allem) überraschend dämlichen und verklemmten Kommentare. Danke an Wolf-Rüdiger für den wertvollen Hinweis!

  3. HaHaHa. Die Linke beginnt ersten Erfahrungen mit dem Islam zu sammeln. Köstlich. Und sie jault schon wegen solchen Kleinigkeiten laut auf. Was wird das erst für Geschrei geben, wenn der Moslem demnächst die Macht haben wird, sein Frauenverständnis auch gegenüber linken Hühnern mit islamisch korrekten Maßregelgungen durchzusetzen?

    Tja, wer nicht hören will, muß fühlen. Es gab der Warnungen viele.

  4. *LOL* Der Höhepunkt war in der Tat einer: Texte für Zwölfjährige – das ist genau das was taz-Leser brauchen. Weniger für ihre Töchter als für sich selbst.

  5. Petrus Urinus Minor

    Danke, liebe Taz! *Gröhl*

  6. Rechtschaffen

    Habe auch zwei Mal bei der Taz,meinen Kommentar abgegeben.
    Im ersten fordere ich alle anständigen Leser dazu auf,morgen
    die Tazredaktion hier in Berlin zu blockieren und zu verhindern
    das der linke Rassistische und Sexistische Deniz Yücel Zugang
    zu freien Medien hat!
    (haben die Anstandsbürger bei Pro Deutschland am Rathaus Kreuz-
    berg,ja auch hin bekommen)
    mein zweiter Kommentar:
    Hallo Superreporter
    Ich habe deinen Artikel gerade bei Bild-Online,verlinkt.
    Jetzt wirste noch richtig berühmt!
    Als nächstes werde ich bei Facebook,zur Blockade der
    Taz Redaktion aufrufen.Motto:gegen Deniz Yücel-für unsere
    Frauen!

  7. Gardeleutnant

    Das wird je länger je mehr immer lustiger und absurder. Wer das Spektakel noch nicht zur Kenntnis genommen hat, sollte sich überlegen, der »taz«-Seite einen Besuch abzustatten, bevor die Kommentare möglicherweise bald gelöscht werden. Wie sich die linken Spinner da gegenseitig anfeinden und sich ihre jeweiligen kranken Ansichten um die Ohren hauen und vor allem der »taz« mit Boykott und wer weiß was drohen, ist höchst ergötzlich.

    Der jüngste Teil der satirischen Reihe hat inzwischen fast 300 (!) Leserkommentare…

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