Merkels Rede ist SKANDALÖS

12-11-2009 von Christoph Rothämel

Der Volltext findet sich hier.

“Wir stehen hier heute gemeinsam im Gedenken an das Ende eines furchtbaren Krieges, der unermessliches Leid mit sich brachte. Ich verneige mich vor allen Opfern. Wir stehen hier gemeinsam im Bewusstsein unserer Geschichte, die uns – Deutsche und Franzosen – seit Jahrhunderten verbindet, in guten wie in schlimmen Zeiten.

Wir werden nie vergessen, wie sehr in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Franzosen durch Deutsche zu leiden hatten. Der schonungslose Umgang mit der eigenen Geschichte ist – davon bin ich überzeugt – die einzige Grundlage, um aus der Geschichte zu lernen und die Zukunft gestalten zu können. Zugleich weiß ich: Geschehenes kann nicht ungeschehen gemacht werden.

Merkel ist nicht mehr nur moralisch zu verurteilen. Sie gehört nun zu den schleimigsten, widerwärtigsten deutschen IdiotInnen unseres Jahrhunderts.

Zur Wiederholung:
“Am allertiefsten endlich erniedriget es uns vor dem Auslande, wenn wir uns darauf legen, demselben zu schmeicheln. Ein Theil von uns hat schon früher sich sattsam verächtlich, lächerlich und ekelhaft gemacht, indem sie den vaterländischen Gewalthabern bei jeder Gelegenheit groben Weihrauch darbrachten, und weder Vernunft, noch Anstand, gute Sitte und Geschmack verschonten, wo sie glaubten, eine Schmeichelrede anbringen zu können.”
Fichte, Reden an die deutsche Nation

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  1. Nils Wegner sagte:

    "Schonungsloser Umgang mit der deutschen Geschichte", hm?

    Das kann es ja gut, das Bundesmerkel.

  2. Mcp sagte:

    Merkel halt. Sie ist eine gnadenlose Opportunistin, die überall genau das sagt, was man von ihr hören will. Sie ist in der DDR klargekommen und hat ihre Karriere nahtlos in der Bundesrepublik fortgesetzt. Was erwartet ihr von einer solchen Frau? Politische Überzeugungen? Lächerlich.

    Der Besuch war überflüssig. Sie hätte damit warten sollen, bis der Sarkozy das Datum tatsächlich zum Tag der „deutsch-französischen Freundschaft“ umgewidmet und das Protokoll entsprechend angepasst hätte. Ich wäre auf die Diskussion in Frankreich gespannt gewesen.

    Aber 90 Jahre nach dem Ereignis sollte Geschichte nun wirklich Geschichte sein. Sonst müsste ich die Schweden noch heute dafür hassen, dass sie in den Dreißigjährigen Krieg eingegriffen haben. Die "Hätte"-Geschichtsschreibung, die auch in Weißmanns Artikel auf SiN anklingt, ist auf die Dauer recht ermüdend.

    Der Versailler Vertrag war eine Schande, aber die Franzmänner haben dazugelernt.

    Die neuere deutsche Geschichte war eine Tragödie, die heute noch politisiert und die aus diesem Grunde recht einseitig umgeschrieben wird. Vae victis, das Los der Besiegten. Wer daran etwas ändern will, der muss auf Revanche sinnen.

    Aber ehrlich, heute drängen uns ganz andere Probleme, und wenn wir diese nicht lösen, dann wird das deutsche Volk, seine Kultur und seine Geschichte zur bloßen Randnotiz in künftigen Geschichtsbüchern werden. Was wissen wir mehr über die Geschichte und Kultur untergegangener Völker, außer der Tatsache, dass sie irgendwann existiert haben?

  3. Anonymous sagte:

    Schöne Aktion.

    Übrigens: der Geyger-Bogenschütze ist seit 2005 Logo der Zeitschrift hier&jetzt.

  4. Albert sagte:

    Die Aktion gestern fand ich eigentlich nicht so toll und auch etwas ungerecht – was ist denn schlecht an Versöhnungsgesten zwischen ehemaligen Feinden, solange der Selbstrespekt erhalten bleibt?

    Doch die Rede von Merkel ist so widerwärtig und erniedrigend für uns Deutsche, daß ich die Aktion nun doch gutheißen kann.

  5. Vinneuil sagte:

    Von Adenauer und Schumacher zu Angola Murksel… wer hätte sich das träumen lassen?

  6. Marco Reese sagte:

    Oh ja, wie sehr sie zu leiden hatten. Zum Beispiel am Anfang der 40er Jahre, als das Pariser Geistesleben durchaus funktionierte.

    Andersherum haben wir freilich nur Gutes von drüben erfahren, wie das Versailler Diktat.

    Die erste Hälfte des von Ch. R. zitierten Abschnitts ist ja in Ordnung.

    Die zweite, fettgedruckte ganz und gar nicht.

    Was, ganz ehrlich, was soll man dazu noch sagen? Da ist man irgendwie hilflos.
    Deshalb sind Aktionen wie die gestrige das einzig Mögliche, um wirksam Stellung dazu nehmen zu können.
    Nebst der ganzen Schreiberei.

    Ja in der Tat: von Adenauer trennt die Merkelin eine ganze Welt. Der hat sich zu solch einem antideutschen, geschichtsklitternden Unfug nicht hergegeben.

    Ja sogar erklärte Demokraten sind nach 1918 lieber zurückgetreten, als das Diktat anzunehmen.

    Auf ein solches Handeln spuckt Merkel mit ihrem erbärmlichen Verhalten, das gleichsam moralisch eine Wiederholung der Annahme des Diktats bedeutet – die einige ihrer Vorgänger damals eben verweigert haben.

  7. Marco Reese sagte:

    Schonungsloser Umgang mit der eigenen Geschichte würde i. Ü. ja bedeuten, auch bezüglich des 20. Jahrhunderts endlich einmal zu differenzieren.

    Das aber würde dem BRD-Establishment, das sich in solchen Dingen ja doch erstaunlich einig ist, wohl den geistig-politischen Boden entziehen.

    Ist eigentlich das alte Reich schuld an frz. Expansionsversuchen?

  8. Johann Gottlieb Fichte sagte:

    Ich danke Gott dafür recht herzlich, auch noch so lange nach meinem Ableben bei jungen Deutschen Gehör zu finden. Überdies gebe ich zu, daß mir auch die Einbindung in das Video wohl behagt.

  9. derherold sagte:

    Was heißt denn Adenauer und Schumacher ? Auch von Kohl und Schröder hat man derartige Ergebenheitsadressen nicht erlebt …

    Noch ein Zitat von einem, der sich in Frankreich und Deutschland auskannte:
    Es gibt Leute, die nur dadurch den aufrechten Gang bewahrt, indem sie den Stock verschluckt, mit dem sie einst geprügelt.
    Heinrich Heine

  10. Marco Reese sagte:

    War Schröder nicht 2004 in der Normandie?

  11. Anonymus sagte:

    Wo ist denn der Bogenschütze wieder hin???

  12. Th.R. sagte:

    Von Merkel war nichts anderes zu erwarten. Merkel ist schließlich BRD.

    Das anständige Deutschland hingegen weiß, wo sein Platz ist: Morgen, am Volkstrauertag, wird es sich an den Gedenkstätten und Gräbern seiner gefallenen Soldaten versammeln, um ihrer zu gedenken.

  13. Penner sagte:

    Egal was sie sagt, sie wird immer sein hässlich wie Sau! Darauf kommt es an. Auf die inneren Werte.

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