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Junge Union: »Konservativ, das passt nicht zu mir«

Konservative haben in beinahe allen wichtigen politischen Fragen der vergangenen Jahrzehnte Recht behalten: Der Kommunismus ist zusammengebrochen, die DDR existiert nicht mehr, öffentliche Schulden stellen die Handlungsfähigkeit des Staates zunehmend in Frage, der Sozialstaat löst soziale Probleme nicht sondern subventioniert sie, Gleichheitsideologie und Aufgabe von Standards zerstören das Bildungssystem, die demographische Frage ist zur Existenzfrage geworden, und nichteuropäische Zuwanderer sind mit Masse nicht integrierbar. Dennoch sorgt sich die CDU, in der früher stellenweise konservative und patriotische Positionen vertreten wurden, darum, als nicht ausreichend modern und progressiv wahrgenommen zu  werden, und übernimmt in immer größerem Maße historisch widerlegte Positionen.

Ordentliche Haarschnitte einiger Mitglieder der Jungen Union haben nun bei »Spiegel Online« den Verdacht ausgelöst, das es unter der CDU-Jugend noch Restbestände von reaktionärem Gedankengut geben könne. Das Bekenntnis der befragten Mitglieder, die den Verdacht einer konservativen Haltung glaubwürdig zurückweisen, den Grünen positiv gegenüber stehen und für die Auflösung des traditionellen Begriffs von Ehe und Familie eintreten, überzeugt die wachsamen Journalisten aber davon, daß man es hier nicht mit Rechten zu tun hat. Nicht überzeugt sind hingegen einige Kommentatoren, die die Jungunionisten für »spießig« halten. Sie haben Recht: Wer so ideen- und gedankenlos dem destruktiven Zeitgeist hinterherläuft und für die realen Probleme Deutschlands derart blind ist, der ist genauso spießig wie die Masse der deutschen Journalisten oder Grünen, die von solchen Journalisten zum politischen Maßstab erklärt werden.

(Quelle: Projekt Ernstfall)

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5 Kommentare zu “Junge Union: »Konservativ, das passt nicht zu mir«

  1. Bei welcher Versicherung arbeiten denn so viele Migranten?

  2. Ach Mensch, es gibt auch nichts wichtigeres als Homoehe und Frauenquoten. Wenn wir die beiden Probleme lösen, wird Deutschland (mmhh, Tschuldigung, meinte natürlich EU, die Welt) untergehen. Was für eine Scheiß-Partei.

  3. resistance2

    Wer schon mal einen von diesen stromlinienförmigen Parteigängern und Karrieristen getroffen hat, wendet sich mit Schaudern ab. Da ist mir ein überzeugter Linker lieber, als diese Deppen, die verzweifelt dem Zeitgeist hinterher hecheln und doch nur traurige Karikaturen sind.

  4. Meinte natürlich »nicht« lösen.

  5. Wie zuvor auch schon ausgedrückt wurde:

    Die Gesichter sagen nur folgendes aus:

    Ich will einen Posten, ich will an die Pfründe, ich stehe für nichts, ich mache alles, um ein Pfrund zu bekommen und mir ein solches zu erhalten. Würde wir in der DDR leben, wäre meine Partei die SED, würden wir das Jahr 1938 haben, dann eben die NSDAP …

    … ich bin sch… und will verdammt nochmal oben schwimmen, dafür strample ich mich ab …

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