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Raczeks zu Bonn: Becker vs. Weidner

Die Presserklärung der Raczeks zu den unlängst breitgetretenen Vorwürfen mag löblich sein, nützen wird sie wie eigentlich immer fast nichts. Ali Özkan heißt nun der Rechtsvertreter des Raczekmitglieds Christian Becker, der nun unbedingt mit maximaler Wirkkraft die Deutsche Burschenschaft an dem Streit um den Schriftleiter der Burschenschaftlichen Blätter, Norbert Weidner, aufspalten möchte. Selbstverständlich eine weitere gezielte Provokation, die den ein oder anderen betrunkenen Burschen zu einer unbedachten Äußerung verleiten soll. Also Obacht! Die Spioneangeabteilung saß ja offenbar schon gut getarnt im eigenen Bund.

Ich als Außenstehender werde dabei den Eindruck nicht los, als sei Becker gezielt bei den Raczeks eingeschleust oder während seiner Studentenzeit beworben worden, einen mächtigen Skandal zu provozieren. Vielleicht ist es aber auch nur persönliche Geltungssucht oder eine perfide Marketingstrategie für den persönlichen Erfolg. Während sich die etablierten linken Kräfte in Deutschland nicht an Männerbünde wie die Freimaurer, Rotarys oder Lions oder gar die Ausländerbünde wie die Grauen Wölfe oder die Muslimbruderschaft herantrauen, sind die deutschen Burschenschaften solange wie ich denken kann ein dankbares Ziel für Politik und Medien. Die Wühlarbeit läuft ja nicht erst seit gestern. Umso konsternierter war ich dann doch, als ich mir den von Becker angeblich mitbetriebenen Blog Quovadisbuxe einmal angesehen habe:

- den Kopf der Seite schmückt das Logo des berühmtberüchtigten Netz gegen Nazis, das offen Kontakte in die linksextremistische Szene pflegt (Amadeo-Antonio-Stiftung wird von Anetta Kahane, einem erwiesenermaßen früheren kommunistischen Stasispitzel, geleitet), und das ungeniert das Scharnier in die Untiefen des sozialistischen Sozialismusses der BRD bildet. Das Netz gegen Nazis ist eines der medialen Hauptpropagandainstrumente zur Diskreditierung deutscher Selbstbehauptung im 21. Jahrhundert, hier laufen die Fäden der hauptberuflich Identitätsgestörten zusammen.

- die Kontaktemail lautet: quovadisbuxe@die-genossen.de, eine weitere Provokation gegen Konservative (gegen Nazis lustigerweise nicht, denn die sind ja auch Genossen)

- die Betreiber des Blogs haben zudem – Oh Wunder! – eine zugehörige Buchpublikation auf Lager »Ein Burschenschafter packt aus«

Insgesamt wird hier die gesamte Klaviatur des Haupstroms gespielt. Kampf gegen rechts in seiner primitivsten Form. Der hat mit dem mal ein Bier getrunken und der kennt den, der bei der NPD (einer nach wie vor nicht verbotenen Partei!) mal Mitglied war, der einen kennt, der es noch ist. Und überhaupt hat die Hälfte der rechten Burschen mindestens durch die Unterlassung von Verhinderungshandlungen und Denunziationen im persönlichen Umfeld ganz sicher die (bislang immer noch unbewiesenen) Mordtaten der NSU zu verantworten. Oder ist Ihnen Zwickauer Terror Zelle oder doch Thüringer Terror Trio lieber? Ja, liebe Leser, auch diese Verbindungen werden unverblümt von den »Burschenschaftern gegen Neonazis« gezogen.

Das alles spricht für eine aktuell konzertierte und seit langem vorbereitete Aktion, an der noch andere als die öffentlich auftretenden Akteure eine Rolle spielen.

Man könnte jetzt noch tiefer in den Wunden sticheln und die in der Vergangenheit gemachten grundsätzlichen Fehler in der Öffentlichkeitsarbeit der Verbindungen herausstreichen. Das will ich an dieser Stelle sein lassen, aber:

Das schlimmste wäre es nun für die betroffenen Verbindungen nachzugeben, sich zu distanzieren oder sich gar zu entschuldigen. Die Berufsdenunzianten sind zum Teil geschulte Altkader und deren Abkömmlinge. Jede Schwäche würde genutzt, um weiter nachzutreten. Ein klares Bekenntnis zum Deutschen Volk erschüttert diese Hanswürste mehr als es ein verbaler Kampf in ihren eigenen Begriffen es je vermöchte. Franz Joseph Strauß hat gewarnt:

Wer das nicht versteht oder keine Gegenstrategie beherrscht, sollte einmal mehr die Klappe halten.

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