Gesichtet

Vom Linksstaat zum Islamstaat

Als die Beamten der französischen Polizei an jenem nebligen Oktoberabend des Jahres 1977 den grünen Audi in dem Grenzort Mühlhausen durchsuchten, waren sie ob des grausigen Fundes nur wenig überrascht. War doch der aus Rache getötete Hans Martin Schleyer der Grund für die Durchsuchung. Der deutsche Herbst, geprägt von Anschlägen der RAF, unter anderem der Entführung einer Lufthansa-Maschine nach Somalia, die fehlschlug und zum Gruppenselbstmord von inhaftieren Linksterroristen führte, neigte sich seinem Ende entgegen.

Geschickt verstand es die SPD-Regierung Schmidt mit dem Terror umzugehen. Ebenso geschickt verstand es die Bundesrepublik jener Tage, das eine oder andere Bürgerrecht zu verwässern oder gar aufzuheben. Straßensperren mit schwer bewaffneten Polizisten und Personenkontrollen prägten das Straßenbild. Regierungen scheinen eben Krisen zu lieben.

Die Privatisierung politischer Diskriminierung: Böse Zivilgesellschaft

Heute müssen sich die meisten als links, weltoffen, humanistisch und was weiß ich sonst noch Verstehenden nicht mehr die Hände schmutzig machen. Der Marsch der 68er durch so manche Institution, nebenbei eine furchtbare Schande für die stolze Tradition und das Selbstverständnis der europäischen Universitäten, welche mehr und mehr zu Brutstätten einer linken Denkweise wurden, bei der sich Marx und Morus im Grabe drehen würden, ermöglichte ein bequemes Durchregieren von oben. Wer noch nicht das Glück einer Verbeamtung oder bezahlten Stelle in einer der vielen Stiftungen hat, kann sich derweil im Straßenkampf üben und AfD-Plakate rupfen.

Nicht zuletzt haben uns die Ereignisse der späten sechziger, siebziger und achtziger Jahre zu dem Westeuropa (insbesondere Deutschland und Frankreich) geführt, in dem wir alle gut und gerne leben könnten. Auch die Masseninvasion von kulturfremden Eingewanderten, oder zumindest deren Nichtverhinderung, geht zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auf das Konto der notorischen Weltverbesserer.

Islamistische Terrorwelle

Doch was können wir aus diesen Ereignissen lernen? Droht uns doch jüngst eine neue islamistische Terrorwelle. Die islamischen Gemeinschaften Westeuropas können sich über eine hohe Geburtenrate freuen. Zudem ist für reichlich Nachschub gesorgt. Viele Muslime sind längst nicht mehr Reinigungskräfte oder Dönerbudeninhaber.

In den akademischen Kreisen und noch viel stärker im deutschen Mittelstand sind zusehends mehr und mehr Muslime anzutreffen. Den meisten Angehörigen der „Friedensreligion“ liegt es fern, Gewalt im Namen ihres Glaubens anzurichten und kommt es dann doch zu Gewalt, handelt es sich in den überwiegenden Fällen um weltliche, eigennützige Dinge.

Schleichende Veränderung der Städte

Geschichte, so heißt es, wiederhole sich. Das ist sicherlich nicht ganz richtig. Schließlich läuft mit Ausnahme von merkwürdigen Mottopartys kaum jemand in Senatorentoga durch die Straßen Roms. Aber es gibt sehr wohl Parallelen. Ob die islamistischen Anschläge Erfolg haben werden, oder ob sie und ihre Drahtzieher ebenso wie Bader und Co. enden, bleibt offen, denn sehr viel Zuspruch schallt den Attentätern weder von Seiten der europäischen Anhängerschaft Mohammeds, noch von anderen Europäern entgegen.

Doch ändert sich das Straßenbild vieler westeuropäischer Großstädte. Wo einst eine Kneipe war, ist nun eine Schischabar, wo der alte Teeverkäufer noch vor Monaten ein Räumungsverkauf-Schild ins Schaufenster hing, macht nun ein arabischer Supermarkt auf, wo sich im Stadtbus in den frühen Nachmittagsstunden noch vor ein paar Jahren gegenseitig mit deutschen Schimpfwörtern bedacht wurde, versteht man nun kaum noch ein Wort. Die Landnahme und die die Verdrängung der regionalen, deutschen und europäischen Kulturen ist unübersehbar.

Die Linken werden ihr blaues Wunder erleben

Kann daraus, dass es in den 1970ern einen deutschen Herbst gab und nun viele Staaten Westeuropas durchaus als de facto Linksstaaten bezeichnet werden können, geschlussfolgert werden, dass in 40 oder 50 Jahren weite Teile eben jenes Westeuropas als Islamstaaten bezeichnet werden können? Die Unterschiede zwischen 68ern und Muslimen in Europa sind sehr groß, auch in den Bereichen, in denen die Verbesserer der Welt einst ihre Macht errangen.

So ist beispielsweise der Anteil an Muslimen mit einem akademischen Abschluss eher gering, die Kämpfer für Friede und Freude bestanden fast ausschließlich aus mit dem Hochschulsystem Verbundenen. Bei der derzeitigen Entwicklung sieht es ganz nach einem Austausch (nein, hier handelt es sich nicht um eine Verschwörung, denn Geschichte wird nicht nur gemacht, sie passiert auch), einer Umwälzung der Gesellschaft aus. Sicher mag der Vergleich nicht völlig treffend sein, aber wie für einen Linksstaat vor 50 Jahren, so besteht heute für einen zukünftigen Islamstaat eine breite und überzeugte Basis, die im Übrigen von selbigem Linksstaat importiert wurde.

Damals führten die Anschläge im Großen und Ganzen nicht unmittelbar zum Erfolg, die stille Unterwanderung schon. Ebenso sind Anschläge heute, wenn auch in gewissen Kreisen gefeiert, nicht das, was die Gesellschaft umstürzt, auch wenn einige vor der Gewalt einknicken.

Stille Unterwanderung

Es ist die stille Unterwanderung durch den Islam, wie durch die 68er, die die Gesellschaft ins Wanken bringt. Es ist ein unerklärter Krieg eines Millionenheeres, das tief in unsere Länder eingesickert ist. Dieser Kampf verschiebt unsere Lebensweise langsam, aber beständig in Richtung Islam.

Die Anschläge sind lediglich die Taten einiger Übereifriger, die den Koran wortwörtlich auslegen und denen es nicht schnell genug geht. Mitte der 1930er Jahre hätten vermutlich viele Menschen, wenn sie gefragt worden wären, den Faschismus und den Kommunismus als Sieger über die Demokratie und den freien Markt gesehen. Hoffen wir, dass unsere düsteren Zukunftsprognosen ebenso unerfüllt bleiben, wie die der 1930er.

(Bild: Pixabay)


2 Kommentare zu “Vom Linksstaat zum Islamstaat

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