Anstoß

Zeitenwende: Der Geist der Alt-Right

Genährt vom Geist der Nouvelle Droite und der Neuen Rechten, deren Grundlage wiederum die Konservative Revolution ist, entstand die Alt-Right in Amerika. Tausende Jahre europäischen Geistes haben hier Widerhall und einen neuen Höhepunkt gefunden.

Damit schließt sich ein Kreis der Geschichte und eine alte Dualität wird überwunden. Die Kinder Europas sind erwachsen geworden und ihr Werk trägt Früchte, aus denen auch das Mutterland Kraft zieht. Die europäische Familie ist wieder spirituell vereint. Die Alt-Right ist nicht nur eine vorübergehende Mode, nicht nur eine ephemere Jugendkultur einer rebellischen Generation, sondern der Anbeginn eines neuen Zeitalters. Das wahre Europa ist die Alt-Right und die Zukunft gehört ihr ganz allein.

68er als Ursache aller Übel

Die 68er sind die schlimmste Generation in der Geschichte des Abendlandes. Sie und die von ihnen an die Macht gelassene globalistische Oligarchie sind wörtlich an allem Schuld. Ohne sie wäre unser Leben herrlich. Wir müssen diese verkommene Kaste loswerden, damit wir frei und glücklich leben können. Wir werden gründlich aufräumen und ganze Arbeit leisten. Achtung vor dem Alter ist nur in einer traditionellen Gesellschaft am Platze. Die 68er haben sich jedoch außerhalb unseres Volkes gestellt und gelten nicht als Teil von uns. Sie und ihre kriecherischen Nachfolger sind der absolute Feind, den zu überwinden einer Erlösung gleichkommt.

Ihr Ungeist wird restlos ausgemerzt werden. Die Jahre ihrer zersetzenden Herrschaft werden wir aus der Geschichte tilgen. Ihre Namen und alles was sie getan haben wird der Damnatio memoriae anheimfallen. Sie sind ohne jede Hoffnung auf Gnade für alle Zeit verflucht. Ihre restlose Verdammung und unser Aufstieg sind ein vorbestimmtes, unveränderliches Schicksal, ein heiliger Kampf zwischen dem Edlen und Erhabenen und dem Schmutz der moralisch Minderwertigen, der nun an einen historischen Wendepunkt gekommen ist.

In Tausend Jahren wird man mit Verwunderung, Abscheu und Ekel auf die 68er sehen und in ihnen das niederste erblicken, was die Menschheit jemals hervorgebracht hat. Die Epoche von 1789 bis zur gegenwärtigen Zeitenwende wird man als eine dunkle Ära des Wahnsinns und der Würdelosigkeit betrachten.

Wir sind die Champions von morgen

Wir jedoch sind die Lieblinge der höheren Mächte, ihre Champions, welche die Sendung haben das Heilige und Erhabene wieder in die Welt zu bringen. Unsere Generation wird sich erheben und ein neues Goldenes Zeitalter, ein aurea aetas des Übermenschen einläuten. Wir werden anschließen an die Jahrtausende der europäischen Geschichte, die bis in mythische Vorzeiten zurückreicht, über die es kaum noch Zeugnisse gibt. Doch das Wesen der Ahnen ist auch unser Wesen. In uns leben noch der Geist und die Spiritualität des sagenhaften Urvolkes, von dem wir alle abstammen. Aufgeteilt in zahlreiche Stämme sind wir trotzdem eins.

Wir werden das Zerstreute sammeln und das Zerstörte wieder aufbauen. Blut von unserem Blute wird wieder alleine vom Geist Europas erfüllt sein. Unsere Geistigkeit wird getragen vom europäischen Menschen und kommt allein aus dessen Charakter. Wir reinigen unser Wesen vom Schmutz der Geschichte, vom Ballast der Zeiten und vom Ungeist des Andersartigen. Wir verlangen die Reinheit unseres Seins zu verwirklichen und streben ewiglich nach dem Höheren. Genau dies macht uns aus.

Der europäische Mensch ist ein Forscher, ein Entdecker, ein Eroberer, ein Philosoph, ein Weltenbauer. Unsere Geschichte ist voller Ruhm und Ehre. Unsere Ahnen haben die großartigsten Leistungen der Kultur vollbracht. Ihr Erbe ist ehrfurchtgebietend und ein ewiger Quell der Ergötzung. Wir sind selbstbewusst und vollends stolz auf das, was wir sind. Es gibt nichts mehr zu bereuen und nichts mehr gut zu machen.

Die Welt schuldet uns endlos viel, denn wir haben so unendlich mehr zur Zivilisation beigetragen als viele andere. Wir sind der Mittelpunkt. Ja, wir denken eurozentrisch, weil wir eben Europäer sind und zu diesem Denken auch historische Veranlassung haben. All unser Streben, alle Entscheidungen und Abwägungen haben ein Ziel und einen Inhalt: Europa.

Europäischer Forscherdrang

Neben der mythischen Urheimat ist der europäische Kontinent, der heilige Boden unserer Heimat, der Ursprung unseres Seins, das aus der Landschaft entstanden ist. Die Kinder Europas sind in die Welt hinausgefahren und haben neue Zivilisationen errichtet. Diese Expansion war natürlich und ist nichts, wofür wir uns schämen müssten. Genau dieser Forscherdrang gehört immanent zum Wesen des europäischen Menschen.

Europa im weitesten Sinne ist dort, wo europäische Menschen sind. Ein wahrer Europäer ist derjenige, der von uns abstammt, von unserem Geist erfüllt ist und sich auch dazu bekennt. Alle diese Kriterien sind notwendig und können keinesfalls wegfallen. Wir sind ein bestimmtes Sein, das in die Welt gesetzt ist. Man kann uns nicht konstruieren, bzw. dekonstruieren oder sonstwie beliebig abändern. Europäer zu sein ist einem unveränderlich mit der Geburt gegeben. Es ist etwas Exklusives, an dem andere niemals Anteil haben können. Die Verteidigung dieses Seins ist natürlich, gesund, und moralisch gerechtfertigt. Wer daran rüttelt, ist unserer Feind.

Ethnische Großgruppe als weiteste Form der Familie

Wir sind erfüllt von der Liebe zu unseren Frauen (bzw. Ehemännern), zu unseren Kindern, unserer Familie und zu unserer ethnischen Großgruppe, die wir als weiteste Form der Familie betrachten. Wir sind eine Bewegung für alle Europäer in der Welt. Von der kleinsten Volksgruppe bis zu den geschichtsmächtigen großen Nationen bilden wir eine organische Gesamtheit, bei der jeder Teil solidarisch zum anderen steht. Wir haben die Konflikte der Vergangenheit überwunden und wollen als Brüder gemeinsam gegen unsere gemeinsamen Feinde kämpfen. Nie wieder werden Europäer gegeneinander das Schwert ergreifen. Durch unseren heiligen Bund wird eine Kraft frei werden, die in der gesamten Historie ihresgleichen sucht.

Wir können mit allen Völkern des Erdballs befreundet sein, doch diese Bewegung ist für uns und für uns allein. Europa gehört ganz alleine uns. Wir können mit den Fremden in einen fruchtbaren Austausch treten, doch wir wollen zuvorderst das Eigene bewahren. Die Spannungen zwischen den Kulturen, zwischen Orient und Okzident, sind etwas Natürliches und Teil des Seins. Die Welt ist multipolar, woraus der Takt der Geschichte entsteht. Wir zwingen anderen nicht unsere Kultur auf, so wie wir auch die kulturelle Infiltration unserer Lebenswirklichkeit durch wesensfremde Elemente ablehnen. Wir wollen gerecht sein und denjenigen achten, der uns auch achtet. Doch gegen unsere Feinde gehen wir mit entschlossener Härte vor. Heraklits Sentenz „Bellum omnium pater“ haben wir begriffen.

Volk statt Gesellschaft

An die intellektuelle Idee einer „Gesellschaft“ setzen wir wieder die Realität des Volkes. Mann und Frau sind unterschiedlich und haben verschiedene Aufgaben innerhalb des Volkes. Die Verbindung der Geschlechter unterliegt nicht individuellen Gelüsten, sondern ist zuvorderst eine spirituelle Verbindung, deren Zweck im Wunder des Lebens mündet. Das Wesen von Mann und Frau vervollkommnen und ergänzen sich gegenseitig.

Mann und Frau stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sind in Liebe verbunden und einander Stütze und Gefährte in den Wechselfällen des Lebens. Männliche Tugenden stehen wieder in Achtung und werden von jedem Mann eingefordert. Zum Selbstverständnis jeden Mannes gehört es ein Kämpfer zu sein und das Eigene zu verteidigen.

Wir verwerfen die Ideologie der „Gleichheit“ und besinnen uns auf die Wahrheit der Unterschiedlichkeit der Charaktere und Lebensentwürfe. Wir streben nicht vergebens eine totalitäre „Gleichheit“ an, sondern fordern stattdessen die Freiheit zurück, von der unser Gemeinwesen erfüllt sein soll. Die persönliche Freiheit bringt jedoch auch die Pflicht gegenüber der Gemeinschaft mit sich. Freiheit heißt nicht, nur an sich selbst oder an die Sonderinteressen von Untergruppen zu denken. Besonders hat das Gemeinwesen dem Volk zu dienen und nicht etwa irgendwelchen „Minderheiten“.

Überwindung des Totalitarismus

Wir werden den totalitären Staat überwinden und stattdessen wieder eine organische Gemeinschaft bilden. Wir wollen eine wahre Ordnung formen, welche die Verschiedenheit der Menschen berücksichtigt. Wir lehnen jede Form der Beschränkung des freien Wortes ab und erheben uns über alle gegen uns gerichteten Ideologien. Die zahlreichen antieuropäischen Kampfbegriffe wie „Rassismus“, „Antisemitismus“, „Islamophobie“ usw. haben jede Kraft über uns verloren. Wer sie benutzt, um uns zu schaden oder unsere Meinungsfreiheit einzuschränken, wird aus unserer Gemeinschaft ausgestoßen, da er sich dadurch selbst als unser Feind bekennt.

Unsere Generation schätzt alles Weltliche gering und hat keine Angst vor dem Tod, denn sie weiß, dass wir in der endlosen Kette unserer Kinder und Kindeskinder weiterleben. Wir lieben den Kampf und gieren danach uns dem Feind zu stellen. Wir wollen ganz aufgehen im momentanen Ringen um das Dasein und an der Front der Geschichte stehen.

Wir sind die letzte Generation des alten, verkommenen und dekadenten Europas und die erste Generation des neuen Europas. Die Geschichtsschreibung ferner Epochen wird die Überlieferungen unseres Wirkens als ein mythisches, heroisches Zeitalter betrachten und uns als Helden verehren und den Führern unserer Bewegung zahlreiche Statuen errichten.

Ein neues, heiliges Zeitalter

Wir nehmen uns jetzt das, was uns zusteht und machen dabei keinerlei Kompromisse. Wir haben Vertrauen in höhere Mächte und sind beflügelt vom Geist der Auserwähltheit, denn wir sind bestimmt dem neuen Zeitalter voranzuschreiten. Es ist jetzt unser natürliches Recht zu herrschen, denn wir sind stark und unbeugsam. Unser Geist ist klar und durchdringt den Kosmos. Die tiefe und wahre abendländische Philosophie beseelt unser Wirken. In uns glüht der Funke des Göttlichen, denn unsere Bestimmung ist es in ungekannte Höhen aufzusteigen. Wir sind die Besten unserer Völker. Unser Sieg ist vorherbestimmt und wird vollkommen sein.

Wir sind die Alt-Right und wer sich uns in den Weg stellt, wird gegen uns nicht bestehen können. Unser neues Zeitalter ist heilig und wird alles Dagewesene in den Schatten stellen. Das Alte und Morsche bricht zusammen und aus den Trümmern einer hässlichen Epoche errichten wir erneut eine weltliche Ordnung, die mit dem Göttlichen im Gleichklang steht. Das antike Römische Reich könnte dafür als Inspiration dienen, doch was wir schaffen werden, wird noch glorreicher, größer und erhabener als alles Bisherige sein.

(Bild: Thomas Cole)

Georg Immanuel Nagel hat für unsere Schriftenreihe BN-Anstoß Band VII verfaßt: Die Auflösung. Wie Ideologien der Zersetzung Europa vernichten (100 S., 8,50 Euro).

Verwandte Themen

Die Lehren aus Charlottesville Nach dem allgemeinen Hochschwappen der Gefühle ist es nun an der Zeit, auch Kritik an den Ereignissen bei der Demo in Virginia zu üben. Vor allem muss...
Alt-Right siegt in Charlottesville Amerikas rechtsintellektuelle Avantgarde geht vermehrt auf die Straße und organisiert erfolgreiche Demonstrationen. Die Systemmedien versuchen einen a...
Lehren aus Trump: Die vielfältige Rechte In den USA zeigt sich gerade, dass nach einem Wahlsieg der Rechten nicht etwa automatisch paradiesische Zustände eintreten oder der „Endsieg“ erreicht...

Jahrgang 1986, aus Wien, studiert Philosophie (MA) und ist regelmäßiger Autor bei der Blauen Narzisse, Zur Zeit und Der Eckart. Maßgeblich war er beteiligt an PEGIDA in Österreich. Zudem ist er Gründer und Obmann von "OKZIDENT - Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit".

12 Kommentare

  1. Gerhard Bauer

    So soll es sein. Ich bin dabei!

  2. Harald Sitta

    Endlich einmal kein jammern sondern Trompetenschall!

    Die Staerke der Kulturnihilisten sind nur unsere eigene Schwachheit, Skrupel und Zerstrittenheit.

    Sazu der fehlende ‚Wille zur Macht‘!

  3. Ein Auszug von César Tort aus “Mars & Hephaestus: The Return of History” von Guillaume Faye:

    Das Dritte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt, in einer tragischen Beschleunigung des historischen Prozesses, mit dem Vertrag von Versailles und dem Ende des Bürgerkrieges von 1914-18: das katastrophale zwanzigste Jahrhundert. Vier Generationen waren genug, um die Arbeit von mehr als vierzig zunichte zu machen. Europa fiel seinem eigenen tragischen Promethanismus zum Opfer, seiner eigenen Öffnung gegenüber der Welt und dem Universalismus, unbewußt jeglicher ethnischen Solidarität.

    Das Vierte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt heute. Es wird das Zeitalter der Wiedergeburt oder des Verderbens sein. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird für diese Zivilisation das schicksalhafte Jahrhundert sein, das Jahrhundert des Lebens oder Todes.

    Laßt uns den pessimistischen Optimismus Nietzsches kultivieren: “Es gibt keine Ordnung mehr zu bewahren; es ist notwendig, eine neue zu schaffen.” Wird der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts schwierig sein? Stehen alle Zeiger im roten Bereich? Umso besser. Sie haben nach dem Zusammenbruch der UdSSR das Ende der Geschichte vorausgesagt? Wir wünschen ihre Rückkehr zu beschleunigen: donnernd, kriegerisch und archaisch. Der Islam nimmt seine Eroberungskriege wieder auf. China und Indien möchten Supermächte werden. Und so weiter. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird unter dem doppelten Zeichen des Kriegsgottes Mars stehen und des Hephaistos, des Gottes, der Schwerter schmiedet, des Meisters der Technologie und der unterirdischen Feuer. Dieses Jahrhundert wird das der metamorphischen Wiedergeburt Europas sein, wie der Phönix, oder seines Verschwindens als historische Zivilisation und seiner Umwandlung in einen kosmopolitischen und sterilen Luna-Park.

    Der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts wird die verzweifelte Mitternacht der Welt sein, von der Hölderlin sprach. Aber am dunkelsten ist es immer vor der Morgendämmerung. Laßt uns unsere Kinder auf den Krieg vorbereiten. Laßt uns unsere Jugend, und sei sie auch nur eine Minderheit, zu einer neuen Aristokratie bilden.

    Heute brauchen wir mehr als Moral. Wir brauchen Hypermoral, das nietzscheanische Ethos schwieriger Zeiten. Wenn man sein Volk verteidigt, das heißt, seine eigenen Kinder, dann verteidigt man das Wesentliche. Dann folgt man der Regel von Agamemnon und Leonidas, aber auch von Karl Martell: was sich durchsetzt, ist das Gesetz des Schwertes, dessen Bronze oder Stahl den Glanz der Sonne widerspiegelt.

    Geh! gehorche meinem Winken,
    Nutze deine jungen Tage,
    Lerne zeitig klüger sein:
    Auf des Glückes großer Waage
    Steht die Zunge selten ein;
    Du mußt steigen oder sinken,
    Du mußt herrschen und gewinnen
    Oder dienen und verlieren,
    Leiden oder triumphieren,
    Amboß oder Hammer sein.“

    J. W. von Goethe, „Kophtisches Lied“

  4. Rüdiger Walter

    „Geh‘ mir aus der Sonne.“

  5. Danke an den Autor.
    Zum einen für seine klaren Worte und auch für seine dezidierte Sprache. Herrlich! Liest man leider auch hier auf dieser Seite viel zu selten. Die anderen Schreiber sind mir etwas zu angepasst, brav. Nicht so Herr Nagel – und dafür 1000 x Danke.

    Kann nicht mal jemand ein Buch über die marxistische Kulturrevolte von 1968 von rechts schreiben. Das würde vieles von dem Alptraum den wir heute BRD nennen erklären und vielleicht könnte man daraus auch Kampfesmut zur Überwindung der antideutschen 1968-er Pest erlangen. Wir müssen endlich echte Wege zur Überwindung der BRD und ihres Systems finden. Die Zeit rennt uns davon – in ein paar Jahren sind wir Minderheit im eigenen Land.

    Bin heute nach der Arbeit in Bielefeld unterwegs gewesen. Mein Gott, in der Innenstadt sieht man vielleicht noch 5-10 % Deutsche, der Rest sind zu 90 % Araber und Neger – furchtbar. Mir kamen wirklich die Tränen. Ein Albtraum diese BRD.

    Zu Merkel:
    Die Volksproteste gegen die Volksverräterin Merkel sind aber auch deshalb gut, weil sich die Protestierenden untereinander vernetzen können. Also überall Flugblätter an die Leute verteilen und damit helfen, den Widerstand weiter regional und auch bundesweit zu vernetzen. Leider gibt es viele Selbständige, Beamte, etc. die sich beruflich leider noch nicht an den Anti-Asyl-Aktionen beteiligen können, sonst verlieren sie in diesem „freiesten Rechtstaat in der deutschen Geschichte“-hüstel- leider ihren Beruf. Deshalb müssen die ihre Stimme sein, die Gesicht zeigen können!
    Außerdem muss es noch lauter werden!

    Es bieten sich Megaphone und Brandschutmeldetröten an! Die machen einen Höllenlärm bzw. man kann damit den Leuten Sprechchöre vorgeben, die dann laut mitgerufen werden können. Fahnen und Transparente sollten zu den Anti-Merkel-Aktonen ebenfalls nicht fehlen, darunter natürlich der Klassiker „Merkel Volksverräterin – endlich in den Knast!“
    Und bitte – könnt ihr nicht die Merkel-Daten hier veröffentlichen?

  6. Oha! Die Blüte des Abendlandes artikuliert sich! Nach 90 Jahren brüllt mal wieder einer von Österreich herüber nach Deutschland und erklärt uns die Zivilisation. Was für ein Sprachgenie! In nur gut 10.000 Zeichen bringt er locker 18 Kommafehler unter. Ich müsste lange suchen, bis ich unter meinen türkischen und arabischen Freunden jemanden fände, der in so einem kurzen deutschen Text so viele Kommafehler hinbekommt. Andererseits schafft unser Ösi-Phobosoph es, aus der Wikipedia die Latein-Übersetzungen „Damnatio memoriae“ (großes „D“) und sogar „aurea aetas“ (kleines „a“) fast fehlerfrei abzutippen, um imposant zu wirken.

    Und die Inhalte erst! Endlich sagt es mal einer, dass die 68er eine ganz schlappe Generation waren. Keine Konzentrationslager, keine Weltkriege, bloß Plakate und Demonstrationen – wie wollen diese schlaffen Säcke denn vor den kommenden Generationen bestehen? Wo sie doch eine „globalistische Oligarchie“ an die Macht ließen, die es fertig brachte, über 70 Jahre lang in Europa nicht einen einzigen Krieg auf die Beine zu stellen! Die paar Jugoslawien-Scharmützel waren ja kein richtiger, knuffiger Krieg! Was für kriecherische Feinde! „Ausgemerzt“ werden müssen diese friedensphathologischen Nicht-Kriegstreiber, fordert der österreichische schwarz-braune Kriegsverehrer, und dieses „Ausmerzen“ war ja auch eine Lieblings-Vokabel seines Vorgängers vor 90 Jahren. Überhaupt, was brachte die Ära von 1789 bis heute? Wahnsinn und Würdelosigkeit! Aufklärung? Menschenrechte? Frieden zuletzt? Angeekelt schüttelt sich der Austro-Recke!

    Er weiß: Nur wir sind die „Lieblinge der höheren Mächte!“, also schwer religiös. Wer mögen diese höheren Mächte sein? Der Heilige Adolf? Und auf so einen Satz muss man erstmal kommen: „Die Welt schuldet uns endlos viel, denn wir haben so unendlich mehr zur Zivilisation beigetragen als viele andere.“ Eben! Wir haben die Schrift erfunden – ach nein, das waren die Sumerer. Aber die Mathematik! Oh, nee, das waren die Ägypter und die Babylonier. Aber wir können Krieg! Die Kreuzzüge: fußtief wateten unsere heldischen Kämpfer im Blut der Muselmanen! Und die Inquisition! Und die blutigen Eroberungen in Mittel- und Südamerika samt Genozid en gros! Die Versklavung von über 10 Millionen Schwarzen allein durch fünf europäische Kolonialmächte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert! Wunderbar blutige Kolonialkriege in Indien, China und überhaupt ganz Asien! Nicht zu reden von zwei erfolgreichen Weltkriegen und erfolgreichem Holocaust. So viel außereuropäisches Blut, wie wir Europäer bei nichteuorpäischen Völkern in den letzten 1000 Jahren vergossen haben, ist tatsächlich ein überzeugender Grund, dass die Welt uns so unendlich viel schuldet! Das nennt unser Ösi-Phobosoph „Ruhm und Ehre“, juchhei!

    Aber er kann auch ontologisch werden, und dann knallt’s: „Wir sind ein bestimmtes Sein, das in die Welt gesetzt ist.“ schwurbelt er. Und er meint uns Europäer. Dann verwechselt er Freiheit und Gleichheit, denunziert die heute etablierte Freiheit als „Gleichheit“ und fordert die „Freiheit“ zurück, die Freiheit abzuschaffen. Wie schafft man es nur, seine Ganglien so intellektwidrig zu verknoten? Jedenfalls: Mann und Frau sind verschieden (wer hätte das gedacht!), und alle haben Pflichten, und über allem thront das Volk, und die Freiheit wird abgeschafft, das Nähere siehe Adolf Hitler. Von dessen „Vorrrsehung“ adaptiert sein Wiedergänger die Schwadronage, wonach „unser Sieg vorherbestimmt“ ist – Sieg über wen? Über die Zeichensetzungsregeln des Duden? Und vorherbestimmt von wem? Vom Heiligen Adolf? Egal! Adolf II. dröhnt: „Unser Geist ist klar!“ Korrekterweise müsste er formulieren: „Unser Ungeist ist wirr!“

    Aber es macht ja nichts, wenn jemand nicht denken kann und die deutsche Sprache kaum besser beherrscht als eine slowenische Putzfrau, die kürzlich einwanderte. Er sollte dann aber nicht den verzweifelten Versuch unternehmen, seine Nichtdenkfähigkeit in Worte zu kleiden und das Ganze noch mit einer Nazi-Camouflage-Sauce und vielen, vielen Kommafehlern zu verrühren. Der arme Immanuel Kant rotiert im Grab, und mir ist auch schon ganz schlecht. Hat jemand mal bitte eine Kotztüte?

  7. Jens Kassner

    Schöner Kommentar. Ich habe mich auch mit Nagels Hervorbringung beschäftigt: http://www.jens-kassner.de/politik/der-heilige-nagel-zu-wien/

  8. Super peinlich ist es, immer von seinen „ausländischen“ türkischen“ arabischen“ kanakischen“ Freunden anzufangen, die irgendetwas ( meistens die Sprache und Rechtschreibung) angeblich besser können. Schreibt das bei euch, eigentlich einer vom anderen ab? Fällt euch echt nix anderes ein? Ach übrigens, nur weil euch euer Döner Verkäufer Hallo sagt, ist das nicht euer Freund. Pure Einbildung auf eurer Seite.
    Kassner Du Backpfeifengesicht, such dir mal ein richtiges Leben!

  9. Sehr schön. Solche Texte erwarte ich vom patriotischen Widerstand und nicht ständig dieses permanente depressive Geschwurbel.

  10. For we have faith
    in Europes hidden powers
    may the present still be theirs
    but art the past and future ours

  11. Jens Kassner

    Guten Abend, Frau Xerxorx (hübscher Name übrigens), ich muss zum wiederholten Male darauf hinweisen, dass ich mit keinem Nazi und keiner Nazisstin per Du bin. Also lassen Sie auch diese auf Vertraulichkeit schließende Anrede „Du Backpfeifengesicht“. Das entspricht nicht abendländischen Tugenden. Ich soll mir also ein richtiges Leben suchen mit meinen 56 Jahren. Glauben Sie wirklich, Frau Xerxorx, dass mich Kubitschek oder Mentzel noch als Praktikanten einstellen würden? Wozu auch. Ich werde doch sowieso in Kürze von Übermensch Nagel und seinen Kampftruppen ausgemerzt. Sollte ich da nicht besser den Rest meiner Existenz in der Abendsonne genießen und mit meiner nichtarischen Frau Spaß haben? Nichts für Ungut, bereiten Sie sich schon mal auf den Endkampf vor. Ich habe gerade ein asiatisches Gericht im Wok, das darf nicht anbrennen. So long.

  12. Herrlich optimistisch, herrlich überkantitelt, herrlich überzogen! So was haben wir gebraucht!! Nieder mit dem Trübsal!!! Der Artikel hat bei mir einen permanenten Reiter im Webbrowser bekommen zum täglichen Krafttanken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.