Anstoß

Zeitenwende: Der Geist der Alt-Right

Genährt vom Geist der Nouvelle Droite und der Neuen Rechten, deren Grundlage wiederum die Konservative Revolution ist, entstand die Alt-Right in Amerika. Tausende Jahre europäischen Geistes haben hier Widerhall und einen neuen Höhepunkt gefunden.

Damit schließt sich ein Kreis der Geschichte und eine alte Dualität wird überwunden. Die Kinder Europas sind erwachsen geworden und ihr Werk trägt Früchte, aus denen auch das Mutterland Kraft zieht. Die europäische Familie ist wieder spirituell vereint. Die Alt-Right ist nicht nur eine vorübergehende Mode, nicht nur eine ephemere Jugendkultur einer rebellischen Generation, sondern der Anbeginn eines neuen Zeitalters. Das wahre Europa ist die Alt-Right und die Zukunft gehört ihr ganz allein.

68er als Ursache aller Übel

Die 68er sind die schlimmste Generation in der Geschichte des Abendlandes. Sie und die von ihnen an die Macht gelassene globalistische Oligarchie sind wörtlich an allem Schuld. Ohne sie wäre unser Leben herrlich. Wir müssen diese verkommene Kaste loswerden, damit wir frei und glücklich leben können. Wir werden gründlich aufräumen und ganze Arbeit leisten. Achtung vor dem Alter ist nur in einer traditionellen Gesellschaft am Platze. Die 68er haben sich jedoch außerhalb unseres Volkes gestellt und gelten nicht als Teil von uns. Sie und ihre kriecherischen Nachfolger sind der absolute Feind, den zu überwinden einer Erlösung gleichkommt.

Ihr Ungeist wird restlos ausgemerzt werden. Die Jahre ihrer zersetzenden Herrschaft werden wir aus der Geschichte tilgen. Ihre Namen und alles was sie getan haben wird der Damnatio memoriae anheimfallen. Sie sind ohne jede Hoffnung auf Gnade für alle Zeit verflucht. Ihre restlose Verdammung und unser Aufstieg sind ein vorbestimmtes, unveränderliches Schicksal, ein heiliger Kampf zwischen dem Edlen und Erhabenen und dem Schmutz der moralisch Minderwertigen, der nun an einen historischen Wendepunkt gekommen ist.

In Tausend Jahren wird man mit Verwunderung, Abscheu und Ekel auf die 68er sehen und in ihnen das niederste erblicken, was die Menschheit jemals hervorgebracht hat. Die Epoche von 1789 bis zur gegenwärtigen Zeitenwende wird man als eine dunkle Ära des Wahnsinns und der Würdelosigkeit betrachten.

Wir sind die Champions von morgen

Wir jedoch sind die Lieblinge der höheren Mächte, ihre Champions, welche die Sendung haben das Heilige und Erhabene wieder in die Welt zu bringen. Unsere Generation wird sich erheben und ein neues Goldenes Zeitalter, ein aurea aetas des Übermenschen einläuten. Wir werden anschließen an die Jahrtausende der europäischen Geschichte, die bis in mythische Vorzeiten zurückreicht, über die es kaum noch Zeugnisse gibt. Doch das Wesen der Ahnen ist auch unser Wesen. In uns leben noch der Geist und die Spiritualität des sagenhaften Urvolkes, von dem wir alle abstammen. Aufgeteilt in zahlreiche Stämme sind wir trotzdem eins.

Wir werden das Zerstreute sammeln und das Zerstörte wieder aufbauen. Blut von unserem Blute wird wieder alleine vom Geist Europas erfüllt sein. Unsere Geistigkeit wird getragen vom europäischen Menschen und kommt allein aus dessen Charakter. Wir reinigen unser Wesen vom Schmutz der Geschichte, vom Ballast der Zeiten und vom Ungeist des Andersartigen. Wir verlangen die Reinheit unseres Seins zu verwirklichen und streben ewiglich nach dem Höheren. Genau dies macht uns aus.

Der europäische Mensch ist ein Forscher, ein Entdecker, ein Eroberer, ein Philosoph, ein Weltenbauer. Unsere Geschichte ist voller Ruhm und Ehre. Unsere Ahnen haben die großartigsten Leistungen der Kultur vollbracht. Ihr Erbe ist ehrfurchtgebietend und ein ewiger Quell der Ergötzung. Wir sind selbstbewusst und vollends stolz auf das, was wir sind. Es gibt nichts mehr zu bereuen und nichts mehr gut zu machen.

Die Welt schuldet uns endlos viel, denn wir haben so unendlich mehr zur Zivilisation beigetragen als viele andere. Wir sind der Mittelpunkt. Ja, wir denken eurozentrisch, weil wir eben Europäer sind und zu diesem Denken auch historische Veranlassung haben. All unser Streben, alle Entscheidungen und Abwägungen haben ein Ziel und einen Inhalt: Europa.

Europäischer Forscherdrang

Neben der mythischen Urheimat ist der europäische Kontinent, der heilige Boden unserer Heimat, der Ursprung unseres Seins, das aus der Landschaft entstanden ist. Die Kinder Europas sind in die Welt hinausgefahren und haben neue Zivilisationen errichtet. Diese Expansion war natürlich und ist nichts, wofür wir uns schämen müssten. Genau dieser Forscherdrang gehört immanent zum Wesen des europäischen Menschen.

Europa im weitesten Sinne ist dort, wo europäische Menschen sind. Ein wahrer Europäer ist derjenige, der von uns abstammt, von unserem Geist erfüllt ist und sich auch dazu bekennt. Alle diese Kriterien sind notwendig und können keinesfalls wegfallen. Wir sind ein bestimmtes Sein, das in die Welt gesetzt ist. Man kann uns nicht konstruieren, bzw. dekonstruieren oder sonstwie beliebig abändern. Europäer zu sein ist einem unveränderlich mit der Geburt gegeben. Es ist etwas Exklusives, an dem andere niemals Anteil haben können. Die Verteidigung dieses Seins ist natürlich, gesund, und moralisch gerechtfertigt. Wer daran rüttelt, ist unserer Feind.

Ethnische Großgruppe als weiteste Form der Familie

Wir sind erfüllt von der Liebe zu unseren Frauen (bzw. Ehemännern), zu unseren Kindern, unserer Familie und zu unserer ethnischen Großgruppe, die wir als weiteste Form der Familie betrachten. Wir sind eine Bewegung für alle Europäer in der Welt. Von der kleinsten Volksgruppe bis zu den geschichtsmächtigen großen Nationen bilden wir eine organische Gesamtheit, bei der jeder Teil solidarisch zum anderen steht. Wir haben die Konflikte der Vergangenheit überwunden und wollen als Brüder gemeinsam gegen unsere gemeinsamen Feinde kämpfen. Nie wieder werden Europäer gegeneinander das Schwert ergreifen. Durch unseren heiligen Bund wird eine Kraft frei werden, die in der gesamten Historie ihresgleichen sucht.

Wir können mit allen Völkern des Erdballs befreundet sein, doch diese Bewegung ist für uns und für uns allein. Europa gehört ganz alleine uns. Wir können mit den Fremden in einen fruchtbaren Austausch treten, doch wir wollen zuvorderst das Eigene bewahren. Die Spannungen zwischen den Kulturen, zwischen Orient und Okzident, sind etwas Natürliches und Teil des Seins. Die Welt ist multipolar, woraus der Takt der Geschichte entsteht. Wir zwingen anderen nicht unsere Kultur auf, so wie wir auch die kulturelle Infiltration unserer Lebenswirklichkeit durch wesensfremde Elemente ablehnen. Wir wollen gerecht sein und denjenigen achten, der uns auch achtet. Doch gegen unsere Feinde gehen wir mit entschlossener Härte vor. Heraklits Sentenz „Bellum omnium pater“ haben wir begriffen.

Volk statt Gesellschaft

An die intellektuelle Idee einer „Gesellschaft“ setzen wir wieder die Realität des Volkes. Mann und Frau sind unterschiedlich und haben verschiedene Aufgaben innerhalb des Volkes. Die Verbindung der Geschlechter unterliegt nicht individuellen Gelüsten, sondern ist zuvorderst eine spirituelle Verbindung, deren Zweck im Wunder des Lebens mündet. Das Wesen von Mann und Frau vervollkommnen und ergänzen sich gegenseitig.

Mann und Frau stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sind in Liebe verbunden und einander Stütze und Gefährte in den Wechselfällen des Lebens. Männliche Tugenden stehen wieder in Achtung und werden von jedem Mann eingefordert. Zum Selbstverständnis jeden Mannes gehört es ein Kämpfer zu sein und das Eigene zu verteidigen.

Wir verwerfen die Ideologie der „Gleichheit“ und besinnen uns auf die Wahrheit der Unterschiedlichkeit der Charaktere und Lebensentwürfe. Wir streben nicht vergebens eine totalitäre „Gleichheit“ an, sondern fordern stattdessen die Freiheit zurück, von der unser Gemeinwesen erfüllt sein soll. Die persönliche Freiheit bringt jedoch auch die Pflicht gegenüber der Gemeinschaft mit sich. Freiheit heißt nicht, nur an sich selbst oder an die Sonderinteressen von Untergruppen zu denken. Besonders hat das Gemeinwesen dem Volk zu dienen und nicht etwa irgendwelchen „Minderheiten“.

Überwindung des Totalitarismus

Wir werden den totalitären Staat überwinden und stattdessen wieder eine organische Gemeinschaft bilden. Wir wollen eine wahre Ordnung formen, welche die Verschiedenheit der Menschen berücksichtigt. Wir lehnen jede Form der Beschränkung des freien Wortes ab und erheben uns über alle gegen uns gerichteten Ideologien. Die zahlreichen antieuropäischen Kampfbegriffe wie „Rassismus“, „Antisemitismus“, „Islamophobie“ usw. haben jede Kraft über uns verloren. Wer sie benutzt, um uns zu schaden oder unsere Meinungsfreiheit einzuschränken, wird aus unserer Gemeinschaft ausgestoßen, da er sich dadurch selbst als unser Feind bekennt.

Unsere Generation schätzt alles Weltliche gering und hat keine Angst vor dem Tod, denn sie weiß, dass wir in der endlosen Kette unserer Kinder und Kindeskinder weiterleben. Wir lieben den Kampf und gieren danach uns dem Feind zu stellen. Wir wollen ganz aufgehen im momentanen Ringen um das Dasein und an der Front der Geschichte stehen.

Wir sind die letzte Generation des alten, verkommenen und dekadenten Europas und die erste Generation des neuen Europas. Die Geschichtsschreibung ferner Epochen wird die Überlieferungen unseres Wirkens als ein mythisches, heroisches Zeitalter betrachten und uns als Helden verehren und den Führern unserer Bewegung zahlreiche Statuen errichten.

Ein neues, heiliges Zeitalter

Wir nehmen uns jetzt das, was uns zusteht und machen dabei keinerlei Kompromisse. Wir haben Vertrauen in höhere Mächte und sind beflügelt vom Geist der Auserwähltheit, denn wir sind bestimmt dem neuen Zeitalter voranzuschreiten. Es ist jetzt unser natürliches Recht zu herrschen, denn wir sind stark und unbeugsam. Unser Geist ist klar und durchdringt den Kosmos. Die tiefe und wahre abendländische Philosophie beseelt unser Wirken. In uns glüht der Funke des Göttlichen, denn unsere Bestimmung ist es in ungekannte Höhen aufzusteigen. Wir sind die Besten unserer Völker. Unser Sieg ist vorherbestimmt und wird vollkommen sein.

Wir sind die Alt-Right und wer sich uns in den Weg stellt, wird gegen uns nicht bestehen können. Unser neues Zeitalter ist heilig und wird alles Dagewesene in den Schatten stellen. Das Alte und Morsche bricht zusammen und aus den Trümmern einer hässlichen Epoche errichten wir erneut eine weltliche Ordnung, die mit dem Göttlichen im Gleichklang steht. Das antike Römische Reich könnte dafür als Inspiration dienen, doch was wir schaffen werden, wird noch glorreicher, größer und erhabener als alles Bisherige sein.

(Bild: Thomas Cole)

Georg Immanuel Nagel hat für unsere Schriftenreihe BN-Anstoß Band VII verfaßt: Die Auflösung. Wie Ideologien der Zersetzung Europa vernichten (100 S., 8,50 Euro).


Jahrgang 1986, aus Wien, Studium der Philosophie, begreift sich als Vertreter der deutschen Alt-Right (Alternative Rechte) und ist seit 2014 als Journalist bei diversen Medien tätig und veröffentlichte mehrere Bücher. Maßgeblich war er beteiligt an PEGIDA in Österreich. Zudem ist er Gründer und Obmann von "OKZIDENT - Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit". - www.georgimmanuelnagel.at

17 Kommentare zu “Zeitenwende: Der Geist der Alt-Right

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