Anstoß

Zeitenwende: Der Geist der Alt-Right

Genährt vom Geist der Nouvelle Droite und der Neuen Rechten, deren Grundlage wiederum die Konservative Revolution ist, entstand die Alt-Right in Amerika. Tausende Jahre europäischen Geistes haben hier Widerhall und einen neuen Höhepunkt gefunden.

Damit schließt sich ein Kreis der Geschichte und eine alte Dualität wird überwunden. Die Kinder Europas sind erwachsen geworden und ihr Werk trägt Früchte, aus denen auch das Mutterland Kraft zieht. Die europäische Familie ist wieder spirituell vereint. Die Alt-Right ist nicht nur eine vorübergehende Mode, nicht nur eine ephemere Jugendkultur einer rebellischen Generation, sondern der Anbeginn eines neuen Zeitalters. Das wahre Europa ist die Alt-Right und die Zukunft gehört ihr ganz allein.

68er als Ursache aller Übel

Die 68er sind die schlimmste Generation in der Geschichte des Abendlandes. Sie und die von ihnen an die Macht gelassene globalistische Oligarchie sind wörtlich an allem Schuld. Ohne sie wäre unser Leben herrlich. Wir müssen diese verkommene Kaste loswerden, damit wir frei und glücklich leben können. Wir werden gründlich aufräumen und ganze Arbeit leisten. Achtung vor dem Alter ist nur in einer traditionellen Gesellschaft am Platze. Die 68er haben sich jedoch außerhalb unseres Volkes gestellt und gelten nicht als Teil von uns. Sie und ihre kriecherischen Nachfolger sind der absolute Feind, den zu überwinden einer Erlösung gleichkommt.

Ihr Ungeist wird restlos ausgemerzt werden. Die Jahre ihrer zersetzenden Herrschaft werden wir aus der Geschichte tilgen. Ihre Namen und alles was sie getan haben wird der Damnatio memoriae anheimfallen. Sie sind ohne jede Hoffnung auf Gnade für alle Zeit verflucht. Ihre restlose Verdammung und unser Aufstieg sind ein vorbestimmtes, unveränderliches Schicksal, ein heiliger Kampf zwischen dem Edlen und Erhabenen und dem Schmutz der moralisch Minderwertigen, der nun an einen historischen Wendepunkt gekommen ist.

In Tausend Jahren wird man mit Verwunderung, Abscheu und Ekel auf die 68er sehen und in ihnen das niederste erblicken, was die Menschheit jemals hervorgebracht hat. Die Epoche von 1789 bis zur gegenwärtigen Zeitenwende wird man als eine dunkle Ära des Wahnsinns und der Würdelosigkeit betrachten.

Wir sind die Champions von morgen

Wir jedoch sind die Lieblinge der höheren Mächte, ihre Champions, welche die Sendung haben das Heilige und Erhabene wieder in die Welt zu bringen. Unsere Generation wird sich erheben und ein neues Goldenes Zeitalter, ein aurea aetas des Übermenschen einläuten. Wir werden anschließen an die Jahrtausende der europäischen Geschichte, die bis in mythische Vorzeiten zurückreicht, über die es kaum noch Zeugnisse gibt. Doch das Wesen der Ahnen ist auch unser Wesen. In uns leben noch der Geist und die Spiritualität des sagenhaften Urvolkes, von dem wir alle abstammen. Aufgeteilt in zahlreiche Stämme sind wir trotzdem eins.

Wir werden das Zerstreute sammeln und das Zerstörte wieder aufbauen. Blut von unserem Blute wird wieder alleine vom Geist Europas erfüllt sein. Unsere Geistigkeit wird getragen vom europäischen Menschen und kommt allein aus dessen Charakter. Wir reinigen unser Wesen vom Schmutz der Geschichte, vom Ballast der Zeiten und vom Ungeist des Andersartigen. Wir verlangen die Reinheit unseres Seins zu verwirklichen und streben ewiglich nach dem Höheren. Genau dies macht uns aus.

Der europäische Mensch ist ein Forscher, ein Entdecker, ein Eroberer, ein Philosoph, ein Weltenbauer. Unsere Geschichte ist voller Ruhm und Ehre. Unsere Ahnen haben die großartigsten Leistungen der Kultur vollbracht. Ihr Erbe ist ehrfurchtgebietend und ein ewiger Quell der Ergötzung. Wir sind selbstbewusst und vollends stolz auf das, was wir sind. Es gibt nichts mehr zu bereuen und nichts mehr gut zu machen.

Die Welt schuldet uns endlos viel, denn wir haben so unendlich mehr zur Zivilisation beigetragen als viele andere. Wir sind der Mittelpunkt. Ja, wir denken eurozentrisch, weil wir eben Europäer sind und zu diesem Denken auch historische Veranlassung haben. All unser Streben, alle Entscheidungen und Abwägungen haben ein Ziel und einen Inhalt: Europa.

Europäischer Forscherdrang

Neben der mythischen Urheimat ist der europäische Kontinent, der heilige Boden unserer Heimat, der Ursprung unseres Seins, das aus der Landschaft entstanden ist. Die Kinder Europas sind in die Welt hinausgefahren und haben neue Zivilisationen errichtet. Diese Expansion war natürlich und ist nichts, wofür wir uns schämen müssten. Genau dieser Forscherdrang gehört immanent zum Wesen des europäischen Menschen.

Europa im weitesten Sinne ist dort, wo europäische Menschen sind. Ein wahrer Europäer ist derjenige, der von uns abstammt, von unserem Geist erfüllt ist und sich auch dazu bekennt. Alle diese Kriterien sind notwendig und können keinesfalls wegfallen. Wir sind ein bestimmtes Sein, das in die Welt gesetzt ist. Man kann uns nicht konstruieren, bzw. dekonstruieren oder sonstwie beliebig abändern. Europäer zu sein ist einem unveränderlich mit der Geburt gegeben. Es ist etwas Exklusives, an dem andere niemals Anteil haben können. Die Verteidigung dieses Seins ist natürlich, gesund, und moralisch gerechtfertigt. Wer daran rüttelt, ist unserer Feind.

Ethnische Großgruppe als weiteste Form der Familie

Wir sind erfüllt von der Liebe zu unseren Frauen (bzw. Ehemännern), zu unseren Kindern, unserer Familie und zu unserer ethnischen Großgruppe, die wir als weiteste Form der Familie betrachten. Wir sind eine Bewegung für alle Europäer in der Welt. Von der kleinsten Volksgruppe bis zu den geschichtsmächtigen großen Nationen bilden wir eine organische Gesamtheit, bei der jeder Teil solidarisch zum anderen steht. Wir haben die Konflikte der Vergangenheit überwunden und wollen als Brüder gemeinsam gegen unsere gemeinsamen Feinde kämpfen. Nie wieder werden Europäer gegeneinander das Schwert ergreifen. Durch unseren heiligen Bund wird eine Kraft frei werden, die in der gesamten Historie ihresgleichen sucht.

Wir können mit allen Völkern des Erdballs befreundet sein, doch diese Bewegung ist für uns und für uns allein. Europa gehört ganz alleine uns. Wir können mit den Fremden in einen fruchtbaren Austausch treten, doch wir wollen zuvorderst das Eigene bewahren. Die Spannungen zwischen den Kulturen, zwischen Orient und Okzident, sind etwas Natürliches und Teil des Seins. Die Welt ist multipolar, woraus der Takt der Geschichte entsteht. Wir zwingen anderen nicht unsere Kultur auf, so wie wir auch die kulturelle Infiltration unserer Lebenswirklichkeit durch wesensfremde Elemente ablehnen. Wir wollen gerecht sein und denjenigen achten, der uns auch achtet. Doch gegen unsere Feinde gehen wir mit entschlossener Härte vor. Heraklits Sentenz „Bellum omnium pater“ haben wir begriffen.

Volk statt Gesellschaft

An die intellektuelle Idee einer „Gesellschaft“ setzen wir wieder die Realität des Volkes. Mann und Frau sind unterschiedlich und haben verschiedene Aufgaben innerhalb des Volkes. Die Verbindung der Geschlechter unterliegt nicht individuellen Gelüsten, sondern ist zuvorderst eine spirituelle Verbindung, deren Zweck im Wunder des Lebens mündet. Das Wesen von Mann und Frau vervollkommnen und ergänzen sich gegenseitig.

Mann und Frau stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sind in Liebe verbunden und einander Stütze und Gefährte in den Wechselfällen des Lebens. Männliche Tugenden stehen wieder in Achtung und werden von jedem Mann eingefordert. Zum Selbstverständnis jeden Mannes gehört es ein Kämpfer zu sein und das Eigene zu verteidigen.

Wir verwerfen die Ideologie der „Gleichheit“ und besinnen uns auf die Wahrheit der Unterschiedlichkeit der Charaktere und Lebensentwürfe. Wir streben nicht vergebens eine totalitäre „Gleichheit“ an, sondern fordern stattdessen die Freiheit zurück, von der unser Gemeinwesen erfüllt sein soll. Die persönliche Freiheit bringt jedoch auch die Pflicht gegenüber der Gemeinschaft mit sich. Freiheit heißt nicht, nur an sich selbst oder an die Sonderinteressen von Untergruppen zu denken. Besonders hat das Gemeinwesen dem Volk zu dienen und nicht etwa irgendwelchen „Minderheiten“.

Überwindung des Totalitarismus

Wir werden den totalitären Staat überwinden und stattdessen wieder eine organische Gemeinschaft bilden. Wir wollen eine wahre Ordnung formen, welche die Verschiedenheit der Menschen berücksichtigt. Wir lehnen jede Form der Beschränkung des freien Wortes ab und erheben uns über alle gegen uns gerichteten Ideologien. Die zahlreichen antieuropäischen Kampfbegriffe wie „Rassismus“, „Antisemitismus“, „Islamophobie“ usw. haben jede Kraft über uns verloren. Wer sie benutzt, um uns zu schaden oder unsere Meinungsfreiheit einzuschränken, wird aus unserer Gemeinschaft ausgestoßen, da er sich dadurch selbst als unser Feind bekennt.

Unsere Generation schätzt alles Weltliche gering und hat keine Angst vor dem Tod, denn sie weiß, dass wir in der endlosen Kette unserer Kinder und Kindeskinder weiterleben. Wir lieben den Kampf und gieren danach uns dem Feind zu stellen. Wir wollen ganz aufgehen im momentanen Ringen um das Dasein und an der Front der Geschichte stehen.

Wir sind die letzte Generation des alten, verkommenen und dekadenten Europas und die erste Generation des neuen Europas. Die Geschichtsschreibung ferner Epochen wird die Überlieferungen unseres Wirkens als ein mythisches, heroisches Zeitalter betrachten und uns als Helden verehren und den Führern unserer Bewegung zahlreiche Statuen errichten.

Ein neues, heiliges Zeitalter

Wir nehmen uns jetzt das, was uns zusteht und machen dabei keinerlei Kompromisse. Wir haben Vertrauen in höhere Mächte und sind beflügelt vom Geist der Auserwähltheit, denn wir sind bestimmt dem neuen Zeitalter voranzuschreiten. Es ist jetzt unser natürliches Recht zu herrschen, denn wir sind stark und unbeugsam. Unser Geist ist klar und durchdringt den Kosmos. Die tiefe und wahre abendländische Philosophie beseelt unser Wirken. In uns glüht der Funke des Göttlichen, denn unsere Bestimmung ist es in ungekannte Höhen aufzusteigen. Wir sind die Besten unserer Völker. Unser Sieg ist vorherbestimmt und wird vollkommen sein.

Wir sind die Alt-Right und wer sich uns in den Weg stellt, wird gegen uns nicht bestehen können. Unser neues Zeitalter ist heilig und wird alles Dagewesene in den Schatten stellen. Das Alte und Morsche bricht zusammen und aus den Trümmern einer hässlichen Epoche errichten wir erneut eine weltliche Ordnung, die mit dem Göttlichen im Gleichklang steht. Das antike Römische Reich könnte dafür als Inspiration dienen, doch was wir schaffen werden, wird noch glorreicher, größer und erhabener als alles Bisherige sein.

(Bild: Thomas Cole)

Georg Immanuel Nagel hat für unsere Schriftenreihe BN-Anstoß Band VII verfaßt: Die Auflösung. Wie Ideologien der Zersetzung Europa vernichten (100 S., 8,50 Euro).

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Jahrgang 1986, aus Wien, studiert Philosophie (MA) und ist regelmäßiger Autor bei der Blauen Narzisse, Zur Zeit und Der Eckart. Maßgeblich war er beteiligt an PEGIDA in Österreich. Zudem ist er Gründer und Obmann von "OKZIDENT - Verein zur Förderung von Rechtsstaatlichkeit".

17 Kommentare zu “Zeitenwende: Der Geist der Alt-Right

  1. Gerhard Bauer

    So soll es sein. Ich bin dabei!

  2. Harald Sitta

    Endlich einmal kein jammern sondern Trompetenschall!

    Die Staerke der Kulturnihilisten sind nur unsere eigene Schwachheit, Skrupel und Zerstrittenheit.

    Sazu der fehlende ›Wille zur Macht‹!

  3. Ein Auszug von César Tort aus “Mars & Hephaestus: The Return of History” von Guillaume Faye:

    Das Dritte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt, in einer tragischen Beschleunigung des historischen Prozesses, mit dem Vertrag von Versailles und dem Ende des Bürgerkrieges von 1914-18: das katastrophale zwanzigste Jahrhundert. Vier Generationen waren genug, um die Arbeit von mehr als vierzig zunichte zu machen. Europa fiel seinem eigenen tragischen Promethanismus zum Opfer, seiner eigenen Öffnung gegenüber der Welt und dem Universalismus, unbewußt jeglicher ethnischen Solidarität.

    Das Vierte Zeitalter der europäischen Zivilisation beginnt heute. Es wird das Zeitalter der Wiedergeburt oder des Verderbens sein. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird für diese Zivilisation das schicksalhafte Jahrhundert sein, das Jahrhundert des Lebens oder Todes.

    Laßt uns den pessimistischen Optimismus Nietzsches kultivieren: “Es gibt keine Ordnung mehr zu bewahren; es ist notwendig, eine neue zu schaffen.” Wird der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts schwierig sein? Stehen alle Zeiger im roten Bereich? Umso besser. Sie haben nach dem Zusammenbruch der UdSSR das Ende der Geschichte vorausgesagt? Wir wünschen ihre Rückkehr zu beschleunigen: donnernd, kriegerisch und archaisch. Der Islam nimmt seine Eroberungskriege wieder auf. China und Indien möchten Supermächte werden. Und so weiter. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird unter dem doppelten Zeichen des Kriegsgottes Mars stehen und des Hephaistos, des Gottes, der Schwerter schmiedet, des Meisters der Technologie und der unterirdischen Feuer. Dieses Jahrhundert wird das der metamorphischen Wiedergeburt Europas sein, wie der Phönix, oder seines Verschwindens als historische Zivilisation und seiner Umwandlung in einen kosmopolitischen und sterilen Luna-Park.

    Der Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts wird die verzweifelte Mitternacht der Welt sein, von der Hölderlin sprach. Aber am dunkelsten ist es immer vor der Morgendämmerung. Laßt uns unsere Kinder auf den Krieg vorbereiten. Laßt uns unsere Jugend, und sei sie auch nur eine Minderheit, zu einer neuen Aristokratie bilden.

    Heute brauchen wir mehr als Moral. Wir brauchen Hypermoral, das nietzscheanische Ethos schwieriger Zeiten. Wenn man sein Volk verteidigt, das heißt, seine eigenen Kinder, dann verteidigt man das Wesentliche. Dann folgt man der Regel von Agamemnon und Leonidas, aber auch von Karl Martell: was sich durchsetzt, ist das Gesetz des Schwertes, dessen Bronze oder Stahl den Glanz der Sonne widerspiegelt.

    Geh! gehorche meinem Winken,
    Nutze deine jungen Tage,
    Lerne zeitig klüger sein:
    Auf des Glückes großer Waage
    Steht die Zunge selten ein;
    Du mußt steigen oder sinken,
    Du mußt herrschen und gewinnen
    Oder dienen und verlieren,
    Leiden oder triumphieren,
    Amboß oder Hammer sein.“

    J. W. von Goethe, „Kophtisches Lied“

  4. Rüdiger Walter

    »Geh‹ mir aus der Sonne.«

  5. Danke an den Autor.
    Zum einen für seine klaren Worte und auch für seine dezidierte Sprache. Herrlich! Liest man leider auch hier auf dieser Seite viel zu selten. Die anderen Schreiber sind mir etwas zu angepasst, brav. Nicht so Herr Nagel – und dafür 1000 x Danke.

    Kann nicht mal jemand ein Buch über die marxistische Kulturrevolte von 1968 von rechts schreiben. Das würde vieles von dem Alptraum den wir heute BRD nennen erklären und vielleicht könnte man daraus auch Kampfesmut zur Überwindung der antideutschen 1968-er Pest erlangen. Wir müssen endlich echte Wege zur Überwindung der BRD und ihres Systems finden. Die Zeit rennt uns davon – in ein paar Jahren sind wir Minderheit im eigenen Land.

    Bin heute nach der Arbeit in Bielefeld unterwegs gewesen. Mein Gott, in der Innenstadt sieht man vielleicht noch 5-10 % Deutsche, der Rest sind zu 90 % Araber und Neger – furchtbar. Mir kamen wirklich die Tränen. Ein Albtraum diese BRD.

    Zu Merkel:
    Die Volksproteste gegen die Volksverräterin Merkel sind aber auch deshalb gut, weil sich die Protestierenden untereinander vernetzen können. Also überall Flugblätter an die Leute verteilen und damit helfen, den Widerstand weiter regional und auch bundesweit zu vernetzen. Leider gibt es viele Selbständige, Beamte, etc. die sich beruflich leider noch nicht an den Anti-Asyl-Aktionen beteiligen können, sonst verlieren sie in diesem »freiesten Rechtstaat in der deutschen Geschichte«-hüstel- leider ihren Beruf. Deshalb müssen die ihre Stimme sein, die Gesicht zeigen können!
    Außerdem muss es noch lauter werden!

    Es bieten sich Megaphone und Brandschutmeldetröten an! Die machen einen Höllenlärm bzw. man kann damit den Leuten Sprechchöre vorgeben, die dann laut mitgerufen werden können. Fahnen und Transparente sollten zu den Anti-Merkel-Aktonen ebenfalls nicht fehlen, darunter natürlich der Klassiker »Merkel Volksverräterin – endlich in den Knast!«
    Und bitte – könnt ihr nicht die Merkel-Daten hier veröffentlichen?

  6. Oha! Die Blüte des Abendlandes artikuliert sich! Nach 90 Jahren brüllt mal wieder einer von Österreich herüber nach Deutschland und erklärt uns die Zivilisation. Was für ein Sprachgenie! In nur gut 10.000 Zeichen bringt er locker 18 Kommafehler unter. Ich müsste lange suchen, bis ich unter meinen türkischen und arabischen Freunden jemanden fände, der in so einem kurzen deutschen Text so viele Kommafehler hinbekommt. Andererseits schafft unser Ösi-Phobosoph es, aus der Wikipedia die Latein-Übersetzungen „Damnatio memoriae“ (großes „D“) und sogar „aurea aetas“ (kleines „a“) fast fehlerfrei abzutippen, um imposant zu wirken.

    Und die Inhalte erst! Endlich sagt es mal einer, dass die 68er eine ganz schlappe Generation waren. Keine Konzentrationslager, keine Weltkriege, bloß Plakate und Demonstrationen – wie wollen diese schlaffen Säcke denn vor den kommenden Generationen bestehen? Wo sie doch eine „globalistische Oligarchie“ an die Macht ließen, die es fertig brachte, über 70 Jahre lang in Europa nicht einen einzigen Krieg auf die Beine zu stellen! Die paar Jugoslawien-Scharmützel waren ja kein richtiger, knuffiger Krieg! Was für kriecherische Feinde! „Ausgemerzt“ werden müssen diese friedensphathologischen Nicht-Kriegstreiber, fordert der österreichische schwarz-braune Kriegsverehrer, und dieses „Ausmerzen“ war ja auch eine Lieblings-Vokabel seines Vorgängers vor 90 Jahren. Überhaupt, was brachte die Ära von 1789 bis heute? Wahnsinn und Würdelosigkeit! Aufklärung? Menschenrechte? Frieden zuletzt? Angeekelt schüttelt sich der Austro-Recke!

    Er weiß: Nur wir sind die „Lieblinge der höheren Mächte!“, also schwer religiös. Wer mögen diese höheren Mächte sein? Der Heilige Adolf? Und auf so einen Satz muss man erstmal kommen: „Die Welt schuldet uns endlos viel, denn wir haben so unendlich mehr zur Zivilisation beigetragen als viele andere.“ Eben! Wir haben die Schrift erfunden – ach nein, das waren die Sumerer. Aber die Mathematik! Oh, nee, das waren die Ägypter und die Babylonier. Aber wir können Krieg! Die Kreuzzüge: fußtief wateten unsere heldischen Kämpfer im Blut der Muselmanen! Und die Inquisition! Und die blutigen Eroberungen in Mittel- und Südamerika samt Genozid en gros! Die Versklavung von über 10 Millionen Schwarzen allein durch fünf europäische Kolonialmächte vom 16. bis zum 19. Jahrhundert! Wunderbar blutige Kolonialkriege in Indien, China und überhaupt ganz Asien! Nicht zu reden von zwei erfolgreichen Weltkriegen und erfolgreichem Holocaust. So viel außereuropäisches Blut, wie wir Europäer bei nichteuorpäischen Völkern in den letzten 1000 Jahren vergossen haben, ist tatsächlich ein überzeugender Grund, dass die Welt uns so unendlich viel schuldet! Das nennt unser Ösi-Phobosoph „Ruhm und Ehre“, juchhei!

    Aber er kann auch ontologisch werden, und dann knallt’s: „Wir sind ein bestimmtes Sein, das in die Welt gesetzt ist.“ schwurbelt er. Und er meint uns Europäer. Dann verwechselt er Freiheit und Gleichheit, denunziert die heute etablierte Freiheit als „Gleichheit“ und fordert die „Freiheit“ zurück, die Freiheit abzuschaffen. Wie schafft man es nur, seine Ganglien so intellektwidrig zu verknoten? Jedenfalls: Mann und Frau sind verschieden (wer hätte das gedacht!), und alle haben Pflichten, und über allem thront das Volk, und die Freiheit wird abgeschafft, das Nähere siehe Adolf Hitler. Von dessen „Vorrrsehung“ adaptiert sein Wiedergänger die Schwadronage, wonach „unser Sieg vorherbestimmt“ ist – Sieg über wen? Über die Zeichensetzungsregeln des Duden? Und vorherbestimmt von wem? Vom Heiligen Adolf? Egal! Adolf II. dröhnt: „Unser Geist ist klar!“ Korrekterweise müsste er formulieren: „Unser Ungeist ist wirr!“

    Aber es macht ja nichts, wenn jemand nicht denken kann und die deutsche Sprache kaum besser beherrscht als eine slowenische Putzfrau, die kürzlich einwanderte. Er sollte dann aber nicht den verzweifelten Versuch unternehmen, seine Nichtdenkfähigkeit in Worte zu kleiden und das Ganze noch mit einer Nazi-Camouflage-Sauce und vielen, vielen Kommafehlern zu verrühren. Der arme Immanuel Kant rotiert im Grab, und mir ist auch schon ganz schlecht. Hat jemand mal bitte eine Kotztüte?

  7. Jens Kassner

    Schöner Kommentar. Ich habe mich auch mit Nagels Hervorbringung beschäftigt: http://www.jens-kassner.de/politik/der-heilige-nagel-zu-wien/

  8. Super peinlich ist es, immer von seinen »ausländischen« türkischen« arabischen« kanakischen« Freunden anzufangen, die irgendetwas ( meistens die Sprache und Rechtschreibung) angeblich besser können. Schreibt das bei euch, eigentlich einer vom anderen ab? Fällt euch echt nix anderes ein? Ach übrigens, nur weil euch euer Döner Verkäufer Hallo sagt, ist das nicht euer Freund. Pure Einbildung auf eurer Seite.
    Kassner Du Backpfeifengesicht, such dir mal ein richtiges Leben!

  9. Sehr schön. Solche Texte erwarte ich vom patriotischen Widerstand und nicht ständig dieses permanente depressive Geschwurbel.

  10. For we have faith
    in Europes hidden powers
    may the present still be theirs
    but art the past and future ours

  11. Jens Kassner

    Guten Abend, Frau Xerxorx (hübscher Name übrigens), ich muss zum wiederholten Male darauf hinweisen, dass ich mit keinem Nazi und keiner Nazisstin per Du bin. Also lassen Sie auch diese auf Vertraulichkeit schließende Anrede »Du Backpfeifengesicht«. Das entspricht nicht abendländischen Tugenden. Ich soll mir also ein richtiges Leben suchen mit meinen 56 Jahren. Glauben Sie wirklich, Frau Xerxorx, dass mich Kubitschek oder Mentzel noch als Praktikanten einstellen würden? Wozu auch. Ich werde doch sowieso in Kürze von Übermensch Nagel und seinen Kampftruppen ausgemerzt. Sollte ich da nicht besser den Rest meiner Existenz in der Abendsonne genießen und mit meiner nichtarischen Frau Spaß haben? Nichts für Ungut, bereiten Sie sich schon mal auf den Endkampf vor. Ich habe gerade ein asiatisches Gericht im Wok, das darf nicht anbrennen. So long.

  12. Herrlich optimistisch, herrlich überkantitelt, herrlich überzogen! So was haben wir gebraucht!! Nieder mit dem Trübsal!!! Der Artikel hat bei mir einen permanenten Reiter im Webbrowser bekommen zum täglichen Krafttanken.

  13. Robert Wagner

    Ach du S……, angesichts so viel rassenmystischer, völkischer Wahnhaftigkeit weiß man gar nicht mehr, was man eigentlich noch schreiben, beser gesagt, wo man beginnen soll. Man sitzt mit vor angewidertem Staunen offen stehenden Mund da und wundert sich, wie man heute, nach all den Schrecken und dem millionenfachen Morden, zu denen genau diese rassistische, rücksichtslose und zu allem bereite Ideologie im 20. Jahrhundert geführt hat, so euphorisiert vom weißen »Übermenschen« schreiben kann, der die Welt beglückt hätte und sich nun anschicken möge, sich seine Heimat »zurückzuholen«, um eine neue Ära der Menschheitsgeschichte einzuläuten. Der Autor erwartet doch hoffentlich nicht im Ernst, dass ihn irgendjemand, der klar bei Verstand ist und über ein rudimentäres Mindestmaß an ethischem Empfinden verfügt, ernst nimmt.

    Dieser Rassenfanatiker nationalsozialistischer Prägung schreibt, dass er und seine Gesinnungsgenossen eine organische Volksgemeinschaft aufbauen werden, in der jeder seinen vorgesehen Platz hat, der Einzelne sich diesem biologisch definierten Kollektiv unterzuordnen hat und jeder gnadenlos als Volksfeind gebrandmarkt wird, der auf irgendeine Benachteiligung von Minderheiten aufmerksam macht. Als wichtigsten Schritt dorthin macht er die völlige Auslöschung des Geistes von 1968 aus, der »restlos ausgemerzt« werden müsse. Seine Träger – »eine verkommene Kaste« – und ihre »kriecherischen Nachfolger« seien »wörtlich an allem Schuld« und sind der »absolute Feind, den zu überwinden einer Erlösung gleichkommt.« Dass die Bekämpfung dieses absoluten Feindes auch absolute (End)Lösungen erfordert, deutet der Autor selbst ziemlich direkt an, wenn er schreibt, dass er und die anderen Rassenfanatiker »gründlich aufräumen und ganze Arbeit leisten« werden. Ein Schelm, wer solche Dinge wie politische Säuberungen und Morde hinter dieser aggressiven Rhetorik vermutet…

    Wie er so voller Hass und Abscheu über die 68er und »die Jahre ihrer zersetzenden Herrschaft« schreibt, darüber, dass sie »ohne Hoffnung auf Gnade für alle Zeit verflucht seien« und den »Schmutz der moralisch minderwertigen« darstellen, erinnert stark an die Diskurse des Rassenhass gegenüber Juden, die niemand geringeres als Hitler in seinem Machwerk »Mein Kampf« zur Vollendung brachte. Ob der Autor den Begriff der 68er hier vielleicht sogar als Chiffre für »Juden« verwendet, wird wohl sein Geheimnis bleiben; aber das wird wohl keinen Unterschied machen, da in solchen rechtsextremen Wahnvorstellungen die Juden seit den letzten 200 Jahren sowieso überall an den Schalthebeln der Macht sitzen. Dass er hingegen den Begriff des »europäischen Menschen«, in dem er das « Edle und Erhabene« schlechthin verkörpert sieht, als Chiffre für »Arier« verwendet, geht mehr als deutlich aus diesem widerlichen Pamphlet hervor, spätestens dann wenn er vom »sagenhaften Urvolk« spricht, dass sich zwar in unterschiedliche Zweige aufgespalten habe, aber dennoch eins sei. Die ganze historisch-politische Entwicklung seit 1789(!), das heißt die westliche Moderne an sich, deren politischer Ausdruck die Errungenschaft unserer liberalen Demokratie ist, sieht dieser hasserfüllte Fanatiker als eine »dunkle Ära des Wahnsinns und der Würdelosigkeit« an, die durch ein »neues, goldenes Zeitalter […] des Übermenschen« abgelöst werden müsse, in dem sich der »europäische Mensch« wieder auf sein Blut und seine Abstammung besinnt. Genau hier hätte ein Hitler von den Ariern gesprochen, aber der Autor weiß diese Begrifflichkeiten geschickt zu vermeiden. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie er im privaten Kreis mit seinen »übermenschlichen« Freunden wohl daherredet (ich tippe mal, das tut er besonders gern in einer strammrechten, völkisch orientierten Burschenschaft wie der Olympia in Wien?).

    Und nach all diesen wie im Rausch niedergeschriebenen Hasstiraden, in denen er von der Vernichtung volksfeindlicher Kräfte und der mystischen Wiedergeburt der reinen europäischen, also weißen Völker fantasiert, hat dieser Fanatiker auch noch die intellektuelle Frechheit, diese rechtsextremistische und examinatorische Agenda als Kampf gegen einen totalitären Staat darzustellen. Vermutlich sieht er in seinem grotesken, völlig ideologisierten Weltbild, das die Fiktion eines reinen Volkskörpers über den Einzelnen setzt, also die Verkörperung einer idealen Demokratie. Es stellt sich ernsthaft die Frage, ob dieser Mensch überhaupt noch zurechnungsfähig ist – da hat jemand wohl einige Bierjungen zu viel gezischt…

    Dass der Autor ausgerechnet Österreicher ist, macht diesen abstoßenden, menschenverachtenden Wahnsinn allerdings fast schon wieder etwas komisch. Da sieht sich wohl wieder ein Österreicher dazu berufen, den Deutschen die »arische, rassebewussten Zivilisation« zu bringen. Wozu das beim letzten Mal geführt hat, sollte eigentlich ein warnendes Beispiel für die nachfolgenden Generationen sein. Aber in gewissen Kreisen pflegt man ja eine sehr selektive nationale Erinnerungskultur, gell?

  14. Supi, da ist man ein paar Tage in Slowenien zum Forellenangeln und hier geht es total ab. ( Übrigens total klasse dort, überall Weiße und nicht die ganze 3.Welt wie im BRD Shithole, wollte gar nicht mehr zurück)

    Da habe ich doch tatsächlich, damals, den Altherrenwitz von diesem 56jährigen ThaiFxxxr Kassner verpasst? Frau Xerxorx… wirklich kreativ. In den 70érn, als er noch jung war, wäre das in so einem holzgetäfelten Partykeller bestimmt voll der Schenkelklopfer gewesen. Doch finde ich alte Männer, die sich auf Seiten für junge Leute rumtreiben, immer etwas befremdlich.

    Zum Thema fällt mir nur ein: „Arisch“ wurde als amtlicher Rechtsbegriff, schon ab dem Jahr 1935 nicht mehr verwandt! Geradezu besessen von diesem Wort, sind heute andere.
    Den Text finde ich ebenfalls herrlich überdreht. Sowas sorgt bei einigen Mitbürgern natürlich für Schnappatmung. Also alles richtig gemacht. Robert ich weiß nicht, ob es Dir aufgefallen ist, aber Hr. Nagel hat eigentlich noch nie in einem Kommentarstrang geantwortet. Nicht unüblich übrigens für Autoren. Ich weiß, Du nimmst Dich wichtig, aber ich sehe jetzt auch keinen Grund, warum er sein übliches Verhalten, speziell wegen Dir, ändern sollte?
    Mit Deinem Fanatismus, kann ich es übrigens auch nicht aufnehmen. Vielleicht weil ich die letzten Jahre, auch schon zuviele Diskussionen zu diesen Themen hatte? Vielleicht weil der Erkenntnisgewinn aus Debatten, mit Leuten welche sich weigern die Realität anzuerkennen und sich ihre eigene basteln, überschaubar ist? Ab und zu, bin ich auch einfach eine faule Sau.

    Von daher bin ich hier erstmal raus. Zum NSU Komplex habe ich allerdings noch etwas geschrieben.
    Ich hoffe sie ändern, dieses Mal, auf der Buchmesse, etwas am Sicherheitskonzept und die antifa Krakeeler haben weniger Chancen zu stören. Wenn schon nicht von der Messe her, dann von der Verlagsleitung. Allerdings muß ich zugeben, ich weiß selbst nicht, ob ich dieses Mal, den Weg dahin schaffe. So verbleibe ich mit besten Grüssen.

    PS: Anscheinend kann man auch als Mensch mit Migrationshintergrund, diverse Zusammenhänge begreifen. https://www.michael-klonovsky.de/artikel/item/803-wie-zutiefst-fremd-mir-dieser-aspekt-der-deutschen-seele-ist
    Das dies nicht meine Meinung widerspiegel ist klar, aber interessant finde ich es allemal.

  15. Robert Wagner

    Ach, xerox. Jedes mal, wenn du mir annähernd ein kleines bisschen sympathisch wird – ich bin auch Angler und beneide dich darum, in der unberührten Natur Sloweniens forellenangeln gewesen zu sein –, entblößt du unmittelbar darauf die hässliche Fratze deiner rassistisch-menschenverachtenden Ideologie, die andere Menschen nach ihrer Hautfarbe bzw. ihrem Sexualpartner beurteilt (»Nur Weiße dort, schön«, »ThaiFxxxr«) – darauf ist doch immer Verlass.

    »Zum Thema fällt mir nur ein: „Arisch“ wurde als amtlicher Rechtsbegriff, schon ab dem Jahr 1935 nicht mehr verwandt! Geradezu besessen von diesem Wort, sind heute andere.«

    Wenn das alles ist, was du zu meiner Kritik am unappetitlichen Pamphlet von Nagel bzw. Adolf II., wie ich ihn nenne, zu sagen hast, kommt das eigentlich einer Bestätigung gleich. Dass der Begriff Arier in der Rechtssprache ab 1935 nicht mehr verwendet wurde, ändert nicht das Geringste daran, dass 1) dieser Begriff bzw. die dahinter stehende Idee einer weißen »Herrenrasse« seit Leuten wie Gobineau und Chamberlain im Zentrum völkischer Rassentheorien stand und bis heute steht – das Fortleben dieser rassistischen Idee bezeugt der hier in Rede stehende Text beispielhaft – und dass 2) dieser Begriff in Nazi-Deutschland auch nach 1935 weiterhin ganz selbstverständlich benutzt wurde, schon allein aus sprachpraktischen Gründen (vgl. »Ariernachweis«). Die hier von dir angewendete Methode, durch das Nennen einzelner, durchaus korrekter historischer Fakten einen gänzlich anderen historischen Gesamteindruck zu erzeugen – in diesem Fall, dass durch eine Änderung in der Rechtssprache, die von der allg. Umgangssprache ohnehin im gewissen Sinne abgekoppelt ist, ein ganzes sprachliches Konzept (»Arier«) plötzlich einfach verschwunden sei –, ist zwar in völkischen Kreisen beliebt, vermag aber auch in diesem Fall einen einigermaßen kritischen, hinterfragenden Geist nicht zu überzeugen. Relevant für meine Kritik an Adolfs II. Text ist aber ohnehin nur Punkt 1).

    Im Übrigen bin ich sicherlich nicht vom Begriff des Ariertums besessen, wie du nahelegst; ich benutze ihn nur dort, wo er angemessen ist, und das ist hier durchaus der Fall. Ich habe mir sogar die Mühe gemacht, diesen Sprachgebrauch zu begründen – sachlicher kann man kaum an so etwas herangehen, wenn aus einem Kommentar kein Essay werden soll.

    Und woher soll ich wissen, dass Nagel grundsätzlich nicht in den Kommentarspalten antwortet? Wenn er ein vielbeschäftigter, echter Journalist wäre, hätte ich dafür sogar Verständnis. Aber ich bezweifle, dass er für mehr als zwei oder drei Plattformen schreibt, und denke mal eher, dass er aus gutem Grund einer direkten Konfrontation mit Kritikern aus dem Weg geht; denn dann müsste er die Implikationen seiner wie im Wahn verfassten Hetzschriften benennen.

    Ich verbleibe ebenfalls mit besten Grüßen.

    PS: Wenn ich mit meinen Kommentaren Fanatismus an den Tag lege – was tut Nagel dann mit seinen Texten?

  16. Robert Wagner

    @ xerox:

    Du schreibst in einem anderen Kommentarstrang:

    »Ich kenne niemanden der das Wort arisch benutzt oder die Die Grundlagen des Neunzehnten Jahrhunderts neben seinem Bett liegen hat. Auch wenn Dein Gesamteindruck ein anderer sein mag, das Thema wurde damals ebenfalls nicht ganz so monothematisch behandelt, wie Du es darstellst. Hat aber mit der aktuellen Situation in Europa, auch gar nichts mehr zu tun.«

    Du hast vollkommen Recht, der Arierbegriff spielt in der heutigen völkischen Landschaft kaum noch eine Rolle. Das macht die Neue Rechte im Vergleich zur Alten Rechten ja gerade aus: Man verwendet nicht mehr das durch die Terrorherrschaft der Nazis »verbrannte« Vokabular, sondern gießt alten Wein in neue Schläuche. Zur Perfektion treibt das die Identitäre Bewegung, deren Repräsentanten, zumindest nach außen, nicht mal das Wort »Rasse« in den Mund nehmen, geschweige denn »Volksgemeinschaft« oder eben »Arier«. Dort ist dann eben von der bedrohten »ethno-kulturellen Identität« der Europäer bzw. der weißen US-Amerikaner die Rede; gemeint ist damit aber im Grunde exakt dasselbe, was die Nazis als Arier bezeichneten, nämlich weiße Menschen europäischer Abstammung.

    Dass die historisch gewachsenen Konzepte hinter einem solchen Begriff wie dem des Ariers in völkischen Diskursen aber auch heute noch eine Rolle spielen, macht der hier vorliegende Text von Georg »Adolf II.« Nagel mehr als deutlich. Abgesehen vom typischen, großspurigen Rassenfanatiker-Duktus, in dem er wahnhaft von der Rückkehr des arischen »Übermenschen« (seine Audrucksweise!) fantasiert, spricht der Verweis auf die »sagenhaften Ursprünge« der Europäer eine sehr deutliche Sprache dahingehend – das ist nicht von der Hand zu weisen. Um diese Konzepte zu kennen, muss man auch nicht die »Klassiker« des völkisch-rassistischen Geschichtsverständnisses des 19. und 20. Jh. gelesen haben – ich muss ja auch nicht Darwin gelesen haben, um zu wissen, was die Evolutionstheorie ist. Irgendetwas sagt mir aber, dass so ein »intellektueller« Überzeugungstäter wie Nagel diese Klassiker womöglich doch gelesen hat, aber das nur am Rande.

    Mit meiner Beobachtung, was für Konzepte hinter Nagels Sprachgebrauch stehen, wollte ich nicht ausdrücken, dass noch heute die Völkischen mit diesen alten Begriffen um sich schmeißen – das tun sie ja ganz offensichtlich gerade nicht, wie ich oben ausgeführt habe –, sondern lediglich aufzeigen, dass die entsprechenden Ideen bis heute ganz offensichtlich lebendig und wirkmächtig sind. Du selbst bist ein Beispiel für das Fortleben dieses rassistischen Gedankenguts, auch wenn du den Begriff selbst nicht benutzt.

    Ok, du gehst also nicht weiter auf dein von mir auseinandergenommenes Scheinargument ein, ab 1935 hätte es den Arierbegriff urplötzlich gar nicht mehr gegeben, und behauptest nun ausweichend, dass dieses Thema, also das Konzept des Ariers, nicht so monothematisch behandelt wurde, wie ich es darstelle. Ich bin neugierig, was genau meinst du damit? Was meinte man mit diesem Begriff landläufig denn sonst noch in Nazi-Deutschland? Du kommst hoffentlich nicht auf die ursprüngliche Bedeutung von Arier/arisch als Bezeichnung für die Sprecher der indoiranischen Sprachen zu sprechen – diese Bedeutung war spätestens seit dem späten 19. Jh. von den Rasse-Diskursen in der Tradition Gobineaus überlagert.

    »Ich hatte bereits erwähnt, daß es für mich ein Spasstext ist.«

    Du hast einen komischen Sinn für Humor, was mich aber natürlich nicht mehr wundert. Habe ich irgendwo einen Satire-Hinweis übersehen?

  17. Das ist wirklich lustig, in dem Wahn mich »auseinander zu nehmen« nimmt man es dann auch mit der Wahrheit nicht mehr so genau? Habe ich tatsächlich geschrieben, daß es ab 1935 den Begriff Arier »urplötzlich gar nicht mehr gegeben« hat? Nein, das hab ich natürlich nicht! Ich habe darauf hingewiesen, daß der Begriff Arier als amtlicher Rechtsbegriff, durch den Begriff »deutschblütig« ersetzt wurde. Kennst Du die Hintergründe davon? Glaubst Du, es wäre dabei um eine semantische Spielerei gegangen? Wurde das Konzept des Ariers, vielleicht nicht eher als spaltend für das deutsche Volk empfunden und stand diametral der Idee der Volksgemeinschaft gegenüber? Es gab diesen monolithischen Block von Arierzüchtern, den uns Guido Knopp, seit Jahrzehnten von GEZ Geldern gemästet, verkaufen will, einfach nicht. Es gab auch keinen Lebensborn um arische Supersoldaten zu züchten. Heim für ledige Mütter, klingt halt nicht sehr aufregend. Himmler und sein Ahnenerbe waren eben nur ein Teil vom III.Reich und die SS hatte die Machtfülle, die man ihr heute unterstellt, im wesentlichen erst nach dem 20. Juli 44. Doch wir leben heute ja in einer Welt, in der man den Leuten, in den sogenannten »Qualitätsmedien«, verkaufen kann, das Heckrinder die Exponaten einer zukünftigen Nazi Jurassic World gewesen wären. In einer Demokratie heißt so ein Park dann übrigens ganz unspektakulär Naturentwicklungsgebiet. Die Wahrheit ist viel eher, daß man wesentlich pragmatischer mit allem umging, was übrigens auch für schwule Staatsschauspieler und moderne Architektur gilt. Alleine Filme wie Iron Sky oder die Serie The Man in the high castle zeigen auf, wie wahnhaft der Umgang mit diesen 12 Jahren inzwischen geworden ist. Eine Zivilreligion hat sie auch begründet…

    Wenn Du glaubst das Arier damals nur für weiße Menschen europäischer Abstammung gestanden hat, wird es natürlich schwierig. Kennst Du überhaupt die 7 europiden Unterrassen, in diesem Konzept, ohne danach zu googeln? Das man nur eine davon als Arier bezeichnet hat? Das dies nicht von F.K Günther, sondern von Joseph Deniker zum ersten Mal, weiter verbreitet wurde? Das man nie davon ausgegangen ist, das alle Deutschen Arier sind? Das Wissen, das Rassenlehre damals nicht nur in Deutschland populär war, setze ich als bekannt voraus. Da fange ich auch gar nicht erst mit den USA und ihrem Immigration Act of 1924 an, sondern verweise lieber auf Wladimir Awdejew, der sehr schön aufgezeigt hat, wie sehr die egalitäre UdSSR, sich in diesem Wissenschaftsbereich rein gekniet hat.

    Der Beweis, das man sich heute z.B in der IB noch mit Leuten wie Herman Lundborg. oder Fritz Lenz auseinander setzt, mußt Du aber erst noch erbringen. Keine Mutmaßungen Deinerseits, sondern belastbare Fakten. Ich bin übrigens kein gutes Beispiel, für etwaige Lobpreisungen an die nordische Rasse. Im Gegenteil ich halte Skandinavier größtenteils für geisteskrank und ihre mentale Schwäche gegen das Hirngift des Liberalismus, daß ihre Gesellschaften langsam zerfrisst, wie Rost, weist sie nun wirklich nicht als Herrenmenschen aus. (Übermensch würde ich jetzt eher mit Nietzsche in Zusammenhang bringen) Doch natürlich gelten auch für sie die Worte des Dalei Lama*

    Wäre auch etwas langweilig, wenn alle den gleichen Humor hätten? Aber ich denke, wir würden selbst bei Family Guy, nicht zusammen kommen. Der Text ist nicht von mir, also weiß ich nicht, ob er Satire war, oder nicht. Doch für mich, war es jedenfalls ein Spasstext.

    *„Der unverminderte Zustrom von Immigranten in unser Land, der die Wirkung hat, unsere ausgeprägte kulturelle und religiöse Identität zu überwältigen und uns zu einer unbedeutenden Minderheit in unserem eigenen Land zu reduzieren, läuft auf eine Politik des kulturellen Genozids hinaus. In den meisten größeren Städten sind wir heute bereits an den Rand gedrängt. Wenn dieser Bevölkerungsaustausch weiterhin zugelassen wird, wird unsere Kultur in wenigen Jahrzehnten zu existieren aufhören.“

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