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»Zum Glauben gehört, den Atem zu spüren«

An der billigen Häme, die jeder gern für sich privat ausleben darf, will ich mich öffentlich nicht mehr als in der Überschrift beteiligen.

Rufen wir uns lediglich noch das Interview zur Fastenzeit des vergangenen Jahres und ein Beitrag in der HAZ über die Liebe zum Wein ins Gedächtnis.

Gut kommentiert ist das Geschehen in Zettels Raum.

Nachtrag: Robin Classen hat inzwischen für den redaktionellen Teil einen Kommentar zum Fall Käßmann verfaßt.


8 Kommentare zu “»Zum Glauben gehört, den Atem zu spüren«

  1. Ich halte die Häme, die jetzt zu hören ist, für heuchlerisch. Jeder macht solche Fehler, der eine mehr, der andere weniger. Schlecht ist natürlich nur, wenn es jemandem passiert, der sich als Moralapostel geriert. Ich kann es gerade nicht beurteilen, ob man Käßmann einen Moralapostel nennen muss.

  2. Ich denke Zettels Kommentar (Link oben) ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Ob Käßmann das Amt aufgeben soll oder nicht ist m.E. eine Frage des Kirchenrechts, also nicht unser …ähm… Bier.
    Käßmann ist übrigens nicht jeder, sondern Bischöfin. Sie ist Moralapostel von berufs wegen. Aber wie gesagt das muss die Kirche an sich selbst regeln.

    Nur 1,54 Promille bedeutet prinzipiell Gewohnheit. Das ist wirklich unangenehm. Es scheint nämlich nicht einfach nur mal 0,5 Promille (= kein Abendbrot und ein großes Glas Wein) zu sein.
    Was mich echt aufregt ist, dass die Öko-Alte auch noch mit nem Phaeton (500PS) unterwegs war, und warum sie sich bei ihrem Salär nicht einfach ein Taxi ruft. Das wäre okologisch und auch noch wirtschaftlich klug gedacht gewesen.

  3. Nochmal Glück gehabt mit dem Phaeton-Boliden.
    1,54 Promille hätten auch schlimmere Folgen haben können, wie man spätestens seit dem 11.10.08 weiß:

    http://www.fall-haider.at/archiv_auto.htm

  4. L'ancien régime

    Das Problem an Käßmann ist nun wirklich nicht dieses Geschehnis. Ganz andere Dinge sind wirklich problematisch, so ihre Scheidung und Wiederverheiratung, so ihre Aufgabe von Grundlementen christlicher Lehre und Tradition, ihre Anbiederung an Zeit- und Weltgeist.

    Es gibt auch noch ein grundsätzliches Problem:

    »Käßmann ist übrigens nicht jeder, sondern Bischöfin.«

    Es wäre doch zu besprechen, ob es weibliche Bischöfe überhaupt geben kann.

    Denn ein solcher Sachverhalt widerspricht ganz deutlich der entsprechenden Aussage in einem der drei Pastoralbriefe, weiß jetzt nicht genau, in welchem, da entsprechende Tätigkeiten für Frauen untersagt werden.

    Das kann nicht einfach als Zeiterscheinung abgetan werden, erst recht nicht, wenn man bedenkt, daß das Priesteramt nicht nur im Alten Bund, sondern auch in anderen Völkern zuvor jeweils meist von Männern ausgeübt wurde und es sich also um eine geschichtliche Konstante handelt, die sicher ihren höheren Grund hat. Abgesehen davon, daß Mann und Frau nun einmal sehr unterschiedlich sind, was sich auch auf entsprechende Ämter auswirkt.

    Und wenn man sich schon als Lutheraner bezeichnet – wobei die meisten heutigen »Protestanten« in vielem das blanke Gegenteil seiner selbst wie auch einiger Theologen bspw. der Zwischenkriegszeit vertreten: Autorität, Verhältnis zu anderen Religionen, Nationales usf. – und von »sola scriptura« spricht, wobei das m. E. vom Grundsatz her schon schwierig ist in der übertriebenen, wiederum von zeitbedingten Verfallserscheinungen ausgehenden, wohl als Überreaktion zu bezeichnenden Form, wie Luther sie darbrachte, was auch auf andere Bereiche, wie bspw. die Gnadenlehre, die Kirchen- und Ämterlehre, das Verhältnis von Glauben und Werken zutrifft n. m. Dfh. – wenn man aber also schon davon spricht, kann man nicht einfach eine Aussage wie diejenige in den Pastoralbriefen einfach übergehen.

    Aber Käßmanns auch theologische Fragwürdigkeiten kann man freilich nicht auf das Geschlecht schieben, denn mit Robert Mawick und Christhard Wagner lassen sich auch zwei markante männnliche Beispiele für heutigen linksprotestantischen Unfug finden.

    Im übrigen, kann es sein, daß das Geschehnis Käßmanns medial so ausführlich behandelt wird, um die Kirche im Ganzen zu treffen, wie das ja auch bei den Vorfällen von Kindesmißbrauch der Fall ist? Es soll doch niemand meinen, es gehe denen, die da nun hetzen, um die Sache als solche. Cohn-Bendit darf ja auch in jeder Sendung auftauchen. Die Kirche aber wird von gewissen Kreisen schlicht ge´haßt, Linken, gewissen Juden usf. Da ist alles recht, um zu hetzen und zu lästern, und um damit dann bestimmte Forderungen wie diejenige nach der Abschafffung des Zölibats u. ä. zu fordern.

  5. Robin Classen, ihr Kommentar auf der Startseite trifft voll ins Schwarze! Schnapsdrossel Käßmann wurde endlich von der Polizei zum Schutz der Allgemeinheit aus dem Verkehr gezogen und in die Ausnüchterungszelle gesteckt – wo sie hingehört, auch wenn sie mal wieder nüchtern sein sollte!

    Aber schade finde ich es trotzdem, dass sie zurückgetreten ist. Meiner Ansicht nach hat sie mit und in ihrer Person den
    Geist des Protestantentums bestens repräsentiert. Nur der noch linksextremere Friedrich Schorlemmer oder der wirre Jenaer Antifapfaffe Lothar König fallen mir auf die schnelle ein, die in ihrer Person das Wesen dieser linksextremen, antideutschen Bande noch besser rüber bringen könnten.

    Käßmann war für mich der bisher beste Beweis für die Richtigkeit der These, dass Christentum nichts anderes als theologistierter Marxismus und Marxismus säkularisiertes Christentum ist. Beide gehen mit volks- und rasselosem Universalismus und einem alle Völker zerstörenden »Liebe«-Dogma hausieren.

    Bis die Tage.

  6. L'ancien régime

    Meiner Treu, Th. R., hör endlich auf, hier deinen antichristlichen Stuß zu verbreiten! Tu das auf altermedia oder sonst wo, aber behellige einen hier nicht mit deinen passend entnommenen Extrakten einzelner Teilwahrheitsansätze, die dann zum System aufgebläht werden.

    Du hast vom Christentum keine Ahnung, das zeigst du hier immer wieder.

    Der Marxismus kennt keine Liebe, schon gar nicht die konkrete, er kennt nur Fortschritt und abstrakte Humanitätsbegeisterung, während das Christentum dem Wesen nach antihumanitär (humanitär im modernen Sinne) ist. Das Christentum legt den Finger in die Wunde der menschlichen Schlech8tigkeit. Aber es verabsolutiert diese auch nicht in einer Weise, wie Mohler es behauptete.

    Die Mohlersche These, Konservatismus und Christentum gingen nicht zusammen, ist ohnehin großer Unfug.

    Die »Vergriechung« begann ja nicht erst mit den Kirchenvätern, sondern bereits im Hellenismus noch zu Zeiten des Alten Bundes. Zyklische Elemente gibt es auch da bereits, wenn man sich immer wieder der Befreiung Israels aus Ägypten durch Gott erinnert und davon spricht und singt. Im Sinne einer arché gleichsam, wie im griechischen Mythos, wenngleich im alten Israel das lineare Geschichtsverständnis dennoch stärker ausgeprägt ist als in Griechenland.

    Andererseits läßt sich ein rein zyklisches Bild auch nicht durchhalten. Und wenn der Konservative/Rechte die Persönlichkeit schätzt, dann eben aufgrund auch der Einzigartigkeit bei allen ideellen Gemeinsamkeiten.

    Weiterhin ist es sehr wohl ein Unterschied, ob man sich eine klassenlose Gesellschaft vorstellt, die von Menschen eigenmächtig geschaffen wird, in einem linearen Prozeß, oder ob man mit der Wiederkunft des menschgewordenen Gottessohnes rechnet, und mit der endgültigen Etablierung des Reiches Gottes, das aber zeitlich schon angebrochen ist, aber eben durch Gott und nicht durch den Menschen, und eben dabei auch auf eine lineare, progressive Geschichtsdeutung von wenigen Ausnahmen abgesehen, aber auch hier ist Gott der Handelnde, verzichtet und die Geschichte sehr wohl als Auf und Ab ohne immanentes Endziel versteht.

    Das ist ein großer Unterschied, den Mohler verkennt, weshalb er Christentum und Progressismus einander annähert, was ich wie gesagt für völlig abwegig alle. Wo das geschieht, ist es Entartung.

    Und wo der Konservative auf einmal nicht mehr Christ sein will, ist ebenfalls Entartung.

    Also: die Gegenüberstellung von zyklischem Konservatismus und linearem Christentum ist unhaltbar, weil zyklisch und linear nicht zu trennen sind, und die Idee eines irdischen Paradieses, vom Menschen zu errichten, ist nicht christlich.

    Daß das auf Käßmann, Mawick, Wagner, Schorlemmer und andere nicht zutrifft, mag sein. Wollte man diese Gestalten, die heute bestimmend sind, aber nicht in der Kirchengeschichte im Ganzen, als Paradebeispiele dahernehmen, könnte man das, zu deiner Freude, auch mit Walter Grundmann oder Sportpalast-Krause tun, die sicher nicht »rasselos« waren, ganz im Gegenteil. Beides ist Häresie.

    Ganz ehrlich, diejenigen, welche das Christentum links verzerren, d.h. entweder wie Thomas Müntzer, gewisse verfassungstreue Priester in der Frz. Rev., stalinfreundliche Orthodoxe, gewisse »Deutsche Christen«, »Kirche-im-Sozialismus«-Anhänger oder eben die heutige linksmittige bis linksextreme Bande, gehören für mich mit antichristlichen Spinnern, die meinen, Deutschland könne ohne Christus und die Kirche blühen, ja auch nur existieren, oder müsse gar, und die dann entweder ein Pseudoheidentum pflegen oder sich auf einen entsprechend reduzierten Nietzsche berufen, in eine Reihe.

    Meiner Treu, wer meint, das Christentum sei völkerzerstörend, der soll mal einen Blick ins Alte wie ins Neue Testament werfen. Genesis 11 schildert ja gar die Entstehung unterschiedlicher Sprachen und Völker als das Werk des Gottes Israels.

    Es ist immer wieder von Völkern die Rede. Es gibt Völkertafeln.

    Christus befiehlt, das Evangelium zu allen Völkern zu bringen, da ist nicht von Einzelmenschen die Rede.

    Wenn es übrigens im Galaterbrief heißt, da sei nicht Jude noch Grieche, nicht Mann noch Weib, nicht Freier noch Sklave, ist damit – und das muß man wiederum den linksgewendeten Christen wie den gottlosen Rasse- oder wasauchimmer-Stolzen sagen – nicht gemeint, daß es das alles nicht mehr geben solle, sondern daß soteriologisch, also das Heil betreffend, es in Christo keinen Unterschied gebe, während vorher Israel allein Gottesvolk war, jetzt ist es die völkerumspannende, aber sicher nicht völkerzerstörende Kirche.

    Und antisemitischen Klischees kann man sich hier auch gleich schenken, denn die ganze jüdische Frage ist vorrangig eine theologische, der zersetzende Charakter, den das Judentum bisweilen an den Tag legte/legt, hängt ursächlich mit der jüdischen Apostasie zusammen.

    Aber diese Apostastie haben die abendländischen Völker in den letzten 250 Jahren wiederholt und da greift dann auch die Warnung des Hl. Paulus vor heidenchristlichem Hochmut gegenüber den Juden.

    Es gibt nicht nur ein modernistisches Judentum, es gibt auch auf der »anderen« Seite eine modernistische Betrachtung der Judenfrage, die Paul Althaus auch in seinem Römerbriefkommentar von 1954 bemängelt.

    Und wann bitte lehrte die Kirche in ihrer Geschichte die Auflösung der Völker?

    Man kann wohl kaum behaupten, daß nach 1950 Jahren auf einmal der wahre Charakter zum Vorschein komme… und das
    schon nach einigen Jahrzehnten.
    Es ist Entartung.

    Es geht um die Wahrheit. Und diese wird von Leuten wie Käßmann usf. verraten. Sie wird aber ebenso von Juden verraten, freilich, auch von NS-freundlichen »DC«, und aber eben auch gewissen »Heiden« wie auch Nietzscheanern.

    Aber wem sage ich das: das wird Leute wie Th. R. nicht kümmern. Die pflegen lieber ihre Klischees, wie die Wagners und Käßmanns und Stoodts und Königs und diverse richtige Linke, die ganz offen sich antichristlich gebärden – wie die »Heiden« es ja auch tun – auch.

  7. @Marco

    Wir verfolgen ganz offensichtlich verschiedene Ziele.

    Mein Ziel ist es, das dt. Volk zu erhalten. Ich erachte es daher für erforderlich, dass sich das dt. Volk ein Moralsystem zu legt, das diesem Ziel dient. Im Christentum kann ich solche Fähigkeiten nicht (mehr) erkennen. Deshalb lehne ich es ab.

    Dein Ziel – so scheint es mir jedenfalls – ist es, den Machtanspruch des Christentums über das europäische Geistesleben zu sichern bzw. wieder einzufordern. Sicherlich hättetst Du kein Problem damit, wenn die BRD, sagen wir mal, 10 Mio. protestantische Schawrzafrikaner nach D reinholen würde. Ich schon.

  8. L'ancien régime

    Der letzte Satz zeigt doch, wie flach deine Argumentation ist und daß du nicht bei der Sache bleibst. Du gehst doch auf meine ausführliche Darlegung auch gar nicht ein. Spar es dir ruhig weiter, es interessiert mich nicht wirklich, was du dazu meinst. Wer mich so beleidigt wie oben, und wenn auch nur indirekt, braucht nicht meiner weiteren Diskussionsfreudigkeit zu rechnen.

    Eigentlich ist mir das zu unverschämt, ich gehe dennoch darauf ein;: selbstverständlich hätte ich ein massives Problem mit einer solchen Einwanderung, wieso denn auch nicht. Allerdings, wenn schon so etwas geschieht, dann sind mir freilich christliche Neger lieber als animistische, wie mir auch christliche Syrer lieber sind als muslimische. So viel dazu.

    Und nun ja, von der Verpflichtung her – die aber von Gott kommt – ist mir auch der nichtchristliche Deutsche näher als der christliche Franzose, Russe, Grieche, Hebräer. Er fällt in den eigenen nationalen Zuständigkeitsbereich, wenn man so sagen will. In den Gott denjenigen ebenso gestellt hat wie mich. Gott – nicht ich selbst oder derjenige.

    Aber geistig ist mir ein christlicher Franzose, Russe, Grieche, Hebräer – ja, auch der, das betone ich doch noch einmal – sehr wohl näher als ein atheistischer oder neuheidnischer oder mosaischer oder wasauchimmer Deutscher.

    Und ja, wir verfolgen unterschiedliche Ziele. Nicht, daß es mir nicht um die Behauptung Deutschlands ginge. Aber ein Volk, das sich von der Wahrheit entfernt, hat wohl ohnehin dee Untergang verdient. Es ist irrsinnig zu meinen, daß sichchristlicher Glaube und nationale Behauptung widersprächen. Allerdings widersprechen sich christlicher Glaube und nationalistischere – oder anderer – Hochmut, und den legst du an den Tag, wenn dir offensichtlich die blanke Macht wichtiger ist als die Wahrheit. Aber ohne Letzteres wird Erstes auch zusammenbrechen bzw. sich nicht erringen lassen.

    Es ist doch Unfug, an der Wahrheitsfrage vorbeizugehen und Religion, Geistigkeit, all das nur funktional zu betrachten.

    Das finde ich widerlich, und ich bin froh, wenn ich um Leute, die so daherkommen, einen Bogen machen kann; und insofern noch einmal: ja, wir verfolgen unterschiedliche Ziele. Ich fühle mich als Deutscher Christus und der Kirche verpflichtet, ich halte von gottlosem Nationalismus genau so wenig wie von anderen Gottlosigkeiten gerade der Moderne.

    Und das war es für mich mit dieser Debatte mit dir.

    Ich rede nicht mit Leuten, die mir – das ist dermaßen unverschämt, so etwas soll mir ja niemand ins Gesicht sagen – unterstellen, ich würde als Christ, und zwar eben aufgrund meines Christentums Volk und Vaterland dem Untergange preisgeben. Das ist nicht nur ubverforen und impertinent ohnegleichen, es ist auch unfaßbar dumm. Wie gesagt, Altermedia läßt grüßen.

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