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Alternativen zu Kopenhagen

eicheDie Kopenhagener Klimakonferenz sollte nach den Wünschen der progressivsten »Klimaschützer« handfeste Vereinbarungen zwischen den Industriestaaten herbeiführen. Da jedoch jede Nation (außer die Deutsche) vorrangig an sich denkt, sind Schnellschüsse auf dem internationalen Parkett unwahrscheinlich. Man muss heute sagen, dass die Verabschiedung einer Kyotonachfolgeregelung glücklicherweise gescheitert ist. Nach dem UNO-Wissenschaftler betreffenden Datenskandal, der überhaupt nur durch die Existenz des Internets möglich wurde, breitet sich das ungute Gefühl aus, dass die Behauptung eines anthropogenen Klimawandels, der überdies kontrollierbar sei, lediglich als Tarnwand aufgebaut wurde. Die Erschaffung eines globalen Horrorszenarios mit Schuldzuweisungen zu den industrialisierten Völkern, die etwas gutzumachen hätten, kann auch als der Versuch angesehen werden unter Umgehung der klassischen Hoheitsrechte eine Sondersteuer auf unseren grünen Planeten zu erheben, die in Wahrheit die Finanzierung unkontrollierbarer internationaler Organisationen sicherstellen soll.

Neben handfesten politischen Interessen einiger pressure groups kommen auch alte linke Vorurteile zur Erklärung von Wahnsinnsbestrebungen, wie Merkels Zielvorgabe die Globaltemperaturerhöhung auf zwei Grad beschränken zu wollen, in Betracht. Der Mensch wird häufig als Parasit gedacht, der die wunderschöne Mutter Natur schändet, wogegen man natürlich ankämpfen müsse. Ausgeblendet wird dabei häufig, dass es einerseits die Heiztechnik ist, die das Sterben verhindert, wenn Mutter Natur uns großzügig mit -20°C beschenkt, und andererseits die pharmazeutische Technik uns die allzunatürlichen Parasiten wie Würmer, Zecken, Milben und Flöhe vom Leibe hält, denen wir in Permanenz ausgeliefert wären.

Das Debattenmagazin Novo Argumente hat die schablonenhafte Denkweise der meisten Kyoto- bzw. nunmehr Kopenhagenbefürworter erkannt und ein alternatives Manifest erstellt.  Man muss nicht mit allen Punkten einverstanden sein. Es ist ein ehrlicher Versuch die Bigotterie im moralischen Umgang mit unserer Umwelt aufzubrechen.  Kritisch lässt sich anmerken, dass die erklärte Gegnerschaft zum herrschenden Öko-Meinungskartell nicht dazu verleiten darf, die Ambivalenz moderner Phänomene zu übersehen. Ob die Antwort auf die de facto deindustrialisierende Gegenwartspolitik wirklich die Proklamation von wirtschaftlichem Wachstum ohne Einschränkungen ist, darf bezweifelt werden.

Es gilt, was Armin Mohler allgemeingültig  für die deutsche Nachkriegspolitik formulierte: Das Gegenteil von etwas Falschem ist noch lange nicht das Richtige.

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