Anstoß

Aufstand der Frauen!?

Mit mehr als fünf Millionen Menschen starken Massendemonstrationen hat Spanien am Weltfrauentag „8-M“ die Welt beeindruckt.

Geplant war das Ganze dabei schon vor Wochen, und zwar als „ziviler“, d.h. brav-bürgerlicher und, infolgedessen, harmloser Frauenstreik. Interessanter als sein Motto –„Ohne uns steht die Welt still“ –, war das Sprüchlein, das die feministische Linke in die Welt gesetzt hatte: „Wenn wir stillstehen, stürzt das System in sich zusammen.“

In der Benachteiligung der Frau, die die Bürgerlichkeit für eine gesellschaftliche Altlast hält – die Benachteiligung, nicht die Frau –, der man durch Bildung, Reform und, vor allem, (Um-)Erziehung begegnen kann, sieht der linke Feminismus ein „System“. Nicht zu Unrecht.

Was für ein „System“?

Beweggrund der Demonstranten war, dass bezüglich der Gleichstellung der Geschlechter noch viel zu tun sei. Im Durchschnitt verdienen Frauen viel weniger als Männer, in einigen Fällen bis zu 30 Prozent. Längst gehört auch in Spanien die berufstätige Frau zum Gesellschaftsbild. Auch drängen immer mehr Frauen in die Chefetagen von Wirtschaft, Politik und Kultur.

Das „System” ist so frauenundurchlässig nicht, es ziert sich einfach nur ein wenig. Auch wenn es im „System” nicht gerade von ihnen wimmelt, so gibt es sie doch, die Einzelkämpferinnen und Karrieristinnen, die mehr an sich als an ihr Geschlecht denken. Auch haben diese nichts dagegen, „besser” als ihre männlichen Kollegen zu sein. Gibt der Erfolg ihnen Recht, wird ihr Einsatz belohnt vom „System”: sie triumphieren über ihre männlichen Kollegen und sind damit erwiesenermaßen auch besser.

So manche erfolgreiche individuelle, alles andere als feministisch motivierte Frauenkarriere wird deshalb auch vom „System” zum Verdienst um die Gleichstellung der Frau stilisiert. So als ob man mit der Prämierung elitärer Karrieristinnen das ganze weibliche Geschlecht abspeisen könnte. Egal wie randständig und extravagant er auch sein mag, der linke Feminismus beweist durch seine Systemkritik sein sicheres Gespür.

Ein noch sichereres Gespür besäßen seine Aktivistinnen, misstrauten sie dem Erfolg des „8-M“: Allein die Verhätschelung durch Medien, Wirtschaft und Politik zeigt, wie viel guten Willen die nominellen, aber auch die faktischen Machthaber aufzubringen geneigt sind. So viel und so guter Wille, noch dazu von Seiten der Machthaber, sollten einen doch nachdenklich stimmen, oder?

Gewalt gegen Frauen

In Spanien herrscht ein eigenartiges Missverhältnis zwischen Diskriminierung und Emanzipation: Die Frauen sind freier, unabhängiger und selbstbestimmter als je zuvor. Die vollkommene geschlechtliche Gleichstellung bleibt ihnen jedoch immer noch versagt. Gewalt gegen Frauen – violencia de sexo, eigentlich: Gewalt dem (weiblichen) Geschlecht gegenüber –, noch vor ein paar Jahrzehnten eine gesellschaftliche Realität um die man sich nicht kümmerte, ist inzwischen geächtet und wird sogar strafrechtlich verfolgt. Was früher totgeschwiegen wurde und im Kreise der Familie duldende Mäßigung fand, ist heute Gegenstand von Sensibilisierungskampagnen: Medien, Schulunterricht und Urlaubsprogramme erziehen in dem Sinne, dass Gewalt gegen Frauen unmöglich ist.

Frauen, die von ihren Partnern aus allen nur erdenklichen Gründen getötet wurden, werden von Medien, Zivilgesellschaft und feministischen Organisationen ohne eingehende Prüfung unter die Opfer machistischer, d.h. männlicher Gewalt, eingereiht. Übers Jahr wird so eine Liste der Opfer geführt, daraus dann eine traurige sowie eine Bilanz der Scham und der Schande gezogen. Dennoch scheint die Gewalt gegen Frauen mit jedem Jahr, das vergeht, immer mehr zuzunehmen.

Gerade bei den Jugendlichen, die andere Erfahrungswerte haben als ihre Eltern und Großeltern, ist ein Trend zur Unterdrückung der Frau erkennbar. Viele junge Männer finden nichts dabei, ihre Partnerin zu schlagen oder sie unter Drohungen über ihren letzten Aufenthalt zu verhören.

„Terrorismus“

Spanische Feministinnen, allen voran feministische Juristinnen, fordern schon seit langem, dass „Gewalt gegen Frauen“ strafrechtlich dem Terrorismus gleichgesetzt werde. Das ist nicht unproblematisch. Die Gründe des echten Terrorismus, z.B. der der ETA, liegen immer offen zutage. Was ein Terrorakt ist, was jemanden zum Opfer des Terrorismus macht, ist ebenfalls leicht ersichtlich. Die Ursachen sogenannter machistischer Gewalt, der jährlich rund 50 Frauen zum Opfer fallen, sind längst nicht so leicht zu erkennen. Eine notwendige soziologische Typisierung, die der strafrechtlichen voranzugehen hätte, fehlt vollends.

Überall spielt die ideologische Verblendung Fachfrauen, aber auch einer beteiligten – und nicht nur weiblichen! – Öffentlichkeit Streiche. Den von sich aus schon schlimmen Tatbestand der Frauentötung zum Terrorismus hin zu verschlimmern, macht zum Politikum, was eigentlich eine gesellschaftliche Angelegenheit ist. Die Moral wird bemüht, strafverschärfend zu wirken, anstatt dass ein gesellschaftliches Übel an seiner Wurzel gepackt wird.

Dementsprechend vermehren sich die Fälle von „Gewalt gegen Frauen”, sowohl strafrechtlich als auch was die gesellschaftliche Realität betrifft. Moralisch wird mit „Terrorismus” ein Verdammungsurteil gesprochen. Verdammungsurteile aber sind typisch für den Ritualismus von Ohnmächtigen und Unbedarften: Man macht sich ein bisschen Luft damit, ansonsten bleibt alles, wie es ist.

Der „Populismus“ tritt auf den Plan

Auch die eindrucksvollen Massendemos, bei denen die Frauen die Hauptdarsteller waren, werden wenig zur Besserung der Situation der Frau in Spanien beitragen. Man wird den Verdacht nicht los, dass es bei ihnen zugegangen ist, wie es sonst auf südamerikanischen populistischen Volksaufwiegelungen zuzugehen pflegt: Alles ist von vornherein inszeniert, mindestens aber kanalisiert.

Machthaber und ihre Wortführer stellen sich an die Seite von genauso unbedarften wie engagierten Aktivisten, klagen gemeinsam mit diesen die Missstände an und zeigen Eintracht. Die Menschen werden von einer Welle der Solidarität erfasst, sind beschwingt und lassen sich von der wirkungsvoll zur Schau getragenen Eintracht betören. Für einen Moment scheint es wirklich so, dass alles anders wird …

Systemstabilisierende Aufstände

In Spanien ist „das System” nicht zusammengebrochen. Es steht stärker und fester da als vorher, ähnlich stabilisiert wie die südamerikanischen Regime durch „Populismus“: „Das System” hat einigen von euch erlaubt, die Arbeit niederzulegen. Es hat es sogar erleichtert, dass ihr euch zu Millionen zusammenfindet um eurem Ärger Luft zu machen. Sogar von einigen Erscheinungen des Männerhasses hat sich „das System” nicht beirren lassen, so großzügig und nachsichtig ist es gewesen mit euch.

Die Erhalter und Erhalterinnen – hört, hört! – des Systems haben euch ein Forum verschafft, euch reden lassen, euch gehört und verstanden und sogar mitgemacht mit euch. Der Aufstand der Frauen, er war zwar echt, aber inszeniert, gut kanalisiert, noch besser arrangiert. Er war ein einziges Arrangement, zu Deutsch Ausgleich.  Es gibt nichts Besseres zur Stabilisierung bestehender Zustände als eben solche Aufstände. Möge es in Zukunft unzählige von ihnen geben!

Für den peruanischen Literaturnobelpreisträger, nationalisierten Spanier und bekennenden Liberalen Mario Vargas Llosa ist der 8. März ein Beweis dafür, dass Spanien kein „unterentwickeltes Land“ mehr ist. Er, der aus einem Land kommt, wo die Unterentwicklung chronisch ist, der Populismus zur Politik gehört wie das Amen in der Kirche, und dort selbst schon Präsidentschaftskandidat war, muss es ja wissen.

Mag sein, dass Spanien kein unterentwickeltes Land ist. Bezüglich seiner politischen Kultur jedenfalls hat es sich von Europa entfernt und sich Südamerika angenähert.

(Bild: luzencor, flickr, CC BY-ND 2.0)

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23 Kommentare zu “Aufstand der Frauen!?

  1. Robert Wagner

    Wenn ich diesen Artikel recht verstanden habe, lautet seine zentrale These also folgendermaßen: Ein landesweiter feministischer Generalstreik anlässlich des Weltfrauentages, an dem mehrere Millionen Menschen teilgenommen haben, darunter sehr, sehr viele junge Mädchen und Frauen, wurde also von den Machthabern des (patriarchalischen) »Systems« bewusst inszeniert oder zumindest kanalisiert, um eben dieses »System«, also sexistische Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen, zu stützen. Und der Hintergedanke dabei war, dass die »unbedarften« Aktivistinnen durch die sozialromantischen Gefühlsregungen von ernsten, effektiveren Maßnahmen abgebracht würden. (Wobei ich mir kaum vorstellen kann, was eine jungen Frau ohne große Ressourcen Effektiveres auf die Beine stellen könnte, als an der Organisation und Koordination landesweiter Kundgebungen mitzuwirken.)

    Eine Frage: Woran machen Sie diesen Aspekt der Inszenierung bzw. Kanalisierung fest? Nur daran, dass diese Menschen überhaupt die Möglichkeit hatten, die Arbeit niederzulegen bzw. demonstrieren zu gehen, und dass in den (spanischen) Medien darüber intensiv und wohlwollend berichtet wurde? Ersteres ist in einem modernen Rechtsstaat wie Spanien eigentlich eine Selbstverständlichkeit, es wäre bedenklich, wenn sie diese Möglichkeit nicht hätten; Zweiteres ist angesichts der progressiven Überzeugungen der allermeisten Journalisten, die von gewissen Kreisen ja fortwährend beklagt wird, und der unleugbaren Bedeutung einer so großen Massenbewegung überhaupt keine Überraschung. Und an wen genau denken Sie eigentlich, wenn Sie von faktischen Machthabern sprechen?

    Schließlich eine Anmerkung: Wenn eine Frau von ihrem Lebenspartner ermordet wird, ist sie per definitionem Opfer männlicher Gewalt. Inwiefern sollte eine eingehende Prüfung daran etwas ändern?

  2. Carlos Wefers Verástegui

    @ Lieber Robert Wagner,

    das mit dem »System« oben ausführlich erklärt. Hier nochmal: Ich habe aufgegriffen und sogar akzeptiert, was der linke, antikapitalistische Feminismus unter »System« versteht, es aber nicht beim Namen genannt. Hier der Name: »Neoliberalismus«. Zum »Neoliberalismus« gehört keinesfalls die sexuelle Diskriminierung oder gar Gewalt gegen Frauen, sondern ein gesellschaftlicher und politischer Status quo, auf den er sich aufpropft. Was Sie verstanden zu haben glauben, haben Sie hineininterpretiert, denn, zu lesen war das nicht, selbst nicht als Subtext.

    Ich weiss, was der Rechtsstaat ist, ja, nicht nur das, was ich über ihn denke, sondern was über ihn juristisch und politisch gesagt und gelehrt wird. Ich kenne die klassische Literatur, ich kenne seine Wortführer und seine Kritiker, nicht nur Carl Schmitt, sondern, viel interessanter, Ludwig Gumplowicz´ Nekrolog auf den Rechtsstaat http://gams.uni-graz.at/archive/objects/o:lge-139/methods/sdef:TEI/get?locale=de Wobei Schmitt sehr gut ausführt, dass mit der Bestimmung »Recht-« nichts anzufangen ist. Auch Thedor Geiger würde den »Rechtsstaat« als analytischen Begriff ablehnen wie er den »Sozialstaat« ablehnte. Kelsen ist konsequent rechtspositivistisch der Meinung, alle Staaten, sogar die Tyranneien!, seien Rechtsstaaten. Alle diese Begrifflichkeiten wie »Rechtsstaat«, »offene Gesellschaft«, »Teilhabe«, »Solidarität«, »Chancengleichheit«, »Chancengerechtigkeit« usw. sind verwirrend. Also: am besten ganz auf sie verzichten.

    Wenn Sie zum »Rechtsstaat« dann noch »modern« hinzufügen, dann können Sie doch gleich sagen: »Den Staat, den die Spanier gerade haben«.

    Auf Ihre Frage eine Gegenfrage: Was wissen Sie vom »modernen Rechtsstaat« in Spanien? »Rechtsstaat« ist ein Wort, das in Spanien besonders gern von Politikern missbraucht wird, von unbedarfte Menschen nachgeplappert wird, wie »gesunder Menschenverstand«, »Augenmass«, »Realismus« und »das Recht ist das Recht«. Ja, nicht einmal die spanischen Juristen wissen genau, was das ist, »Rechtsstaat«, wie eine Professorin von mir zum besten gegeben hat, sogar in einer Veröffentlichung von ihr! Dann noch in Spanien, der »Rechtsstaat«! Vielleicht wissen Sie ja mehr über solche Dinge bescheid als ich, kennen die spanische Mentalität, die der spanischen Politiker im besonderen, sind sehr gut informiert über die spanische politische Kultur, kennen die Besonderheiten der jüngsten spanischen Geschichte aus eigener Erfahrung… und dazu noch domina el idioma español como un nativo o mejor. Wenn Sie darauf eindeutig mit »Ja« antworten können, dann dürfen Sie guten Grundes an meiner Darstellung Zweifel anmelden. Wohlgemerkt: GUTEN GRUNDES. Ansonsten dürfen Sie zweifeln wie´s Ihnen gefällt.

    Ich werde mich mal hier wieder angreifbar machen: Faktischer Machthaber ist in Spanien »die Wirtschaft«, »die Geldmächte«, oder wie Sie es sonst nennen wollen. Ich behaupte, in Spanien ist »die Wirtschaft« noch viel unverschämter als in Deutschland, wobei ich denke, auch in Deutschland ist »die Wirtschaft« ziemlich ungehobelt. Auch hier setzte ich mich der Gefahr aus, mich zu kontern zu können: »Ochsen denken, Menschen wissen«.

    Am ehesten verstehe ich noch Ihre Anmerkung am Ende. Der allgemein akzeptierte Terminus im Spanischen ist »violencia machista«, das lässt sich nicht gut übersetzten weil auf Deutsch »männliche Gewalt« keine moralische Aufladung besitzt. Selbst der neutrale, von offiziellen Stellen benützte Terminus »violencia contra las mujeres«, d.h. »Gewalt gegen Frauen« ist moralisch aufgeladen. Die spezielle innerspanische Bedeutung habe ich zu klären versucht durch den Hinweis, dass ein Anliegen besteht, »Gewalt gegen Frauen« strafrechtlich als Terrorismus zu ahnden. Wenn das für Sie zu wenig ist, dann hilft Ihnen vielleicht folgender Satz: la maté porque era mía – ich brachte sie um, weil sie mein war. Das wäre eine Grundaxiom des machismo, der zu entsprechenden Gewalttaten führen kann. Man müsste nachweisen können, dass jeder Tötung einer Frau dieses Axiom zugrunde liegt. Vor einigen Monaten beschloss ein älteres Ehepaar, beide todkrank, gemeinsam Selbstmord zu begehen. Der Mann tötete die Frau IN DEREN VOLLSTEM EINVERSTÄNDNIS, danch tötete er sich selbst. Ähnlich dem Doppelselbstmord Ludwig Gumplowicz´ und seiner Frau. Nun, in Spanien wird daraus »Gewalt gegen Frauen« gemacht, so als ob die echte machistische Gewalt nicht ausreichte.

    Manchmal reicht es vollkommen aus, einfach zu lesen, was geschrieben steht. Lesen.

    Sie schreiben manchmal recht vernünftige Dinge, wie Ihr Kommentar bezüglich des deutschen Nationalbewusstseins. Da waren Sie diszipliniert und sachlich. Können Sie auch so lesen? Ja, so müssen so einmal gelesen haben, um sich Wissen aneignen zu können, welches Sie zweifelsohne besitzen. Die meisten Menschen, egal ob links, rechts oder mitte, sind wenig konzentriert, noch weniger diszipliniert beim Lesen. Die eigene Reflexivität, das Bedürfnis, sich aussprechen zu müssen, spielt vielen üble Streiche. Erlauben Sie mir, dass ich mich selbst zitiere:

    »Wir alle müssen lernen, richtig bzw. BESSER zu lesen, zu sprechen und zu denken. Anstatt Ausweichmanöver zu fahren, Rosinen zu picken, auf schief gelesenes eine Antwort zu verfassen – in Ihrem Fall Fragen zu stellen bzw. Anmerkungen zu machen –, Gegenstände anzuschneiden, nur um sie wieder fallen zu lassen, um den heissen Brei herum und aneinander vorbei zu reden und in den Raum zu dozieren, sollten wir uns zusammenreissen.«

  3. Carl Sand

    Robert, da bist Du ja wieder! Schön, dass Du bei uns bleibst.

    Als studierter Arrivierter der Geschwätzwissenschaft hast Du natürlich ein hohes soziales Interesse, uns nicht zuzustimmen. Volles Verständnis, ehrlich!

    Trotzdem sind wir uns da ganz sicher, dass Du schon als petit bourgeois und notwendiger Opprotunist rechtzeitig zu uns überspringst beim nächsten Vorzeichenwechsel.

    Bis dahin – und dafür wollen wir Dir von Herzen danken – magst du uns als praktisches Beispiel dienen, wie man kleinbürgerliche Schulmeisterrei der verdienten Lächerlichkeit zuführt.

    Dankeschön – und nichts für ungut!

  4. Carlos Wefers Verástegui

    @ Robert Wagner

    Wenn Sie der spanische Sprache mÄchtig sind und lesen – lesen –, dann können Sie hier lesen http://www.publico.es/sociedad/violencia-machista-asesinadas-hecho-mujeres-2016-seran-consideradas-victimas-violencia-genero.html – lesen –, dass ich eine bestehende Problematik aufgegriffen habe mit meiner Behauptung »(d)ementsprechend vermehren sich die Fälle von „Gewalt gegen Frauen”, sowohl strafrechtlich als auch was die gesellschaftliche Realität betrifft«.

  5. Robert Wagner

    @ Carlos Wefers Verástegui

    Ich sehe, Sie nehmen meine Kritik mittlerweile schon persönlich und verfallen in einen unangenehm gehässig-arroganten und sarkastischen Ton; sogar meine Lesekompetenzen zweifeln Sie schon an und bezeichnen mich zwischen den Zeilen als Ochsen. Haben Sie das wirklich nötig? Diese überhebliche »Ich weiß alles besser, die anderen sind allesamt unbedarfte, von Wohlstand und Dekadenz zur Denkfaulheit erzogene Idioten mit moralisch unwerten Ansichten«-Attitüde ist reichlich anstrengend, v. a. weil tatsächlich Sie und nicht ich, wie Sie nicht zum ersten Mal andeuten, um den heißen Brei reden und sich wie ein Aal winden, um auf meine Frage nicht einzugehen.

    Ich hatte Sie nicht um eine Definition des Rechtsstaates gebeten, warum schweifen Sie so weit ab? Wir gebrauchen diesen Begriff hier nicht als analytischen Fachbegriff, sondern als allgemeines Konzept. Ihre rechtsphilosophischen Ausflüge ändern nichts daran, dass es jenseits aller akademischen Diskussionen eine allgemeine (europäisch-westliche) Idee davon gibt, was einen Rechtsstaat ausmacht. Der Kern dieser Idee sind solche Dinge wie die Gewaltenteilung in der Tradition von Montesquieu und die inhaltliche Bindung an Grundrechte, d. h. an eine Verfassung; deshalb gibt es ja die Differenzierung zwischen einem formellen und einem materiellen Rechtsstaatsbegriff, die auch Kelsen vornimmt. Es ist bezeichnend für Ihr suggestives Vorgehen, dass Sie das nicht erwähnen und so tun, als wäre es völlig unklar, was ein Rechtsstaat eigentlich ist. Aber sei es drum, das ist hier nicht das Thema (genauso wenig übrigens wie die Definition von ihrem semantischen Kern nach ziemlich eindeutigen Begriffen wie Teilhabe oder Chancengleichheit). Relevant ist in diesem Zusammenhang nur – y esto lo oso sostener sin haber nacido y crecido en Su tierra natal, sin embargo la conozco un poco – dass kein Zweifel daran besteht, dass Spanien als Mitglied der EU ein (materieller) Rechtsstaat inkl. Streikrecht ist; und genau darauf habe ich angespielt, als ich schrieb, dass es bedenklich wäre, wenn so viele Menschen nicht die Möglichkeit gehabt hätten zu streiken, ohne vorher die »Machthaber«, also die Wirtschaft und Politik um Erlaubnis oder Unterstützung zu bitten – denn genau das suggerieren Sie.

    Womit wir bei meiner eigentlichen Frage wären, der Sie geschickt, aber anmaßend aus dem Weg gegangen sind. Sie schreiben folgendes:

    »›Das System‹ hat einigen von euch erlaubt, die Arbeit niederzulegen. Es hat es sogar erleichtert, dass ihr euch zu Millionen zusammenfindet, um eurem Ärger Luft zu machen. Sogar von einigen Erscheinungen des Männerhasses hat sich ›das System‹ nicht beirren lassen, so großzügig und nachsichtig ist es gewesen mit euch. Die Erhalter und Erhalterinnen – hört, hört – haben euch ein Forum verschafft, euch reden lassen, euch gehört und verstanden und sogar mitgemacht mit euch. Der Aufstand der Frauen, er war zwar echt, aber inszeniert, gut kanalisiert, noch besser arrangiert. Er war ein einziges Arrangement, zu Deutsch Ausgleich. Es gibt nichts Besseres zur Stabilisierung bestehender Zustände als eben solche Aufstände. Möge es in Zukunft unzählige von ihnen geben!«

    Ich habe mir Ihren gut gemeinten Rat zu Herzen genommen, mir diese Stelle wie auch den ganzen Artikel noch mal ganz aufmerksam durchgelesen und wiederhole hiermit meine Frage, die immerhin die Kernthese ihres Artikels betrifft und, anders als Sie unterstellen, keineswegs abwegig ist. Ich hoffe, diesmal ist Sie verständlich genug formuliert…:

    Woran machen Sie konkret fest, dass diese landesweiten Streiks und Massendemonstrationen von der Wirtschaft oder wem auch immer inszeniert und arrangiert wurden, um die bestehenden Verhältnisse zu stabilisieren und zu perpetuieren?

    Ich habe schon Schwierigkeiten mit der Vorstellung, dass »die Wirtschaft« oder »die Geldmächte« (ein bisschen Differenzierung täte Ihrem Gedankengebäude ganz gut) sich über solche Massenstreiks nicht geärgert haben sollen – welcher Arbeitgeber ist schon scharf auf Arbeitskämpfe? Aber sie behaupten ja darüber hinaus, dass »die Wirtschaft« und »die Geldmächte« auf diese Arbeitskämpfe hingearbeitet und sie arrangiert hätten. Ich will ja gar nicht abstreiten, dass diese Massendemos auch aus der Wirtschaft Unterstützung – wenn auch sicherlich nicht viel und flächendeckend – erhalten haben könnten, es war ja für eine gute Sache; aber für einen so schwerwiegenden Vorwurf wie den, dass diese ganzen landesweite Veranstaltungen, an denen über 5 Mio. Menschen beteiligt waren, letztlich nur eine Inszenierung gewesen sein sollen, müssen Sie doch zumindest irgendwelche Indizien, irgendwelche Anhalspunkte anführen können. Das ist alles, was ich von Ihnen wissen möchte.

    Oder habe ich Sie richtig verstanden und Sie verweigern mir eine Antwort, weil ich Spanien, seine politische Kultur und sein Rechtswesen nicht so gut kenne wie Sie? Das wäre sehr schade und ein seltsames Verständnis von Journalismus. Wenn es sich in Spanien ganz anders verhält als hierzulande, warum klären Sie uns dann nicht einfach auf? Ich bin nämlich sicher nicht der Einzige, der sich in spanischen Dingen nicht so gut auskennt wie Sie und der an einer (konstruktiven) Antwort auf diese Frage interessiert ist.

    Auf Ihre Ausführungen zur Natur der violencia machista und dem »Ich brachte sie um, weil sie mir gehörte«-Axiom gehe ich nicht mehr weiter ein, aber vielen Dank für die Präzisierung. Allerdings gehe ich spontan davon aus, dass der Anteil der Frauen, die nicht auf der Grundlage dieses Axioms von ihrem Partner ermordet werden eher vernachlässigbar ist.

    im Übrigen finde ich es schon amüsant, dass Sie sich über den Gebrauch von Begriffen wie Teilhabe, Chancengleichheit oder offene Gesellschaft beklagen, weil diese ihrer Meinung nach verwirrend seien, und mir etwas von oben herab sogar dazu raten, auf diese Begriffe zu verzichten; aber selbst mit völlig diffusen Begrifflichkeiten wie denen der »faktischen Machthaber« und der »Geldmächte« hantieren. Das entbehrt nicht einer gewissen Komik. Deshalb kann ich Ihnen den Rat in guter Absicht zurückgeben: Am besten auf solche kryptischen Begriffe, die eher in Verschwörungstheorien gehören, verzichten.

  6. Carlos Wefers Verástegui

    @ Lieber Robert Wagner

    Sie haben hier wieder einmal prima bewiesen, wie gut entwickelt ihre Monologfähigkeit ist. Sie haben Glück in der heutigen Zeit und in DIESER Gesellschaft zu leben, aber, was sag´ ich, Sie sind wirklich ein petitbourgeoises Produkt unserer derzeitigen Verhältnisse, kleingeistig und unvergleichlich selbstverliebt wie kein zweiter.

  7. Robert Wagner

    @ Carlos Wefers Verástegui:

    Ich sehe, alles Zureden führt zu nichts. Sie wollen oder – sehr viel wahrscheinlicher – können mir auch dieses Mal meine Frage nach substanziellen Argumenten für Ihre zentrale These nicht beantworten; und um davon abzulenken, unterstellen Sie mir – mal wieder – in gehässiger und beleidigender Weise von oben herab, ich sei ein kleingeistiger, selbstverliebter Idiot, der ein durch Ideologie vernebeltes Denken offenbart, weil er es doch tatsächlich wagt, im heutigen politischen Diskurs allgemein gebräuchliche Begriffe wie Rechtsstaat, (gesellschaftliche) Teilhabe oder Solidarität zu gebrauchen.

    Mittlerweile glaube ich, darin ein Muster zu erkennen. Sie stellen in ihren Elaboraten gewagte bis groteske Thesen in den Raum:

    - Veganismus ist »moralisch unwerter« und gesellschaftlich schädlicher Unsinn.

    - Eine umweltbewusst vegane Ernährung hat eine schlechtere Ökobilanz als ein unreflektierter Fleischkonsum unter den Bedingungen der modernen Massentierhaltung.

    - Das moderne Smartphone ist ein spiritueller Fetisch, eine Art Jesus-Ersatz.

    - Landesweite Streiks und Massendemos in Spanien anlässlich des Weltfrauentages, an denen Millionen von Menschen beteiligt waren, wurden von der Wirtschaft und den »Geldmächten« inszeniert, um die bestehenden Verhältnisse zu bewahren und zu perpetuieren.

    - Zu behaupten, die Spanier der frühen Neuzeit hätten die Juden und Mauren vertrieben, ist »erbärmlich dumm und oberflächlich.« (Auf diese für einen Historiker erstaunliche Behauptung gehe ich in Kürze ebenfalls ein.)

    Keine einzige dieser »interessanten« Thesen konnten Sie auch auf wiederholtes Nachfragen hin mit einem auch nur halbwegs nachvollziehbaren Argument, geschweige denn mit einer Quelle stützen. Stattdessen beschränken Sie sich auf ihre bloße Behauptung und erdreisten sich sogar, angemeldete Zweifel in Form von Fragen als völlig ungerechtfertigt abzutun; in diesem Fall sogar mit dem dumm-dreisten Argument, dass Sie sich mit dem heutigen Spanien besser auskennen würden und wir also Ihren Ausführungen ganz naiv einfach Glauben schenken und Fragen unterlassen sollen. Sie könnten uns ja stattdessen an Ihrem überlegenen Wissen teilhaben lassen – ich hoffe dieses Verb ist hier nicht zu verwirrend für Sie – und die Dinge einfach beim Namen nennen, um uns »unbedarften, toleranzverseuchten Mitläufer einer offenen, demokratischen Gesellschaft« zu erleuchten.

    Sie inszenieren sich als einen allwissenden, moralisch und intellektuell überlegenen Publizisten, der vermeintliche absolute Wahrheiten offenbart, die man gefälligst zu schlucken habe – von seriöser Publizistik sind Sie damit denkbar weit entfernt. Mehr noch, dieser moralische und epistemologische Überlegenheitsanspruch verleiht Ihren Beiträgen in diesem Internetmagazin eher den Charakter einer Predigt als den eines ernstzunehmenden journalistischen Artikels, wie ein anderer Leser in den Kommentarspalten an anderer Stelle bereits treffend angemerkt hat. Ich werde daher Ihre Texte fortan als solche, als quasireligiöse, moralistische Predigten betrachten und mich darauf beschränken, Ihre gewagten, grotesken und ahistorischen Thesen auseinanderzunehmen, statt um Argumente oder Quellen zu betteln.

  8. Carlos Wefers Verástegui

    @ Robert Wagner

    Sie ANSTÄNDIGER und MORALISCHER Mensch sagen ja klar, worum es Ihnen geht: Ich habe gegen Sie »verloren«. Was war das? Ein Wettkampf? Eine Diskussion? Sie können nicht einmal die Grundregeln einhalten, weder für eine Diskussion noch für einen Wettkampf. Ihre prinzipienlose Weinerlichkeit als Moral auszugeben ist urkomisch, Ihr Anstand eine dreiste Behauptung. Ihre Willkür ist ein schönes Korrosiv, aber ausser ideologischen Versatzstücken und zwei drei richtig wieder gegebenen Darstellungen haben Sie wenig eigenes zu bieten. Ihr unkritischer Kritizismus mag Ihnen Freude bereiten, dabei sind Sie der unkritischste, köhlergläubgste Mensch, der mir je begegnet ist, trotzdem sind Sie gar kein so seltenes und besonderes Exemplar der Gattung »unkritischer Kritiker«. Sie sind bei den Sophisten in die Schule gegangen, haben aber nicht gelernt, dass man als Sophist die Sophismen nicht glauben darf. Dank Ihrer Monologe weiss ich sehr gut bescheid über Sie , Sie sind AUFFÄLLIG, sowohl was Ihre Gebaren betrifft wie auch betreffend Ihrer geistigen Gesundheit. Das war mir sofort klar. Sie brauchen einen ganz anderen Fachmann, ich kann Ihnen nicht helfen und möchte mir auch nicht anmassen, darüber zu spekulieren, ob Ihnen überhaupt jemand helfen kann. Gehen Sie mir Ihrem ANSTAND und Ihrer HOHEN MORAL hausieren wie Sie wollen, Sie haben für mich die unbeschränkte Narrenfreiheit. Ich kann nur hoffen für Sie, Sie werden baldigst gesund, der Zwang und der Wahn nimmt Ihnen bestimmt Lebensqualität.

  9. Carlos Wefers Verástegui

    @ P.S.: Robert Wagner

    Ich würde Sie ja gern einen »Lügner« nennen, aber, um ein Lüger zu sein sind zwei Dinge nötig: Wissen um die Wahrheit und – noch wichtiger – Zurechnungsfähigkeit.

    Sie machen mir Probleme. Wären Sie kein Lüger und zurechnungsfähig, Sie wären ein Denunziant von der Sorte, die in Ihrer Kindheit zu kurz gekommen ist. Dann aber verbreiten Sie Unwahrheiten geschickt kaschiert durch Ihren Kritizismus und Ihren Widerspruchsgeist. Ein Denunziant denunziert aber Fakten, Sie tun das nicht. Sie denunzieren aufgrund Ihres eigenen Schuldkomplexes.

    Meine Aussage

    »Immer noch sehr beliebt unter Multikulti-Sentimentalisten sowie Besserwissern ist die Anklage, die Spanier hätten die Juden und Araber vertrieben bzw. mit Gewalt zum Christentum bekehrt. Diese Anklage ist allerdings nur erbärmlich dumm und oberflächlich«

    ist ungleich Ihrer Darstellung

    »Zu behaupten, die Spanier der frühen Neuzeit hätten die Juden und Mauren vertrieben, ist „erbärmlich dumm und oberflächlich.“ (Auf diese für einen Historiker erstaunliche Behauptung gehe ich in Kürze ebenfalls ein.)«

    Das war ein Werturteil meinerseits, Sie Schlauberger, eine sehr offensichtliche und absichtliche Aburteilung – keine hinterfotzige Insinuation mit denen Sie ja gut zu brillieren wissen –, eine Aburteilung Ihres gleichen. die mit den Tatsachen nicht in Konflikt gerät.

    Sie können auseinandernehmen, was und wie Sie wollen, ich gönne Ihnen diese Freiheit. Wären Sie zurechnungsfähig, ich nähme mir Ihren Irrsinn zu Herzen, doch ich kann Ihnen einfach nicht böse werden. Sie tun mir leid, ich habe hier sehr viel von Ihren Qualen mitbekommen, das ist unschön anzuschauen gewesen.

    Menschen wie Sie, nur geistig gesünder, sind Träger totalitärer Systeme: Hier und heute Demokrat, Deutschland 1936 überzeugter Nationalsozialist, Russland 1930 glühender Stalinverehrer und nun – selbsternanntes militantes moralisches Gewissen der offenen Gesellschaft und Zersetzer gegenteiliger Positionen im Namen der Menschlichkeit. Sie sind ein wahrhaft NÜTZLICHER Mensch und Herumgeisterer.

  10. Robert Wagner

    @ Carlos Wefers Verástegui:

    Lol, ich musste jetzt echt schmunzeln, Sie sind ein sehr aufbrausender Charakter. Ich kann mir lebhaft vorstellen, wie Sie hasserfüllt vor dem Rechner sitzen und dabei Ihr Blutdruck in die Höhe schnellt. Ich bin ja scharf in meiner Kritik, das gebe ich zu, aber kann es sein, dass Sie das alles hier ein kleines bisschen zu persönlich nehmen und nicht eher Sie psychotherapeutische Hilfe benötigen? Dass Sie jemanden, der nachdrücklich auf die offensichtlichen Mängel Ihrer Argumentation aufmerksam macht, in diesem Maße als ideologisierten, selbstverliebten, geistig gestörten Idioten und potentiellen Mitläufer totalitärer Systeme mit Schuldkomplex diffamieren, statt mit Argumenten zu kontern, gibt auf jeden Fall in diese Richtung zu denken. Diese Diffamierungen und Beleidigungen nutzen sich übrigens inzwischen langsam ab.

    Warum stehen Sie nicht einfach dazu, dass Sie hier zumeist Predigten oder im höchsten Maße subjektive Kommentare abliefern, die mit echtem, faktenbasierten Journalismus wenig bis gar nichts zu tun haben? Sie können ja meinetwegen in herablassender Weise predigen oder kommentieren, was Sie wollen, aber dann sollten Sie das auch entsprechend kennzeichnen, bevor sie Äußerungen von »Multikulti-Sentimentalisten« als »erbärmlich dumm und oberflächlich« abtun.

    Zum Zitat aus Ihrem Artikel zur Schwarzen Legende: Tut mir leid, aber diese Ausflüchte nehme ich Ihnen nicht ab. Dieses Zitat kann man in diesem Zusammenhang gar nicht anders verstehen. Begründung:

    1) Das Vokabular: Wer klagt überhaupt die heutigen Spanier wegen dieser Vertreibungen an bzw. wie sinnvoll ist es, die damaligen Spanier 500 Jahre später deswegen anzuklagen? Ich zumindest habe eine solche Anklage nie vernommen. Was Sie offensichtlich meinen, ist die bloße Feststellung und Thematisierung dieser Dinge, die allenfalls mit Wertungen – die dann aber nichts mit den heutigen Spaniern zu tun haben –, aber sicherlich nicht mit Anklagen oder Vorwürfen einhergeht. Das und nichts anderes charakterisieren Sie als »erbärmlich dumm und oberflächlich«.

    2) Der Kontext: Selbst wenn Sie diese Charakterisierung tatsächlich auf echte Anklagen – die völlig unangemessen wären – beziehen würden, würde man erwarten, dass Sie im besagten Artikel auf genau diese Problematik eingehen; dass Sie also erörtern, warum es unangemessen oder, um Ihr Vokabular zu verwenden: »erbärmlich dumm« ist, die damaligen oder gar die heutigen Spanier deswegen anzuklagen, ihnen Vorwürfe zu machen. Tatsächlich gehen Sie im weiteren Verlauf des Artikels aber mit keinem einzigen Wort auf die Vertreibung der Juden und Moslems ein und schreiben stattdessen über Ressentiments gegenüber Spaniern in der Vergangenheit und Gegenwart. Es zwingt sich deswegen der Verdacht auf, dass Sie diese »erbärmlich dumm und oberflächlich«-These als Einleitung verwenden, um historisch unbedarften, weniger geschulten Lesern den Eindruck zu vermitteln, auch diese Vertreibungen und Zwangsbekehrungen wären nur ein Produkt der »Schwarzen Legende« und hätten also nie stattgefunden; deswegen wäre es ja »erbärmlich dumm«, genau dies zu behaupten bzw. »anzuklagen«. Dieser Verdacht erhärtet sich, wenn man den exkulpatorischen Duktus des ganzen Artikels berücksichtigt, der u. a. darauf abzielt, die historischen Taten Spaniens in Amerika zu relativieren, wobei Sie die historischen Fakten teiweise verzerrt wiedergeben (aber das ist wieder ein anders Thema, zu dem ich ebenfalls viel schreiben könnte). Es würde mich überhaupt nicht wundern, sollten Sie der spanischen Geschichtstradition der Franco-Ära anhängen, in der genau ein solches Relativieren zum Zwecke der Verherrlichung des Spaniertums gang und gäbe war. Und wenn ich daran denke, wie Sie an anderen Stellen ähnlich suggestiv vorgehen – etwa wenn Sie den Eindruck vermitteln, es gäbe gar keine Idee davon, was einen Rechtsstaat eigentlich ausmacht (s. o.) – muss ich außerdem zu der Feststellung kommen, dass dieses Vorgehen bei Ihnen wohl Methode hat.

    Oder war das alles lediglich unglücklich formuliert? In diesem Fall räumen Sie es doch einfach ein. Wenn Sie der Meinung sein sollten, ich würde von Ihnen noch eine Antwort verdienen, bitte ich Sie aber auf jeden Fall darum, sich erst zu beruhigen, bevor Sie sich an den Rechner setzen, und von Unterstellungen und Diffamierungen abzusehen. Und Sie antworten besser in den Kommentarspalten des entsprechenden Artikels, wenn Sie etwas zur »erbärmlich dumm und oberflächlich«-These sagen möchten; den habe ich nämlich ebenfalls kommentiert.

  11. Carl Sand

    Robert, Nein!

  12. Carlos Wefers Verástegui

    @Robert Wagner

    Dass Sie schmunzeln ist nur natürlich. Ich kann Sie nur bemitleiden, denn, wären Sie kein verhaltensgestörtes Kind, ich müsste Ihnen Opportunismus vorwerfen und Sie einen Kretin nennen, aber, wenn ich mir vorstelle, wie Sie so selig in sich hinein schmunzeln und Ihnen einer abgeht… brrr 😉

  13. Carlos Wefers Verástegui

    @ Robert Wagner

    P.S.: Ihre selektive, übelwollende Art, zu lesen, genau wie Ihre hinterfotzigen Insinuationen, sind typisch für den Pöbel. Immer hat es Pöbel gegeben, der durch Insinuationen und Verdächtigungen Menschen in Schwierigkeiten gebracht hat. HIER hat der Rechtsstaat gottseidank Linderung gebracht bezüglich der Folgen – den Pöbel aber gibt es leider Gottes immer noch. »Politik« ist dem Pöbel nur ein Vorwand, um seinen niederen Beweggründen ein edles Motiv zu verschaffen. Ihr Glück, dass Ihr Geisteszustand Sie davor schützt, zum Pöbel gezählt zu werden.

  14. Robert Wagner

    Wenn meine Art, ihre pseudojournalistischen Ergüsse zu lesen und scharf zu kritisieren, selektiv und übelwollend ist… Was ist dann Ihre Art, in Ihren Predigten die Thematisierung unbequemer historischer Tatsachen als »erbärmlich dumm und oberflächlich« zu bezeichnen? Oder – in Ihrer Predigt zum »Fortleben der schwarzen Legende« – durch das Zitieren einer anthropologischen Mindermeinung, der im Grunde alle anderen Anthropologen und Historiker aus guten Gründen widersprechen, den Eindruck zu erwecken, die Azteken hätten systematisch großflächigen Kannibalismus betrieben, um ihren Proteinbedarf zu decken? Eine übrigens besonders hinterfotzige Behauptung (mit denen haben Sie es ja), um die historischen Taten der Spanier in franquistischer Tradition kleinzurechnen. Ähnlich gehen Sie vor, wenn Sie behaupten, die Spanier hätten in Amerika »mindestens« so viele präkolumbische Codices gerettet, wie sie vernichtet haben. Eine dreiste Lüge, von den Codices der Maya (und nur diese hatten solche schon in vorspanischer Zeit) haben nur ein oder zwei die Vernichtungen durch kirchliche Götzendienstbekämpfer (extirpadores de idolatrias) überstanden. Das alles macht deutlich, was für eine revisionistische, übelwollende Agenda SIE mit Ihren Predigten verfolgen.

    Ich finde es übrigens wirklich amüsant, wie Sie hier zuverlässig jedes Mal hasserfüllt in die Luft gehen und glauben, mich mit all ihren Beleidigungen und Unterstellungen irgendwie verletzten zu können. Wirklich, ich meine das ernst, das ist extrem lustig. 😉 Sie werden dabei auch immer kreativer, mittlerweile rücken Sie mich schon in die Nähe von Denunzianten, die andere Menschen in Unrechtsstaaten in Gefahr bringen, und dass nur, weil Sie sich nicht anders zu helfen wissen, wenn Sie keine Argumente mehr haben. Wenn Sie wüssten, für was für Zoten Sie hier Inzwischen sorgen… Sie erinnern nicht nur mich an das HB-Männchen aus diesen alten Zigarettenwerbespots. Ich kann mich nur wiederholen: Denken Sie mal darüber nach, wer hier eigentlich was beweist. 😉

  15. Carlos Wefers Verástegui

    @ Roberto

    Mein Sohn, ich hasse Dich nicht, sondern nur die Idiotie an Dir; ich bin zwar wütend, aber nicht auf Dich, sondern auf den Teufel, der Dich besitzt, denn, besessen bist Du schon 🙂

  16. Wenn Sie wüssten, für was für Zoten Sie hier Inzwischen sorgen…

    Da könnte man jetzt fast auf die Idee kommen, daß hinter dem Nick ein Autorenkollektiv steckt? Das würde natürlich ein ganz neues Licht, auf den Universalgelehrten Robert Wagner und seinen nicht enden wollenden Enthusiasmus, beim kommentieren von Beiträgen werfen. Vor allem wo ich mich noch erinnere an: …dass ich mir überhaupt die Zeit nehme…auf eine Diskussion mit jemandem einlasse der….Diese Diskursbereitschaft….

    Wie gesagt, fast….könnte man auf solche Gedanken kommen.

  17. Robert Wagner

    Der Universalgelehrte Robert Wagner, der so viel weiß, dass hinter ihm ein Autorenkollektiv stehen muss? Wow, ich fühle mich geschmeichelt, kann dir aber versichern, dass alles viel banaler ist, als du dir vorstellst. Es ist aber interessant zu sehen, wie sehr ich hier manche zu Spekulationen über meine Identität anrege (du bist nicht der erste). Mittlerweile habe ich hier ja einen quasilegendären Ruf, auf den ich wohl stolz sein kann.

  18. Mit Deiner Identität hat das eher weniger zu tun. Die geht mich nichts an und interessiert mich auch nicht. Ich bin bloß ein aufmerksamer Leser und Du hast ja praktisch zugegeben, daß Du Deine Kommentartätigkeit mit Deiner Peergroup besprichst. Da wäre es, theoretisch, natürlich kein weiter Weg, gemeinsam an Antworten zu basteln. Wie immer bei solchen Sachen im Internet, weiß nur derjenige den es betrifft, die Wahrheit. Im übrigen, würde ich auch das, als banal bezeichnen und hatte dabei nicht an eine ausgeklügelte Strategie gedacht. Mir ist aber der Fanatismus, der »gegen rechts« Kämpfer ( jeglicher Couleur) durchaus bekannt. Da will jeder mal ran und wird nicht müde und sieht sich schon selbst in einer Ahnenreihe mit den Geschwistern Scholl 😀
    Wie gesagt, ich bringe den nicht mit, ich lebe lieber.

    PS: Leider keinen Huchen oder Marmorata, also habe ich andere Sachen hervorgehoben, die einem in Slowenien ( was wirklich wunderschön ist) ins Auge fallen. Ich kenne niemanden der das Wort arisch benutzt oder die Die Grundlagen des Neunzehnten Jahrhunderts neben seinem Bett liegen hat. Auch wenn Dein Gesamteindruck ein anderer sein mag, das Thema wurde damals ebenfalls nicht ganz so monothematisch behandelt, wie Du es darstellst. Hat aber mit der aktuellen Situation in Europa, auch gar nichts mehr zu tun. Ich hatte bereits erwähnt, daß es für mich ein Spasstext ist.

  19. Robert Wagner

    Tut mir leid, es geht bei deinen Spekulationen tatsächlich um nichts anderes als meine Identität. Ich verstehe nicht, wie man das leugnen können sollte; auch habe ich überhaupt nichts zugegeben, du interpretierst lediglich zu viel in meine Worte hinein.

    Im Gegensatz zu manchen wegen Körperverletzung vorbestraften rechtsextremen Witzfiguren generiere ich mich auch nicht als Widerständler in der Tradition der Weißen Rose. Ich bin nicht so vermessen, so zu tun, als würde ich Leib und Leben riskieren, wenn ich eine unbequeme Meinung vertrete. So viel zu deiner blödsinnigen Fanatismus-Unterstellung.

    Zu der Arier-Diskussion habe ich im entsprechenden Kommentarstrang zu Nagels Pamphlet eine Erwiderung geschrieben.

  20. Wieso sollte ich an Deiner Identität interessiert sein? Weil ich das mit der Buchmesse geschrieben habe? Da ging es mir eigentlich um die Diskussion, nicht um Deine Identität. Doxxing ist nun eher ein Hobby von der antifa-stasi, keines von mir. Was Du mir persönlich über Dich gesagt hast, kam wohl freiwillig, ohne Nachfragen von meiner Seite. Selbst wenn, was sollte ich denn damit anfangen? Du scheinst da diesem Wahn, von den Rechten und ihren schwarzen Listen, mit denen sie nach der Machtergreifung °mal richtig aufräumen wollen° aufgesessen zu sein? Das sind lediglich, linke Fieberphantasien. Liegt wohl daran, daß sie selbst, nur zu gerne, solche Listen führen.

    »Wenn Sie wüssten, für was für Zoten Sie hier Inzwischen sorgen…«
    Falls Du keine gespaltene Persönlichkeit hast, muß ich da gar nichts interpretieren, daß steht für sich alleine. So wie der freudscher Vertipper vom »Großen Aufstand!« 😉

    Welche, wegen KV vorbestrafte rechtsextreme Witzfigur, sieht sich selbst in der Tradition der weißen Rose? Gibt es so etwas wirklich? Wer versteckt sich hinter dieser Chiffre? Wie kommst Du auf die Idee, Du würdest eine unbequeme Meinung vertreten? Das liest sich eigentlich meistens, wie eine Stellungnahme von der bpb. Unbequem hier auf der Seite? Mal ehrlich, der Gegenwind, dem Du hier ausgesetzt bist, ist doch recht überschaubar.
    Zur Fanatismus Unterstellung, wenn ich jetzt rechts schaue, bei letzte Kommentare, sehe ich da jetzt 4x Deinen Namen und 1x meinen. 😀
    Meine Kommentare auf roten Seiten, werden übrigens nie veröffentlicht.

  21. Robert Wagner

    Ganz offensichtlich bist du an meiner Identität interessiert, sonst würdest du nicht darüber spekulieren, wer sich hinter meinem Namen verbirgt – das liegt auf der Hand. Ich sage zum letzten Mal, dass es sich dabei um meinen eigenen Klarnamen handelt. Weder ist er das Pseudonym eines Einzelnen, noch verbirgt sich dahinter ein Autorenkollektiv. Ich bin lediglich ein politisch interessierter und akademisch gebildeter Mensch, der auf dem Scheißhaus sitzend und beim Bahnfahren oder Netflixen Gucken beißende Kommentare zu schlechten, politisch extremistischen, aber dennoch in ihrer Abwegigkeit und Menschenfeindlichkeit irgendwie interessanten Texten schreibt – und dabei auf eine korrekte Grammatik und Rechtschreibung achtet –, wenn andere stattdessen stundenlang auf Facebook irgendwelchen Unsinn posten oder auf whatsapp mit Freunden chatten. Das macht mich noch lange nicht zum Universalgelehrten; es ist bloß so, dass man neben so unausgegorenen, extremistisch motivierten und intellektuell flachen Texten, wie sie hier publiziert werden, sehr leicht als ein solcher erscheint, wenn man nur über breit gefächerte Grundlagen einer ordentlichen historisch-politischen Bildung verfügt und dazu in der Lage ist, sich schnell neues Wissen zu erschließen (Zauberwort: Wikipedia). Dass ich Menschen in meinem persönlichen Umfeld (um genau zu sein, nur einem) die lustigen Reaktionen eines Carlos »HB-Männchen« Wefers Verástegui zeige, weil ich sie einfach amüsant finde, macht aus diesem Menschen kein Mitglied eines Autorenkollektivs. Und wenn ich Angst vor irgendwelchen schwarzen Listen hätte, wäre ich nicht so erpicht darauf klarzustellen, dass sich kein Autorenkollektiv hinter meinem Namen verbirgt – dann würde ich dich in diesem Glauben belassen. Mehr sage ich zu dieser blödsinnigen Diskussion aber nicht mehr.

    »Zur Fanatismus Unterstellung, wenn ich jetzt rechts schaue, bei letzte Kommentare, sehe ich da jetzt 4x Deinen Namen und 1x meinen.«

    Dass zurzeit, aus welchen Gründen auch immer, niemand sonst hier Kommentare schreibt, macht aus mir keinen Fanatisten, wenn ich in aktuell lediglich zwei Kommentarsträngen eine Diskussion führe. Das tue ich interessanterweise in beiden Fällen nicht zum ersten Mal mit derselben Person, die sich auch ungewöhnlich viel Zeit nimmt für ihre Antworten. 😉 Wenn schon ein solches Engagement nach deiner Logik die Definition von Fanatismus ist, musst du ehrlicherweise zugeben, dass du offensichtlich auch einer bist. ;)- (Mal ganz abgesehen von deinen ethisch fragwürdigen politischen Ansichten…)

    »Wie kommst Du auf die Idee, Du würdest eine unbequeme Meinung vertreten? Das liest sich eigentlich meistens, wie eine Stellungnahme von der bpb. Unbequem hier auf der Seite? Mal ehrlich, der Gegenwind, dem Du hier ausgesetzt bist, ist doch recht überschaubar.«

    Mal ehrlich, habe ich mich über irgendwelche Repressionen beschwert? Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass ich einigen in diesem Forum ziemlich unbequem bin; so unbequem, dass man schon lauthals gefordert hat, mich auf ewig zu verbannen (erst jüngst in der Diskussion zum »Gespenst des Antisemitismus«). Beschwere ich mich darüber? Nein, ich nehme das gelassen und komme gar nicht erst auf die Idee, mich deswegen mit Dissidenten zu vergleichen. Darauf zu sprechen kam ich überhaupt erst, als du nahegelegt hast, ich würde mich in einer Tradition mit den Widerständlern der Weißen Rose sehen. Dass solche Sperrungen nicht geschehen spricht schon mal für dieses Internetmagazin; wie wenig ich davon halte, konträre Meinungen zu verbannen bzw. gar nicht erst zu veröffentlichen, habe ich dir ja schon mal geschrieben.

    »Welche, wegen KV vorbestrafte rechtsextreme Witzfigur, sieht sich selbst in der Tradition der weißen Rose? Gibt es so etwas wirklich? Wer versteckt sich hinter dieser Chiffre?«

    Wenn du unbedingt Namen hören willst: Ich meine damit im Speziellen den führenden Kopf def IB in Halle, Mario Müller, der sich neben anderen Vertretern der Kontrakultur Halle in einem youtube-Video explizit als Widerständler bzw. die ganze IB als den »Widerstand« bezeichnet. Damit knüpft er an Diskurse an, die u. a. vom Andenken an die Geschwister Scholl geprägt sind, wohlwissend, dass ihm von Seiten des deutschen Staates keine Gefahr für Leib und Leben droht. Das Video ist aber wieder offline, wie ich gerade gesehen habe.

  22. So langsam scheinst Du das Internet Prinzip « jeder glaubt, was er will und der andere kann das Gegenteil nicht beweisen« zu verstehen. Du glaubst fest daran, das ich Deine Identität erfahren will und nichts was ich sage, bringt Dich davon ab. Das ist ok, mir geht es genauso. Doch an Deinem Ironie Detektor, solltest Du noch arbeiten. Stichwort Universalgelehrter.

    Bin ich nicht, quasi von Haus aus, sowieso ein Fanatiker? Allein aufgrund meiner vermuteten, politischen Ansichten? Nette Retourkutsche mit der Zeit, die ich mir so lasse. Das Xerorx Kollektiv, muß sich erstmal untereinander über google hangouts absprechen. Witzige Idee. Allerdings bin ich mir sicher, daß Du weißt, das ich nur eine Person bin, die einfach einen anderen Tagesablauf hat, mit seinen Smartphone praktisch nie im Netz ist und lieber in Ruhe auf dem Scheißhaus sitzt. Ich bin also nicht 24/7 online, daß solltest Du auch einmal probieren, ist wichtig für die innere Ruhe. Bin ich ein Fanatiker, weil ich Dir antworte? Deine Intention hier zu schreiben, hast Du ja schon recht deutlich gemacht: Du willst arme Schäfchen, die sich hierher verirrt haben, vor dem bösen Wolf warnen. Also eine ziemlich ernste Sache. Fast so, als wärst Du im Auftrag des Herren unterwegs. Ich antworte hingegen, just for fun, denn das ich Dich nicht überzeugen will, weißt Du bestimmt selbst. Ehrlich gesagt, will ich überhaupt niemanden überzeugen, es muß jeder selbst, aus seinen Lebenserfahrungen, seine Schlüsse ziehen. Hr. Verástegui hat mal geschrieben, Du willst hier unterhalten sein. Tja ich schätze, das gilt auch für mich. Also antworte ich, wenn es mir meine Zeit erlaubt.

    Wie kommst Du auf Repressionen? Davon habe ich nichts geschrieben. Dafür daß Du unbequem bist, hast Du hier aber kein sonderlich unbequemes Leben. Du wirst nicht zensiert und außer mir, fühlt sich auch kaum jemand berufen Dir zu widersprechen. Also ich würde das als ziemlich bequeme, oppositionelle Internet Existenz bezeichnen. An Deiner Stelle, würde ich es mal bei SiN probieren, da dürften mehr antworten und Du hättest auch vor mir Deine Ruhe.

    Bei Dir scheint Widerstand, immer eine Sache, von Leben und Tod zu sein? Da fehlt es also ein wenig an der Phantasie? Ich würde Ernst Jünger: Der Waldgang empfehlen, das weitet den Horizont. »Widerständig‹ leben bedeutet nicht zwangsläufig, daß man jeden Tag um 5.00 die Tür eingeschlagen bekommen kann und an die Wand gestellt wird. Das bedeutet natürlich nicht, daß dieses System keine Repressionen kennt. Ich zitiere mal den Mongolenfürst und ehemaligen bayrischen Innenminister Beckstein: »Wir sind bei Rechtsextremisten härter vorgegangen als bei Linksextremisten – weil die Zustimmung in der Bevölkerung hier viel größer ist. Manchmal gingen wir sogar weiter, als der Rechtsstaat eigentlich erlaubt.«
    ( er scheint allerdings Zustimmung bei den Medienhuren, mit Zustimmung in der Bevölkerung zu verwechseln, typisch für Politiker)

    Ich kenne Mario Müller zwar nicht, aber ich lehne mich jetzt einfach mal soweit aus dem Fenster und behaupte, er selbst sieht sich sicher nicht, in einer Traditionslinie mit der weißen Rose. Ich hoffe auch nicht, daß er sich in einer Linie mit Leuten wie Corneliu Codreanu sieht, daß würde ich nämlich so lächerlich finden, wie Du einen Vergleich mit die weiße Rose.
    Meine Anmerkung über die Gutmenschen, die sich in einer Ahnenreihe mit den Geschwistern Scholl wähnen, war natürlich eine polemische Überspitzung, um den Sachverhalt zu verdeutlichen welche selbstherrlichen und hypermoralischen Dumpfbacken, den »gegen rrrechts« Krampf hierzulande führen. Ich dachte eigentlich nicht, daß ich das extra erklären müsste?

  23. Carlos Wefers Verástegui

    HB-Männchen? Dann ist der Robert Wagner mindestens Mitvierziger! 😉

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