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Haudegen

In der Kategorie Nachwende-Ostrock ist auf dem Musikmarkt nicht viel zu finden, das vom Lebensgefühl der mittlerweile in die Jahre gekommenen DDR-Jugend zeugt. Ärzte, Hosen und Onkelz waren aus dem Westen, die Prinzen hingegen wurden von manchen als schwule Kastraten mit belanglosen Inhalten wahrgenommen. Mit „Haudegen“ tritt eine Kombo auf den Plan, die zeigt, daß auch hartgesottene Proleten ein weiches Herz haben und ihre Lebenswelten musikalisch – und auch cineastisch – anspruchsvoll vermitteln können. Aus der Selbstvorstellung:

Sven und Hagen sind zwei echte Schwergewichte, die das Leben in den Ost-Berliner Plattenbauten kennen mit allem, was dazu gehört – den negativen Seiten, aber eben auch, dass sich echte Freunde aufeinander verlassen können und gemeinsam durch dick und dünn gehen. “Ein Mann, ein Wort”, der Titel eines der Songs vom kommenden Debütalbum “Schlicht & Ergreifend”, ist somit mehr als nur eine Phrase, er ist ein Schwur auf Treue und Zusammenhalt.

Quelle: http://eulenfurz.wordpress.com/2012/05/31/haudegen/

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4 Kommentare zu “Haudegen

  1. Die Ärzte waren und sind Idioten, und die musikalisch völlig talentlosen Toten Hosen haben nie für das Lebensgefühl der Nachwendejugend gestanden. Und was die »Prinzen« anbetrifft, so ist es völlig abwegig, diesen eine Nähe zu irgendeiner Jugendkultur zuzusprechen. Die Prinzen haben Musik für Kinder und Idioten gemacht, nie und nimmer aber den Puls der Nachwendezeit getroffen, nicht mal ansatzweise.

    Onkelz und Landser, diese beiden Bands haben das Lebensgefühl der ostdeutschen Jugend im kleinstädtisch-ländlichen Raum während der Nachwendezeit widergegeben. Wer was anderes behauptet, war nicht dabei.

    ….Aber es stimmt schon, dass das Lebensgefühl dieser Generation, gleichviel ob im Osten oder derer im Westen, heutzutage von keiner Band wiedergegeben wird.

  2. Dabeigewesner

    Das Lebensgefühl der heutigen Jugend wird von Kollegah http://www.youtube.com/watch?v=b7L6MbA0cXM und Olaf Schubert http://www.youtube.com/watch?v=rnXr1br7IN4&feature=related wiedergegeben.

    Indes die Skinheads und Hooligans der glorreichen 80er und 90er halten heute ihr vollgestopftes Maul und stehen unterm Pantoffel ihrer Frau und ihres Chefs.

    Wer was anderes behauptet, ist BN-, JF- und SiN-Leser.

  3. Frau Maack

    Subkultur ist immer ein Zeichen von Infantilität. Wer das als Erwachsener noch braucht, ist nicht erwachsen.

    Wer was anderes behauptet, lebt auf Nimmerland.

    Und wer nicht weiß, was das ist, dem ist nie richtig vorgelesen worden.

    Und wem nie richtig vorgelesen wurde, der hampelt noch mit 40 in seiner Subkultur rum.

    Oh, der Kreis schließt sich. Wir sehen: Am Vorlesen hängt, zum Vorlesen drängt doch alles.

  4. @Dabeigewesner

    Nicht alle waren Skinheads oder Hooligans, viele waren einfach ganz normale rechtsgerichtete Jugendliche. Und rechts waren damals die meisten, wenn auch nur aus einem unterbewußt-instinktiven Gefühl heraus. Leider hat nur ein kleiner harter Kern zu einem höheren und umfassenderen politischen Bewußtsein gefunden. Der andere Teil ist dieser bloß gefühlsmäßigen Ebene bedauerlicherweise nie entwachsen.

    @ Frau Maack

    »Subkultur ist immer ein Zeichen von Infantilität. Wer das als Erwachsener noch braucht, ist nicht erwachsen.«

    Dieser Vorwurf ist hauptsächlich der linken Szene zu machen, aber nicht uns. Das ganze linke Milieu ist doch ein einziger Hort von infantilen Volltrotteln, die mit 30 noch immer in der selben sozialistisch-idiotischen Vorstellungswelt verharren, die sie schon mit 18 hatten. Diese Typen, überwiegend Frauen, hysterisch und dumm, haben sich in all den Jahren nicht ein bißchen weiterentwickelt. Es ist die selbe kleine, eng begrenzte Weltsichtweise, die schon linke Teenies haben, die unter dem Einfluß von linken Müttern, marxistischen Physiklehrern und universalistisch-antideutschen evangelichen Pfaffen stehen.

    Und meist ist diese Sicht auf einige wenige Teilwahrheiten begrenzt, die diese Personen aber als höchste Wahrheiten, als Absolutum, verstanden wissen wollen. Das alles wäre nicht sonderlich schlimm, wenn der in solchen Teilwahrheiten denkende linke Prolet nicht von einem messianisch-dämonischen Drang getrieben wäre, seine Teilwahrheiten, die übrigens durch andere »höhere« Teilwahrheiten leicht wieder aufgehoben werden könnten, dem Rest der Gesellschaft aufzwingen zu müssen.

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